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Die Stimme · 1931-02-26 · Heft 165 (26.2.1931) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 165 (26.2.1931)
Date
1931-02-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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Ir. 165 — 26. Februar 1981 Jtc 4iiinmc Seite U Grabsteine Friedländer & Deutsch Wien, 1.. Seltenstettengasse Nr.i. 5 Tel. Ü 28-1-28 t XI., Zentralfriedhof« neben dem l. loi, Tel. 1} 18-0-86 lemerl» (ein Pinsker Volkslied), deren stimmungsvolle röhlichkeit, von Herrn Segall-Rosenbach mit glänzendem Humor vorgetragen, aufs Gemüt wirkte. Den instrumentalen Teil besorgte mit viel Erfolg der begabte junge Cellist Theo Salzmann, der ebenso wie Herr legall-Rosenbach von Kapellmeister Max Kundegrabeu verständnisvoll am Klavier begleitet wurde. Nicht zuletzt hat der populäre Scholem-Aleichem-Rezitator Samuel Schwager diesmal bewiesen, daß er auch Perez und andere jüdische . Autoren glänzend zu lesen versteht. —tho. Ein gutes Purimbuch «Das Buch Esther.» Mit einer Einleitung von Professor Jr. Kupfer, Verlag Josef Belf, Wien 1931. Es ist eine recht mle Ausgabe, .mu der der Verlag einem längst gehegten Wunsch der jüdischen Familie Rechnung trägt. Denn die Esther-Geschichte hat nicht bloß an einem Tag im Laufe des Jahres erhöhte Bedeutung fiir den Juden, sie ist vielmehr vypisch für die Geschichte des jüdischen Volkes überhaupt. Der Jude empfindet instinktiv, daß die Esther-Episode einerseits das Prinzip der Labilität der jüdischen Lage in der Diaspora verkörpert, andererseits aber auch den sicheren Ausb'xk auf den Sieg der Wahrheit und Gerechtigkeit, auf eine bessere Zukunft. Dieser Gehalt der Esther-Geschichte verleiht dem Galuthjuden Kraft und bildet so das stabile rtoment ln der Unsicherheit des jüdischen Geschickes. Die 3elf-Ausgabe des Esther-Buches ist durch geschmackvolle Ausstattung ausgezeichnet. Angenehmer Druck, eine richtige deutsche Übersetzung, einige gute Illustrationen und ^chiießliehd:° ' nleitung vervollständigen den Wert der Ausgabe.1 Dr. H. G. „Palästina“ ■ Zeitschrift für den Aufbau Palästinas. , Der Inhalt der Jänner-Februar-Nummer 1931: Der Entvfcl; unqsplan Simpsons. — Die Siedlungsmöglichkeiten?al är.nias. Von Dr. A. G r a n o v s k y, Jerusalem. — Ueber die Rentabilitätsberechnung in den Arbeitersiedlungen des; Xcren Hajessod. Von Dr. Zwl Luft, Tel-Aviv. — Schchunath ,, üorochov. — Der gelungene Versuch einer Kleinsiedlung in Palästina. Von Julius Berger, Tel-Aviv. — Die jüdischen .?roduktivgehossenschaften in Pa'ästina. Von A. Sabar- 3 k y, Tel-Aviv. — Politik. Von G. Arlosoroff-Gold-; tye r g. —• Jewish Agency. Von Dr. Robert W e 11 s c h, Ber- Iln. r— Nachrichten und Daten. — Bücher und Zeitschriften. JKoiizen ’ Ein neues. Werk von Stutschevvsky. In der Universal- Edit on ist soeben ein neues Tanzstück für Klavier «Rilckud» von Joachim Stutschewsky erschienen, welches bei der Hetzten Veranstaltung des «Vereins zur .Förderung jüdischer Musik» Von Frau Rita Kurzmann uraufgeführt wurde und wiederholt werden-mußte. Stutschewsky, der hervorragende „ .Cellist, und. unermüdliche Vorkämpfer einer neuen jüdischen ijat sich' nun auch als ‘ Komponist; einen .Namen ge- S$ine früher,<efschierieneni''>«yier’.jÜdiscHen Tanzfür Klavier erfreuen, sicfT eines'1 ahhältehdefi Erfolges. '^.vZ^Hili'ei.cJie. Pianisten' Tijibfcii* aie StÖcJce in ihr Repertoire dufgenorrirnen; Auffii.Iiruni;en "haben in Wien, der Schweiz, Italien, .Deutschland, New York, Polen und Palästina stattgefnnden. Es kind auch verschiedene tänzerische Aufführungen;;.„vorgesiciien'. ‘ Vorlesung aus Dichtungen jüdischer Autoren. Samstag, ,den 28, d, Mm um 5 Uhr nachmittags liest im Rahmen der , Künstausstellung der palästinensischen Malerin Anna T i c h o (Jerusalem), Alexander Jaray aus Dichtungen jüdischer Autoren,, u, a. auch aus solchen von Martha Hofmann, Der. Jugendvereün «Erez Israel» drückt auf diesem Wege hpqhmats allen Mitgliedern, Freunden und Mitwirkenden, die sich um das Gelingen des IV. Hebräischen Konzertes bemüht genjacilit.haben, insbesondere aber dem Herrn Professor Juliu.sz Woifsohn für seine uneigennützigen Bemühungen und . erfolgreiche Mitwirkung den herzlichsten Dank aus. .Verein zur Förderung jüdischer Musik, Wien, IX., Uni- ,\yersitäts$träße 4, Saal des humanitären Vereins «B’nai ..: Brith», IX„ Universitätsstraße 4. Sonntag, den 15. März 1931, V26 Uhr, L'Kammermusik-Abend unter Mitwirkung von .... Maria Bernay, Gesang; Rita Kurzmann, Robert W. Spitz, .^Klavier; Hans Lewitus, Klarinette; K. Wanausek, Flöte; K Brandmann,. Kurt Stern, Violine; Else Stein, Viola; I. ' .Stutschewsky, Wally Gara, Violoncell; E. Eisenstein, Lieder- 1 begleitung. Programm: Israel Brandmann, Sonate für " Violine und Klavier, Allegro moderato, Thema con Variazioni, ‘ Vivo; Joachim Stutschewsky, Drei Stücke aus Leichte Klavierstücke: Langsam, Sehr bewegt, Largo, «Rikkud» (Tanz- > stück), Uraufführung; M. Guessin, Variationen für Streich- .. quartett. Pause. Joel Engel (aus dem Nachlaß), 1. Suite für . . Streichquintett und Klarinette: Chassidisch, Wiegenlied, ,,Tanz, Chassunonnigun, Stotsehne. (Tanz), Chassidischer Tanz; 5 Kinderlieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung: Katze und Maus, Regenlied, Hirtenknabe, Das Krön- , lein, Steckenpferd. Musikalische Leitung: Joachim S t u t s c h e w s k y. Konzertflügel Schweighofer. , Eine zehribündige jiddische Enzyklopädie, Am 14. und 15. Februar fand in Berlin eine Beratung angesehener jiddischer Gelehrter und Publizisten mit den Mitgliedern des Jidii::'chen Wissenschaftlichen Instituts statt, die der Schaffung einer Enzyklopädie für allgemeines und jüdisches Wissen in jiddischer Sprache galt. Die Konferenz erhielt ihr besonderes Gepräge durch die Anwesenheit des repräsentativen Historikers S. Dubnow, dessen Namen die Enzyklopädie tragen soll. Es wurden u. a. folgende Entschlüsse ge- ' faßt:; 1. Die Konferenz stellt fest, daß die vermehrten Kulturbedürfnisse der jüdischen Massen und der Entwicklungur Standard der jüdischen Wissenschaft es als notwendig unu ’ möglich erscheinen lassen, eine allgemeine Enzyklopädie in jiddischer Sprache zu schaffen. Dieses Unternehmen soll Hauptaufgabe des oeim J. W. I. aus Anlaß des 70. Geburtstages S. Dubnows geschaffenen Fonds sein. 2. Die Enzyklopädie soll alle Zweige der Wissenschaft umfassen, wobei; aber das jüdische Lehen und Schaffen in Vergangenheit uno! Gegenwart einen bedeutenden Platz einnehmen müssen. Pro- ‘ blernen der neuen Zeit, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und ähnlichen' Fragen wird ein bedeutender Platz gewidmet werden müssen. 3. Die ersite Auflage wird in 10 Bänden (etwa 25 Millionen Buchstalfren) im* Enzyklopädie-Format, eventuell mit einem Ergänzi/n gsband herausgegeben. Jährlich erscheinen mindestens zwei Elähde. 4. Zwecks Finanzierung des Unternehmens wird eine' A. G. nut einem Grundkapital von 50.000 Dollar gegründete Der Preis jeder Aktie befragt 50 Dollar. Ein deutsches Urteil über Jabotinskys «Stmsort». Albrecht von Fritsch schreibt in der Vossischen Zeitung»: Von dem Roman von Wladimir Jabotin# iky «Philister über dir, SimsonI» (der bei Erich Lichtenstein 'in Weimar, vorzüglich aus dem Russischen übersetzt von Harns Ruoff, erschien), ist zu sagen, daß er ein literarisches Meisterwerk sei. Das Buch wird viele Leser in den besten Kreisen! der Literaturfreunde gewinnen. Es erzählt die Geschichte dels starken Richters Simson, seine geheimnisumwobene Geburt, sein seltsames Doppelleben, geteilt zwischen dem eigenen Stamm und dem der Philister, seinen grandiosen Untergang Jabotinsky malt mit vielfarbiger Palette Palästina, das Land; zeichnet miv bald harten, bald flimmernden Strichen die Mirhschen und komponiert meisterlich die Fuge ihrer psychologischen Verflechtungen, cs tfcx eine wundervolle Dichtung. ‘ Emil Cohn-Bernhard 50 .Jahre. Rabbiner Dr. Emil Cohn, der unter dem Pseudonym Jpnil Bernhard in der deuiscnen Literatur und im deutschen 1 Theater der Gegenwart eine vielbeachtete Stellung einnimmt, vollendete am 18. Februar 1931 sein 50. Lebensjahr. V<J»n den Dramen Emil Bernhards, die zum größten Teil erfolgreich über mehrere große oeuische Bühnen gingen, sind zu erv*ahnen: «Brief des Uria», «Herr johann Wittenberg», «Anna 'Boleyn», «Mirabeau», «Die Jagd Gottes» u. a. m. Bei dem großen dramatischen Wettbewerb 1921 wurde ihm der erste Pr eis zuerkannt. Er übersetzte den Diwan von Jehuda Halevi I und verfaßte unter dem Titel «Judentum. Ein Aufruf; an dih Zeit» eine leidenschaftliche Bekenntnisschrift für das traditionelle Judentum. Er verfaßte auch «Jüdische Legenden» fund gibt seit drei Jahren den «Jüdischen Jugendkalender» heraus. Die Memoiren Lüigi Luiiattis. Soeben erschien der erste Band der Memoiren des verstorbenen ehemaligen Ministerpräsidenten von Italien Luigi Lüzzatti, einer der bedeutendsten jüdischen Staatsmänner un*f Gelehrten Italiens. Der erste Band umfaßt die Zeit von I juzzattis Geburt im März 1841 bis zum Jahre 1876, in dem Ljwigi Lüzzatti als stellvertretender Minister für Handel und Industrie wichtige Handelsverträge mit ausländischen Regierungen abgeschlossen hat. Luigi Luzzattis Memoiren werde bi in drei großen Bänden erscheinen. Der erste Band en thält u. a, einen sehr interessanten Briefwechsel zwischen dljjm Verfasser und dem berühmten italienisch-jüdischen Gelehrten und Sprachforscher Professor Elia Lattes über jüdische lij'robleme. Arno Nadel über jüdische Musik. Der Dichter-Maler- Musiker Arno Nadel sprach in der Frankfurter Gesellschaft für jüdische Volksbildung ß|ber jüdische Musik.. Fünf Jahre «Frimorgn»^ Die in Riga in jiddischer Sprache täglich erscheinende Zeitumg «Frimorgn» begeht in diesen Tagen das Jubiläum ihres, fünfjährigen Bestehens. „Von Wien mach Jerusalem“ (Purim-Redoute d!<f:r Z. M, V, «Dworah».) , Wollen Sie lachen und tarczen bis zum frühen Morgen Die berühmte «Elite-Jazz» wird dafür sorgen. Wollen Sie Ihren Kummer verlieren, Ein politisches Kabarett wird Sie amüsieren. r Wollen Sie sehen, wie die , TanzJkuijst, ,dgn Rhythmus man meistert, _. .., Von den. orientalischen Täijizen sind Sie sicher begeistert. Und als Einleitung dieses fröhlichsten aller Feste Erfolgt der Einzug der maskierten Gäste. Wo? —- In den Sälen des Handelsmuseums, IX., Berggasse 16. Wann? — Samstag, di?n 7. März (Beginn 9 Ühr abds.). Kleidung?.— Kostüm, Abend- oder Sommerkleidung. „Von Susan habirah bis Tel-Aviv“ Unter diesem Motto Wird die diesjährige Purim-Kinderfeier der Zionistischen Frajiengruppe (Wizo) Leopoldstadt am 8. März im. Festsaai das Hotel «Bayerischer Hof», Taborstraße 39, stattfinden.; Die Königin Esther unternimmt mit ihren Gespielinnen in einer großangelegten Revue eine Reise durch die ganze Welt und erlebt überall nllerhand Lustiges. Jung und alt werden an diesem lustigem Ausstattungsstück großen Gefallen finden, weil diese interessante Purimfeier einzigartig sein wird. Eintrittskarten izu S 1.20 für Kinder und S 2.— für Erwachsene sind bei allem Mitgliedern, in der Bücherstube Rath, Taborstraße 20 a, und allabendlich von 6 bis 10 Uhr im Vereinsiokal, II., Zirkusgasjse 33, erhältlich. Jfldisdler Malendet Februar-März 1931 Adar 6691 i 27 Freitag 40. 28 Samstag ii. 1 Sonntag 12* 2 Montag 43* Faatvn-Eathar 3 Dienstag 44* Purim 4 Mittwoch i|K 8ahu»ohan* *«»♦ Purim v 5 Donnerstag 16. Von tiefer Trauer erfüllt, geben wir Nachricht vom Ableben unBeies Vorstandsmitgliedes Frau Esther Knoll welche nach langem schweren Leiden Montag, den 22. d. M. sanft entschlafen ist v\ ir wollen ihr cm ehrendes Andenken für ewig bewahren. Zionistische Frauensruppe und Sektion Prater Für die ihnen erwiesene Anteilnahme au dem Schmerze über den plötzlichen Tod ihres innl^stgeliebten Gatten und Vaters danlsen auf diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Gesinnungsgenossen Familien Kerner, Bauer, Roscnihal tudent sacht Hofmeisterstelle zu Kindern, auch Einzelstunden. „Kinderfreond“ Als jüdische Buchhandlung empfiehlt sich J. E. Pollaic Buchhandlung und Antiquariat Wien XV., Maiiahilierstraße 140 &&exicBMtiiten cm (Rost u. (Jictncfsen, ^ntuscfkß U5ID.) Restaurant^«irabell I. (Ress., Jfcnftsßiitfg ergösse 0 ttiicfkewtcfkef Siriinftei^ (Früfter üfofel JTffdtonfll) SIEGM. KORN MEHL Zentrale IX, Berggasse 19, Tei. A 17-3-99 u. A 16-9-34 Lieferant tür Heilanstalten Abteilungen tür ^wn-Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien AuIoskuStellung kostenlos |X, Berpgasse 1 XVHI, Währingerstraße 97 für PURIM Soeben erschi« uen: MEGILLA- ESTHER Prachtausgabe, Großformat mit guter deutscher Uebersetzung und herrlichen Illustrationen Elnlellung von Prof. Dr. K. Kupfer Elegant ausgestattet und schön gebui den S 4.50 Buchhandlung JOSEF BELF, Wien, l.t Rabensteig Nr, 3 Maturavorbereitung für Externe in 1 bis 2 Jahren durch hervorragende Pädagogen des jüdisch-akademischen Philosophenvereines nach eigener individueller Methode. Mäßiges Honorar, Anmeldungen und Auskünfte täglich von 6 bis 9 Uhr abends bei N. Judenberg, II., Glockengasse Nr. 10, Tür 16. Jeder Mt verlangt im Kaffeehaus sein Farteinrgan „Die Stimme" i

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