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Die Stimme · 1931-08-22 · Heft 198 (22.8.1931) · page 12

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 198 (22.8.1931)
Date
1931-08-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
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DIE STIMMh Nr. 198 — 22. Oktober 1931 Rliahct0in0 Friedländer & Deutsch .111 KlllvlVlllv Wien i.. Seltenst etteogasse'Nr.. Tel. U 8*1-28 St., Zentralfriedhof. neben dem lo» Tel U 18*0-86 f wie aas einem Quß. Später ließen Placzek and Breitfeld stark nach. Heß war in gleichmäßig guter Form. Im Angriff störte Grünfeld alle Aktiorien. Eisenhofer ließ nach Halbzeit stark nach und auch Mausner war nicht mehr zu sehen. Fischer war besser als ehrlich. Vor Halbzeit kombinierte der I Sturm zeitweise ganz ausgezeichnet. Jedenfalls gewann man den Eindruck, daß aus dieser Mannschaft noch sehr viel herauszuholen ist. Jfidistftci Sport iPufllball Rapid—Hakoah 3:1 (2:1). Ein Glanzspiel der Hakoah in der ersten Halbzeit, Versagen nach der Pause. Rapid-PIatz, 10.000 Zuschauer, Schiedsrichter Frankenstein. Die Hakoah war gezwungen, zu diesem Spiel mit Ersatz für Stroß und Grünwald anzutreten. Das Fehlen Stroß* war für das Versagen der Hakoahner nach der Halbzeit und somit für die Niederlage überhaupt entscheidend. Die Hakoahner hatten einen blendenden Start und spielten ihre Gegner in den ersten 35 Minuten in Grund und Boden. Ueberkombination, Schußpech und nicht zuletzt Herr Fran- 1 kenstein, der Hausschiedsrichter Rapids, bewirkten es, daß die Hakoahner trotz großer Ueber.egenheit in d<esem Zeiträume nur ein Tor durch Eisenhofer erzielen konnten. Eine Schwächeperiode Placzeks und des anfänglich gut spielenden Ersatzmannes Breitfeld ermöglichte den Rapidlern den Ausgleich und bald darauf nach einem schweren Feldmanns ein zweites Tor. Damit war der mühsam erkämpfte Vorsprung der Blauweißen in wenigen Minuten verlorengegangen. Nach Halbzeit gab eine nachdrückliche Offensive Rapids dem berüchtigten Rapidanhang Veranlassung zu einem wüsten Terror. Herr Frankenstein benachteiligte die jüdische Mannschaft empfindlich und pfiff jedes schärfere Angehen eint'S Hakoahners ab, während die Rapidleute sich unbehindert austoben konnten. Der Rapidzenterstürmer verschaffte sich auf regelwidrige Art (er stieß Amster mit der Hand weg) freie Bahn und erhöhte den Stand auf 3:1. Ein reguläres Tor Eisenhofers wurde nicht gegeben, womit das Spiel endgültig verloren war. Schon in der ersten Halbzeit hatte der Schiedsrichter die Hakoahner um zwei ausgezeichnete Erfolgchancen ebracht. Das einemal pfiff er Fischer in aussichtsreicher osition ganz falsch wegen Off-side ab. Bald darauf exekutierte Ehrlich einen präzisen Kornerball, der in gerader Linie zwei Meter vor dem Rapidtore ankam, wo zwei Hakoahner günstig postiert waren. Herr Frankenstein wollte gesehen haben, daß der Ball in der Luftlinie aus dem Spiele war und pfiff Out ab. Es würde zu weit führen, alle Fehlentscheidungen, die die jüdische Mannschaft trafen, besonders anzuführen. Es muß nur konstatiert werden, daß die ersatzgeschwächte Hakoahmannschaft auch mit noch besseren Leistungen unter diesem Schiedsrichter gegen den wüsten Rapidterror nur schwer aufgekommen wäre. Löwy Im Tor zeigte einige wunderbare Paraden, beging äber leider auch einige Schnitzer. Amster war besser als Feldmann. Die Halfreihe spielte in der ersten halben Stunde Aufstellung: Löwy; Feldmann, Amster; Breitfcld, Placzek, Heß; Fischer, Mausner, Eisenhofer, Grflnfeld, Ehrlich. H. Sp. Handball Die Grazer Hakoah-Handbaüer ln Wien. Am 11. Oktober waren die Hakoah-Damen und Herren-Handballer Gäste der Wiener Hakoah. Als erstes Spiel fand die Begegnung der Damen statt. Die Wiener Hakoah war vorerst nicht aus der Grazer Spielhälfte zu bringen; dreimal war sie in dieser Spielhälfte durch Epinger, Korany und Trost erfolgreich. Die Grazer Hakoah (Kasner: Weiner, König; Amon, Furcht, Klein; König, Lichtenstein, Läufer, Lizzi Lichtenstein und Mermelstein) war nervös, teil wegen des Fehlens der besten Spielerin Burstin, teils wegen der ungewohnten Platzverhältnisse. Nach Halbzeit ging es besser, und das Spiel konnte offen gestaltet werden. 1:1 war das Trefferergebhis. Die Wiener Hakoah zeigte gute Spielkultur. Bei der Grazer Hakoah erzielte die Torhüterin den größten Beifall. Auch die Verteidigung und das Innentrio fanden Anerkennung. Lizzi Lichtenstein erzielte den Ehrentreffer. Das Hauptspiel Hakoahs (Graz)—-Hakoah (Wien) endete 7:3 (1:1). Wiener Hakoah: Ferry; Tabak, Rosenfeld.: Schlägel, A. Blau, Scheu; R. Blau, F. Weininger, Schwarz, Krausz, K. Weininger. Grazer Hakoah: Bader; Neufeld, König; Scheck, Monis, Spitz; F. Monis, Kovatz, Burstin, Lichtenstein, Hermann. Die Grazer Hakoah, die schon im Meisterschaftsspiel gegen Donawitz Kampfkraft bewies, spielte sehr zweckmäßig. Pech verhinderte den Torvorsprung, der zum Sieg ausgereicht hätte, ln der 8. Minute bekam M. Lichtenstein eine schöne Auflage, die er mit Bombenschuß verwertete. Dei weitere Ausbeute war nur eine Stangenschußserie. Knapp vor Schluß der Halbzeit zog die Wiener Hakoah durch F. Weininger gleich. Nach der Pause verstanden Schwarz dreimal und K. Weininger zweimal, die etwas zu freigebig zugesprochenen Freiwürfe geschickt auszunützen. Das ganz offen gehaltene Spiel ließ das Interesse beim verhältnismäßig zahlreichen Publikum nicht abflauen. Stark war der Beifall bei den durch Kovatz und Hermann erzielten Toren. Schließlich gelang es Krausz, ein weiteres Tor für die Wiener Hakoah zu erzielen. Wasserbau Am Sonntag, den 18. ds., spielte die Hakoah gegen den Ewask. Die Hakoah war weitaus besser als ihr Gegner, wurde aber vom Schiedsrichter benachteiligt. Das Publikum protestierte gegen den Schiedsrichter und so wurde das Spiel zwei Minuten vor Schluß abgebrochen. Der Stand war 3:2 für den Ewask. Das Spiel dürfte wiederholt werden. Das Spiel der Reserven endete 5:2 für die Hakoah. Auch beim zweiten. Spiel kam es im Publikum zu Lärmszenen und Ohrfeigen. Jüdistfker Malender] wps Oktober 1931 Marcheschwan5692 23 Freitag 12* | 24 Samstag 13* 7. Sabbat 1 23 Sonntag 14a | 26 Montag 13* p„tM j 27 Oiensag 16* j 28 Mittwoch 17* < 29 Donnerstag 16» | Die Hlstadruth Haschomer• Hazair Blau-Weiß veranstaltet Sonntag den 25. Oktober, auf der üießhüblerhcide ihren heürigfch Ttjul-Merkäsi (ZentralWanderung). Es finden die üblichen Wettbewerbe statt (Laufen, Völkerball, Lagerordnung, Singen, Handball, Abkochen und für die Kleinen Hindernislaufen). Alle Formationen treffen sich um 9 Uhr in Mauer, von wo aus der geschlossene Abmarsch der einzelnen Plugoth erfolgt Rinden .Ein illustrer Gast bei den Hakoah-Ringern Am Monatg, den 13. d. M., besuchte das Trainingslokal der Hakoah der Generalsekretär der „International Wrestllng Federation“,. Mister Percy Longhurst aus London, der sich derzeit als Gast des Oesterr. Amateurringerverbandes ln Wien auf hält. Er. äußerte sich über die Trainingsmethodes Markus* äußerst lobend und fand für die ihm gezeigten Leistungen der Blau-weißen viel Anerkennung. Er ließ sich auch niit den bekannten Hakoah-Ringern Schianger und Hlrschl in ein längeres Gespräch über Kondition und Erfolge ein. Auch den beiden Sektionsleitern GUnser und Berger mußte der Vizepräsident des Oesterr. Amateurringerverbandes, Herr E. W. Katzi wiederholt die Anerkennung des sportverständigen Gastos verdolmetschen. Dieser Anerkennung ist um so größere Bedeutung beizumessen, als Mister Longhurst ein erst- _JULULLJLULLJLLILÜLUI JLlL^L!UIJLIlJLlULIÜlJlillilLilLilLilLiIL=JL5JLill ■« ■ h ■ h ■ h ■ i fcj E ■■ S LebensversicherungsnM Kl I\f | Gesellschaft T nUnlA E GEGRÜNDET IM JAHRE 1889 B Versicherungsbestand pei Ende Juni 1930 . , 2560 Millionen Schilling fe] GarHiitienutte pe» Knde 1929 .378 Millionen Schilling □ Prämien und /Si»»eiiHmiiBfimen im Jahre 1929 150 Millionen Schilling B Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 35'/, Milliouen Schilling « Tätigkeitsgebiet det (leseNwrhnft: Oesterreich. Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, M Belgien. Holland. Frankreich. Spanien. Italien. Ungarn. Polen, .luö goslawien. Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Lj|J Türkei, Aegypten. Ute Gesellschaft schließt zn billigen Prämien und günstigen rS Bedingungen Kapitalsand Uentenversicherungen jeder Art ab —1 Neneingeffthrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung. Studfenbeltrag. Rückfl ■ erstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) •ss U W Inralidltätsversicherung — ' * (Zahlung einet Kente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach reijährtger Bauet der Invalidität) fTimvimrrirrimiTimmnnnrrimmrrirrirrimriimrTimrrimm E E E E E E E E E E E E E E E E E E E E E E E E Massiger Fachmann Im griechisch-römischen Ringkampf und Im Freistilringen Ist. Im Jahre 1912 war er Vorsitzender des Schiedsgerichtes für Ringen bei der Olympiade ln Stockholm. Seither leitendes Mitglied dieses Gerichtes, war er einer der promln|ntesten Ringrichter ln Antwerpen im Jahre 1920, ln Paris 1924, in Amsterdam 192$ und wird vor* aussichtlich auch tm Jahre 1932 ln Los Angeles die wichtigsten Entscheidungen der olympischen Ringkämpfe treffen* Du-Nek. Der Hakoahringer Karl Göttlich, der sich in def ersten Minute des Kampfes Regen Niemec (Wiener Sportkiub) einen Kniegelenkserguß und eine Bänder- und Sehnenzerrung zugezogen hat, steht in Behandlung des Assistenten Abele vom Orthopädischen Spital. Der Kampf des Hakoahners, der im Weltergewicht gerungen hat, ist umso höher zu werten, als sich seine Verletzung als sehr ernst erwiesen hat. Du-Neck* Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* gemeinde Wien Markus Engels Paulinen-Stiftung. F. Z. I. 648/31. Aus den Erträgnissen der obgenannten Stiftung gelangt, der Betrag von S 7000.— an hilfsbedürftige Nachkommen der nachbenannten Geschwister des Herrn Markus Engel zur Verteilung: Samuel Engel, Charlotte, geborene Engel, verehelichte (Adolf) Hirschfeld, Rosa, geborene Engel, verehelichte (Philipp) Blas. Bewerber und Bewerberinnen, welche den vorstehend angeführten Bestimmungen entsprechen, wollen ihre üesuche bis spätestens 31. Dezember 1931 an das Kuratorium def Markus Engels Paulinen-Stiftung, Wien, I., Seitenstettengasse 4, übersenden. Den Gesuchen, welche detaillierte Angaben über alle für* die Beurteilung der persönlichen Verhältnisse der: Uesucbissteller maßgebenden Umstände zu enthalten haben,?ind ahr zuschließen: das Geburtszeugnis, eine Lebens&estätigting, ein Mittcllosiekeitszeugnis. ferner amtliche Dokumente, durch welche die Abstammung des Bewerbers oder der Bewerberin von dem obgenannten. Bruder oder einer der obgenanntefl Schwestern des Herrn Markus Engel nachgewiesen wird.-; " Wien, am 20. Oktober 1931. ' Das Stiftungskuratorium. Kultussteusrstatistik Aus einem dem Präsidium der Israel. Kultusgemeinde vorliegenden Berichte des Steueramtes ergibt sich, daß im Jahre 1931 insgesamt 53.878 Zensiten mit einem Gesamtbeträge von S 2,515.940.— der Kultussteuervorschreibung unterzogen wurden. Hierunter befinden sich: 26.086 selbständige Kaufleute mit einer Gesamtsteuer von S 1,625.632, 19.519 Dienstbeziigler mit einer Gesamtsteuer von S 535.970, 8273 Angehörige freier Berufe mit einer Gesamtsteuer von S 354.338. Es partizipieren daher in Prozenten: Kaufleute an der Anzahl der Bemessung mit 48.5 Prozent, an der Steuervorschreibung mit 64.5; Dienstbezügler an der Anzahl der Bemessung mit 36.5, an der Steucrvörschreibung mit 21.5; freie Berufe an der Anzahl der Bemessung mit 15, an der Steuervorschreibung mit 14 Prozent. Predigten in den Israelitischen Gemeindeand Bezirks* Synagogen Freitag, den 23. Oktober 1931, werden bei dem um 5 Uhr beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: 11., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes), 111., Untere Viaduktgasse 13 (Professor Dr. K. Kupfer), V., Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer), VL, Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky), VIII. , Neudeggergasse 12 (Rabbiner L>r. M. Bauer), IX. , Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz), X. . Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. Albert Weiner), XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). Bibelvorträge Samstag, den 24. Oktober! 031 (beim .Vormittagsgottesdienst): XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin): XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Beim Nachmittagsgottesdienst um 4 Ühf “(Prediger Dr. A. Frankfurter) XIX., Dollinergasse 3. Midraschvortrag 11., Pazmaniteng. 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes), J£4; Uhr. Israelitischer Jugendgottesdienst Am Samstag, den 24. Oktober d. J., findet um 3 Uhr nachm, der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Austritte aus dem Judentum Llchtenatern Franz Josef Oktavlan, 9. August 1911, VIII., Langegasse 65; Finkler geb. Cloplowltz Matel Chaja, 1$. Jänner 1895, IV., Taubstummengasse 17; Strenitz Cleon» 9. April 1900, VII., Neubaugürtel 20; Brach geb. Brünner Fritzi, 20. April 1897, VII., Lindengasse 47; 'Eckstein Fried* rioh, 29. April 1882, XVIII., Messerschmiedgasse 36; Langer Marianne, 16. April 1901, VIII., Lerchenfelderstraße 38. Chamz n. Cdaiozah soeben aus der Hachscharab (landwirtschaftliche Ausbildung) zurückgekehrt, suchen bis zur Alijah (Fahrt nach Erez Israel) Arbeit jederart. Unter „Idealisten** an die Administration Hebräische Kindergärtnerin (Palästinenserin); sucht Stunden; auch evtl. Quartier als Ersatz «Ir Unterricht bei Kindern. Zuschriften unter «Galil» an die Adm. d. BI. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zioinstihchei lamJctmrhaiiU tut Oesterreich, Wien, I.. Känitnmtraüe Nt. 28 - Verantwortlicher Finkdstein, Wien, L, KIrtnerstraße Nr. 28. — Druck: «Inva», Wien, VII* lerchenlelderstraße Nr. I- Kedakteur: Dr. Signum^

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