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Die Stimme · 1931-07-09 · Heft 183 (9.7.1931) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 183 (9.7.1931)
Date
1931-07-09
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 183 — 9. Juli 1931 DIE STIMME Seite 11 Zionistisches leben In Wien Zionistisches Meeting Ende nächster Woche wird ein großes zionistisches Meeting in Wien stattfinden. Thema: Nach dem Kongreß. Sprechen werden einig* Zionisten Führer aus verschiedenen Ländern, u. a. Dr. I. Schwarzbart, Kiv u.u Ab. <iokibc»'\ tYorU. Nü!:erc liinzeiheiten werden in der nächsten Nummer der «Stimme» bekanntgegeben werden. Die Oesterreichische ]udens:haft und die |ewish Agency Der Neutrale Koren Ha.ojsod für Oesterreich hat Herrn D r. JV1 o r i t z G c b n a b I alg Mitglied des Kates der J e w I s h Agency nominiert Herr Dr. Schnabl gehört zu den angesehensten initgueäcrn der Oce;cr.eic.‘.!jc!:e:i D. U. Logen un:. hat cbrtsclbst c!:ie hervorragende Funldion inno. Der Eintritt des Herrn D r. S c h n a b 1 in die Jcwish Agency wird gewiß dazu beitragen, das Interesse der nichtzionistischen Judenhcit Oesterreichs an Palästina zu steigern und dem Palästina-Werk neue Freunde zu gewinnen* Die Arbe't des Keren Kaiemeth Eingänge des K. K. L. in dor Zeit vom 15. bis 30. Juni 1931 — nach Spendenarten: Büchsen ..S 1397.63 Baumspenden -.„ 541.84 Silbernes Buch. 367.— Allgemeine Spenden. 226.90 Goldbuch.. 90.— Imitaschen .. 7.66 Thoraspenden.. 5 — S 2t)3u.u3 Silbernes Buch des Keren Kajemeth: Nr. 29: Frau Dir. Marie Poilak durch die Z. M. V. Mirjam. Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. Die Versicherungsabteiiung des Keren Kajemeth hat eine Aktion eingeleitet, die bezweckt. Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth durchzuführen, und zwar auf folgender Grundlage; im Erlebensfälle fällt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu,; im Abfchensfalle die eine Hälfte den Erben des Nerve..leidenden und Gemütskranken schafft das überaus,milde, natürliche «Franz-Josef»-Bitterwasser regelmäßigen Stuhlgang, gute Verdauung und erhöhte, Eßlust.. Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Durch die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung des jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufließen. Schon nach drei Jahren erhält der Keren Kajemeth gegen minimale Zinsen 65 Prozent der eingezahlten Prämien zu seiner freien Verfügung. Bisher haben HO Personen Versicherungen auf insgesamt 60.000 Schilling abgeschlossen. Hochzeitssammlungen in der vorletzten Woche Welche Möglichkeiten tür den Keren Kajemeth bei Familienfeierlichkeiten vorhanden sind, beweist die Tatsache, daß in cler vorletzten Woche die Sammlungen bei Hochzeiten den Gesamtbetrag von Über S 600.— ergeben haben. Die Gg. werden daher neuerlich gebeten, dem Keren Kajemeth die Hochzeiten ihTes Bekanntenkreises bekanntzugeben. Speziell handelt es sich darum, dem KKL. Olt und Zeit des Dimers bekanntzugeben. Durcharbeit im Keren Kajemeth. Ab 1. Juli 1931 sind die Amtsstunden des Keren Kajemeth täglich von halb 9 Uhr bis 4 Uhr nachmittags. Mit Rücksicht auf die Uriaubszeit entfällt der journaldienst. «Lanoar.» Alle bisher erschienenen Hefte (1 bis 30) sind beim KKL. erhältlich. Preis einer Einzelnummer S 1.50, einer Doppelnummer S 3.—. H:rzl-Bilder. Die Nachfrage nach Herzl-Bildern konnte bislang nicht befriedigt werden. Gegenwärtig ist der Keren Kajemeth in der Lage, Interessenten Heliogravüren zur Verfügung zu stellen, welche nach einem Modell des bekannten Bezalel-Künstlers Samuel Kretschmer hergesteilt sind. Preis S 3.—. Für das ’/ereinshoim, IX., Nußdorferstraße 81, werden Untermieter gesucht Anfragen: Donnerstag, ab halb 9 Uhr Abends. Vor de sechsten Bundestagung des Kominentalbundes Zionistischer Mädchenvereinigungen Sinn unU das Interesse für unsere Sprache und die Bibel geweckt, werden kann. Das bei der darauffolgenden Prüfung gezeigte Resultat, das durch die Methode Iwrith b Iwrith erzielt wurde, bestätigte vollinhaltlich seine Ausführungen. Jugcnddezcrnat der Wizo. Wiederum ist ein Jahr vergangen und der Kontinentalbund Zionistischer AUidiht-n Vereinigungen — Jugenddezernat der Wizo steht vor dem sechsten Bundestag. Wenn wir aut die geleistete Arbeit zuröckbiickcn, so können wir konstatieren, daß im Bund ein Aufschwung zu verzeichnen ist, sowohl nach außen wie nach innen, ein Anwachsen der Zahl der Gruppen und eine Intensivierurg der Arbeit. Der Kontinontalbund bildet seit dem Sommer 193Ü das Jugenddezernat der Wizo und hat als solches eine besondere Aufgabe zu erlüllen. Denn es ist wichtig, die weibliche lugend, die, ohne politische Bindungen einzugehen, für Erez Israel im Sinne jüdischer Wiedergeburt arbeiten will, zusami.-enzufassen und ihr die Wege der Arbeit zu w Mit. Die Mädchengruppen, die im Kontinentalbund verewigt sind und zionistische Erziehung genießen, sollen sich später mit vollem Bewußtsein der Tragweite ihrer Tätigkeit der Arbeit für Palästina widmen. Aber nicht nur zur Arbeit für Palästina, sondern auch zur Arbeit ln Palästina selbst will der Bund erziehen. Allerdings entstehen ge'-de auf diesem Gebute Probleme, die nie tu innerhalb des Bundes ihre Quelle haben und ai:':li nicht durch den Bm’d allein gelöst \v “den können. Die Hachscharah Bewegung, die bei den Mädchen des Bundes erst vor kurzer /eit entstand, machte im ahgelaufenen Jahre bedeutende Fortschritte, wird aber durch die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in der zionistischen Bewegung unterbunden. Eine Anzahl von Mädchen, die Hachscharah gemacht haben und denen Zertifikate zugesichert worden waren, haben durch die Zurückziehung der Zertifikate die Aussichtauf eine haldige Alijah verloren und warten, ohne zu wissen, wie lange die Wartezeit dauern wird. Dieses lind ähnliche Probleme einer pr* '-‘ tiven Palästinaarbeit, sowie .Erziehungsfragen und solche der Galutharbeit sind es, mit denen der-künftige Bundestag sich zu befassen haben wird. Der diesjährige Bundestag findet in der Hohen Tatra in Strbske Pteso, in herrlicher Hochgebirgslandschaft statt. Er soll nicht nur Klärung der sclnvicr'*—' Fragen bringen, sondern er soll es allen MitgFedern des Bundes ermöglichen, sich selbst zu finden, er soll ihnen das Bewußtsein des Jungseins geben, er soll sie erleben lassen, was man nur als junger Mensch er* ‘ben Die Frc) ’j an sich selbst, an dtfr Natur, am Leben, Er soll ihnen die Begeisterung geben, trotz aller Krisen und Enttäuschungen, im kommenden Jahre mit voller Kraft weiterzuarbeiten. Die Delegierte des Kont,n<’ntnlbundos, Frau Dr. Henny l ichtenstein-Rappaport aus VV!*n, wird in der W. 1. Z. 0.- Konferenz in einem eingehenden Referat über die ’ ist le Arbeit berichten und die Förderung dn- Mädchenarbeit ,,Mrch die Institutionen der '7rauen"-"anisation zur Bph—dlung br-,,ren. Die sechste r>..-die Sonntag, den 12. Juli ihren Anfang nimmt, wird eine große Anzahl von Delegierten der Mädchen.-'uippen in der Hohen 1 atra vereinigen. An der Mädchenarheit interessierte Freundinnen und Freunde sind willkommene Gäste. Empfang für A. Z. ben Jischai Dlo Hlstadruth Iwrith In Wien voranstaltete kürzlich I einen Empfang für den in Wien weilenden hebräischen i Schriftsteller aus Palästina A. Z. ben Jischai. Prof. Geierni ter schilderte in seiner Einleitungsansprache den Werdegang 1 und das literarischo Wirken des Gastes. Nach ihm sprach der Regisseur des Tel-Avlver Theaters „Ohel“ über das ' hebräische Theater in Palästina. Anschließend an den offiziellen Empfang fand im CafA Killer ein Bankett statt, bei dem Auerbach in einer launigen Weise über das Feuilleton. Insbesondere über das hebräische Feuilleton, sprach, worauf der Gast das Wort nahm und ln einer längeren Rede die gegenwärtige Lage der hebräischen Literatur schilderte. Es* folgte eine anregende Debatte, an der viele Anwesende teil - nahmen. Bis ln die späten Abendstunden dauerte noch da» Bankett für A. Z. ben Jischai. t Ankündigungen und Mitteilungen Verband zionistischer Mittelschüler. Große Schlußfcilbr am Samstag, den li. Juli 1031, um halb S Uhr, in den SU Ion dos Jüdischen Verbandsheim, II., Untere Augartenstraße '38. Aus dem Programm: Heitere Festrede, Bobby Weiser, Viollnsolo Schwarz, Rezitation Fri. Sophler, Oboevortrag Doktor Seidner, Einakter „Der Selbstmörder“, usw. Der Reinertrag fließt dom Lagerfonds zu. Talmud-Thora d«3 9. Bezirk. Wien, V., Wiedener Hauptstraße 83. Zu der am 6. Juli l. J. stattgefundenen Scl,»Huß- Prüfung der Sprach- und Bibolsohule Talmud-Thora fanden sich zahlreiche Gäste ein, die Zeugen einer würd'igen SchulBchlußfelcr waren. Einleitend sprach der Lehrer Arle Friinkel übet* das Thema „Die Jüdische Schule einst und jetzt“. Er fühvdio im wesentlichen aus, daß sich die jüdische Schule die modernen pädagogischen Errungenschaften au eigen gemacht hat und daß nur durch das lebendige Wort bei der Jugend der JUtftiseh-akad. Juristonverein. Amtsstunden finden siat|| Juli nur Montag, 7 bis 8 Uhr abends; August geschlossen. Ab 7. Fkjptctnher 1031 wieder regelmäßig Montag, Donnerstag, hallo 7 bis 8 Uhr. Aktion Kinder aufs Land. Der Humanitätsverein für di* westllclfiien Bezirke Wiens eröffnet wie alljährlich auch heuer »iine Ferienkolonie in Vöslau, Florastraße 16. Auf. gonotmrien werden Kinder von 6 bis 14 Jahren in nachfolgenden Abteilungen: 1. Turnus 8. Juli bis 7. August, II. Turnus 11* August bis 10. September. Anmeldungen und Auakünfte lm Sekretariat bei Herrn Präsidenten Karl Fröhlich, VI., M'aUardgasse 86, Tel. B 20-1-C5, und bei dem Vorstand*. Imltgihed Frau Helene Kanltz, Wien, IX., Zimmermannplatz Nr. 8. Mensa ncademlca Judaica, Tel. A 25 3-28. | KttUwim (Einzelnummer 40 Groschen), Mosnayim (Ein* zelnummcr 85 Groschen) zu haben: 1. Bezirk, Zeitungskioske Schottenring, VVagenschluife 28 und beim Wien«* Bankverein. 2. Bezirk, Zeitungskiosk bei CafA National, Taborstj'nße und Tabaktrafik, Praterstraße 11. Djas Gartenfest des Chajes-Realgymnasiums, welche« Dienstag, den 14 d. M. stattfinden sollte, muß wegen des vorveirflegten Schulschlusses abgesagt werden. Kartenbesltzdr können gegen Rückgabe der Karten den entfallenden Betrag in der Kanzlei, Wien, II., Rastellezgosse 35, Montag, det» 13. und Dienstag, den 14. d. M., zwischen 10 und Tfj2 Uhr vormittags beheben. Bis zum 14. nicht behobene Betrüge verfallen zugunsten des Ferienhelmfonds. Große Er'olge Julius Chajes* im Ausland, Der bekannte Wiener Virtuose Julius Chajes, der sich trotz seiner Jugend schon einen bedeutenden Namen als Komponist erworben, hat in der letzten Zeit auch große Auslandscrfolge zu verzeichnen, Kürzlich wurde im Radto Sofia sein Cellokonzert mit.‘Orchester gebracht und demnächst wird die Züricher Sendbstation sein bereits bekanntes Trio verbreiten. Wl« wir. erfahren, wird Julius Chajes im Laufe der nächsten Wochen in Ischl ein Konzert geben. Prftd’igt in dar Gemeinde-Synagoge, XVIII., Schopenhauer« Straße 39. Samstag, den 11. Juli 1931, wird bei dem um halb 9 Uhr vormittags beginnenden Morgengottesdienste in der Gemeindesynagoge, XVIII., Schopenhauerstraße 39, ein* Pr bälgt (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang), abgehalten worden. Erklärung Im Verlaufe der letzten Sitzung der Hauptwahlkommfsaitoln kam es zwischen Herrn Dr. Finkeistein als dem Vertreter der Allgemeinen Zionisten und Herrn Fritz Rleht^p al!s; dem Vertreter der Union der Zionisten Revisionisten ,zu ebnem Konflikt,'wobei beleidigende Aeußerungen gefalleh sind. .......!' Herr Dr. Finkeistein gibt hiermit die Erklärung ab, daA ejr den Vorfall bedauere und sich für die getanen Beleidifrtmgen entschuldige. Herr Fritz Richter erklärt seinerseits, <Jüß ihm in Erwiderung auf die Aeußerurtgcn des Herrn Dr. Finkeistein jede beleidigende Absicht ferngelegen war. i Austritte aus dem Judentum ir Reis* Katharina geb. Kudrna, 6. März 1888, II., Taborstraße 79. — Reis* Edith Klara, 6. April 1926, II., Taborstraße 79. — Druoker Bertha, 25. April 1002, VIII., Lerchenf felderstraße 28. — Leohner Jakob, 10. Oktober 1906, II., i Wehltstraße 2/8. — Polak Johanna, 17. Oktober 1897, V., i<! Schloßgasse 20. — Weinor Loo, 11. Mal 1888, V., Franzens« rgasso 18. — Freiberger Hugo, 20. September. 1889, IX., Ge* f org Siglgasse 12. — Aulitzky Auguste, 4. Juni 1911, XXL, ' Arbeiter-Strandbudstraße 82. — Stößl Hugo, 4. September 1905, IX., Wiederhofergasse 6. — Waoha Margarethe, 28. August 1910, Unter-Tiillnerbach. —* Graf Friedrich, 29. Juni 1907, II., Cornlnplatz 2. — Ehrlich Karl, 22. Mal 1902, XIV., Märzstruße 61. — Feld Laura, 4. September 1904, XV., Preysinggasso 40. — Feld Margarethe, 6. Juni 1904, XV., PreysinggasBe 40. — Feld Hermine, 8. Juni 1937, XV., Prey« slnggasso 40. -- Konstein Leo, 2. September 1891, X., Laxen« burgerstraße 4S. Rücktritt zum Judentum Steinor Edith, gob. Malz, 14. Oktober 1908, VI., Schmalz* hofgasse 1 B. Ijüdisdker | Juli 1931 Malendet Thamus-Ab5691 i io Freitag 25» i« Sams ag Oft vor dam Nsimond 1 12 Sonntag 27*! 13 Monag 28* | 14 Diensag 29* | 13 Mittwoch Roioh-Cho ««ch 110 Donnerstag 2. Heiler Zionist »erlangt im Kaffeehaus sein Parteiorgan II

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