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Die Stimme · 1930-11-27 · Heft 153 (27.11.1930) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 153 (27.11.1930)
Date
1930-11-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Sttte TO DIE STIMME Nr. 153 — 27. November 1930 Ankündigungen und Mitteilungen Hebräische Grammatik für alle. Im zionistischen Heim der Sektion XX. Jägerstraße 30, er öffnete Professor Wiesen dieser Tage einen Vortragszyklus über hebräische Grammatik in deutscher Sprache. Die zahlreiche Zuhörerschaft war über die originelle Art und über die populäre Deutung der hebräischen Grammatik überrascht. Jeder Vortrag bildet für sich ein abgeschlossenes Ganzes. Der nächste Vortrag Wird am Mittwoch, den 3. Dezember, -VäÜ Uhr abends, abgehalten. Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs (¥?. I. Z. O.). Montag, den 1. Dezember, 5 Uhr nachmittags, I.. Jordangasse 7, Vortrag der Frau Dr. Paula Arnold «Der Alltag in Palästina^. Die Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs (W. i. Z. O.) lenkt die Aufmerksamkeit der Leserinnen der •Stimme> auf die Handarbeitskurse ihres Mitgliedes Frau Dr. Minna Halpern, III., Rechte Bahngasse 10, in denen man auf mitgebrachtem Material Handarbeiten aller Art anfertigen "kann. Regiebeitrag pro Monat S 10.— für zwei Stunden wöchentlich. Zeit: Mittwoch von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 7 Uhr nachmittags. Anmeldungen telephonisch Nr. U 16-8-28. Zionistische Bezirkssektion W./W. Samstag, 29. d. M., 8 Uhr abends, Einweihungsfeier anläßlich der Eröffnung unseres neuen Heimes im Zirenuheim, V.. Wiedener Hauptstraße 130, Ecke Ramperstorffergasse. Festrede: Rabbiner Dr. Mehrer. Mitwirkend u. a. Oberkantor Katz und Oskar Teller. Eintritt frei, Gäste herzlich willkommen. — Samstag, den 20. Dezember, große Chanuka-Feier mit Tanz ira Münchnerhof unter Mitwirkung der Tanzgruppe Gertrud Kraus, Jehuda Ehrenkranz usw. Verein zionistischer Hochschüler Z. P. Chajes. Donnerstag, den 27. d. M.. um %8 Uhr, findet in unserem Heim (I., Jordangasse 7) ein vom Landeskomitee veranstalteter Vortrag Dr. Adolf Böhms über den Simpson-Bericht statt. — Die Mitglieder werden ersucht, Samstag, den 29. d. M., um Vj9 Uhr abends beim Eliteball des Chajes-Realgymasiums im Kursalon (Stadtpark) vollzählig zu erscheinen. — Dienstag, den 2. Dezember, um %8 Uhr findet wieder die hebräische Arbeitsgemeinschaft unter Leitung des Herrn Prof. Kästenbaum statt. Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herzl», Wien, 11., Krummbaumgasse 10, veranstaltet ein Seminar über außenpolitische Entwicklung des Zion i s in u s. Das erste Referat dieses Seminars findet mit dem Gegenstand: Zionistische Politik vor Herzl, Samstag, den 29. d. M., um 8 Uhr abends im Vereinsheini statt. Referent: Bb. Chojnatzky. — Dienstag, den 2. Dezember, findet um 8 Uhr abends im Vereinsheim die erste Sichah der hebräischen Arbeitsgemeinschaft statt. Jüdische Hochschüler und Hochschiilerinnen als Gäste willkommen. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, Zirkusgasse Nr. 33. Die hebräischen Kurse für Erwachsene und Jugendliche haben schon begonnen. Nachträgliche Einschreibungen finden in den Abendstunden im Heim, Zirkusgasse 33, statt. Vereinigung der Absolventen und Absolventinnen des Hebräischen Pädagogiums. Samstag, den 29. d. M., pünktlich 7 Uhr abends (da der Saal um 8 Uhr geräumt werden muß) Zusammenkunft aller Zeugnisinhaber und -Inhaberinnen zwecks Verlesung und Unterschrift der Eingabe. Die anderen Kollegen und Kolleginnen werden zur Mitoeratung höflichst : eaigeladen. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler. Donnerstag, den 27. d. M., 8 Uhr abends, findet im Festsaal des Hotel Post, Fleischmarkt 24, Eingang Drachengasse, eine Oeffentliche Sitzung mit dem Thema: «Die Rechte des Judentums! in der Diaspora» statt Referenten: Ludwig ßato, Robert! Stricker. Zionistische Bezirkssektion Brigittenau, Wien, XX., Jägerstraße 30, Tür 8. Wochenprogramm vom 27. November bis 4. Dezember 1930: Freitag, den 28, d. M. Chumesch und Raschi, vorgetragen von Herrn L Schönfeld. Sonntag, den 30. d. M.: Vortrag des Herrn Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des zionistischen Landeskomitees, über die Lage im Zionismus. Montag, den 1. Dezember: Eijin Kaakow, vorgetragen von Herrn L Schönfeld. Dienstag, den 2. Dezember: Vortrag des bekannten Psychoanalytikers Herrn Dr. Isidor Sadker über jüdische Eltern und deren Kinder (zu diesem Vortrag haben Kinder keinen Zutritt). Mittwoch, den 3. Dezember: Vortrag des Herrn Prof. ML Wiesen über hebräische Grammatik in deutscher Vortragsweise, nachner Rabbinatskandidat Herr Naftali Frostig über die Propheten in historischer Beleuchtung. Alle Veranstaltungen beginnen präzise MS Uhr abends. Hebräisch-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene beginnen am 1. Dezember. — Ein bedeutender Musiker stellte sich uns in uneigennütziger Weise zur Verfügung, ein jüdisches Orchester zu schulen. Interessenten, die an einem jüdischen Orchester mitwirken wollen, melden' sich allabendlich im Sekretariat Große Chanuka-Feier der Misrachi-Jugendzentrale. Dienstag, den 16. Dezember, um %8 Uhr abends, im großen’ Festsaal der Hotel Bayrischer Hof, IL, Taborstraße 39, findet eine große Chanuka-Feier der Misrachä-Jugend statt. Programm: 1. Eröffnung. 2. Uchteranzünden: Oberkantor Müller. 3. Festrede: Ehrw. Oberrabbiner-Stellvertreter Dr. D. Feuchtwang. 4. Zimbler-Trio (Konzertmeister Prof. Josef Zimbler, Käthe Kolter, Lucian Horowitz). 5. Opernsänger Oskar Schärf. 6. «Der blaue Prinz» (Einakter), aufgeführt von Haschomer Hadati. Pause. 7. Oberkantor Margulies. 8. Samuel Schwager. 9. Jehuda Ehrenkranz. 10. Arnold Grimminger (Jüdische Bühne). 11. A'heim, a’heim, aufgeführt von Britn Hanoar Hamisrachi. Karten von S 1.— aufwärts bei Bügelanstalt Jakob Walzer, Wien, II., Taborstraße Nr. 43, Bücherstube Rath, FL, Taborstraße 20 a, Verlag «Menorah», II., Heinestraße 16, im Bureau der M. J. Z., II., Praterstraße 11, sowie bei allen Mitgliedern. Zionistische Bezirkssektion V1II./IX. Sonntag, den 23. d. M., fand im Vereinsheim, Wien, VIII., Bennoplatz 1, die sehr gut besuchte Generalversammlung der Zionistischen Bezirkssektion VIII./IX. statt. Nach Referaten über die Tätigkeit des verflossenen Vereinsjahres erfolgte die Neuwahl des Präsidiums und des Ausschusses. Obmann wurde Herr Apotheker Groß, Obmannstellvertreter Frau Rat Weiner und Dr. Grosner. Die Generalversammlung wurde durch einen sehr interessanten und informativen Vortrag des Herrn Prof. Wilhelm Stein über das Thema «Die Lage im Weltzionismus» abgeschlossen. Die konstituierende Vorstand'ssitzung der Sektion findet Donnerstag, den 27. d. M., im Vereinsheim statt. Zionistische Bezirkssektion III. Dienstag, den 2. Dezember, 8 Uhr abends, im Cafe Lovrana, UI., Löwengasse 36, Vortrag des Herrn Dr. Sanel Beer: «Zur Pathologie der Juden.» Gäste willkommen. Zionistische Bezirkssektion I. Dienstag, den 2. Dezember, findet um 8 Uhr abends im Heim der Zionistischen ÄSdchenvereinigung «Mirjam», I., Jordangasse 7, der Vortrag des Herrn Dr. Jakob Weiner «Vor dem XVII. Kongreß» M . AM. Wn Hlstadrath Iwrith, IL, Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 29. d. M., um 8 Uhr abends, Vortrag. Seminare: Jeden Mittwoch um 8 Uhr abends Tanach madai, Dr. Birnbaum; jeden Samstag um 6 Uhr Diktux madai, Prof. M. Wiesen, 7 Uhr Midrasch, Dr. N. Goldstein. Lesesaal eröffnet: Jeden Dienstag und Donnerstag von 6 bis 10 Uhr abends. Hebräische Zeitungen liegen auf. Verein für jüdische Geschichte und Literatur In Wien, II., Ferdinandstraße 23/8. Montag, den 1. Dezember, findet im Klubsaal der Hakoah, I., Wiesingerstraße lt (Cafä Atlashof, eigener Eingang, Souterrain) ein Vortrag der Frau Dr. Henriette Rappaport «Der Jude in der älteren englischen Literatur» statt Beginn MS Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Der Mädchen- und Frauenverefn «Krankenbesuch» (Bfkur Chollm), I., Seitenstettengasse 4 (Präsidentin Frau Irma Rosenberg), veranstaltet am Sonntag, den 7. Dezember, 11 Uhr vormittags, im Ufa-Tonkino, fl., Taborstraße 8, einen Lichtbildervortrag: «Die Bibel in klassischen Bildern.» Vortragender: Herr Dr. Salomon Lieben aus Prag. Als Einlagen: Jüdische und hebräische Lieder, gesungen von Herrn Oberkantor Margulies. Das Reinerträgnis ist für schwer und unheilbar Kranke, Schützlinge dieses Vereines, bestimmt. Karten sind in den Buchhandlungen Josef Schlesinger,!., Seitenstettengasse 5, und L. D. Hirschler & Co., I., Rabensteig 6, erhältlich. In der Sektion VI./VII. wurde der diesjährige Vortragszyklus am 12. d. M. mit einem inhaltsreichen Referat unseres Gg. Dr. Taussig über «Die durch das Weißbuch geschaffene Lage des Zionismus» eingeleitet, dem reicher Beifall folgte. Nachher fand ein Schallplattenkonzert statt. — Am 19. d. M. nahm Gg. Dr. G o 1 d h a m m e r in einem mehr als einstündigen recht interessanten Referat zu der «Politischen Lage der Juden in Oesterreich» Stellung, worin er die Notwendigkeit der politischen Sammlung der österreichischen Juden nachzuweisen versuchte. Diesem Refeiat folgte eine längere Wechsehneinung, an der mehrere Genossen teilnahmen. — In den nächstfolgenden Wochen finden weitere Vorträge, mitunter auch künstlerische Darbietungen, statt. Wir laden hierzu alle Gesinnungsgenossen von Mafiahilf und Neubau höflichst ein und bitten sie, auch Gäste mitzubringen. Die Sektionsabende finden jeden Mittwoch um ^8 Uhr im Klublokal des Cafe Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89, statt. Misrachi-Komltee. Das von der Misrachi-Weltzentraje in Jerusalem eingeseizte österreichische Misrachi-Komitee teilt mit, daß seine Bureaustunden an Wochentagen von 6 bis 8 Uhr abends und an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags im Hotel Heinehof, IL, Heinestraße 15, Parterre, Telephon Nr. R 47-3-89, sind. In diesen Amtsstunden werden auch Anmeldungen sowie Neuregistrierungen von Misrachi-Mitgliedern entgegengenommen. — Jene Herren, die bereits Partei- E Arabischer Sprachunterricht Dr. Blau, Telephon R-44-7-82 Steuerblocks der Weltzentrale übernommen haben« werden hiedurch höflichst aufmerksam gemacht, daß dieselben bis zum 15. Dezember d. J. zur Verrechnung gebracht werden müssen. Vorträge Int Pazmanhentempel. Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Taubes hält allwöchentlich jeden Sabbatb um M4 Uhr nachmittags nach dem Minchagebet einen Vortragszyklus über «Die Lehrer und Lehren der Mischnah und der Gemanah» und jeden Mittwoch um 8 Uhr abends Talmud Schiur Traktat K’suboth. Haschomer Hadati, rel.-nat Pfadfinderbund, Wien, II., Praterstraße 11. Am Sonntag, den 30. d. M., findet im Heim, XX., Jägerstraße 30, um 5 Uhr ein Lichtbildervortrag über Erez Israel statt. Eintritt für Jugendliche frei. Erwachsene 30 g. — Samstag, den 20. Dezember, findet im Heim, IL» Praterstraße 11, um Ml Uhr eine Chanukah-Feier für den XX. Bezirk statt — Sonntag, den 21. Dezembpr, um 5 Uhr eine im XX. Bezirk, Jägerstraße 30, für den XX. Bezirk. Reichhaltiges Programm. Eintritt: Jugendliche 30 g, Erwachsene 60 g. Karten sind im Heim, Praterstraße 11, und bei allen Chawerim und Chaweroth zu haben. — Sonntag, den 30. d. M., findet in unserem Heim, II., Praterstraße 11, um präzise M3 Uhr unser erster Jom Brith statt Alle Chawerim und Chaweroth erscheinen in Monturen. Zionistische Sektion Prater, IL, Jungstraße 8. Samstag, den 29. d. M., 8 Uhr abends, findet im Heim die Generalversammlung der Sektion statt Sprechen wird der Präsident des Zionistischen Landeskomitees Dr. Oskar Grünbaum. W}r ersuchen alle Mitglieder und Gesinnungsgenossen, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Zionistische Bezirkssektion VUL/IX- Donnerstag, den 4. Dezember, 8 Uhr abends, im Heim, VIII., Bennöplatz 1 a, Vortrag des Herrn Dr. Desider Friedmann. Generalversammlung der zionistischen Frauengruppe Prater. Am 19. November fand die diesjährige Generalversammlung der zionistischen*Frauengruppe Prater unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder statt. Die Präsidentin der Gruppe, Frau Dora Brandeistein, begrüßte die Anwesenden und verlas sodann einen übersichtlichen Jahresbericht. | Frau Dr. Kantor referierte kurz über die gegenwärtige politische Lage im Zionismus, forderte die Frauen auf, unbeirrt weiterzuarbeiten, angesichts der letzten Ereignisse den Mut nicht zu verlieren, sondern mit verdoppelter Energie die Arbeit für Palästina fortzusetzen. Frau Friedei Ornstein sprach ausführlich über Propagandamethoden und berichtete über die geplante Eröffnung einer Propagandistinnenschule. ihre Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Es folgten dann die einzelnen Referate. Sämtliche Berichte wurden trotz vorgerückter Stunde angehört Schließlich wurde der zurücktretenden Leitung das Absolutorium erteilt und die neue Leitung wie folgt gewählt: Ehrenpräsidentin: Rosa Andermann; Präsidentin: Dora Brandeistein; Vizepräsidentinnen: Anna Mühlbauer, Nechume Windschauer, Dora Nussenblatt; Keren Hanascfrim: Feja Welt, Mila Rubin, Erna Wildmann; Keren Kajemeth: Sali Scheuet Rosa Andermann; Organisationspropaganda: HeJene Adler, Sara Hailpern; Kassierin: Klara Blum; Sekretariat: Rosa Hopfinger, Regine Schein. Generalversammlung der zionistischen Frauengruppe IX. Am 18. d. M. fand im Cafd Bauemfeld die diesjährige Generalversammlung der zionistischen Frauengruppe IX statt. Einleitend gab dje Präsidentin dieser Frauengruppe, Frau Gisela Blauer, einen instruktiven Ueberblick über die Entstehung und die bisherigen Leistungen der Wizo. Hierauf schilderte sie eingehend die Methoden der Propagandatätigkeit und der notwendigen Kulturarbeit, wobei sie auf die Erfolge der österreichischen Föderation der Wizo hinwies. Die Präsidentin der österreichischen Wizo, Frau Sophie Löwenherz, begrüßte sodann die Generalversammlung namens der Leitung und würdigte die rührige Tätigkeit der zionistischen Frauengruppe IX. Die Vizepräsidentin, Frau Federn-Lipschütz, wies auf die Bedeutung der Kunstwanderungen hin. Frau Ornstein besprach die geplante Einrichtung der Propagandakurse, worauf der Tätigkeitsbericht erstattet wurde. Nach Erteilung des Absolutoriums wurde folgende Leitung gewählt: Präsidentin: Frau Gisela Blauer; Vizepräsidentin: Frau Klara Müller; Kassierln: Frau Klara Schatzberg; Keren Hanaschim-Referentinnen: Frau Melitta Baron, Frau Gelernter und Frau Taube Hellerbach; Keren Kajemeth-Referentin: Frau Rosalie Leser; Propagandareferentin: Frau Eva Scherzer. Die Vorsitzende, Frau Gisela Blauer, schloß mit einem Appell an die Anwesenden zur eifrigen Fortsetzung der Tätigkeit die Generalversammlung. A.*H.-Verband der J. A. V. «UnJtaa» Wien. Am Mittwoch, den 3. Dezember, findet um %9 Uhr abends im Coulcur-Cafd «Freyung» die erste diesjährige A.-H.-Zusammenkunft statt, die sich miit aktuellen Gegenwartsfragen befassen soll. „Jom Histadruth* (Tag der Histndruth) des Haschomer und Blau-Weiß Der Haschomer Hazatr-Blau-Weiß veranstaltet am 7. und 8. Dezember seinen diesjährigen Jom Histadruth, der der Festübung und Zählung seiner Bewegung gewidmet ist. Dieser Jotn wird durch eine große Assefah seiner älteren Mitglieder eingeleitet, in der E. Galili und Chairn Hofmann politische Referate halten werden. Am Sonntag, den 7. Dezember, pünktlich Hll Uhr, findet im Festsaal des Hotel Bayrischer Hof eine Hodaah (Appell) der österreichischen Histadruth statt, an der sich alle Ortsgruppen und Kwuzotli Hachscliarah der Organisation und außerdem Delegationen anderer Organisationen, wie des Tcheleth-Lavvan (in der Stärke von 20 bis 30 Mann) beteiligen werden. Nachmittags wird eine pädagogische Konferenz abgehalten, in der Referate über die Erziehung in den einzelnen Schchawoth gehalten werden. Ein großer Neschef (Feier) wird den Jom Histadruth abschließen. Der jüdische Hochschüler Jüdisch-akademischer Juristenverein. Samstag, den 22. d. M. fand im neuen Vereinsheim, IX., Liecntensteinstraße 30, die diesjährige ordentliche Generalversammlung statt und wählte folgenden neuen Ausschuß: Josef Fränkoi zum Obmann, ferner die Kolleginnen D.»ra Horowitz, Sarah Ohrenstein, die Kollegen Bader, iloenstem, Göttinger, üruber, Heliczer, Leser, Lilienfeld, May, Ncumann, Schwarz, Silberfeld und Stupp. — Mittwoch, den 3. Dezember, findet um 8 Uhr abonds ein von unserem Verein veranstalteter Vortrag des Herrn Priv.-Doz. Dr. Schwarz über «Krankheit und Schuld» im Hörsaal 23 der juridischen Fakultät statt. Mr. James Parkes vom International Student Service (I. S. S.) weilt, wie uns der jüdische Hochschulausschuß mitteilt, seit einigen Tagen in Wien. Herr Parkes hat bekanntlich vor kurzer Zeit eine kulturhistorische Studie unter dem Titel «The Jew and his Neighbour» veröffentlicht. Wir weiden über dieses Buch, wie auch über die Persönlichkeit des Verfassers in der nächsten Nummer unseres Blattes ausführlich berichten. «Theologin», Verein jüd. Hochschüler an der isr. theol. Lehranstalt, Wien, IL, Tempelgasse 3. Mittwoch, den 19. d. M., fand die 74. Generalversammlung des Jüd.-akad. Vereines «Theologia» statt. Präsident Koll. Schönblum begrüßte die Erschienenen und erstattete den Rechenschaftsbericht Er hatte da Gelegenheit, auf manche Neuerungen hinzuweisen, wie das Heranziehen von Kollegen als Prediger in verschiedenen Tempeln anläßlich der hohen Feiertage, auf die jetzt zum erstenmal eingeleitcte Unterstützungsaktion während der Ferien und dgl. m. Er gedachte dabei ehrend aller jener, die unterstützend der «Theologia» zur Seite standen und ganz besonders des letzthin verschiedenen Herrn Notars Dr. Julius Bermann. Man schritt nun zur Neuwahl und entsendete einstimmig folgende Kollegen in den Ausschuß: Samuel Schönblum (Präsident), Selig Margulies, Mechel Patron, Israel Zwi Kanner, Heinrich Kaufmann, David Ochs, Moses Hirsch. Gesamtverband der Vereine jüdischer Hochschüler aus Polen Im Ausland. Bei der am 16. d. M. stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung unseres Verbandes wurden folgende Kollegen in den Ausschuß gewählt: Emanuel Hauser (als Präses), Samuel Rothmann, Julius Bach, David Ochs, Moses Reiß, Oskar Silberfeld, Süßmann Lichtenstein, .Naftali Katz, Samuel LiebergälL «J, A. V. Nohemlaz* n dem am 16. November 1930 s.tattgefundenen Generalkonvent des Jüdisch-Akademischen Vereines «Nehemia» wurde ein neues Präsidium, bestehend aus K'inger Ludwig, cand. med., Liebergail Leo, cand. med., und Bieter Meyer, gewählt, ln dem laufenden Semester wird eine ganze Reihe Referate im Rahmen des Vereines gehalten, zu denen akademische Gäste und höhere Mittelschüler herzlichst willkommen sind. Nähere Angaben werden von Fall zu Fall in der «Stimme» und in der «Neuen Welt» bekanntgegeben werden. Pie neue Adresse des Jüdisch-Akademischen Technikerverbandes lautet: IX., LlechtensteinatTaße 30. Amtsstunden: Dienstag und Donnerstag von 3/$18 bis 19 Uhr. Konferenz zur Bekämpfung des studentischen Antisemitismus. Das internationale Studentenhilfskomitee hat die zweite Konferenz zur Bekämpfung des studentischen Antisemitismus für April 1931 nach Niert in der Schweiz einberufen. Die erste Konferenz zur Bekämpfung des studentischen Antisemitismus wurde unter dem Vorsitz von Professor Oualid von der Sorbonne in Bierville bei Paris im Jahre 1928 abgehalten. Diese Konferenz hat Herrn James Parkes beauftragt, eine Untersuchung über die Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung Osteuropas anzustellen. Zu diesem Zwecke hat Parkes Polen, Rumänien, Oesterreich und andere Länder bereist und wird über die Ergebnisse dieser Studienreise der Konferenz Bericht erstatten. Mitglieder des Ehrenkomitees des Konferenz sind u. a. der ehemalige französische Ministerpräsident Paul Painleve, der Präsident der Tschechoslowakischen Republik Professor Masaryk, Viscount Cecll of Chelwood, Professor Albert Einstein, Rabindranath Tagore, der japanische Botschafter in Paris M- Adatci, eines der hervorragendsten Mitglieder des Völkerbundsrates, und der Präsident des Hilfsveraines der deutschen Juden James Simon. Das Martyrium «.er jüdischen Studentenschaft In Szeged. Nachdem Universitätsprofessor Dr. Albert Szentgyörgvi in Szeged öffentlich die christliche Studentenschaft aufgefordert hat, sich an den Juden ein Beispiel zu nehmen und ernstlich dem Studium zu obliegen, haben die jüdischen Studenten in Szeged ein wahres Martyrium auszustehen. Ruhe und Ordnung können nur dadurch autrechterhalten werden, daß dje jüdischen Hörer den Vorlesungen und Seminaren fernbleiben. In einer von etwa 400 Studenten besuchten Versammlung in der Zentraluniversität wurde ein Schreiben von Professor Szentgyörgyi verlesen, in dem er feststellt, daß seine Worte mißdeutet worden seien. In der Versammlung wurde die Forderung erhoben, daß jüdische Mediziner nur Leichen von Juden sezieren dürfen, weiters wurde dagegen protestiert, daß die Zahl der jüdischen Studenten in einzelnen Semestern 25 Ws 30 Prozent betrage.

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