Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 186 (30.7.1931)
- Date
- 1931-07-30
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite U OIE STIMME Nr. 186 — 30. Juli 1931 Jüdischer Sport rufiball Hakoah in Polen Sieg und Niederlage in Lemberg. Hakoah spielte am 25. d. M. in Lemberg gegen Pogon, den voraussichtlichen Meister von Polen, und mußte eine unverdiente 0:1-Nlederlage einstecken. Trotz dieses Mißerfolges ist die Mannschaft gut in Schwung und findet allgemein eine sehr gute Presse. Die Lemberger Zeitungen aller Schattierungen konstatieren, daß von allen Hakoahmannschaften, die im Laufe der Jahre in Lemberg gastierten, die diesmalige den besten Fußball vorgeführt hätte. Die Hakoahner waren klar überlegen, hatten aber gegen einen unerhört parteiischen Schiedsrichter anzukämpfen. Außerdem war Oppenheim auch diesmal nicht auf der Höhe und verschuldete nebst vielen kritischen Situationen auch den Entscheidungstreffer. Tags darauf gab Hakoah gegen Hasmonea ihrer guten Form auch ziffernmäßig Ausdruck und siegte überlegen mit 9:2 (6:1). Die Torschützen waren Ehrlich (3), Mermelstein (2), Mausner (2), Drucker und Eisenhofer. Am ersten Tage hatten sich 6000, am zweiten Tage 4000 Zuschauer eingefunden. Grünfeld dürfte an den nächsten Spielen nicht mitwirken, da er aus familiären Gründen (sein Vater ist schwer erkrankt), nach Hause reisen mußte. Griinwald wird der Mannschaft nach Warschau nachreisen. Hakoah in der kommenden Saison Die Fußballmannschaft des F. C. Hakoah erledigt derzeit mit gutem Erfolg ein großes Arbeitspensum in Polen, aber auch die Leitung gönnt sich keine Ruhe und versucht, allen voran die Präsidenten Schiffmann und Barche- 11b, für die kommende schwere Saison die günstigsten Bedingungen zu schaffen. Die Struktur der Mannschaft steht schon ziemlich fest. Folgende Spieler sind für die Kampfmannschaft in Aussicht genommen: Tor: Oppenheim, Kalman; Verteidiger: Feldmann, Stroß, Amster; Halves: Heß, Drucker, Placzek, Liebermann, Freifeld; Stürmer: Eisen - hoffer, Mausner, Grünwald, Grünfeld, Donnenfeld, Ehrlich und Fischer I. Mit Wortmann konnte bisnun kein Uebereinkommen getroffen werden, doch sind die Verhandlungen noch im Gange. Max Schiffmann, der verdienstvolle Hakoah-Präsident, ist ein sehr vorsichtiger Kaufmann und vertritt den Standpunkt, daß die Spieler durch kleine Grundgagen und hohe Siegesprämien zum Einsatz aller Kräfte gezwungen werden sollen. Da auch die meisten anderen Verantwortlichen seine Meinung teilen, ist eine Verständigung mit Wortmann sehr schwer zu erzielen. Der Hakoah-Platz soll für das Frühjahr auf Glanz hergerichtet werden und ist daher für die nächste Zeit nicht gebrauchsfähig. Fünf Spiele werden, sicherlich zur Freude des Hakoah-Anhanges, im prachtvollen Stadion ausgetragen werden. Drei Kämpfe wurden bereits gekoppelt, und zwar: Hakoah—Nicholson und Admira—F. A. C. am 30. August, Hakoah—F. A. C. und Admira—Austria im September, Vienna—Hakoah und Rapid—B. A. C. im Oktober. Die Hakoah-Leitung, die mit großen Opfern eine Mannschaft •ggammengestellt hat, die sich voraussichtlich in der ersten Liga ehrenvoll behaupten wird, will dem Nachwuchs ihr be- ^Qnderes Augenmerk zuwenden. Da für die kommende Sai- «Ötta-gwei Reservemannschaften zur Verfügung, stehen, soll eine dayon an der Amateurmeisterschaft teilnehmen. Dieser Beschluß ist sehr zu begTÜßen und es ergeht an alle talentierten, vereinslosen Spieler die Aufforderung, der Amateursektion beizutreten. Außerdem soll eine akademische Mannschaft auf gestellt werden. Die Jugendmannschaft wird am Jugendcup teilnehmen und außerdem sollen zwei Schülermannschaften aufgestellt werden. Die Gerüchte, wonach bekannte Hakoah-Spieler, die für die Reserve ln Betracht kommen, einem anderen jüdischen Verein beitreten wollen, sind unrichtig. Kein Hakoah-Spieler sehnt sich danach, bei den im heurigen Jahre sicherlich doppelt harten unterklassigen Punkteschindereien seine Knochen zu Markte zu tragen. Die Hakoah steht gerüstet da. Wenn die Mannschaft nur halb so viel jüdisches Empfinden aufbringen wird, wie die selbstlosen Männer in der Leitung, die trotz Wirtschaftskrise ihr Geld, ihre freie Zeit und ihre Nervenkraft ihrem fifeale opfern, dann wird auch der Erfolg nicht ausbleiben, |»jm Wohle der jüdischen Sportbewegung und zur Freude aller positiv eingestellten Juden Oesterreichs. v H. Sp. AmtlicheVerlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Chorelevenkurs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Zwecks Heranbildung eines geeigneten Nachwuchses an Chorsängern für die Gemeinde- und Vereinstempel wird von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien die Einrichtung eines Chorelevenkurses beabsichtigt. Aufnahme in den Kurs finden solche stimmbegabte und musikalische Bewerber, welche das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben und des Hebräischlesens kundig sind. Der Unterricht soll dreimal wöchentlich in den Abendstunden siattflnden, so daß durch die Teilnahme an demselben eine etwaige Berufstätigkeit nicht behindert wird. Gegenstand des Unterrichtes bilden: Lithurgie, Blattsingen und synagogaler Gesang. Zur praktischen Einübung werden die Kursfrequentanten im Rahmen des öffentlichen Gottesdienstes herangezogen. Die Aufnahme in den Kurs wird von dem Erfolge einer kommissioneilen Prüfung abhängig gemacht. Jene Frequentanten, welche geeignet erkannt werden, an den praktischen Uebungen teilzunehmen, wird ein monatliches Stipendium gewährt. Die Dauer des Kurses ist mit einem Jahre in Aussicht genommen. Absolventen des Kurses werden bei Zutreffen aller sonstigen Voraussetzungen gelegentlich der Besetzung von Chorsängerstellen in den Gemeindetempeln der Israelitischen Kultusgemeinde Wien tunlichst in erster Linie berücksichtigt, doch wird den Absolventen ein Rechtsanspruch auf eine Anstellung nicht erwachsen. Geeignete Aufnahmswerber wollen sich ehestens zwischen 10 und 12 Uhr vormittags in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wienj I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, melden. Friedhofbesuch durch Kohanim. Das Fiedhofamt gibt im Einvernehmen mit dem ehrw. Rabbinate der Israelitischen Kultusgemeihde Wien bekannt, daß den Kohanim auf Grund der rituellen Vorschriften der Besuch des Neuen Friedhofes durch den Haupteingang und durch das Südtor gestattet ist, jedoch nicht das Betreten des Zeremonien- und des Verwaltungsgebäudes. Auskünfte werden den Kohanim in der Portierloge, welche über eine telephonische Verbindung mit der Verwaltung verfügt, erteilt. Verzeichnis jener Koscherfleischbänke, welche unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der israelitischen Kultusgemeinde Wien stehen Gültig ab 1. Februar 1931 bis auf weiteres. 1. Bezirk: Schwarzbrod Josef, Seitenstettengasse 3. 2. Bezirk: Fellner Julius, Haidgasse 7. Gerstl Ignatz, Malzgasse 5. Gerstler Leib, Schiffamtsgasse 14. Glücksmann Jakob, Molkereistraße 4. Hirse hier Josef, Wolfgang Schmälzlgasse 4. Ktöniand Michael, Herminengasse 12. Kurzrock Osias, Große Sperlgasse 28. Lustig Nathan, Leopoldsgasse 49. Lübczer Kal man, -Rueppgasse 27. Rüber Max, Schiffamtsgasse 19. Schönfeld Israel, Krummbaumgasse 1. Schönfeld Hirsch, Große Sperlgasse 31. Schwarz Simon, Große Mohrengasse 40. Szilagyi Franz, Czerningasse 8. Täuber Michael, Haidgasse 3. Walfisch Moses, Förstergasse 5. Wlach Viktor, Im Werd 3. Winter Moritz, -Heinestraße 9. 3. Bezirk: Hacker Paula, Dianägasse-8. 9. Bezirk: Kornmehl Sigmund, Berggasse 16. 10. Bezirk: Spuller Frieda, Pianetengasse 3. 14. Bezirk: Loheit Froim, Rauchfangkehrergasse 22. 1 15. Bezirk: Margules Josef Leib, Oesterleingasse '4. Lebensversicherungs- DLIMIV Gesellschaft I llwlfl/Y GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Vereicbsrungsbestand per Ende Juni 1980 . 2500 Millionen Schilling Garen tiemittei per Ende 1929 .. 800 Millionen Schilling Prämienand Zinseneinnahmen im Jahre 1929 ..*•••• 125 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 28‘/, Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: Oesterreich. Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien. Holland. Frankreich. Spanien, Italien. Ungarn, Polen. .Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt za billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neneingefflhrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) [nTaUditätaver8icberung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der. Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach reijähriger Dauer der Invalidität) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 16. Bezirk: Meiner Simon, Friedmanngasse 29. Piontkewitz Wolf, Hofferplatz io. 18. Bezirk: Kornmehl Sigmund, Währingerstraße 97. 20. Bezirk: Eichner Heinrich, Rauscherstraße 3. Hirschl Eugen, Treustraße 1. Hornung Leopold, Jägerstraße 26. Kurzrock Osias, Mortaraplatz 4. Lederer Josef, Jägerstraße 24 (Heinzeimanngasse 16), Lempert Moriz, Klosterneuburgerstraße 1, Petyan Wilhelm, Klosterneuburgerstraße 10. Rottenstreich Hermann, Hannovergasse 12. Unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. M. Rosenmannt 21. Bezirk: Käufer Aron, Schloßhoferstraße 6. Unter Aufsicht des ehrw. Rabbinats der Israel. Kultus* gemeinde (Rosch Beth-Din Josef Babad) stehen derzeit bis auf Widerruf; Selchwarcnfabrlk Meier Brückner & Co., II., Im Werd 11. Auswärtige Geflügelschechitah Fellner, Schönfeld & Steinberg, II., Haidgasso 7. Weinkellerei Nathan Spindel, Markus Bartfeld, IL, Strotzberggasse 1. Restauration Aron Barschak, II., Große Schiffgasse 8. Für alle anderen Betriebe, die nicht die Aufschrift tragen „Unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde Wien“, übernimmt das Rabbinat — auch wenn diese Betriebe eine Tafel mit der Bezeichnung „koscher“ führen — keinerlei Verantwortung in ritueller Beziehung und es werden die Gemeindemitgliedor auf diesen Umstand besonders aufmerksam gemacht. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-3-20, Postsparkassen« Konto A 100.208. Fortsetzung des Büchsenausweises der Juni-Leerung 1. Bezirk: Brüder Herzl 5.—, Jenny Rosner 5.—* Dr. Leopold Stern 28.—, Dr. Emil Wagschal 5.—, Guttcnberg u. Metzger 6.—, Johanna Hirschberger 3.—. 2. Bezirk: Salomon Rudzki 3.—, Chaim Kanner 3.—, Ernst Leibowiczi 4.15, Reiß 7.—, Flaschner 3.10, 3. Bezirk: Schächter 7.01, Erich Wolf 9.84, Sicgbert Krakauer 3.63, Dr. Benno Schallinger 5.—, Julie Baumgarten 16.91, Bruno Reiter 5.50, Berta Müller 3.52, Siegfried Wolf 5.—, Fuchs 24.26. 4. Bezirk: Oskar Teller 6.61. 5. Bezirk: A. Gollerstepper 3.—, Hermann Klügler 3.—, Adele Bär 3.—, Pohorylles 3.—, Eva Gruber 3.—, E. Tcnnebaum 3.—, Dr. Siegmund Hirschhorn 3.—, Dr. S. Löw 4.50, Leopold Butter 10.95, Dr. B. Aschkenasy 3.01. 7. Bezirk: J. Braun 5.—, Isak Kalisch 3.12, Martin Slitzker 4.43, Berl Padawer 5.—, Jakob Thür 3.—, Michael Di wer 3.—. 8. Bezirk: Gisa Koffler 22.20, G. Mandelbaum 3.43, Dr. Josef Maschler 3.—, Dr. J. Roblnsohn 21.—, Ludwig Haller 6.—, Apotheker Isidor Groß 5.88. 9. Bezir.k: Karl Kolban 3.70, Hugo Winter 8.—. 10. Bezirk: Markus Tepper 5.—, Ing. Josef Mährer 3.95, Dr. A. Lustig 4.—, Helene Feßler 4.—, Chana Müller 3.09, Alois Wadler 9.41. 11. bis 13 Bezirk: Ing. B. Berger 10.10, Oskar Rosenrauch 7.—, Julius Frank 3.—, Redakteur Julius Löwy 5.25, Oskar Reiß 6.—, Dir. B. Schlesinger 9.—, Michael Wohlmann 8.50, Paula Herrmann 3.—, Max Wcitzner 4.—, Abraham Stein 7.35. 17. Bezirk: Ignatz Rotter 12.—, Eduard Lempert 3. —, Ludwig Knöpfer 3.—, Dr. Siegfried Pollalt 8.50, Karl Felberbaum 5.—, Fanni Schwarz 3.18, Dr. Böhm 3.—. 18. Bezirk: Paula Schmiedtl 5.—, Allerhand 3.30, Samuel Kelmer 8.—, Robert Braun 3.—, Lisa Singer 3.28, Sali Feldmann 3.10, E. Popper 3.90. 19. Bezirk: Max Cylinder 5.—, Ing. Eugen Stern 26.50, Dr. Wilhelm Berger 8.—, W. Bergei 5.—, Fanni Reichel 5.—, Leontine Eichberg 4.12. Innsbruck 152.25: Bauer-Neumann 4.—, Dir. Lemberger 5.—, A. Seidl 5.—, Friedrich Pasch 15.80, Rudolf Brüll 5.—, S. Heuer 5.—, Julius Pasch 6.—, S. Graubart 4. —, R. Melsel 15.57, E. Diamant 8.51, J. Komet 3.36, Landauer 3.13, Schulhof 3.48, R. Glaser 5.—, J. Krleser 3.—, E. Hacker 5.—, Max Graz 5.—, Dr. Josef Link 8.20, E. Stiaßny 5.—, Julius Weiß 5.—, M. Fabieskiewicz 8.—, Rieh. Schwarz 5.—. Austritte aus dem Judentum Gerber Margarete, 13. Juni 1904, IX., Pulverturmg. 16. — Weil Marianne, 17. Oktober 1901, IX., Grünetorgasso 6. — Knopf Olga, 28. Juli 1907, X., Birkenhof 15. — Braun Heinrich, 5. August, 1867, X., Arsenalstraße 9. — Kohn Wilhelm, 12. Dezember 1902, II., Rueppgasse 16. — Salzer Paul, 19. April 1905, XIII., Hietzinger Hauptstraße 34 a. — Berger Anna geb. Singer, 3. Juni 1900, III., Lothringerstr. 14, — Stößler Georg Stefan, 30. Oktober 1903, in., Stanislaus* gasso 2. — Dr, Eduard Eisler, 25. März 1900, IX., Porzellane gasse 32 a. — Loibl Gertrude, 11. Dezember 1926, XXI., Oste markgasse 34. — Bittner Wilhelm, 6. Mai 1896, II., Hofene edergasse 4. — Wachtl Siegfried, 16. Mai 1868, XHI., Laine zerstraßc 2. ■ KINDERWAGEN von S 20.— aufwärts direkt beim Erxeuecr rum DCOr x*t WAIXCNSTBINPIATZ 3 miirl m H l IH.BARICHCL4 (Eck«Hsuptstt. 108) vielt reell fr Hebräische Schreibmaschinen Arbeit u. Vervielfältigen (auch Deutsch) sorgfältig und reell — XX., Jägerstraße Nr. 69 Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistische? Landesverband für Oesterreich, Wien', I., Kürntnerstraße Nr. 28. - Verantwortlicher Kedakteur: Dr. Sigmund FinkeHteto, Wien, I* Kärtnerstratte Nr. 28. — Druck; «inva», Wien, VU., Urchentelderstraüe Nr. 1,