Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 217 (3.3.1932)
- Date
- 1932-03-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 217 — 3. März 1932 DIE STIMME 5eite 7 Zlonistlsdies Leben in Wien Preisausschreiben Der „Stimme der Jugend" Die Redaktion der «Stimme der Jugend» veröffentlicht hiermit ein Preisausschreiben für Aufsätze verschiedenster Art, die für die «Stimme der Jugend» sich eignen. Erster Preis: S 25.— bar. Zweiter Preis: Ein Jahresgratisabonnement für die «Stimme». Dritter Preis: Ein Halbjahrgratisabonnement für die «Stimme». Mehrere Trostpreise. Die prämiierten Artikel gehen in das Eigentum der «Stimme» über. Die «Stimme» hat das Recht, diese honorarfrei zu veröffentlichen. Die Aufsätze müssen mindestens eine Schreibmaschinenseite, nicht mehr jedoch als fünf Schreibmaschinenseiten umfassen. Letzter Einsendetermin 15. März 1932. Die Jury besteht aus den Herren: Dr. Z. F. Finkeistein, Direktor Dr. Viktor Kellner und Prof. Dr. Wilhelm Stein. Zum bevorstehenden Besuche von Frau Hanna Steiner (Prag), Mitglied der W. i. Z. O. Exekutive In den nächsten Tagen wird die österreichische Föderation der W. I. Z. 0. den Besuch einer der verdientesten Führerinnen der zionistischen Frauenbewegung erhalten — von Frau Hanna Steiner aus Prag, die seit einer Reihe von Jahren der Gaiuth-Exekutive der Wizo als kontinentales Mitglied angehört. Frau Hanna Steiner hat nicht nur das Verdienst, die jüdische Frauenbewegung der Tschechoslowakei Sophiensäle ■■■■■BauHiHHHBBanHameiHnnuHa in mustergültiger Weise organisiert und zur Zionsidee hingeführt zu haben — sie ist zugleich eine Vorkämpferin vollwertiger jüdischer Frauenbewegung für die ganze Weltorganisation geworden, hat die Londoner Exekutive im Sinne der kontinental-europä.schen, kulturell anspruchsvollen jüdischen Frau beeinflußt und namentlich außerordentlich viel zur Demokratisierung der anfangs recht selbstherrlich von London geleiteten Weltorganisation zionistischer Frauen beigetragen. Besonders eng verknüpft ist Frau Hanna Steiner mit der Lösung des langjährigen Problems der Zusammenarbeit rein zionist.scher und sogenannter «neutraler» Verbände im Rahmen der W. I. Z. O. Gerade Frau Steiner, die die Mehrzahl aller jüdischen Frauenvereine der Tschechoslowakei in der Wizo zu organisieren und der Palästinaarbeit nutzbar zu machen verstanden hat, war prädest:niert, diese in jedem Lande in anderer Form auftretende Frage mit größerem Optimismus zu betrachten, als es etwa uns österreichischen Zionistinnen möglich war, die wir keine neutralen Partnerinnen beim Palästinawerk in unserem Lande besitzen. Als Vorsitzende einer vor zwei Jahren eingesetzten «Siebener Kommission» zur Lösung dieser Frage, vermochte Frau Hanna Steiner der letzten Konferenz der Wizo in Basel Resolutionen zu unterbreiten, die nahezu einstimmig von der ganzen — in anderen Punkten bekanntlich recht uneinheitlichen — Basler Konferenz angenommen und in der Praxis durchgeführt wurden. Dadurch erfuhr in einigen Ländern (wie in Deutschland und in der Schweiz) die Wizo einen Wesenheiten Zuzug unpolitischer, jedoch palästinafreundlicher und praktisch sehr Wertvolles leistender Frauen, deren Beiträge auch materiell sehr stark in die Wagschale fallen. Frau Hanna Steiner hat auch innerhalb der allgemeinen zionistischen Organisation der Tschechoslowakei, namentlich des Prager Distriktes, eine erste Führerrolle inne. Sie und Frau Dr. Mirjam Scheuer sind nicht nur Exponentinnen der Wizo-Arbeit, sondern gleichzeitig unentbehrliche Trägerinnen der allgemeinen zionistischen Bewegung dieses an zionistischen Persönlichkeiten wahrlich nicht armen Landes. Auch Innerhalb der B. B.-Logen der Tschechoslowakei entfaltet Frau Hanna Steiner eine reiche Tätigkeit, dank derer ein Aufblühen der dortigen Schwesterverbände sich geltend macht. Eine besondere Note erhält die Wirksamkeit dieser bewundernswert aktiven Frau durch die Herausgabe der «Blätter für die jüdische Frau» (Beiblatt der «Selbstwehr», Prag) sowie dadurch, daß die jüdische Frauenbewegung der Tschechoslowakei auch an der sozialen Fürsorge für die jüdischen Hungergebiete Karpathorußlands starken Anteil nimmt. Von Interesse i?t auch HJe VfjrbrniHeph°it der tsebechoslo- VIERTE NUMMER am Donnerstag, den 3. März 1932, 8 Uhr abends, Im Heime der Zion. Bezirkssektion Leopoldstadt, IL, Praterstraße 13 (Lloydhof) Dr. DESIDER FRIEDMANN Die Lage in der Kultusgemeinde Dr. CHAIM TARTAKOWER Nachrichten aus Palästina Dr. TULO NUSSENBLATT Oer Kampf um den Suez Disraeli-Herzl SlfcüMUND HABER Lokalnachrichten SAMUEL SCHWAGER fsuuieiOR: tut dir uprtuioouiiscii imnsttuunntur wakischen Wizo mit dem dortigen Verbände der internationalen Frauenliga für Friede und Freiheit, die einen eigenen, jüdischen Zweig in Prag besitzt. Frau Hanna Steiner, die Montag, den 7. März, in der W. 1. Z. O. (Wien, I., Jordangasse 7) um 7 Uhr abends über «Die aktuellen Aufgaben der zionistischen Frauenbewegung» spricht, wird den jüdischen Frauen Wiens — und nicht nur den Mitgliedern der Wizo — Vieles, Wichtiges und Einmaliges zu sagen haben. Wir entbieten Frau Hanna Steiner ein herzliches Schalomf Dr. Martha H o f m a n n. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Jubfläumsaktion. Achtung, zionistische Jugend! 1. Donnerstag, 3. März, %8 Uhr abends, im Kassaraume des Keren Kajemeth, Zusammenkunft der Kommissäre wegen Mithilfe der JugendbeiderJubiläumsaktion. 2. Montag, den 7. März, 7 Uhr abends, in der Zionistischen Sektion Leoplodstadt, II., Praterstraße 13: Generalprobe der Jugendakademie. Jubiläumsaktion — Gruppenkontingente (Liste noch unvollständig) Sektion II: S 2000.—; Sektion IV/V: S 500.—; Sektion VI/VII: S 1000.—; Sektion Vlll/IX: S 2000.—; Sektion X/Xl: S 700.—; Sektion XVI/ XVII: S 500.—; Sektion XX: S 400.—; «Wizo»: S 2000.—; Verband zionistisch-sozialistischer Arbeiterpartei S 500.—; Verband radikaler Zionisten: S 1000.—. Festversammlung der zionistischen Mandatare (der Organisation und der Kultusgemeinde) Donnerstag, den 10. März. Jubilfiumsmecting aller zionistischen Föderationen und Sofidevverbände. Donnerstag, den 17. März. Sprechen werden die Repräsentanten aller zionistischen Gruppen und die Nestoren der zionistischen Bewegung in Wien. Goldbuch Dr. Simon Holdengräber. Für diese Eintragung gingen weiters S 75.— ein; insgesamt sind bisher S 185.— eingezahlt worden. Silbernes Buch. Fräulein Lilly Neufeld anläßlich ihres Geburtstages durch die KKL-Arbeitsgemeinschaft des «Zirenu» (Nr. 7l). Jüdische Lese- und Redehalle. Anläßlich ihres 75sem. Stiftungsfestes durch die Festgäste (Nr. 72). Purim-Nacht in Tel Aviv ..iibi Selbstkcatingentierung der Jugendgruppen. Der Jugendbund J. P. Oe. hat die Selbstkontingentierung durchgeführt, und zwar haben 50 Personen Selbstkontingente von insgesamt S 595.— übernommen. Die Selbstkontingente bewegen sich zwischen S 10.— bis S 50.—. Großer Ertrag einer Büchse. In der Büchse des Herrn O. R. wurde der Betrag von S 127.60 vorgefunden. Prasldfcisltzung des Keren Kajemeth. Donnerstag, den 3. März, %7 Uhr abends, im Bureau I., Kärntnerstraße 28. Jubiläumsveran Haltung der gesamten zionisitschen fugend Wiens Wettbewerb der zionistischen Jugendbünde. Die gesamte zionistische Jugend Wiens veranstaltet am Mittwoch, den 9. März d. J., im «Bayrischen Hof», II., Taborstraße, eine Akademie zugusten des Keren Kajemeth. Es wirken mit: Chor (Verband der zion.-revis. Jugend): Dramatische Aufführung (Chajes-Realgymnasium); Mando'inenorchester und Sologesänge (Brith Trumpeldor); Sprechchor: Bialik: Die Toten der Wüste (Histadruth Gordonia); Stabübungen und Zwischenaktmusik (Zirenu); «Juden aller Länder vereinigt Euch», Spieldose (Haschomer Hazair); Volkstanz zu einem Volkslied von Biallk (Haschomer Hazair-BIau Weiß); Bewegungschor (Bri.h Mischmar Haowdim) Tänze (J. P. Oe.); Lagerfeuer (Haschomer Hadati) Karten zum Preise von S 2.—, S 1.— und S -—.50 sind erhältlich bei den zionistischen Jugendgruppen und beim Keren Kajemeth, I., Kärntnerstraße 28; Mit wirkende zahlen 30 Groschen und erhalten spezie'le Eintrittskarten. Bei diesw Akademie findet ein Wettbewerb der zionistischen Jugendgruppen statt. Die Richter sind die Gäste der Veranstaltung, welche auf der Rückseite «der Eintrittskarten die Nummern anzuführen haben, welche ihnen am besten gefallen haben; die obsiegende jtegendgruppe wird ins Silberne Buch des Keren Kajemeth eingetragen werden. Hartnäckige Verstopfung, Dlckdarmkatarrh, Blähungsbeschwerden, Magenverstimmungen, allgemeines Krankheitsgefühl werden sehr oft durch den Gebrauch des natürlichen «Franz-Josef»-Bitterwassers — morgens und abends je ein kleines Glas — beseitigt Unsere geliebte Mutter Clara Margulies ist wenige Tage vor Vollendung ihres achtzigsten Lebensjahres sanlt entschlafen. Die Beisetzung erlolgte In aller Stille aut dem Döblinger Friedhöfe (Israelitische Abteilung) Anna Puttermann (Sosnowico) Dr. Isidor Margulies Dr. Emil Margulies (Leitmeritz) Hanna Margulies Heinrich Margulies (Tel Aviv) als Kinder Dr. Jakob Puttermann als Schwiegersohn Julie, Fritzl. Marie und Nanny Margulies als Schwiegertöchter Sämtliche Enkel und Urenkel Professor Dr. Fränkel kommt nach Wien Wie wir erfahren, kommt dieser Tage der hervorragende Professor der Mathematik an der Universität in Kiel, Prof. Dr. Fränkel, nach Wien und wird hier einige Vorträge halten. In der breiten jüdischen Oeffentlichkeit werden diese Vorträge zweifellos größtem Interesse begegnen. Prof. Dr. Fränkel, der letztens von der Kieler Universität einen zweijährigen Urlaub erhielt, verwendete diesen zu einem Besuche Palästinas, wo er an der Jerusalemer Universität Vorlesungen abhielt. Die Ravag hat Prof. Dr. Fränkel für einen Vortrag über ein mathematisches Thema im Radio-Wien gewonnen; diesen Vortrag wird Prof. Fränkel anläßlich seines Wiener Aufenthaltes halten. Auch in der Urania wird der hervorragende jüdische Wissenschaftler über Palästina sprechen. Für den Gast liegen bereits auch viele andere Einladungen vor. So u. a. vom Zionistischen Landeskomitee, vom HerzI-KIub, ferner von Hofrat Fuchs der Bnei Brith-Loge und vielen anderen Stellen. Prof. Fränkel ist nicht nur ein Gelehrter von Weltruf, sondern auch ein geistvoller Redner. Seine Ankunft in Wien und seine Vorträge werden mit größtem Interesse erwartet Fest abend zu Ehren Dr. Chaim Tartakowers Anläßlich des zehnjährigen Jubiläums, welches unser verdienter Gesinnungsgenosse Dr. Chaim Tartakower in seiner Eigenschaft als Leiter der österreichischen Nationalfondsstelle feierte, veranstaltete die Beamtenschaft der zionistischen Bureaus eine interne Feier, bei der sich eine Reihe führender Gesinnungsgenossen eingefunden haben, im gemütlichen Zusammensein bis in die späte Nachtstunde hoben alle Redner den unermüdlichen Fleiß und die hervorragenden Qualitäten des Gefeierten als Mensch und Zionist hervor. Den Vorsitz führte Herr Gerson Wittlin und es sprachen die Vertreter verschiedenster zionistischer Institutionen, und zwar Dr. Rothbium, S. Weinreb, Dr. Rybaczewski, Dr. Sieg- 19. MSrz 1932 fried Plaschkes, Frau Dr. Löwenherz, Herr Adolf Böhm, Dr. Grünbaum, Dr. Löwenherz, Dr. Friedmann und Dr. Finkeistein. Zum Gelingen des Abends trugen auch Herr Schwager durch Vorlesungen aus jiddischen Schriften und der palästinensische Sänger Herr Krybus bei. Herr Dr. Tartakower dankte gerührt für die Ehrung und gelobte, nach wie vor seine ganze Kraft der Arbeit, der er sein Leben geweiht hat, zu.widmen. Eintragung Dr. Chaim Tartakowers ins Goldene Buch des Keren Kajemeth Auf die von den Jugendgruppen Wiens beschlossene Eintragung des Herrn Dr. Chaim Tartakower ins Goldene Buch des Keren Kajemeth sind bisher S 143.21 eingegangen, und zwar: Gdud Zirim S 50.—, Zirenu S 48.21, Brith Herzl S 25.—, Haschomer Hazair-Blau-Weiß S 20.—. Sektion Innere Stadt Dienstag, den 8. März halb 9 Uhr abends Vortrag Kultusvorsteher Dr. H. Körner: „ist unsere heutige Kullusgemelndepolitik die richtige!“ Ort: Caf6 Excelsior, 1. Bezirk, Rotenturmstraße Nr. 24 II Gäste herziiehst willkommen!! IVMI