Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 194 (24.9.1931)
- Date
- 1931-09-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3053752-3053911-3053948--2567-3058007- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seife 8 DIE STIMME Nf» 194 — 24. September 1931 Grabsteine Friedländer & Deutsch Wien. l.'Seltensiettengasee Nr.*. Tel. U -8»1 -2t# XI., Zentrolfrledüof, neben dem i. Tot. Tel b 18*9^6 An die jüdischen Eltern! Wir erhalten den folgenden Aufruf: Ein neues Schuljahr beginnt! Es ist daher von Notwendigkeit, daß Sie über die hebräischen Kenntnisse Ihres Kindes Im klaren sind. In Zuversicht auf die Hingabe unserer Kollegen Mitglieder unseres Verbandes zu ihrem Berufe, sind wir vollends überzeugt, daß der Erfolg, trotz aller Hindernisse, ein nicht geringer ist Wenn jedoch dieser Erfolg ins Lehrer, die stets eine Maximallelstung vor Augen haben, noch immer nicht befriedigt, so ist es einzig und allein auf den schädigend-eingewurzelten Brauch des Zweistundensystems zurückzuführen. Wenn einer Muttersprache (deutsch) vier bis fünf Stunden täglich gewidmet werden, kann ein hebräischer Unterricht von zwei Stunden wöchentlich, inmitten fremder Kultur und Umgebung, filr das Judentum nicht zweckdienlich sein. Es ergeht daher an alle Freunde unserer gemeinsamen Sache der Ruf: „Gegen das Zweistundensystem!“ Das jüdische Kind von der stärksten, lebendigen Assimilation umgeben, bar jeder jüdischen Erziehung, in der Schule, auf der Gasse und zu Hause, darf nicht mehr mit hebräischen Brocken — nebenbei — gespeist werden. Ein sielbewußter, ausgedehnter hebräischer Unterricht tut not! Der Verband der profes. Hebräischlehrer. (In allen Erziehungs- und Unterrichtsfragen wenden Sie sich schriftlich an den Verband der profes. Hebräischbrer, Wien, II., Karmelitergasse 5/9.) Aus der Provinz Graz. Abschiedsfeier für Tempelvorsteher S. Selinger. Das verdienstvolle Mitglied unserer Ortsgruppe, Tempelvorsteher Samuel Selinger, übersiedelt in den nächsten Tagen nach Wien. Aus diesem Anlaß veranstaltete die zionistische Ortsgruppe in Gemeinschaft mit dem Klub der zionistischen Kultusräte eine herzliche Abschiedsfeier. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Robert Sonnenwald würdigte in dankbewegten Worten die großen Verdienste, die sich Samuel Selinger um unsere Kultusgemeinde erworben hat— Namens der Zionistischen Ortsgruppe dankte der Vizepräsident der israelitischen Kultusgemeinde, Karl Schwarz Herrn Selinger für seine treue Mitarbeit in der Zionistischen Ortsgruppe. Lehrer Heinrich Herrmann sprach im Namen des Keren Kajemeth Dankesworte für die von Selinger in vorbildlicher Hingabe geleistete Arbeit für die Propagierung der Tempelspenden für den Keren Kajemeth. Es wurde beschlossen, die Verdienste des Scheidenden durch die Eintragung seines Namens ln das Silberne Buch des jüdischen Nationalfonds zu würdigen. — In bewegten Worten dankte Selinger den Rednern. In die Hände seines Nachfolgers Elias Grünschlag lege er vertrauensvoll sein Amt und hoffe, daß es ihm gelingen möge, den Tempel zum Zentrum nationalen und religiösen Lebens auszugestalten. „BnKowinaer VolKszeitwig“ Organ für jüdische Politik , Kultur und Wirtschaft1' Erscheint jeden Fi eitag in Cernauti, Czernowifz Die „Bukowinaei Volkszeitung ist das Organ der jüdischen Reichsorganisation in GroBrurnSnlen „Union rumänischer Juden11 Erscheint In dentscher Sprache Rtdaktion: Cernauti, str. Ciprian Porumbescu, Musikverein8.sa9se 7, Telephon interurban Nr. 464 Administration: Cernauti, str. Mitropolitul Silvestru, Residenzgasse 2a. Bezugspreis: Vierteljährig Schw. Frk. 2.60 lüdischer Sport ruttball W. A. C,—Hskoah 6:3 (3:1) W. A. C.-Platz. 7000 Zuschauer. Schiedsrichter Jannak. Die Hakoah mußte in diesem Wettspiel eine vollkommen verdiente Niederlage einstecken, wobei nicht das Resultat, sondern der Stil oder, besser gesagt, die vollkommene Stillosigkeit der Hakoah-Mannschaft blamabel wirkte. Der Sieg des W. A. C. stand nie in Frage. Es war geradezu beschämend, daß eine Mannschaft, die ln letzter Zeit so große Wettspiclstrapazen hatte, gegen einen ausgeruhten Gegner im Spazierengehen siegen konnte. Die Hakoah- Verteidigung bot in ihrer Gesamtheit ein taktisch vollkommen verfehltes Spie*. Einzelerfolge Feldmanns und speziell Heß* können nicht darüber hinwegtäuschen, daß diese Formation mit der am Sonntag gezeigten Leistung keine Aussicht hat, eine halbwegs erstklassige Stürmerreihe mit Erfolg zu bekämpfen. Dazu kam noch, daß die umgekrempelte Halvesreihe total versagte. Plazek als rechter Läufer war eine Niete und Stroß reichte selbst an einen schlechten Drucker nicht heran. Eisenhoffer war ln diesem Trio trotz zahlreicher taktischer Fehler noch der beste Mann. Der Angriff fand sich nur selten zu geschlossenen Aktionen. Grünwald zeigte eine kleine Formverbesserung, schaltet aber noch Immer zu viel Arbeitspausen ein. Mausner am Flügel war isoliert, es scheint aber, daß er mit Unterstützung eines entsprechenden Nebenmannes Gutes leisten könnte. Die Aufstellung Mermelsteins wird hoffentlich ln nächster Zelt nicht wiederholt werden. Donnenfeld hatte gute Momente, verstand es aber nicht, Grünfeld in Szene zu setzen. Beim W. A. C. hatte die Verteidigung keine Mühe, mit dem harmlosen gegnerischen Angriff fertig zu werden. Die beiden Backs, speziell Sesta, leisteten sich, obwohl der W. A. C. klar in Führung lag, zahlreiche Derbheiten. Der durch seine Mätzchen sattsam bekannte Hlden fand es für gut, anläßlich eines Zusammenstoßes mit Stroß den Toten zu spielen. Er ließ sich vom Felde tragen, sprang aber bald wieder, stark hinkend, ein. Nach einigen Minuten fiel er anläßlich einer Abwehr aus seiner Rolle und es zeigte sich, daß der „Schwerverletzte" kerngesund war. Die Halvesreihe des W. A. C. stand hoch über der gegnerischen Formation, speziell Löwinger zeigte ein technisch und taktisch gleich gutes Spiel. Der Angriff lebte vom überragenden Können des Sturmführers Hiltl. Der W. A. C. ist von Beginn an im Angriff und das gute Stellungsspiel der Schwarz-Roten ist hiebei besonders augenfällig. In der 12. Minute erringt der vollkommen freistehende Huber mit Prachtschuß die Führung. In der 37. Minute paßt Plazek so ungeschickt zum Tormann zurück, daß W.. A. C. mühelos durch Huber zum zweiten Treffer gelangt. In der 40. Minute holt Mermeistein nach guter Vorarbeit Grünfelds mit schönem Schuß ein Tor auf. In der gleichen Minute jedoch erzielt der W. A. C. durch Hanke sein drittes Tor, In der 9. Minute nach der Pause ist wiederum Hanke Jüdischer Malender Sept — Okt 1931 Tischri 5692 25 Freitag ■4 A, Vorabtnd Sukketh 26 Samstag 18» i Sukketh 27 Sonntag 16» 2. Sukkolh 28 Montag AM ... . .. - |J 1. Cho Hamoed j 29 Dienstag ' 1«. V . . j 30 Mittwoch 1®. - . . j Donnerstag 20. . . | erfolgreich: der Treffer riecht stark nach Offslde. In der 15. Minute Ist Hiltl erfolgreich, zwei Minuten darauf holt Feldmann aus einem Elfer ein Tor auf. Acht Minuten später skort neuerlich Huber für W. A. C. und Eisenhoffer stellt 7 Minuten vor Schluß mit einem Bombenschuß aus großer Entfernung das Endresultat her. Hakoah: Oppenheim: Feldmann, Heß; Plazek, Stroß, Eisenhoffer; Grünfeld, Donnenfeld, Mermeistein, Orünwald, Mausner. W. A. C.: Hlden; Becher, Sesta: Kubesch, Löwlngwr. Braun; Huber, Hanke. Hiltl, Müller, Cisar. H. Sp Hakoah spielt kommenden Sonntag ln der Meisterschaft im Stadion gegen F. A. C. Das Spiel ist mit. dem Punktekampf Admlra—Austria gekoppelt. AmtlicheVerlautbarutigen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Israelitische Kultuagoincinde Wien. Zahl 5221 ex 1931. Chorelevenkurs der Israelitischen Kultusgomeinde Wien Zwecks Heranbildung eines geeigneten Nachwuchses au Chorsängern für die Gemeinde- und Vcretnstempel wird von der Israel. Kultusgemclnde Wien die Errichtung eines Choreiovenkurses beabsichtigt. Aufnahme in den Kurs finden solche stimmbegabte und musikalische Bewerber, welche das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben und des Hebrälsclilcsens kundig sind. Die Aufnahme in den Kurs wird von dem Erfolg einer kommissioneilen Prüfung abhängig gemacht. Der Unterricht soll zweimal wöchentlich in den Abendstunden stattfinden, so daß durch die Teilnahme an demselben eine etwaige Berufstätigkeit nicht behindert wird. Gegenstand des Unterrichtes bildet: Liturgie, Blattsingen und synagogaler Gesang. Zur praktischen Einübung werden die entsprechend vorgebildeten Kursfrequentanten im Rahmen des öffentlichen Gottesdienstes herangezogen. Jenen Frequentanten, welche geeignet erkannt werden, an diesen praktischen Uebungen teilzunehmen, wird ein monatliches Stipendium gewährt. Die Dauer des Kurses Ist mit einem Jahr in Aussicht genommen. Absolventen des Kurses werden bei Zutreffen aller sonstigen Voraussetzungen gelegentlich der Besetzung von Chorsängerstellen ln den Gemelndetempeln der Israel. Kultusgemeinde Wien tunlichst ln erster Linie berücksichtigt, doch wird den Absolventen ein Rechtsanspruch auf eine Anstellung erwachsen. Geeignete Aufnahmswerber wollen sich ehestens zwischen 10 und 12 Uhr mittags ln der Amtsdirektion der Israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, 3 Stock, melden. Wien, den 15. September 1931. Predigten in den Gemeindesynagogen am Sukkothfest (Beginn des Gottesdienstes halb 9 Uhr vormittags) Stadttempel, I., Seltenstettengasse 4, Sonntag, des 27. September 1931 (Rabbiner Dr- Fcuehtweng), Fünf hauser Tempel, '}£V., Turnergasse 22, Sonn* tag, den 27. September 1931 (Rabbiner Dr. Taglicht). Ottakringer Tempel, XVI, Hubergasse,8, Samstag, den 26. September 1931 (Rabbiner Dr. Bach). Floridsdorfer Tempel, XXI., Holzmeistergassa Nr. 12, Samstag, den 26. September 1931 (Rabbiner Doktor Rosenmann). Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkesynagogen Am ersten und zweiten Tage des kommenden Laubhüttenfestes werden in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen beim Hauptgottesdienst Predigten abgehalten, und zwar: Samstag, den 26. September 1931 (erster Festtag): V., Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); VI., Schmalzhofgasso 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky): XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin): XVIi Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Sonntag, den 27. September 1931 (zweiter Festtag): Lebensversicherungs- Gesellschaft PHÖNIX GEGRÜNDET IM JAHRE 1889 Versicherungsbestand per Ende Juni 1980 .. . . Garantien) ittei jiei Ende 1929 . Prämien- und Zinueneinnahmen im Jahre 1929 Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 2660 Millionen Schilling 87S Millionen Schilling 160 Millionen Schilling 85*/, Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet de> Gesellschaft: Oesterreich. Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien. Holland. Frankreich. Spanien. Italien. Ungarn. Polen. Jugoslawien. Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt za billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ah Neneingeffthrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung. Studienbeitrag. Rückerstattung der eingezahiten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditätsvereichernng (Zahlung einet Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach reijährjger Dauer der Invalidität) 0000000F'?-":.00000000000000000000000000F ■ I., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang); II., Fazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); . VIEL, Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); X., Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner); XV., Turnergaase 23 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Am Vorabend des ersten Festtages, Freitag, den 26. Septomber 1931 (Beginn 5.45 Uhr nachmittags), IX., Müllnergasse 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz. Austritte aus dem Judentum Freundlich Kurt, 17. Juli 1910, V., Strobachgasse 11;. Spiegel Martha, 4. Oktober 1897, VIII., Josefstädterstraße Nr. 105; Schwarz Grete, 20. Oktober 1905, IV., Schelllnggasse 17; Lichtblau Walter, 19. Februar 1899, VI., Laimgrubengasse 19; Steiner Paul, 6. Dezember 1891, V„ Schönbrunnerstraße 61; Langer Siegfried, 26. Oktober 1875, V, HÖgelmüllergasse 23; Hahn geb. Gisela Wurzel, 15. April 1902, V., Schönbrunnerstraße 112; Hahn Richard, 1*. November 1900, V., Rüdigergasse 3; Götz Ernestine, 26. Juli 1874, Unter-Mauerbach; Spitzer Herbert, 1. Jänner 1914, X* Landgutgasse 18; Lhotta Otto, 6. April 1904, Mistelbachj Nathauser geb. Alice Popper, 28. November 1899, XYIL, Amalienstraße 24; Biedermann geb. Rosa Mate, 27. August 1890, I., Hegelgasse 6; Arenz Ernst, 12. Jänner 1887, IU, Unt. Weißgärberstraße 49; Chumer Rudolf, 7. April 1909, XII., Marlahilferstraße 130; Liebermann Ernst, 14. M&rs 1915, XVIII., Sev.-Schreiber-Gosse 27; Liebermann Otto, 22. Mal 1917, XVIII., Sev.-Schreiber-Gasse 27; Kätscher Marie, 17. Februar 1901, XII., Gailgasse 26; Hamllsch Josef; 30. Juni 1900, XIII., Sommergasse 4; Lurje Viktor, 28. August 1883, XIV., Elßlergasse 25; Jelinek Philipp, 12. März 188t, Mauer; Deutsch Ernst, 19. Sept imber 1900, VI., Schmala* hofgasse 21. tt üigentumer, Verleget und Herausgeber; Ziiiiii.snsthei l. andesvethaiid für Oesterreich, Wien, I., Kaminerstralie Nr 28 - Verantwortlicher Redakteur: Ur, FinkeUtein, Wien, L, KärtnewtraDe Nr. 28, — Druckt «Inva», Wien, VU., Urchenlelderatraüe Nr. 1, Sigmund (