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Die Stimme · 1932-02-18 · Heft 215 (18.2.1932) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 215 (18.2.1932)
Date
1932-02-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Rf. 213 — 18. Februar 1932 me stimme Sette 7 Zlonlstisdies Leben In Wien PttPimnaclit in Tel-Aviv Wie bereits bekannt ist, veranstaltet das zionistische Landeskomitee am 19. März d. J. in den Soflensäle, M., Marxergasse, ein großes Purimfest unter der Devise «Purimnacht in Tel-Aviv». Das Reinerträgnis dieser Veranstaltung fällt zum Teile dem Cbajes-Realgymnasium und der von der israelitischen Kultusgemeinde eingeleiteten Winterhilfe zu. Die Musik an diesem Abend besorgt die wohlbekannte Kapelle Mischa, die zuletzt im Cafe Westmünster gespielt hat Im Sinne der Devise der Veranstaltung ist vorwiegend an Beteiligung von Gruppen gedacht. Anmeldungen für. solche werden schon Tel-Aviv In Wien jetzt im Sekretariat des Landeskomitees, I., Kärntner- Straße 28, entgegengenommen, wobei den Interessenten ein künstlerischer Berater zur Verfügung gestellt wird. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Jubiläumsakticra. Das Präsidium des Keren Kaiemeth hat die Purimwoche als die Keren-Kajemethjublläumswoche proklamiert. Im Sinne des Beschlusses des Kongresses dürfen zehn Tage vor Purim und sieben nachher keine Sammelaktionen zugunsten anderer Ponds als für den Keren Kajemeth durchgeführt werden. Das vom Präsidium eingesetzte Komitee zur Durchführung der Aktion ist mit Energie an die Arbeit geschritten. Als erster Schritt werden in allen Bezirkssektionen und Sonderverbänden spezielle Ausschußsitzungen einberufen, welche der Jubiläumsaktion gewidmet sind und an denen Repräsentanten des Präsidiums des Keren Kajemeth teilnehmen werden. Es finden, respektive fanden bereits folgende Ausschußsitzungen statt: Sektion I: Die- Sitzung fand bereits am Montag, den 15. Februar, statt. Seitens des Präsidiums beteiligte sich Herr Dr. Tartakower; die Sektion Übernahm ein Jubiläumskontingent von 100 S, das durch Selbstkontingentler, und zwar in erster Linie durch die Ausschußmitglieder, aufgebracht werden wird. Sektion!l: Ausschußsitzung am Montag, den 22. Februar. Seitens des Präsidiums beteiligen sich Herr Adolf Böhm und Herr Salomon Picker. Sektion Prater: Mittwoch, den 24. Februar, Ufa abends, Seitens des Präsidiums Dr. Siegfried PlaschkeS und Saül Weinreb. . Sektion III: Am 14. Februar. Seitens des Präsidiums des Keren Kajemeth beteiligte sich Herr . Df! Tartakower; Die Sektion wird das auferlegte Jublllumskontingent von 500 S durch Selbstkontingentler . äufbriiigen, in erster Liniedurch die Führer der . Sektion Selbst. Sektion 1V/V: Mittwoch, den 17. Februar, Uhr abends. Jubiläümsversammlung (Dr. Tartakower) , Sektion VW1I: Donnerstag, den 25. Februar, 8 Uhr abends (Kanner, das zweite Mitglied wird noch bekanntgegeben werden). Sektion VJU/IX: Dienstag, den 23. Februar. Seitens des Präsidium« des Keren Kajemeth Dr. Siegfried Plaschke6 und Saul Weinreb. Sektion X/Xl: Dienstag, den 23. Februar. (Salomon Picker.) Sektion XII, XIV/XV: Montag, den 29. Februar. (Kanne.r, das zweite Mitglied wird noch be- : kanntgegeben werden.); ' / 1 Sektiön XVI/XVll: Donnerstag, den 18. Februar. (Säiömön Picker.) Sektion XVHI/XIX: Dienstag, den 23. Februar, im Cafe Währiilgerhof. Seitens des Präsidiums Dr. Hermann Ebner, Dr. Chalm Tartakower. Montag, den 22. Februar l»32, Uhr * abends, Spricht Prof. Julius Wolfsohn über „Juden in der HusikM im Cafe Exceislöf, L, Rotenturmstraße» Gäste herzlich willkommen t Sektion XX: Zusammen mit der Frauengruppe: Dienstag, den 23. Februar. (Kanner.) Sektion Z w i 9 c h e n b r fl c k e n: Samstag, den 27. Februrr, 8 Uhr abends. (Referent wird noch bekanntgegeben.) «Wizo*: Mittwoch, den 24. Februar, 6 Uhr abends. Seitens des Präsidiums Gesinnungsgenosse Adolf Böhm und Frau Leser. Vereinigte zionistisch-sozialistische Arbeiterorganisation «Poaie Zion-Hitac-hduth»: Montag, den 22. Februar, 8 Uhr. Saul Weinreb. «M i $ r a c h i»: Mittwoch, den 24. Februar. (Präsidialmitglied Salomon Picker.) Union der Z i o n i s t e n -R « v i s i o~ ■nis.ten: Die Aktion wurde mit dem Vertreter der Union im Präsidium des Keren Kajemeth, Gesinnungsgenossen. Dr. Bukspann, besprochen. Verband radikaler Zionisten: Montag, d^n 22. Februar, 9 Uhr abends, im Cafe Produktenbörse. (Die Präsidialmitglieder werden noch bekanntgegeben werden.) Keren-Kajemeth-Woche des V. 2. M. findet in Palflstlnazauber der Zeit vom 21. bis 28, Februar statt. Die Mitglieder haben es übernommen, je 4 S für den Keren Haje« meth aufzubringen. Jubiläumsakademie der gesamten zionistischen Jugend Wiens. Die Probe findet am Montag, den 22, Februar, 7 Ühr abends, im Heime der zionistischen Bezirkssektion Lopoldstädt, II., Praterstraße Nr. 13, und n i c h t, wie bei der jUgendvertretersitzung mitgeteilt wurde, im Heime der Mirjam statt. Kartenverkauf. Die Karten zum Preise von S 2, 1 und 50 Groschen sind ab Mittwoch im Keren-Kajemeth-Bureau erhältlich. Die Jugendgruppert werden ersucht, die zum Verkauf übernommenen Karten im Bureau abzuholen. Die Akademie findet ant Mittwoch, den 9. März, im Bayrischen Hof statt. Die Verwaltungsspesen des Keren Kajemeth werden zum größten Teil durch Sonderbeiträge von Gesinnungsgenossen (Aktion des Herzl-Klub«) -geeckt. .-v c. i " - - " Goldenes Buch. Die J; A. V. f o r d a n i a hat unter ihren Mitgliedern eine Sammlung zwecks Eintragung des Gesinnungsgenossen Dr. Simon Holdengräber s. A. sowie zwecks Stiftung von Bäumen auf den Namen des verewigten Bb. Dr. Krumholz eingeleitet. Der erste Beitrag von S 50.— wurde eingezahlt. Silbernes Buch. Moses L! c h t m a n n- Esther Schächter wurden anläßlich ihrer Verlobung durch die Vereinigung der zionistischdemokratischen Jugend ins Silberne Buch eingetragen (Nr. 63). Verrechnung Dezember-Leerung. Folgende Gruppen haben die Leerung endgültig abgerechnet: ZvT. V; Jordania, Z. M. V. Jedidäa, J. P. Oe., Gdud Zirim» Z/M, V. Massadah. «Hakoahfc-Sammlttng. Der Sportklub Hakoah hat mit der Arbeit für den Keren Kajemeth nach längerer Zeit aufs neue begönnen, Er führte an den Keren Kajemeth dne Betrag von $ 45.— ab. Markensammlung. Eine große Markensammlung (gebrauchte Marken) hat an den Keren Kajemeth abgeführt: Zionistische Ortsgruppe Innsbruck; ferner Gesinnungsgenosse Dr, Leonhard Ekstein. Das Granowsky-Bucb. «Die Bodenfrage und der jüdische Aufbau in Palästinas billiger,! Anläßlich dts French-Berichtes über die landlosen Araber lenken wir die Aufmerksamkeit der zionistischen üeffentlichkeit auf das Buch Granowskys, welches dieses Problem in lichtvoller Welse behandelt. Zwecks Pöularlsierüng desselben. wurde der Preis auf bloß herabgesetzt. Erhältlich im Keren Kajemeth. Folgende Firmen haben — Unter Garantie eines bestimmten Monatsertrages — in ihren Betrieben Kerert-Kajemeth-Büchaen aüfgestellt: Moritz Krausz & Co., 1. Rotenturmstfäße 21. Warenhaus Brüder Schiffmann, I!., Taborstraße 48. Wiener Arkaden-Cafe, L, Universitätsstraße 3. Alfons Kornmehl, IX., Kolingasse 3. „Ichud“-Kundgebung Für Dienstag, den 9. Februar, berief die «ZionisLsözlallstlsche Arbeiterorganisation (Pöale Zlöh — Hitachduth)» eins Versammlung ein, um der öffentlichkeit über die vollzogene Einigung der beiden Zionistischen Arbeiterparteien Oesterreichs Mitteilung zu machen. Nach den Begrüßungen seitens des Zion. Lan~ deskomltees (Dr. Ftnkfsteto), WIZö (Frau Dr. Kahtor), des Linkskartelli lind der ziörtist.-sozialistisühen Jugend, erteilte der Vorsitzende, Dr. Bernay, dem ersten Referenten des Abends, Herrn Dr. Chaim Tartakower, das Wort Dieser führte aus: Die vereinigte Partei bekenne sich bedingungslos zum jüdischen Volke und zu dessen nationaler Befreiungsbewegung, dem Zionismus, dessen Ziel sei: Konzentrierung des jüdischen Volkes in Palästina als eines Arbeitsvolkes. Stellung zum Araber-Problem: Die Organisation lehnt mit aller Entschiedenheit die Beherrschung des arabischen Volkes ab; es anerkenne aber auch nicht das Setbstbestlmmungsrecht der Araber, dem jüdischen Volk das Recht abzusprechen, auf den von den Arabern nicht besetzten Teilen des Landes sich das nationale Heim zu errichten. Eine Verständigung mit dem arabischen Volke sei jetzt nicht möglich; sie werde aber kommen, weil unsere jüdischen Absichten rein sind. Um efn jüdisches Arbeitsvolk zu schaffen, müsse das nationale und soziale Pathos vorhanden sein. Wir glauben an den Willen als einen entscheidenden Faktor ift der Gesöhlchte der Völker. Im heutigen kommunistischen Rußland wird mit Stolz darauf hingewiesen, das auch die geschichtslosen Völker erwachen. Hingegen verlange man ausgerechnet vom jüdischen Volke den Untergang. Wir weisen mit Entschiedenheit diese Theorie und dje Forderung ab. Wir lehnen jeden Sozialismus ab, der vom jüdischen Volk den Verzicht auf seine Existenz und seine Entwicklung verlangt. Das jüdische Volk werde auf seine tausendjährige Kultur nicht verzichten, und mit der Lösung seines nationalen Problems niemals warten, bis die soziale Revolution gekommen sein werde. 19. März 1932 Die neue Organisation bekenne sich bedingungslos zur zionistischen Organisation als dem Volksorgan zur Befreiung -des jüdischen Volkes. Aus diesem Grunde freuen wir uns über die Konsolidierungsbestrebungen innerhalb der zionistischen Organisation. Aus diesem Grunde werde auch die neue Organisation mit aller Energie die Schaffung des. .zionistischen .Territorlalverbandes anstreben, Der jüdische Arbeiter glaubt .und baut und datum .werde die Zukunft ihm und dem jüdischen Volke gehören. Als zweiter Referent sprach Herr Mendel Singer Über die Gründe des Zusammenschlusses der beiden Parteien, der nicht bloß auf Palästina gerichtet sei, sondern auch auf die Gegenwartsarbeit innerhalb des jüdischen Volkes und Innerhalb der jüdischen arbeitenden Menschen, Die Versammlung, die einen sehr würdigen Verlauf genommen hatte, machte auf die Anwesenden einen entsprechenden* Eindruck. Gesellschaftsreise nach Palästina Das Palästina-Amt veranstaltet im Märt 1932 eine Gesellschaftsreise nach Palästina. Die Abreise von Wie» erfolgt am 15. März um 1Ö2Ö (Jhr ab Südbahnhof, die Einschiffung in Triest am 16. März um 1 Uhr mittags, Ankunft in Jaffa am 21. März (einen Tag vor Purim). Die Rsiseteilnehmer werden also die Möglichkeit haben, den schönsten Purim der jüdschen Welt in Tel-Aviv mltzumachen. Uebftfdiea werden sie in der Lage sein, in der im März 1932 Stattfindenden «Makkabieln teilzunebmert sowie die Levante» Messe in Tel-Aviv (vom 7. bis 30. April) zu besuchen. Die Reise bezieht sich bloß suf die gemeinsame Fahrt nach Palästina, während In bezug auf den Aufenthalt im Lande und die Rückreise keine Bindung für die Teilnehmer besteht Jeder Reiseteilnehmer kann somit innerhalb der Gültigkeit des Touristeftvisums unabhängig von den übrigen Teilnehmern mit einem wöchentlich verkehrenden Schiffe des LlOyd Triestino die Rückreise ätttfeteft. Die Schiffsfeise Triest-—Jaffa oder Haifa und retour in der 3. Klasse auf dem Dampfer «Adria» der direkten Palästlna-Llnie des Lloyd Triestino kostet zirka Öst. S 375.— inklusive Bett und Verpflegung. Bei einer entsprechenden Teilnehmerzahl verbilligt sich die Bahnfahrt nach Triest, die fit der 3, Klasse Schnellzug zirka öst. S 53>-*- kostet, um etwa 25 Prozent. Anmeldungen übernimmt und Auskünfte erteilt: Paläatina-Amt, Wleh, I., Kärntnerstraße 28 (Tel. R 27-4-86) in den Vormittagsstunden. Da der Dampfer «Adria» Vom 16. März bis auf Wenige Plätze bereits ausverkauft ist, wird den Interessenten dringend empfohlen, ihre Anmeldungen zu dieser Reise ehestens vörZuttehme». Stuhlverstopfung. Spezialärzte für Verdäuun^ekränkbeiten erklären, daJJ das natürliche „Freite;Jeeef“-Öitlerweeser als ein Sehr zweckdienliche« äauertiittei watm za empfehlen ipt.

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