Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1932-02-11 · Heft 214 (11.2.1932) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 214 (11.2.1932)
Date
1932-02-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3053752-3053963-3053969--2791-3058236
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

V. b. b, Preis 35 g BEZUGS BF.PINGT INGEN Oesterreich «nuoer •leb S Ivierte) lähri S 4 io gan? ährl g 16 - leutschld. viertet ährl RM V r.chachoalowake <xrtelj K.« 24 - n»».v*sla«'iet viertel ihrl Dtu 40 'i>i »r 'UMrltlhi ich Zion 6‘ftl Ungar» viertel|ihr lieb Pengh 4-2C flutnlnie» «n.rial lähri f oi 120 U^brige* Aualand ■ Vierteljahr1 Sch« JP Franke» 4’50 5. Jahrgang Jüdische Zeitung Crsd eint jeteo Donnerstag Befielt fio» ind Adnnntstrarior VVien I. * Ärnme» «traft* 26 Tel Rr*4*6 Postsparkassen kotiti Oeuren D U3 54f Pole» 191. IQ« T «rhecho* •lovaket 500 23? •ugoalawien 40 8"*0 -H rO i Wien, Donnerstag, 11. Februar 1932 *4. Adar 569z) Nummer 214 Die Vereinigten Staaten und das jüdische Nationalheim Die führende amerikanische Zeitung «New York Times» veröffentlicht Aeußerungen von Dr. Seren Andrews, der bekannten amerikanischen Autorität für Mandatsfragen, der — anknüpfend an die jüngst erfolgte Bildung des American Paiestine Committee und die Pressemeldungen über den Inhalt des Berichtes des Palästina-Landentwicklungsdirektors French, der angeblich eine Befürwortung des Verbotes der Bodenerwerbung durch Juden enthält — das besondere Interesse der Vereinigten Staaten an der Durchführung des Mandats und der Erfüllung des Versprechens hinsichtlich der Errichtung des Jüdischen Nationalheims in Palästina hervorhebt Dr. Seren Andrews schreibt: Indem wir dem Mandat Englands über Palästina unsere spezielle Zustimmung gegeben haben, erhielten wir das Recht, auch über die Art, in der dieses Mandat zur Durchführung gelangt, etwas zu sagen. Diese unsere Autorität haben wir bereits zum Ausdruck gebracht und spezifiziert in der vom Repräsentantenhaus und dem Senat der Vereinigten Staaten im Jahre 1922 angenommenen Palästina-Resolution, in der besonders von der Errichtung des Jüdischen Nationalheims in Palästina die Rede ist Diese Politik der Vereinigten Staaten erhielt zuletzt einen bestimmteren Umriß durch die Gründung des American Paiestine Committee, die offiziell vom Präsidenten Hoover, dem Vizepräsidenten Curtis und dem Richter beim Obersten Gerichtshof, Stone, gutgeheißen wurde. Die Vereinigten Staaten haben sich somit bereits zweimal auf eine Politik festgelegt, die auf eine Begünstigung der zionistischen Ziele hinausläuft; die Vereinigten Staaten wollen auf der Durchführung dieser Politik bestehen. Im Lichte dieser Situation kommt der am 17. Jänner in Washington stattgefundenen Diskussion über das Jüdische Nationalheim erhöhte Bedeutung zu. Das jetzt aktuelle palästinensische Bodenproblem, schließt Andrews, beansprucht in diesem Zusammenhang erhöhte Aufmerksamkeit. De. Bvodetshy heim Kolonien* minister Cunliffe-Listev Aussprache über den Landentwicklungsplan, die Bodenprobleme und die Beschäftigung von Juden bei öffentlichen Arbeiten. L o n d o n, 3. Februar. (J. T. A.) Am Dienstag, den 2. Februar, besuchte Dr. Selig Brodetsky, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency und Leiter des politischen Departements der Exekutive, in Begleitung des Präsidenten des Council der Jewish Agency, O. E. d'Avigdor Goldsmld, den Staatssekretär für die Kolonien, Sir Philip Cunliffe-Uster, im Kolonialamt, um mit ihm die wirtschaftlichen Probleme Palästinas zu besprechen. Der Unterhaltung wohnten der ständige Unterstaatssekretär für die Kolonien, Sir Samuel Wilson, und der Leiter des Ost-Departements des Kolonialamtes, A. C. C. Parkinson, bei. Zunächst trat man in die Erörterung der Angelegenheiten des Landentwicklungsplanes und der Bodenprobleme Palästinas ein, wobei seitens der Vertreter der Jewish Agency der Standpunkt der Agency zu diesen Fragen grundlegend erklärt wurde. Hernach kam man auf den Inhalt des Briefes des Premierministers MacDonald an Dr. Weizmann zu sprechen, wobei be- NewYork, 1. Februar. (J. T. A.) Emanuell Neuman, das amerikanische Mitglied der Jewish Agency, hat sich von New York nach Washington begeben, um mit den führenden Mitgliedern des vor kurzem gebildeten Pro-Palästlna-Komitees Beratungen betreffend Bildung des Präsidiums, das sieb aus einigen hervorragenden amerikanischen Staatsmännern zusammensetzen soll, sowie Ausbau des American Paiestine Committee durch Errichtung von Zweigkomitees in den verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten zu pflegen. sonders die Frage des Jüdischen Anteils an den öffentlichen Arbeiten der Palästina-Regierung und ihre Wirkung auf die Höhe der Arbeitereinwanderungs-Schedule zur Erörterung gelangten. Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, hatte die in herzlichen Formen geführte, mehr als einstündige Unterredung positive Ergebnisse. Der Unterredung schloß sich eine spezifiziertere Unterhaltung mit den ständigen Beamten des Kolonialamtes über kleinere Angelegenheiten an. Dr. Selig Brodetsky pflog am 2. Februar auch Besprechungen mit dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Palästina-Komitees, dem Mitglied des Unterhauses Colonel John Buchan, und dem Ehrensekretär dieses Komitees, dem Unterhausmitglied Barnett Jänner, über die Tätigkeit dieser Körperschaft im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung des Parlaments am 2. Februar. Keine arabisch-jüdische Round Table- Konferenz London, 7. Februar. (J. T. A.) Im Zusammenhang mit der vom Zentralkomitee der Union der Zionisten-Revisionisten veröffentlichten Erklärung über das Bestehen eines Dokuments, welches Vorschläge zur Einberufung einer arabisch-jüdischen Round Table- Konferenz enthalten soll, ermächtigt die Exekutive der Jewish Agency die Jüdische Telegraphen-Agentur» mitzuteilen, daß die Exekutive von diesen Gerüchten weiß und im Besitze aller diesbezüglichen Berichte ist, Jedoch im Hinblick auf die Quelle, aus der sie stammen, keinen Grund sieht, ihnen irgendeine Bedeutung beizumessen. Bialiks Dank an das jüdische Wien Der Dichter Blallk hat an den Präsidenten der Histadruth Iwrith, Herrn Dr. David Rothblum, ein Schreiben gerichtet, das wir ln der Uebersetzung aus dem Hebräischen nachstehend . Wiedergaben. Triest, unterwegs nach Ere2 Israel, am 3. Februar 1932. Lieber Freund! Bevor ich den Kontinent verlasse, um mich in meine Heimat einzuschiffen, erachte ich es als meine Pflicht, Ihnen und durch Sie der Histadruth Iwrith, wie auch deren Sekretär Herrn Ungarfeld die Gefühle meines tiefen und aufrichtigen Dankes für die Fülle, von Freundlichkeiten auszudrücken, mit der Sie mich während meines Wiener Aufenthaltes umgeben haben. Sie und unser Freund Delfiner haben die letzte Station meiner an Bitternissen überreichen Wanderung in taktvoller und zartfühlender Welse so angenehm gestaltet, daß ich es lange nicht vergessen werde. Ich würde es Ihnen, lieber Freund, hoch einschätzen, wenn Sie die Freundlichkeit hätten, ein Interpret meiner dankbaren Empfindungen bet alten Körperschaften und Anstalten zu sein, die mir ln Wien mit so viel.liebevoller Aufmerksamkeit und WahlwQllen begegneten ~ mehr als ich es verdiene, möge ff ffa alle gesegnet und abermals gesegnet sein,' Ich bin dessen sicher, daß Sie und unsere Freunde und Ge» sintwngs genossen auch nach meiner*Abreise die Aktion zugunsten des hebräischen Buches, für die ich' die Unbilden der. Wanderschaft auf mich nahm, nicht vernachlässigen werden. Die Rettung des hebräischen Buches in dieser Stunde bedeutet die Rettung der Grundpfeiler der hebräischen Kultur. Und wer anders, denn die Histadruth Iwrith hat die Pflicht, diese schwere Aufgabe auf sich zu nehmen1 Indem : ich nochmals Ihnen und allen Gesinnungsgenossen für alles Freundliche herzlichst danke, bin ich mit herzlichem Gruß und treuer Freundschaft Ch. N. Bialik. M A K K A B I 3 AKADEMIE SAMS TAG UJ oc N 20. FEBER 1932 > N 8 UHR ABENDS HOTEL „P O S T“ __ I. FLEISCHMARKT NR, 24~~] __ 150 V-50 S2vXh i i ö e Bei Stuhlverhaltung, Unterleibblutüberfüllung, Kongestionen, Hüftennerven weh, Kreuzschmerzen, Atemnot, Herzklopfen, Migräne, Ohrensausen, Schwindet, Gemütsverstimmung bewirkt das natürliche «Franz«1 Josefo-Bitterwasser ausgiebige Darmentleerung, freien Kopf und ruhigen Schlaf. In Apoth. erhältlich. M in TeLAwiw / 19. Min 1932 / Sonkimsil«

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.