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Die Stimme · 1931-11-26 · Heft 203 (26.11.1931) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 203 (26.11.1931)
Date
1931-11-26
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DIE STIMME Nf. 203 — 28. November 1931 Zlontsllsdies Lehen In Wien Die Arbeit des Keren Ka]e> meth Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. Bisher haben 80 Personen Versicherungen auf insgesamt S 110.000.— abgeschlossen. Freifahrt nach Palästina. Selbstkontingentier, welche mindestens S 25.— bis Pessach 1932 aufbringen, beteiligen sich an der Konkurrenz von Palästinareisen. Seibstkontingentler, die ein Vielfaches aufbringen, beteiligen sich mit diesem Vielfachen an ihr. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Ins Silberne Buch wurden weiters eingetragen: Trude und Emst Spieglcr anläßlich ihrer Hochzeit durch die Gäste und Freunde (Nr. 52); Doz. Dr. Felix Mandel durch Med.- Rat Dr. Benno Schalünger. Verrechnung der Büchsenleerung. Die Z. T. V. Jordania hat die Oktober-Büchsenleerung ganz verrechnet. Thorasspenden. Hiemit veröffentlichen wir die Liste der Bethäuser und Tempel, welche im neuen Jahre Thorasspenden an den Keren Kajemeth abgeführt haben: Israel. Kultusgemeinde Wien S 746.80; MüIInertempel S 128.—; Beth Jischak Leopoldsgasse S 135.—; Kultusgemeinde Baden S 79.—; Verein der Buczaczer S 50.—; Schomer Israel Hetzgasse S 69.40; Pazmar.itentempel S 50.—; Untere Viaduktgasse S 30.—; Tempel Schmalzhofgasse S 40.—; Neudeggertempel S 40.—; Ahawath Achim Millergasse S 40.60; Beth Jaakow Müllnergasse S 51.-—; Gmilas Chesed Telemanngasse S 18.—; Khilath Jakob S 15.—; Bethaus Schönlaterngasse S 10.—; Bethaus Stuwerstraße S 19.20; Bethaus Pötzleinsdorferstraße S 10.—; Tfilath Jeschurun S 2.40; Taubstummeninstitut S 5.—; Minjan Rabbiner Friedmann S 10.—; Bikur Cholim S 5.—; Ansche dat w. Zedek S 5.25; Schomre Hadath XX. S 8.—. Es werden hiemit alle Gg. ersucht, dem Keren Kajemeth mitzuteilen, in welchem Bethaus und welche Beträge sie gespendet haben, damit wir den Eingang feststellen können. Die neue große Wandkarte Palästinas, herausgegeben vom Hauptbüro des Keren Kajemeth und vom Hebräischen Verlag «Omanuth», welche in Palästina gedruckt wurde und wunderbar ausgefallen ist, bearbeitet vom jüdischen Geographen Dr. Brawer, ist beim Keren Kajemeth zu bestellen. Preis Dollar 3.—, auf Leinwand Dollar 4.50. Die Bestellung kann (laut Weisung des Hauptbüros in Jerusalem) nur erfolgen, wenn der Betrag im Vorhinein beim Keren Kajemeth erlegt wird. Die erschienene Karte kann im Keren Kajemeth besichtigt werden. Kleine Palästinakarte. Diese ist auch in lateinischen Lettern erschienen; Preis wie die der hebräischen Ausgabe 70 Groschen. Keren Kajemeth-Spiele zu Chanukkah. Die bekannten KKL-Spiele sind zum ermäßigten Preise im Keren Kajemeth zu haben. Die Gg. und Freunde des Keren Kajemeth werden gebeten, sich derselben für Chanukkah-Geschenke zu bedienen. jüdische Protestversammlung Montag fand im HotelPostdie vom Verband der Radikalen Zionisten einberufene Protestversammi u n g gegen die Entrechtung der jüdischen Hochschüler und Mittelschüler Oesterreichs und gegen die Judenverfolgung in Polen statt. Als erster Redner betonte der Obmann des Verbandes der Radikalen Zionisten, D r. P1 a s c h k e s, die Juden Wiens müßten begreifen, wie wichtig es ist, selbst die Abwehr unerträglicher Angriffe zu besorgen. Die Oe fentlichkeit habe dafür Verständnis, was die Haltung des Großteils der Wiener Presse beweise. Redner sprach dann von der persön’ichen Abwehr der Angriffe, stellte das Verhalten der Juden Polens der österr. Judenschaft a's Beispiel hin, erwähnte das Verhalten der österr. Regierung und der Parteien und fuhr fort: «Wir können vorläufig nur protestieren und warnen. Wir wissen, daß jeder planmäßige Angriff auf Juden eine Stufe in der Entwicklung der Reaktion ist. Für die jüdische Freiheit, aber auch für die Freiheit der Völker treten wir Juden ein, wenn wir die Gewalttätigkeiten abwehren. Borgen wir uns eine fremde Fahne, sind w:r erfolg’os und verachtet! Kämp en wir unter der eigenen jüdischen Fahne egen die Gewalt, werden wir vielleicht auch keinen Erfolg aben, aber die Welt wird uns achten!» Sodann sprach der Vizepräsident des Studentenvereines «Bar Kochba», Rathaus, über die Lage der jüdischen Studenten an der Wiener Universität, über das Verhalten der akademischen Behörden und über den Schutz der körperlichen Sicherheit, der es notwendig macht, daß zur Sicherung der Lehr- und Lernfreiheit die Polizeibehörden gegen Verletzungen jüdischer Studenten in den Räumen der Universität Hochschüler erteilt gewissenhaften Unterricht in modernem Hebräisch, T’nach und Talmud, wie auch in sämtlichen Gymnasialfächern gegen mäßiges Honorar. Zuschriften an Wagschal, Leder Warengeschäft, VIII. Alserstraße Nr 59. Tefophon-Nummer A-20-6-36 einschreiten. Dazu müsse man kommen, weil das zum Schutz der Lern- und Lehrfreiheit ausgesprochene Verbot polizeilicher Intervention geradezu den gegenteiigen Erfolg herbeiftihrt. Redner schloß mit den Worten: «Wir Juden sind ein 16-Millionen-Volk und fordern unsere Rechte inr Namen des ganzen Volkes. In diesem Sinne kämpfen wir. gegen den Antisemitismus und Chauvinismus, die sich bei al en Völkern breitmachen und in ihrer Tücke und Feigheit ihre Opfer unter den ehrlich arbeitenden, aufrechten Juden suchen » Namens des Verbandes zionistischer Mittelschüler sprach Osias Schächter. «Wie kann», rief der Redner aus: «ein Lehrer und Erzieher seine Pf’icht erfüllen, wenn er den Schüler als etwas Minderwertiges und Verächtliches betrachtet! Wie kann der Schüler Vertrauen zu seinem Erzieher gewinnen, wenn er in ihm seinen Feind erblickt! Zwei Stützpunkte gibt es für den jüdischen Mittelschüler: die Festigung seiner Organisation und der Besuch der jüdischen Schulen, besonders des vom Oberrabbiner Chajes begründeten Realgymnasiums, in dem er als Gleicher unter Gleichen behandelt wird. Das müssen die jüdischen Eitern beherzigen.» Nach ihm schilderte Dr. Os teurer, der gewesene Präses der «Judäa», die Leidenswege der jüdischen Studentenschaft auf der Wiener Universität und an den österr. Hochschulen. Trotzdem habe Redner die Erfahrung gemacht, daß das stolze und rückhaltslose Bekenntnis zum Judenvolk die deutschnationale Studentenschalt zur Achtung zwingen wird, wenn es uns gelingt, die stramme Zusammenfassung aller jüdischen Studenten in jüdischen Hochschulfragen herbeizuführen. Dr. Israel Waldmann wies die sozio’ogischen Gründe des Judenhasses nach und betonte, wie sehr der Antisemitismus gegenüber dem zerklüfteten jüdischen Volk Erfolg habe und wie wenig er ausrichten könne gegenüber den Juden, die Theodor Herzls Mahnung befo’gen: «Wir Juden sind ein Volk, e i n Volk!» «Für das geeinigte jüdische Volk sind Hochschulausschüsse oder Rektorate, ja sogar die Regierungen nicht die letzten Instanzen. Wenn sie die Warnungen nicht beherzigen und uns die gleichen Rechte für uns und unsere studierende Jugend verweigern, könnten wir uns an die Zionistische Bezirkssektion Innere Stadt, Cafe Excelsior,!., Rotenturmstraße 22, Dienstag, 1. Dezember 1931, pünktlich y29 Uhr abends, hochaktueller Vortrag Dr. Leo Goldhammer spricht über «Die Auswirkung der Wirtschaftskrise auf das Judentum». Eingang durch das Hotel Excelsior, I., Adlergasse 2. Instanzen des Völkerrechtes wenden. Es muß einen Weg geben, um unsere Rechte vor.dem Völkerbund oder dem Völkerbundrat durchzusetzen. Dr Waldmann besprach dann die wichtigen Fragen des Studentenrechtes und führte aus: «Die jüdische Studentenschaft bekennt sich stolz und frei zu ihrem Volkstum und hat in ihren nationalen Verbänden ihre Organisationsformen herausgebildet. Sie kann daher offen für die allgemeine Studentenkammer aller Hochschüler eintreten, ohne in den Verdacht zu geraten, daß sie aus assimilatorischen Gründen für diese Vertreterart eintritt.» Dann sprach namens der amerikanischen Liga für den Schutz ausländischer Studenten Major Dr. Markus, der die Zionisten des Dankes seiner Gruppe versichert, die mit einer amerikanischen Protestaktion im Juli des heurigen Jahres großen Er'olg erzielt hat. Dr. Markus betonte, daß die reichen jüdischen und nichtjüdischen Gesel’schaften in Amerika, welche die Unterstützung deir österr. und deutschen Hochschulen besorgt haben, mit der von ihm geleiteten Liga in Verbindung stehen und ihren Protest den antisemitischen Professoren und Studenten dort fühlbar machen werden, wo sie am empfindlichsten sind, im Geldsack! Schließlich begrüßte ein Vertreter der akad. Verbindung «Kadimah» die Versammlung und forderte zur Unterstützung der Haganah auf. Im Sinne der Ausführungen der Referenten wurden zwei Resolutionen mit Stimmeneinhelligkeit unter ungeheurem Beifall angenommen. Jlnftündigungen und Mitteilungen Verband der Allgemeinen Zionisten und Bezirks- Sektion II, Praterstraße 13. Donnerstag, den 26. November 1931, 8 Uhr abends, Vortrag des Herr» Dr. Desider Friedmann über «Zi o n i s ti s c h e Probleme». — Montag, den 30. November 1931, 8 Uhr abends, Chajes-Gedenkfeier. Es sprechen: Oberrabbiner Dr. David Feuchtwang, Dr. David Rothblum, Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Oskar Grünbaum. Mitwirkt: Oberkantor Gerson Margulies. Vortrag Isak Margosches ln Wien. Seit einigen Tagen weilt der Schriftsteller Isak Margosches aus Tel-Aviv in Wien. Er wird hier einen Vortrag halten und zwar Donnerstag, den 3. Dezember, präzise!/29 Uhr abends im Saale der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13, über «Zionismus in Sowjetrußland». Der Vortrag dürfte großes Interesse erwecken, da der Vortragende die ‘ Ereignisse in Rußland aus persönlicher Anschauung kennt. Regiebeitrag! Durchreisende Chaluzim ln Wien. Dienstag, den 1. Dezember I. J., trifft eine Gruppe von 50 Personen aus Polen auf der Durchreise nach Erez-lsrael in Wien ein. Ankunft um 6 Uhr 40 Min. früh auf dem Osthahnhof, Weiterfahrt nach Triest um 7 Uhr 40 Min. früh (Abfahrtsseite der Ostbahn). Die Bewirtung der Palästinareisenden am Bahnhof erfolgt durch die Z. M. V. «Mirjam». Zionistische Sektion Zwisckcnbrückcn. Mittwoch, den 2. Dezember I. J., um 8 Uhr abends, findet im Neuen Bethaus «Tomche ischurirn», XX., Allerheiligengasse I, eine Trauerandacht für den seligen Oberrabbiner Dr. Z. P. Chajes statt. Die Gedenkrede hält Herr Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde. Gesangsvortrag «EI MalaJ Rachamim»: Oberkantor Gerson Margulies. Juden Zwischenbrückens, eh:et das Andenken unseres unvergeßlichen Oberrabbinere und erscheinet in Mtssenl Zionistische Bezirkssektion Innere Stadt, Cafe Excelsior, I., Rotenturmstraße 22. Dienstag, 1. Dezember, pünktlich %9 Uhr abends, hochaktueller Vortrag. Dr. Leo Goldhammer spricht über «Die Auswirkung der Wirtschaftskrise auf das Judentum». Eingang durch das Hotel Excelsior, I., Adlergasse 2. J. A. V. «Nehemia». In dem am 15. November 1931 stattgefundenen üeneralkonvent des J. A. V. «Nehemia» wurde nachstehendes Präsidium gewählt: Moses Fest, cand. med., Präses; Mayer Bieler, stud. med., Vizepräses; Jakob Limniet, stud. med., Schritttührer. Vom Vere.n «Jüdische Moderne». Der seit mehr als einem Jahrzehnt bestehende Verein «Jüdische Moderne» will versuchen, durch eine planmäßig zusammengefaBte Reihe von Veranstaltungen vorerst einmal eine Bilanz der üesamtlage des europäischen Judentums zu ziehen: dieses Ziel soll erreicht werden durch einige systematisch das ganze Gebiet darstellende Vorträge, durch anschließende Diskussionen, durch schriftliche Fixierung der Ergebnisse dieser Aussprachen, durch die Ergänzung derselben durch eine Enquete mittels Fragebogen. Sollten sich, wie zu erwarten steht, aus diesem Material bisher unbeachtet gebliebene Gesichtspunkte ergeben, so werden diese als Ergebnis dieser Untersuchungen der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Realistik und Systematik, Abwägung der wirkenden Kräfte im großen Ueberblick wird das Leitmotiv dieses Zyklus sein. Die Leitung der «Jüdischen moderne» hat Herrn Proiessor Dr. Wilhelm mein emgeiauen, den Zyklus «Bilanz des europäischen Judentums» mit einem Vortrag «Die soziale Lage der Juden in Europa» zu eröffnen, der am Dienstag, den 8. Dezember d. J., stattfinden wird. Ort und Stunde werden an dieser Stelle noch verlautbart werden. Hilfe für Notleidende! Aus Anlaß des zehnjährigen Gründungsfestes des Vereines «Ohel Rachel» zur unentgeltlichen Ausspeisung jüdischer Notleidender veranstaltet der Verein am Samstag, den 28. November 1931, 8 Uhr abends, im Saale des Hotel Continental, Wien, 11., Taborstraße, eine Künstlerakademie unter Mitwirkung prominenter Künstler. Anschließend Tanz. Musik besorgt die berühmte öriginal-jazz- Band «The-Winaple-Band». Das Reinerträgnis wird zur Gänze der Ausspeisung hungernder arbeitsloser Familien, Waisenkinder und Greise zugeführt. Mäßiger Eintrittspreis S 2.50. Lese- und Redehalle Jüdischer Hochschüler in Wien. Die Lese- und Redehalle veranstaltet in ihrem Heim, IX., Türkenstraße 9, einen Vortragszyklus über die «Politische Lage der Juden». Für diesen Zyklus wurden Vertreter aller zionistischen Gruppierungen gewonnen. Als Erster spricht am Samstag, den 28. November, $49 Uhr abends, Dr. Leopold Plaschkes. Die Fiauengruppe der zionistischen Sektion VI./VII. veranstaltet am 12. Dezember 1931, präzise 9 Uhr abends, in den Sälen des «Münchnerhof», VI., Mariahilferstraße 81, die diesjährige Große Makkabäerfeier mit Akademie und Tanz. Weiters ein Kinder-Chanukkahfest mit Belustigungen aller Art am 6. Dezember 1931, 3 Uhr nachmittags, im Saale «Grüner Baum», VI., Mariahilferstraße 56, wozu alle üesinnungsgenossinnen mit ihren Kindern eingeladen werden. Verband Radikaler Zionisten. Mittwoch, 2. Dezember, Z29 Uhr, im Cafe Produktenbörse, II., Taborstraße 10, Versammlung Referent: Dr. I. Waldmann. Thema: Aktuelle Wirtschaftsfragen. Der Unterricht in der hebräischen Schule der zionistischen Sektion VI./VII., Ahawath Achim, VI., Millergasse 43, hat bereits begonnen. Aufnahmen finden täglich statt. Unterricht für Kinder: Mittwoch von y23 bis y25 Uhr, Freitag von 2 bis 4 Uhr. Unterricht für Erwachsene: Dienstag und Donnerstag von 4 bis 6 Uhr. Klub jüdischer Frauen, Cafe Colonnaden, I., Rathausplatz Nr. 4. Mittwoch, 2. Dezember, */25 Uhr, Vortrag Professor Dr. Wilhelm Stein: Ziele und Ergebnisse der Schulreform. . Verband der Jüdisch-sozialistischen Arbeiterjugend, II., Blumauergasse 1. Freitag, 27. November, 8 Uhr: Erweiterte Moazah sicha; Samstag, 28. d.: Dr. Birkenfeld: Sozialismus; Sonntag, 29. d., 9 Uhr vormittags: K. K. L. Büchsenleerung; Montag, 30. d., 8 Uhr: Hanhalahsitzung; Dienstag, 1. Dezember: Dr. Sokal: Was lehrt uns Borrohov. Jeden Mittwoch und Freitag: Hebräisch. Die Zionistische Sektion Prater hält ihre ordentliche Generalversammlung im Heim, II., Jungstraße 8, am Samstag, den 28. November 1931, um 8 Uhr abends ab, anläßlich welcher ein Mitglied des Landeskomitees über die «Jetzige Lage» im Zionismus» sprechen wird, und ladet alle Parteifreunde und Bekannten höflichst ein. Die Lsga für das arbeitende Palästina veranstaltet Samstag, dem 16. Jänner 1932, einen Abend jüdischer Kunst, dessen Reinerträgnis für die Histadruth (Palästina-Arbeiterfonds) bestimmt ist. Alle zionistischen Vereine und Verbände werden ersucht, an diesem Tage keine Veranstaltungen zu machen. Auskünfte bei Herrn Ing. Krämer, IX., Löblichgasse Nr. 10 (künstlerische Leitung) und bei Herrn A. Bloch, II., Schönngasse 13 (technische Leitung). Zionistische Bezirkssektion XII./XIV./XV. Montag, den 16. November 1931, sprach als Gast im dicht besetzten Sektionsheim Rabbiner Dr. I. Taglicht über «Die Pharisäer». Der Vortragende besprach die Entstehung der Partei, ihr Wirken und die durch sie geschaffenen Gesetze und Einrichtungen. Hillel, der hervorragendste Vertreter der Partei, wurde als Führer des Volkes geschildert. Seine Grundsätze; Wahrheit, Liebe und tiefe Religiosität, erscheinen als das Fundament der pharisäischen Weltanschauung. Daß die durch den allgemeinen Sprachgebrauch bekanntgewordene Bezeichnung der pharisäischen Eigenschaften nicht richtig ist, ergab sich von selbst. An den Vortrag schloß sich eine angeregte Diskussion. — Nächste Veranstaltungen: Montag, 30. November 1931, pünktlich 8 Uhr abends, Vortrag Prim. Dr. Sanel Beer. Thema: Nervöse Kinder. Der Vortragende wird behandeln: Nervosität als Zciterseheinung. Das nervöse kindliche Milieu. Ueberarbeitung des Kindes. Falsche Erziehung. Spezifisch jüdische Stigmen. Wege zur Besserung. mit erstklassigen Referenzen aus feinsten Häusern, sucht Stelle nach Palästina Unter „Schwester“ an die Administration d. Blattes Tüchtige, gewissenhafte

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