Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 171 (9.4.1931)
- Date
- 1931-04-09
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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beite lö »>1X U 1 Hfl '.. i «J — A. APi ii * finahctpinp friedländer & Deutsch Ul UUUlVlIIU Wien, I., Seltenst ettengasse Sr i Tel. U 28-1-28 XI., Zentralfriedhof, neben dem i. Tot. Tel. U 18-0.86 Jüdischer Sport Fußball Hakoah geschlagen! a. i. C.—Hakoah 4:3 (3:1). Hohe Warte, 13.000 Zuschauer. Schiedsrichter Hößl Es gab vergangenen Sonntag viele verdrossene Gesichter auf der Hohen Warte. Viele alte Hakoahner waren gekommen, Leute, die schon lange nicht mehr bei den akunhspiden zu sehen waren. Die meisten recnneien mit einem günstigen Abschneiden der jüdischen Mannschaft. Um SO gröber war dann die Enttäuschung. Die Hakoahanhänger taten sich alle furchtbar leid und viele erklärten, daß dies ihr letztes liakoahmatch gewesen wäre. Ich bin ein unverbesserlicher Optimist um! alter Hakoahlanatfker; ich hatte mit der Mannschaft mehr Mitleid als mit mir und mehr noch als die Niederlage kränkte mich das Bewußtsein, daß hier eine heroisch kämplcudc Mannschaft, die die moralische Kraft hatte, beim aussichtslosen Stande von 0:3 das Spiel einzustellen, völlig unverdient geschlagen wurde. Sie wurde geschlagen, nicht wegen eines Kunstfehlers des Tormannes oder des Verteidigers, wie viele sagen, sondern weil sie während einer Minute die Nerven verlor. Vielleicht irre ich mich, wenn ich annehme, daß der in der 10. Minute einsetzende Schneesturm die gegen den Wind spielenden Hakoahner besonders behinderte. Jedenfalls war das zweite Tor der Brigittenauer ein Uebemimplungsprodukt und für die Niederlage entscheidend. Die Hakoahner gaben sich redlich Mühe, die Scharte wieder auszuwetzen; der Kampf um den Ausgleich zermürbte sie aber so sehr, daß sie für den Endspurt keine Kraft mehr hatten. Und trotzdem wäre mit weniger Pech das Spiel zu gewinnen gewesen, wenn Mausner, der beim Stande 3 :3 einen ungeheuer wuchtigen Solovorstoß von der Platzmitte bis zum gegnerischen Tor unternahm, das vierte Tor geglückt wäre. Statt dessen erzielten die glücklicheren Brigitlenntier im Gegenstoß den Entscheidungstreffer. Zum Fußballspielen gehört eben auch Glück! Hakoah ist also nur mehr Aspirant aut den zweiten Platz und es ist zu hoffen, daß die Spieler, die ihren Hnkoahkampfgeist unter Beweis gestellt, nicht nachlassen werden. Nun zum eigentlichen Thema: Die Verteidigung arbeitete zuweilen viel zu hastig und bot eine sehr unausgeglichene Leistling. Oppenheim hat zumindest ein Tor auf dem Ge- Palästina-Orangen in Wien Es ist die Pflicht tedes national denkenden Juden, den Jischuw durch Ankauf seiner Produkte zu unterstützen. Das kann schließlich auch für den einzelnen kein großes Opfer bedeuten, denn die Früchte, die Palästina hervorbringt, sind von köstlichem Wohlgeschmack und nicht teurer als Solche anderer Länder, die aber in bezug aut ihre Qualität bei weitem nicht an die palästinensischen heranreichen. Wir alle, die wir in der Diaspora leben müssen, sind uns darüber einig, daß wir wenigstens von hier aus am Aufbau Erez Israels helfend mitarbeiten wollen. Nun ist es gewiß, daß eine der besten Möglichkeiten, die wirtschaftliche Lage Palästinas zu heben, die Förderung des Absatzes von Produkten Erez Israels ist. Am raschesten hat sich bisher die Parole: Kaufet die Produkte Palästinas! bei der Palästina-Orange durcligesetzt, die infolge ihrer hervorragenden Qualität und Cjüte in kurzer Zeit den Weltmarkt erobert hat. Um es jedem Gesinnungsgenossen zu ermöglichen, die Orangen zu billigen Preisen direkt ms Haus zugestellt zu erhalten, hat das Zionistische Landeskomitee mit Herrn S. Halpern, ll„ Förstergasse 6, Tel. A 46-4-12, ein diesbezügliches Uebereinkommen getroffen. Wir ersuchen alle Gesinnungsgenossen, Urangeu direkt bei Herrn Halpern zu bestellen und sich selbst von der Güte dieser alle anderen Sorten weit übertreffenden Orange zu überzeugen. wissen und Feldmann zog in vielen Fällen durch sein blindwütiges Angellen den kürzeren. Amster bot eine Durchschnittsleistung. In der Halfreihe stiftete Birnbaum in der ersten Halbzeit großes Unheil, aber auch Liebermann war nicht auf gewohnter Höhe. Stroß hatte in den ersten 20 Minuten nach Halbzeit seine großen Momente, ließ aber später, durch eine Verletzung gehandikapt, stark nach. Im Sturm versagte Mausner als Kombinationsspieler, bewährte sich aber als Sturmbock. Fischer war weder das eine noch das andere. Heß wartete mit einer Glanzleistung auf und Donnenfeld arbeitete unermüdlich, aber auch ungleichmäßig. Auf glänzende Aktionen folgten schwere Schnitzer. Ehrlich konnte sich nicht durchsetzen. Schiedsrichter Hößl war objektiv, doch hätte er den B. A. C.-Torwächter, der ein schweres Foul an Mausner beging, ausschticßen müssen. Er verhängte jedoch nur einen Elfmeter und beließ de« Missetäter auf seinem Posten. Auch der rechte Flügelstürmer Studenik, der die Hakoahhintermannschaft, insbesondere Feldmann und Oppenheim, durch unausgesetzte, versteckte Derbheiten provozierte und zum Schlüsse auch die Zuschauer verhöhnte, hätte vor Schluß ln die KaWne gehört. Hakoah beginnt mit einem schönen Angriff Heß’ und arbeitet mit großer Ambition. In der 10. Minute bricht, gleichzeitig mit dem erwähnten Schneesturm, das Verhängnis herein. Birnbaum läßt wieder eiumat seinen Flügel davonlaufen und aus dem anschließenden Gedränge holt sich der B. A. C. den Führungstreffer. Die Hakoahner sind ganz konsterniert und vom Abstoß weg erzielen die Gegner das zweite Tor. Eine fabelhafte Sololeistung Heß’ endet mit einem knappen Fehlschuß, dann bekommt wieder Oppenheim Arbeit. Im Gegenstoß erzwingt Fischer einen Corner, es entsteht ein Gedränge auf der Torlinie des B. A. C.. aber Hakoah hat kein Glück. Nach einem schweren Fehler Oppenheims, der einen Ball fallen läßt, erzielen die Brigittenauer das dritte Tor. ln der 36. Minute verringert Mausner, der einen Cornerball Fischers einköpft, den gegnerischen Vorsprung. Die zweite Halbzeit bringt eine große Offensive der Hakoah, Mausner erzielt das zweite Tor und wird auch der Urheber des Ausgleichstreffers. Er geht den Tormann an, der ihn kurzerhand niedertritt. Unter großer Aufregung exekutiert Feldmann den Strafstoß und erzielt den Ausgleich. Noch einmal hat Hakoah Siegeschancen als sich Mausner mit großem Schwung bis zum gegnerischen Tor durchkämpft, ohne daß ihm der große Wurf gelingt. Glücklicher ist der B. A. C.. dessen Mittelstürmer in der 34. Minute mit unhaltbarem Schrägschuß das Endresultat herstellt. Aufstellung: Oppenheim. Amster. Feldmann, Birnbaum, Stroß, Liebermann, Fischer, Mausner, Heß, Donnenfeld. Ehrlich. H. Sp. Jüdischer Sport- und Schfitzenvereln «Menorah». Wien, IX., Liechtensteinstraße 30, Zugang durch den Hof. Souterrain. Unsere Selvcßstätte ist bereits in Betrieb. Sämtliche noch nicht neu registrierten Mitglieder werden aufgefordert, "hebaldigst während der Sekretariats- und Uebungsstunden :m Heime vorzusnrechen. Schießzeiten und Sekretariatsstunden: Montag?0 bi« 22 Uhr. Mittwoch 10.30 Ws 22 Uhr. Samstag nach E'nbnmh der Dunkelheit bis 20 30 Uhr. Sowohl Samstag, den 4. Anril, als auch Montag, den 6. April, finden Schießübungen statt. Mittwoch, den 8. April, wegen der Feiertage keine Uebung. AmtlicheVerlautbarutigen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Predigten in den Israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Am kommenden Passahfeste werden in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen bei. dem um 8.30 Uhr beginnenden Morgengottesdienste Predigten abgehalten, und zwar: Donnerstag, 2. April 1931 (1. Festtag): 1., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. I. M. Bach); 11., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); V. , Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); VI. , Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); VIII. , Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); IX. . Müllnergassc 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Fcuchtwang); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosen- ■ Lebensversicherungs- Hl IÄ K| IV Gesellschaft l M U111A GEGRÜNDET IM JAHRE 188? Versicherungsbestami per Er-'e Juni 1980.2600 Millionen Schilling GarHiittemittei y&\ Ende . 800 Millionen .Schilling Prämien und /uibenuiimjihin«n im Jahre 1929 . 126 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 28*/) Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: (Jet<t erreich. 1 Jeu leches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien. Holland. Frankreich. Spanien. Italien. Ungarn. Peilen. Jugoslawien. Bulgarien, Griechenland, Rumänien. Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt za billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Ueutenversicbei ungen jeder Art ab Neneingefflhrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals hei Verheiratung. Studienheitrag. Rückerstattung der eingezahllen Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditfttsversichening (Zahlung emei kente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach dreijähriger Dauer der Invajrdrtat) jmrTiMMMr. E □ E E E B E B E E E E E Freitag, 3. April (2. Festtag): 11., Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Mittwoch, 8. April (7. Festtag): 1., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XVI., Hubergässe 8 (Prof. Dr. K. Kupfer); XX. , Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Donnerstag, 9. April (8. Festtag): 11., Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); II., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); V. , Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer)* VI. , Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); VIII., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin}; XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. I. Taglicht); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter); XXI. , Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Am Vorabende des 7. Festtages, Dienstag, den 7. April, Beginn 7 Uhr abends, IX., Mttllnergasse 21 (Rabbiner Doktor A. Z. Schwarz). Masklr-Andachten am Pessachfeste. Zur Vermeidung des großen Andranges in den Gemeindetempeln zur Haskaran veranstaltet der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien am diesjährigen Pessachfeste, Donnerstag, den 9. April, um 6 Uhr früh im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4, und im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5. sowie um 9 Uhr vorm, im Festsaal des Hotel «Continental», II., Taborstraße 6, anläßlich der Maskir-Andachten feierliche Gottesdienste. Z. 1948 ex 1931 Betrifft Rechnungsabschluß pro 1930. Kundmachung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde hat den Rechnungsabschluß über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgcmeinde und sämtlicher in der Verwaltung derselben stehenden Fonds und Anstalten über das Jahr 1930* fertiggestellt. Gemäß 5 92 des KuItusgemelnHe-StntutR wird dieser Rechnungsabschluß 14 Tage, vom Tage der Kundmachung gerechnet, vor Prüfling und Erledigung durch den Kultus- Vorstand zur Einsicht der Gemeindemitglieder in der Amtsdirektion der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4* III. Stock, aufgelegt. Die Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist über den Rechnungsabschluß Erinnerungen beim Vorstande der Kultusgemeinde schriftlich zu überreichen, welche bei der Prüfung des Rechnungsabschlusses ln Erwägung gezogen werden. Diese Kundmachung wird unter einem im amtlichen Teile der «Wiener Zeitung» verlautbart. Wien, 30. März 1931. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Rabblnat der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Suh. 1. Nr. 54 des Rabbinates. Wien, am 30. März 1931. Kundmachung. Da in der letzten Zeit, insbesondere vor Pessach, die Bezeichnung «koscher» hauptsächlich von Inhabern von Restaurants und Fleischverkaufsstellen verschiedener Art vielfach ohne berechtigte Grundlage gebraucht wird, sieht sich das gefertigte Rabbinat veranlaßt, das Publikum aufmerksam zu machen, daß das Rabbinat der Kultusgemeinde Wien keine Verantwortung für alle jene Betriebe, welche nicht der besonderen Aufsicht des Rabbinats unterstehen, übernimmt. Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Am 4. April 1. J. (Schabbos Chot Hamoed) findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israleitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Austritte aus dem Judentum Stern Louise, 2. März 1899, IX., Fechtergasse 19; Herzog Hermine, 17. März 1900, XVII., Hormayrgasse 7; Kur Gustav, VIII., Kochgasse 3; Roth Nochmem, 24. Mai 1909, 11., Lilicnberunngasse 18; Bernieier Viktor, 28. März 1895, 111., Mathüusgasse 12; Weinwurtn Anna, geb. Brandeis, 16. August 1884, X., Quellenstraße 138; Lipper Chaje Man«, 25. September 1893, XII., Schönbrunnerstraß.e 200; Morawetz Marie. 2. Oktober 1881, XIX.. Hackenberggasse 29; Plaschkes Ernst, 14. Jänner 1910, VII., Burggasse 22; Mar* schek, geb. Frieda Gans, 12. Juni 1897, III., Bechardgasse 16; Schubert Friedrich, 9. Juni 1907, XI!., Schallergasse 42; Fröhlich, geb. Ida Berger, 10. Juli 1876, I., Rathausstraße 15; Hirschler Hugo, 17. März 1882, I., Sonnenfeldgasse 11; Marcus Gottfried, 1. Jänner 1915, I., Mahlerstraßc 3; Weiner Ernst, 12. Juli 1901, XIV., Goldschlagstraße 54; Ozzola Margarete, geb. Schön, 5. Februar 1888, XVIII., Türkenschanzstraße 44; Spitzer Heinrich, 21. Juni 1910, XVI., Thaliastraße 146;' Karell Fritz, 21. September 1911, UL, Fasangasse 50. KINDERWAGEN von 6 26. aufwärts direkt beim Ersouper XX, WDLLCNSTEINPLATZ 8 III,9ARICH0'4 (Ecke Hauptsti 101) XX,Kloftern«ubur8«tllr.B1 Bernhard Kohn WIE. I..HIA E 20 KLAVIERE In allen Preislagen, neu von 1440 an Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband füt Oesterreich, Wien, I.. Kärntnerstraße Nr. 28. — Verantwortliche» Redakteur; Dr, Sigmund Finkelstein, Wien, I., Kärtnerstraße Nr. 28. — Druck; «inva», Wien, VII., Lerchenielderstraße Nr. 1.