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Die Stimme · 1931-01-22 · Heft 160 (22.1.1931) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 160 (22.1.1931)
Date
1931-01-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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m. IGO — 22. Jänner 1931 DTE STIMME ZlontsOsdics icbca Id Wien Das zionistische Landeskomitee verlauthart: Herr Dr. Adolf Engel, Mitglied des Zionistischen Laocroakoniitees, ist nach Salzburg übersiedelt und hat infolgedessen sein Mandat nledergclegt Das Landeskomitee dankt hiermit Herrn Dr. Engel für seine unermüdliche und ersprießliche Tätigkeit als Leiter des Organisationsreferates. Die Arbeit des Keren Kajemeth Jugendaktion zugunsten des Keren Kajemeth. Dies« Aktion findet in der Zeit vom 7. bis IG. Februar statt. Als Ziel wurde von den Jugendgruppen festgesetzt, daß jedes Mitglied der Bünde bei dieser Aktion zumindest S 4.— aufzubringen hat. Ein Teil der Gruppen (Gdud Zirim) hat es auch übernommen, aus diesem Anlaß je eine Keren Kajemeth-Büchse durch jedes Mitglied des Bundes aufstellen zu lassen. Tm Züge dieser Aktion findet am Mittwoch, den 11. Februar, ein Jugendmeeting statt, bei dem die Vertreter der Jugendbünde über die Bedeutung des Keren Kajemeth und der Aktion sprechen werden. Jede Jugendgruppe wird ferner im eigenen Kreis eine interne Veranstaltung zugunsten des Keren Kajemeth durchführen. Am c6. Februar findet als Abschluß der Aktion eine Akademie der Jugend statt, bei der verschiedene Ju,gen dgr tippen das Programm bestreiten werden. Der Reinertrag ist dem Keren Kajemeth gewidmet. Der Verkauf der Karten erfolgt ausschließlich durch die Jugend. Die künstlerische Leitung dieser letzten Veranstaltung iiegt in den Hände« des Gesinnungsgenossen Oskar Teller. Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth (5. Liste). Die Vorsicherungsaktion des Keren Kajemeth hat eine Aktion ©ingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth durchzuführen, und zwar auf folgender Grundlage: Im Erlebensfälle fällt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu, im Ablebensfalle die eine Hälfte den Erben der Versiehterten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Durch die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung des jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufließen. Schon nach drei Jahren erhält der Keren Kajemeth gegen minimale Zinsen 65 Prozent der oingezahlten Prämien zu seiner freien Verfügung. Außer den bereits angeführten Gg. haben weiters nachstehende Gg. solche Versicherungen abgeschlossen: Dr. Kurt Saxl, Jakob'Brand- ■•itUtter, Ing. Otto Kraßny. Goldbuch Rosa Andermann. Anläßlich des 70. Geburtstages der Frau Rosa Andermann wurde von Verwandten und Freunden eine •rammlung zugunsten der Eintragung derselben ins Goldene Buch des Keren Kajemeth ©ingeleitot. Die erste Sammlung wurde gelegentlich des Ehrenahends der Frau Rosa Andermann durchgeführt und ergab S 128.—. Insgesamt sind bisher auf dies« Eintragung S 257.— eingegangen. Nicht komplette Goldbuchointragungcn (2. Liste). Wir setzen hiermit die Liste der Pervsonen und Vereine fort, deren Eintragung ins Goldene Buch eingeloitet, jedoch bisher nicht abgeschlossen wurde. Die betreffenden eintragenden Vereine und Personen werden ersucht, die Komplettierung mit Energie zu betreiben, damit die Eintragung durchgeführt werden könne. Die Liste der Gürten und Haine werden wir nach Abschluß der Liste des Goldenen Buches anschließen. ■Taldor Großkopf, Ehrenmitglied des jüd. Sportklubs „J. A. C.“, eingetragen durch diesen Sportklub, edngegangen ., , , , , S 897.42 Dr. David Halpern, eingetragen durch „Hitachduth“, eingegangen . . . „ 444.72 Moses Hammer, ©Ingegangen ...» 60.— j Zlnnl^lschesMndM^SSi^SSMLSSäSJSEitSiä! i' i Donnerstag, den 22, ]Ämter 1931, ' >! 8 Uhr abenda im Caft Silier, Wien,!! { I., Schwedenplatz j! 5. Vortragsabend!! j Referenten t Adolf Utihmi Fortsetsoug d*e Referates I über „Die Ualfourdeklaralioq - der bimpnoa- $ bericht“ 9 Pr. Chalm Tartakower: Pressereferat leeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Robert Kien, eingetragen durch „Makkabi“, eingegangen 8 226.— Makkabi IX, eingegangen .... „ 297.62 Kom.-Rat Max Markus anläßlich seines Todes, eingetr. durch Freunde und Bekannte, eingegangen . . ., 805.24 Dr. Mair Pais anläßlich seiner Promotion zum Doktor der Handelswissenschaften, eingegangen . . „ 211.59 Stella MeHer-Ing Siegfried Horowitz anläßlich ihrer Hochzeit, eingetragen durch Freunde und Bekannte, eingegangen ........ „ 170.76 Dr. Leopold Plaschkes, eingetragen durch den Verband demokratischer Zionisten, eingegangen .... 469.61 Bez.-Rat Norbert Rappaport, eingeg. ,, 100.— Dr. Max Schur-Helene Kraus, eingetragen durch die Hochzeitsgäete, eingegangen .. 370.— Die politischen Lieder aus der bekannten, in Wien mehrmals erfolgreich aufgeführten Reveue von Viktor Berossi sind im Keren- Kajemeth-Bureau zum Preise von S 1.— erhältlich. Kcren-Kajemeth-Spiele eignen sich ganz besonders zu Geschenken anläßlich der jüdischen Feiertage und wirken jüdisch-erzieherisch auf di© jüdische Jugend: Landkartenspiele zur Erlernung der heutigen Geographie Palästinas und der jüdischen Kolonisationstätigkeit, Merclmwia, Ausschneidespiele, Keren- Kajemeth-Domino. Erhältlich im Keren-Kajemeth-Bureau, I., Kärntners!raf]e 28. Denketan die Krawallean der Handelshochcohule! Daher 8t3ndige unentgeltliche Stellenvermittlung der Hakoah Wer ausgebildetes, ^Oohtlges und dlsziplln'ertes Personal aller Ari und aller-Branohen braucht, wende sich an die HAKOAH, l„ Wieslnger9tr. 11 / Tel, R-25-0-10 Vom österreichischen Keren Hajessod Das gefertigte Präsidiumdes Oesterreichischen Keren Hajessod hat den Bericht der von ihm eingesetzten Kommission zur Ueberprtüfung der Gebarung des K. H. entgegengenommen. Die Kommission hat festgestellt, daß die Arbeit des letzten Arbeitsjahres (1929/30) zu einer Erhöhung der Eingänge geführt hat, daß die Gebarungskosten g esunken sind und das normale Ausmaß nicht überschreiten. Das Präsidium des K. H. wendet der Frage der Ersparnisse sein stetes Augenmerk zu, appelliert jedoch besonders an die Zionisten und an alle Freunde des Palästina-Aufbaues, im Sinne der akuten Notwendigkeiten der Arbeit ihre Opferleistungen zu erhöhen: Insbesondere aber appelliert das gefertigte Präsidium an alle Zionisten, sich zur aktiven Mitarbeit für den K. H. zurVerfügung zu stellen. Es soll auf diesem Wege erreicht werden, daß weitere Kreise der österreichischen Judenschaft für den K. H. gewonnen und daß anderseits durch freiwillige Mitarbeit die Unkosten auf ein erreichbares Minimum herabgesetzt werden können. Alle Gg., die bereit sind, einen Teil ihreT Zeit der K. H- Arbeit zur Verfügung zu stellen, werden höflichst ersucht, sich mit dem Bureau des Keren Hajessod (Wien, I., Kärtn crstraße 28) in Verbindung setzen zu wollen. Für das Präsidium des Oesterreichischen Keren Hajessod: Dr, Fritz E k s t e i n Obering. Otto K r a s n y Vortrag S. Soskln Der Revisionist Soskin ln Wien. Er spricht im Saal der Ingenieur- und Architektenvereinigung über das Thema «Politik und Wirtschaft». Ich bin nicht Revisionist, aber ich wiU es mir nicht versagen, etwas Neues zu hören. Soskin will mit den alten Methoden brechen, Soskin wiU eine neue Arbeitsweise bringen, die die Hindernisse, Ule sich unserer Bewegung entgegenstemmen, auf leichtere Art zu beseitigen vermag, als wir es blsnun gewohnt waren. Ich betrete also den Saal mit der Hoffnung, von Sosklns Methoden überzeugt zu werden, und ich sehe viele Gesinnungsgenossen im Saale, die keineswegs Revisionisten sind) Menschen, die ich von der zionistischen Bewegung kenne und auf deren Gesichtem ich dieselbe Sehnsucht, Erlösendes zu hören, lese, die ich selber empfinde. Soskin spricht. Er erzählt uns nichts Neues, wenn er sagt, daß die BalfQur-Deklaration kein Geschenk ist. Wir aMe wissen, daß uns England die Balfour-Deklaration für die Leistung unserer Legionäre schuldig wir und uns kein Geschenk damit machte. Wir wiesen aber auch, daß unser Anspruch auf Palästina seit Jeher zu Recht besteht und daß er, trotzdem man Ihn uns vorenthielt, niemals erloschen ist. Wir schütteln jedoch den Veranstaltungskalender Samstag, 24. Jänner. Histadruth Iwrith, 11., Kleine Mohrengasse 3, 8 Uhr abends, Vortrng Dünner: «Sipure Haans». Sonntag, 25, Jänner. Zionistische Bezirkssektion XX., Jägerstraße 30, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Bernhard Tag: «Lehren der jüdischen Geschichte» und Dr. Ernst Müller: «Ausblicke in die jüdische Gegenwart und Zukunft . Dienstag, 27. Jänner. Zionistische .Sektion Prater, II., Jungstraße 8, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Desider Friedmann: «Die jetzige Lage im Zionismus/'. Zionistische Bezirkssektion I., Cafe Altes Rathaus, I., Wipplingerstraße 26, Vortrag Dr. Chaim Tartakower: «Zehn Jahre Emekv. — Zionistische Tischgesellschaft Landstraße, Cafe Lovrana, HL, Löwengasse 36, 8 Uhr nbtmds, Vortrag Dr. Viktor Kellner: «Der Zionismus und »eine Umwelt». Mittwoch, 28. Jänner. Zionistische Bezirkssektion X. und Jüdischer Turnverein Mnkknbi X., Oroßer Saal ties Arbeitcrlu-ims, X., Laxenburgerstraße 10, 8 Uhr abends; Literarisch-nuiuiknhsclier Qeaellschnftsabend mit nnschlioßrudem Tanz, Kopf, wenn Soskui „..iziuami vi..,., _..ennt. Diese Beschimpfung können wir einfach nicht fassen. Wissen wir doch, daß es Wejzmamr durch persönliche Einflußnahme gelang, Männer wie Balfour, L’oyd George usw, für unsere Sache zu gewinnen. Man kann andere Methoden verfechten wollen, aber man sollte einen Menschen, der es verstanden hat, unserem Recht, das :;an uns durch Jahrtausende vorenthielt, intemationa e Aneikennung zu verschaffen, und der auch heute noch unser gewählter Führer ist, nicht so verunglimpfen. Wir würden es Soskin nber gerne verzeihen, wenn er uns neue gangbare Wege zeige*» würde. Aher hören \yir sein Programm. Eine Anleihe für die Landwirtschaft Ist für Soskin Allheilmittel. Ja, weiß.denn der Agronom Soskin nichtsr*1 von der Landwirtschaftskn.se, die die Auflegung einer Anleihe für Investitionen landwirtschnft Icher Natur verhindern muß? Er scheint selbst zu wissen, daß eint? derartige Anleihe nicht rentabel sein kann, denn er meint, daß sich die jüdischen Anleihezeichner aus nationalen Grümkn mit einem geringeren Zinsfuß begnügen würden. Ich glaube, wir müssen ihn um seine naiven finanzpolitischen Anschauungen beneiden, Aber seine Theorien können, wenn s;e Verbreitung finden, für unsere weitere Aufbauarbeit gefährlich werden, In der Art von Menschen, die in eine Idee verrannt sind, negiert er alle anderen Methoden, die außerhalb seiner P iine liegen. Kereh Hajessod ist ihm eine unzureichende Schnoncrei. Im Keren Kajemeth sieht er nur eine Instit’ion, die an der Boüenverteuerung Schuld.trägt, Er übersieht dabei, daß sich der Preis des Bodens weniger nach Angebot und Nachfrage, al» vielmehr auch nach der Rentabilität clet in den Boden investierten Beträge richtet, es also nicht zu befürchten ist, daß bei langsamem Ankauf der notwendigen Boden die Preise übermäßig steigen. Ferner übersieht er, daß die Einwanderung von 100 000 Personen nach Palästina eine ungeheure Leistung ist, die allgemein, auch von nichtjüdlscher Seite, anerkannt Wird, und unsere Ste lling In Pa äst'ma begründet hat. Wir können nicht mit alten bewährten .Methoden brechen, wenn wir nicht volle Sicherheit haben, daß wir auf anderen Wegen Erfolge erzielen. Als objektiver Besucher des Vortnage« Soskins konnte man aber nicht zur Ueberzeugung kommen, daß andere a's demagogische Gründe für eine Aenderung der gegenwärtigen Methoden unserer Arbeit sprechen. F. M. Krauß. Ankündigungen und Mitteilungen Zionistische Sektion Marinhilf-Neubau. Am 28. d. M* 8 Uhr abends, spricht im .Klublokale der Zionistischen Sektion Mariahilf-Neubau (Cafe Mariahilf) Prof. Juliusz Wolfaohn über: «Die luden in der Musik.» Alle Qg. werden auf diesem Wege zu diesem interessanten Vortrag eingeladen. Zionistische Sektion Prater. Dienstag, 27. Jänner, 8 Uhr abends, im Helme, II., Jungstraße 8, Vortrag Dr. Desider Friedmann: «Die jetzige Lage im Zionismus.» Zionistische Tischgesellschaft Landstraße. Dienstag, den 27. d„ 8 Uhr abends, im Cafe Lovrana, HL, Löwengasse 36, Vortrag des Herrn Dir. Dr. Viktor Kellner: «Der Zionismus und seine Umwelt.» Gäste willkommen. Jüdischer AngesteUtenverband «Emunah», Wien, L, iordangasse 7. Samstag, 24. d., findet im Mirjam-Heim. L, ordangasse 7, ein Vortrag des Herrn Rechtsanwaltes Doktor >avid Juris statt. Thema: «Recht und Gesetz in der Bibel.» Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. Im Rahmen des «Jüdischen Kulturbundes» Heit Friedrich Thorberg (Autor von «Schiller Gerber hat absolviert») aus eigenen werken Samstag, den 24. Jänner 1931, pünktlich um 8 Uhr abends im Vortragssaal der Z. M. V. Mirjam, Wien, I., Jordangasse 7, 1. Stock (erste Seitengasae der Wipplingerstraße). In der Israelitischen VersorffungsanstiR, IX., Seegoiae 9, fand Mittwoch, den 14. Jänner 1931, eine musikalische Yer? ansUttung statt. Das Mitglied der S^atsoper, Herr KUSU

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