Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 204 (3.12.1931)
- Date
- 1931-12-03
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10 DIE STIMME Nr. 204 — 3. Dezember 193t Maturavorbereitung. Unter »Erfolg sicher« an die Administration dieses Blattes des der Cnibbatii-Zion-Bewegung und des 30. des Keren Kajemeth eine umfassende Aktion vor. Die in unserer Mitte — in der Stadt Theodor Herzls und des Grenzgebietes des jüdischen Ostens und Westens — lebenden Veteranen unserer Bewegung werden im Zentrum dieser Aktion stehen. Sie sollen uns in Wort und Schrift von den Anfängen unserer Bewegung erzählen und dadurch zu Taten ancifern. ln dieser Zeit der schweren Stagnation unserer nationalen Bewegung können uns nur Selbstbestimmung und zionistische Werke helfen. Der Keren Kajemeth, über allen Parteien stehend, will und soll das seinige dazu tun. Der Alltag des Keren Kajemeth Jetty-Mamber-Garten — komplett. Der von den Freunden und den Verwandten der verewigten Gesinnungsgenossin Jetty Mamber, die führendes Mitglied der Mädchenvcreinigung «Moriah» war, gestiftete Garten im Chajes-Walde ist durch die zuletzt eingegangenen Spenden komplett geworden. Hiedurch wurde für einen würdigen Zionisten ein würdiges Denkmal errichtet. Goldbucheintragung Eisig Torczyner. Auf diese Goldbucheintragung ging weiters eine Spende vom Gesinnungsgenossen Moses Lewin, Antwerpen, S 40.— ein. Insgesamt bisher S 350.G9. Goldbucheintragung Israel Müller-Berta Stückl. Mit dem in dieser Woche von Ing. Hermann und lakob Kirschenbaum eingegangenen Betrag von S 20.— sind auf diese Eintragung bisher S 115.— eingegangen. Silbernes Buch des KKL. Weitere Eintragungen: Juda Glücklich, KKL-Kommissär des Jugend- ■ bundes «Zi«-enm> für dessen Verdienste um die KKL- Arbeit durch den Bund «Zircnu»; Rudolf K 1 um a k anläßlich seines 50. Geburtstages durch den Verband radikale** Zionisten. Verrechnung der September-Oktobor-Leerung. V. Z. M. III. hat die Büchsenleerung ganz verrechne-1:. V; rcchntxig von Imitaschen alter Bestände. Der Keren Kajemeth hat beschlossen, neue Imitaschen und Mater1 alien nur solchen Gruppen auszufolgen, die mit alten nicht mehr im Rückstände sind. Folgende Qiüppen haben als erste ihre alten Imitaschen verrechnet, respektive abgelöst: Zionistische Bezirkssektion IV/V NF-Kommissärin Frau Stella Hochstimm; Brith Mischmar Haowdim NF-Xommissär Leo Chometh und Histadruth Gordonia NF-Kommissärin Judith Feuchtbaum. Dszember-Büchsesilecrung. Nach Durchführung der neuen Btichsenkartothek, cier neuen Sprengeleinteilung sowie der Umschreibung der Leerungssprengel findet die zweite Büchsenleerung des jüdischen Jahres 5692 in der Zeit vom 13. bis inklusive 27. Dezember statt. Nur diejenigen Gruppen werden neues Material erhalten, die die Scptember-Oktobcr- Leerung endgültig verrechnet haben. Die Aufteilung der Sprengel erfolgt bei der nächste Woche stattfindenden Sitzung der KKL-Kommissäre der Jugendgruppen. Zusammenkunft der KKL-Kommissäre der Jugendgruppen findet am Donnerstag, den 10. Dezember, um %7 Uhr abends, im Keren-Kajemeth- Bureau statt. Tagesordnung: Jubiläumsaktion des KKL; Dezember-Büchsenleerung (Aufteilung des Materials nach den neuen Sprengeln); Verrechnung älterer Imitaschen und Materialien. PräsidialoUzung des Keren Kajemeth. Die Dezember-Präsidialsitzung des KKL findet am Donnerstag, den 3. Dezember, %7 Uhr abends, statt. Tagung des zionistischen Jugendverbandes Oesterreichs Am 21. und 22. November 1931 fand im Herzl-Saale die zweite ordentliche Ta-'un« des zionistischen Jugendverbandes statt. Die Tagung war außerordentlich gut besucht und ließ erkennen, welches Interesse die zionistische Jugend den jüdischen Fragen entgegenbringt. _ , .. Die Tagung wurde vom Vorsitzenden Ch. Robert Lustig eröffnet, worauf namens des Landeskomitees Herr Dr. Steinberg und namens der Union der Zionisten-Revisionisten Oesterreichs Herr Richter die Tagung begrüßten. Hierauf hielt Chawer Lustig den Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit in der abgelaufenen Periode 1931. Die politischen und weltanschaulichen Differenzierungen zwischen den einzelnen Bünden haben eine gedeihliche Arbeit sehr erschwert, doch bestehe die Hoffnung, in der Zukunft eine gemeinsame Basis des Abvvehrkampfes gegen Antisemitismus und Assimilation zu finden. Nunmehr folgten die einzelnen Jahresberichte der sechs im Jugendverband organisierten Bünde (Berit Herzl, Berit Trumpeldor, Bund jüdischer Jugendwanderer, Gedud Zeirlrrr, Mai:kab; flaza:r, Bert Z;ren-.i. Jüdischer Pfadfinderbund Oesterreichs). Aus allen Berichten war eine aktive, rege Tätigkeit in der Hebräischtätigkeit, K. K. L., Werbe- «rbeit und spordichen Ausbildung ersichtlich. Schließlich ergriff Herr Dr. Salomon Wolf das V/ort zu seinem Referat: «Die Lage des Weltjudentums.». Der Redner führte die stark interessierte jugendliche Zuhörerschaft in die geschichtliche Entwicklung des V/eltjudentums ein, indem er das Wesen des Antisemitismus, der Assimilation und der jüdischnationalen Bewegung einer gründlichen Analyse unterzog. Er zeigte den einheitlichen Zug auf, den das Schicksal des I Judentums der ganzen Welt systematisch durchzieht. Der Redner sieht die endgültige und ungeheuer dringliche Lösung der Judenfrage lediglich in einem zielbewußten, konsequenten Aufbau des jüdischen Staates. Sonntag, den 22. ds., wurde der zweite Tag mit einem Referat des Herrn Direktor V. Kellner über «Kulturfragen der jüdischen Jugend» eröffnet. Der Redner versuchte, die begeistert lauschende Jugend in das tiefste Wesen des Judentums einzufiihren. Die hebräische Sprache sei nicht nur j ein Behelf für gewisse kalte, technische Ausdrücke. Hebräisch sei nicht nur die Sprache des Redens, sondern auch die Sprache des tiefsten jüdischen Fiihlens und Denkens. Wer sich einmal dem Dienste der Ergründung des jüdischen Geistes und Wesens gewidmet habe, könne nie mehr davon lassen. Der Redner fordert die lugend auf, den Weg des wahren ludentums, der jüdischen Ethik und einzigartigen Moral zu gehen. Nach Herrn Dir. Kellner hielt Ch. I. Goldstein das Programmreferat des Jugendverbandes. Die Tragik des jüdischen Volkes sei es, das es. selbst unter anormalen Bedingungen lebend, nicht sein echtes normales Volksleben leben könne. Das echte l.eben der jüdischen Nation beginne erst dann, wenn der Aufbau des jüdischen Staates vollendet sei. Pflicht der Jugend sei es, gegen ihre Feinde und für das Land zu kämpfen. Auf dieser Basis, vor allem auf der Basis des Abwehrkampfes gegen den Antisemitismus gebe es nur eines: Selbstschutz gegen alle Angriffe, die l.eben und Gut der luden gefährden. Weitestgehende Propaganda für die Einwanderung breiter jüdischer Massen nach Erez Israel auf Grund der erleichterten Mittelstandskolonisation. Die Praxis und das alltägliche Leben werden auch weitere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bieten. Auf jeden Fail sei eines maßgebend: Der Wille zur Tat! Jede bewußte Tat sei vor ihrer Entstehung Wille, und jeder bewußte Wille müsse einmal Tat werden. Nach diesem Referat ergriff Herr Direktor Kellner noch einmal das Wort und führte aus, es gäbe keinen Widerspruch zwischen jüdischer Ethik und jüdischem Selbstschutz. Er füge dem physischen Abwehrkampf noch hinzu den wirtschaftlichen Abwehrkampf. Im übrigen fordere er den Jugendverband auf, die kulturelle Arbeit, die hebräische Sprache und Literatur zum Primat zu erheben. An die Referate schloß sich eine rege Debatte, die sachlich gehalten, die Hauptprobleme aufrollte. Fast einstimmig wurde die Notwendigkeit des Selbstschutzes, der kulturellen Tätigkeit und der geschlossenen Propaganda für d e jüdischnationale Idee betont. Es folgten Anregungen für eine gemeinsame, intensive K. K. L.-Tätigkeit. Nach zweistündiger Debatte hielt Ch. I. Goldstein das Schlußwort, indem er noch einmal die Hauptpunkte des künftigen Programmes zusammenfaßte. Mit einem Appell an die lugendbünde, alles Trennende beiseite zu lassen und die Einigkeit des Verbandes zu währen, schloß Ch. R. Lustig die Tagung. Mit dem Absingen der Hatikwa, die eindrucksvoll von 300 Jugendlichen gesungen wurde, gaben die Bünde ihre Antwort und ihr Bekenntnis ab. Generalversammlung der Sektion VI-VII Am 19. v. M. hat die zionistische Sektion VI/VII unter zahlreicher Beteiligung ihre diesjährige Generalversammlung abgehalten. Nach Begrüßung der Anwesenden durch den Präsidenten Herrn Kammerrat Kohn gedachte er in warmen Worten dem zu früh dahingeschiedenen Gg. Doktor Simon Holdcngräbcr und erstattete den Tätigkeitsbericht; sodann erfolgto durch den Kassier, Herrn Barbag, der Kassabericht und durch Herrn Mchler der Revisorenbericht, worauf dem abtretenden Vorstand das Absolutorium erteilt wurde. Es wurde nun zur Neuwahl geschritten und per Akklamation Herr Kultusrat Dr. Sancl Beer zum Präsidenten und der Vorstand gewählt Der neugewählto Präsident übernahm den Vorsitz, dankte in herzlichen Worten für die ihm erteilte Ehre, entwickelte sein künftiges Programm, was von der Generalversammlung mit Genugtuung zur Kenntnis genommen wurde. Hierauf ertcilto er dem verehrten Gg. Dr. Max Bernhard da3 Wort zu dem angekündigten Vortrag, der dann zu einer lebhaften Diskussion Anlaß gab. Bel der am 26. v. M. in der Wohnung des Präsidenten Herrn Kultusrat Sanel Beer erfolgten Konstituierung do3 neuen Vorstandes wurden gewählt die Herren: Hermann Schwarz zum geschäftsführenden Vizepräsidenten, Doktor Richard Taussig zum zweiten Vizepräsidenten; Sekretär: Markus Mamber; Stellvertreter: S. Kriegsmann; Kassier: Aron Stern; . Stellvertreter: l3aak Barbag; Revisoren: Bernhard Mehler, Max Spitzer, David Arnold; Organisation: Kammerrat Kohn, Direktor Ignatz Cuttmann, Jakob Groß: Keren Kajemeth: Aron Stern, Paul Dulitzky; Keren Hajessod: Oskar Preminger; Kultur und Vorträge: Hermann Schwarz, Isaak Barbag; Veranstaltungen: Dr. Karl Jelllnck, S. Kriegsmann, Arnold David; Redaktion: Dr. Richard Taussig, Dr. Karl Jellinek, Hermann Schwarz; Schiedsgericht: Dr. Richard Taussig, Dr. Karl Jellinek, Nathan LIpschütz, Saul Haber, Israel Drimmer. Nach erfolgter Konstituierung des Vorstandes und der diversen Kommissionen wurde über Antrag des Vizepräsidenten Hermann Schwarz Herr Kammerrat Moritz Kohn mit der Begründung seiner langjährigen Tätigkeit für den Zionismus unter großem Beifall zum Ehrenpräsidenten gewählt, ebenso wurdo über Antrag des Ehrenpräsidenten Kammerrat Kohn das bewährte Mitglied Herr Hermann Greif in den Vorstand kooptiert. Aus der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt Begeisterung kennzeichnet wieder die Arbeit dieser Sektion. Dies bewies das lebhafte Bild der gut besuchten Generalversammlung am 18. November 1931. Die Arbeit der Sektion II, die, wie aus dem Tätigkeitsbericht des Vizepräsidenten Lebensohn hervorgeht, durch die dauernden Schwierigkeiten im alten Lokal sehr gehemmt war, geht, seit die Sektion in das neue Lokal in der Praterstraße 13, das jetzt renoviert wurde, einzog, flott von statten, wobei der Ausschuß von einer Reihe von Mitarbeitern außerhalb desselben unterstützt wird. Davon zeugt äußerlich schon eine Reihe gelungener Feste und Veranstaltungen in diesem Heim und organisatorisch und propagandistisch die Tatsache, daß sich täglich neue Mitglieder anmelclen. Die ernste sachliche Debatte brachte wertvolle Kritik und Anregung. Nach Erteilung des Absolutoriums wurde der neue Ausschuß gewählt, der sich aus 40 Mitgliedern zusammensetzt. An der Spitze dieses Ausschusses, der sich in einen engeren und weiteren gliedert, steht das verdienstvolle langjährige Ausschußmitgiied Dr. Rybaczewsky als Präsident und als Vizepräsidenten die Gg. Dr. S c h m e rler, Lebensohn und W i 1111 n, letzterer als geschäftsführender Vizepräsident. Als Gäste konnte die Generalversammlung begrüßen Dr. Steinberg als Vertreter des Landeskomitees, Dr. Tartakower-KKL, tur1 P'of. Freud-KH. Hervorzuheben ist noch Vorzügliche Mittelschul nachhilfe tdistdi’s Fanilifi-?«:im tßtamiiltg, eattühti täglich 5-Uhr-1 ee SEMMERING TELEPHON 11 Hochstraße 43 neben Hotel Panhans Mäßige Preise, vorzügliche Küche, Zimmer m. Pension S 12.— aulwärts. Zentralheizung, fließendes Warm- und Kaltwasser in |edem Zimmer. Auskunft unter Telephon U-27-6-24 .r KU!»] ein Antrag des Gg. Heller, dem Chajes-Realgymnasium von seiten der Sektion jährlich einen Betrag von S 100.— züzuwenden, welcher Antrag dem Ausschuß zur Erledigung überwiesen wurde. Generalversammlung der zionistischen Sektion Prater Samstag, den 28. November 1931, hielt die Sektion: Prater ihre ordentliche Generalversammlung ab, die zahlreich besucht war. Als Vertreter des Landeskomitees erschien Gg. Dr. Horowitz. Präsident Gerstel eröffnete die Versammlung, worauf Gg. Dr. Horowitz Grüße des Landeskomitees iiberbrachte und mit warmen Worten die Leistungen der Sektion hervorhob. Als Vorsitzender der Generalversammlung wurde sodann Gg. M. Rubin gewählt. Vizepräsident J. Ältmann erstattete einen ausführlichen und sachlichen Bericht über die Tätigkeit des abtretenden Vorstandes und erwähnte, daß zur Pflege der Geselligkeit eine Theatervorstellung, ein Teeabend und Pessachveranstaltung, letztere unter Leitung des Prof. Chartiner veranstaltet wurde. Zur Pflege des Kulturellen wurden durch Gg. Ing. Mühlbauer elf Vorträge arrangiert. Gg. Gerstel leitete die Schekalimaktion; die Sektion trachte 210 Schcka'im auf. Dem Keren Kajemeth wurden S 798.82 abgeführt, worunter ein von Ggin Scherzer aufgebrachter Betrag von S 184.46 enthalten ist. Auch für Keren Ahjah wurden S 318.50 geleistet. Die Frauengruppe unter der bewährten Führung der Obmännin Brandeistein leitet einen Kindergarten, der unter Führung der Ggin. Windschauer und Andermann tadellos funktioniert. Diese arrangierten auch einen Oneg-Schabath für Kinder, den Ggin. Sherzer und Halpern leiteten. Auch eine hebräische Schule fehlt nicht in der Sektion Prater, die Prof. Chartiner zur vollsten Zufriedenheit leitet. Der Vorsitzende M. Rubin dankte dem Vizepräsidenten Airmann für seinen sachlichen Bericht, worauf die Versammlung' dem abtretenden Vorstande die Entlastung einstimnvg erteilte. Gg. Rubin dankte noch dem Präsidium für ihre geleistete Arbeit. Ueber Vorschlag der Nominierungskommission wurde hierauf per Akklamation folgender Vorstand gewählt: Isak Adler, Rosa Andermann, Josef Altmann, Dora Brandeistein, Wolf Beizer, Meier Chartiner. Pinkas Eckert, Dr. N. Frey, Isak Gerstel, Sarah Halpern, Dr. David Kreppei, Josef Kampf, Ing. Markus Mühlbauer, Anna Mühlbauer, Dora Nussenblatt, David Paporisch, Chaim Rubin, Moses Rubin* Mpses Rindner, Jehuda Singer, Isak Schein, Sali Scherzer, Jakob Wahl, Ncchama Windschauer, Gerson Wittlin und Heinrich Windschauer. Generalversammlung der Zionistischen Frauengruppe Praer Am 19. November fand die zahlreich besüehto Generalversammlung der Frauengruppe Prater statt. Dem von der sehr verdienstvollen Reiterin dieser Gruppe, Frau Brändelr stein, erstatteten Tätigkeitsbericht war zu entnehmen, daß diese Frauengruppo eine ersprießliche Tätigkeit entfaltet hat. Hervorzuheben ist der sich gut entwickelnde hebräische Kindergarten, wobei sich vor allen dio Damen Windschauer und Andermann verdient gemacht haben. Ferner erfreut:a sich die von der Gruppe unter der Leitung der Frau Halpern und Frau Scherzer veranstalteten Oncg-Schabbath-Nachmittage eines regen Zuspruchs. Auch auf allen Gebieten der zionistischen Frauenarbeit hat diese Gruppe Erfolge aufzuweisen. Für dio Leistungen um den Keren Hanaschlm haben sich Frau Welt und Frau Rubin besondere* Verdienst® erworben. Namens der Leitung der österreichischen Wlzo begrüßto Frau Gisela Blauer dio Generalversammlung und knüpfte an ihre Ausführungen über die organisatorisch« Aufbauarbeit der österreichischen Wizo eine interessante Darstellung der aktuellen Probleme der zionistischen Frauenarbeit an. Nachdem noch Frau Tartalcower zur Frage der KKL-Arbeit gesprochen hatte, wurde zur Neuwahl des Ausschusses geschritten, welche folgendes Ergebnis zeitigte: Ehrenpräsidentin: Frau Andermann; Präsidentin: Frau Brandelstcin; Vizepräsidentin: Frau ■ Mühl* baucr, Frau Windschauer; Keren Hanaschlm: Frau Rublq}, Welt, Charasch, Organisation xind Propaganda: Frau Mühlbauer; Kasslerin; Frau Mühlbauer; KKL: Frau Andermann, Frau Scherzer; Chaluzfürsorge: Frau Uebcrsfcld* Frau Hasten; Oneg-Schabbath: Frau Halpern, Frau Scherzer, Sekretärin: Frau Schein. Jüdischer Pfadfinde^bund Oesterreichs Unser vor kurzem neugogründeter Bund steht in engster Verbindung mit einem der größten jüdischen Bünde Deutschlands, dem Jüdischen Pfadflnderbund ln Deutschland, Sitz in Leipzig, und ist der Weltunion jüdischer Pfadfinder „Brith Olamith schel Zophim Jchudlm“ abgeschlossen. Er strebt auf der Grundlago des Pfadfinder« tums die jüdische Erziehung unserer Jugend an und setzt sich für die Arbeit an der Renaissance des jüdischen Volkes mit allen Kräften ein. In dem zweimonatigen Bestehen ist es uns bereits gelungen, einen großen Kreis von Jugendlichen (Jungen und Mädels) in unsere Gemeinschaft cinzugllcdorn. Dank der Opferfreudigkeit zahlreicher Gönner unsere« Bundes konnten wir Behon jetzt die Grundlage für gedeihliche Arbeit schaffen: Unser neues Heim in der Oberen Donaustraße 45 a, Souterrain, wird voraussichtlich zu Chanukkali cingewelht werden. Den Zeitpunkt für eine große Akademie unseres Bundes, die sich in Vorbereitung befindet, werden wir noch rechtzeitig bekanntgeben. Auskünfte können vorläufig jeden Freitag vor der 20.15 Uhr stattfindonden Slchah des Waad im Heimo» später im Bureau ebendort, erteilt werden. Unser Winterlager findet in der Zelt vom 24. Dezember bis 2. Jänner 1932 in der Nähe von Eisenerz am Fuße de« Hochschwab statt,