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Die Stimme · 1930-11-20 · Heft 152 (20.11.1930) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 152 (20.11.1930)
Date
1930-11-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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V. b. b Preis 39 arosdiaa FMfttHWBTT Für Oaslerreieh: .Monatl. >8 I.M, rierielj. 8 4.10. gansj. 8 K.— / Daatochland: Mooatl. (JoId mark 1.—. riefteU Goldmark S.— ( TaohMhoalo wakal: Monatlich Ke 7.—, vierteil Ke 19.» * Jogoalawiaat Monatlich Dfnaf 44.—. rlerteljlbHIeb Dinar SO.— Jüdisdte Zeitung Cr»€lc!loi >c?<teo Pomer grfäMtt; " '!0t+4iaAtUfn und vfdiiiliaMtalion i '; Wien. I.. Xnm*i«<tt«ifiiin 't|V; ggfopftora 01 gy>%>S4l Potent Mona«. Zloty 3.30, tlertelj. Zloty e.50 / Ungarns Monatl. Peng« 1,60, viertelj. Peng« 4.SQ I Bnininiest Mona«. Lei 45.—. viertelj. Lei IS5.— J ■ Balgarien: Mona«. Lewa 30.—. vierte«. Lews 80.— Belgiens Monatl. Belga S.—, viertelj. Belga 6.r* 1 Uebrigee Ausland: Mona«. Scfaweleer Franken 1Ü0 3. Jahrgang Wien, Donnetstag, 20. NOvember l930 (*9. Marcheschwan 5691) Nummer 153 Vor den Verhandtumien mit JKacdonafd Falästinadeliatte im Untertaanse London,; 17. November.. . Im Unterhaus erklärle heute Lloyd, George bei Eröffnung der Debatte über Palästina unter anderem:! Das Weißbuch ist gegenüber den Arabern und dein Juden ungerecht. . Die Balfour- Deklaration ist eine EhrCnverpflichtungl Wcpn die Regierung das Mandat über Palästina nicht erfüllen kann; muß sie es dein Völkerbund wieder zur Verfügung stellen. Lloyd. George wies auf: die großen Verdienste hin, die sich die zh* nistischen' Und anderem jüdischen Organsiatio-; nen in Palästina erwprben Kapital und Intelligenz in. das Land gebrächt' und unschätzbare Beiträge zuir Verhesserhhg> dei* LageinPalästina geliefert. J ' . ’ . ‘ . r lin Sledlunesplao der englischen, tij: : Regierung>>• ■■ -;v/ ’ Dez: Untetetaat8^kfretftrto Shiels,;bes tritt in seiner ErWiderang Oö^eliie* denst, 1 daß die -Regierung die -Absicht• gebäht habe, r steh des Mandats zu entledigen. iJeh habe,“ . sagte .er -unter anderem/ .yimmev den Standpunkt vertreten, daß die Juden und die' Araber Gelegenheit " haben sollen, ihrer Meinung Ansdruck zu gebon, bevor eine neue Gesetzgebung^- öder verwaltungsmaßhahine ' getroffen wird. Die Behauptung, daß die Regierung das fü^iSche Nationalheim in seiner gegenwärtigen Form zu kristallisieren snehe, that nicht den Schatten einer Begründung. Es ist beabsichtigt, mittels einer von der britisbhen Regierung garantierten Anleihe einen Fonds von zweieinhalb Millionen Pfund Sterling jbu gründen, mit* Hilfe dessen. auf deiüBpden Palästinas ungefähr zehntausend Familien angesiedelt werden soilen. * . l. Shiels erklärte weiter, der Zweicinhalbmillionenfonds sei vor allem für Araber bestimmt, denen ihr Grundbesitz (enteignet worden ist. Der Ueberschuß des FondsweTde/für die Ansiedlung von Juden und Arabern zur Verfügung stehen. Abgesehen voii Handarbeitern Sei für die anderen Bevölkenmgsschichten der Juden die Einwanderung niemals gesperrt gewesen.? ‘ ■' 1... Shiels betonte, . er sei überzeugt; daß alle britischen Regierungen für die Entwicklung des jüdischen Nätionalheims alle ÜHterstützungen gewähren werden, die mit “den gleichfalls heiligen Verpflichtungen gegen über der änderen Seite vereinbar seien. Uebrigens seien sich 4ic klügsten und verständigsten Führer, der Zionisten darüber klar, daß ohne eine zufriedengestellte arabische Bevölkerung ein voller Erfolg des jüdischen Nationalheims nl^t zu gewährleisten sei und daß alles, was. Ü|e Regierung tun werde, um ihre Mandatspflicht gegenüber den Arabern zu erfüllen, zum Erfolg der jüdischen Nationalheimstätte beitragen werde. CESCHKÄ Erklärungen Macdonalds . Premierminister Maddönald sprach seine1 volle Anerkennung für die von den jüdischen Kolonisten , zur\ landwirtschaftlichen Entwicklung Palästinas entfaltete Tätigkeit aus und bemerkte, die Regierung sei gegenwärtig in Beratungen mit Vertretern der zionistischen Bewegung begriffen und wolle in entsprechender Weise auch mit den Arabern Fühlung nehmen. Die Regierung werde ihr Mandat nach beiden -Richtungen * hin ausüben und sich mit älter Kraft bemühen, dje Entwicklung Palästinas in einer Weise zu fördern, daß die Eintracht zwischen Juden * und Arabern immer enger werde.-,,-,' - .’ ' “.//.-/•. ■ ’ /./v;/ ■ j:: f: -0 Däs Ai'heiterorgap *Pawar “ kqnimeÄtier t die in letzter . Zeit erfolgten Syiupathiekundgebungen von Führern /'des indischen Nationalkongresses fürden Zionismus “ Und. erklärt», es sei eine Kurzsichtiglteit der zionistischen Politiker gewesen, ihre Aktivität . vollkommen .auf den Westen zu konzentrieren und . internationale Bindungen, des Zionjsgms iin Osten zu yernach-1 lässigen. Während die zionistische Organisation in London, Genf, Paris' upd Rom' politische Ex-; Posituren . ernplRet* habe, habe . sie dies in BÜjmhay nicht getan. Die frenudliche Stellung-, nähme der'Hipdus .zur zionistischen Bewegung sei daher völlig überraschend gekommen. . / Die Kundgebung;des indischen Kongresses für, die Juden kann alseih Wink zur Bildung einer hinduistisch-jüdischen Front. gegen die ahglo-mohammedanische , Front. gedeutet werden. - England haby vemutlich den Zionismus geopfert, um die indischen Mohammedaner zu bewegen,. an der ‘ eben in London, tagenden Round-Täble-Köhferenz teilzunehmen. So sei die engHsch-mobammedämsche Front zustandegekommenr während Ghandi und andere Führer, des indischen Natiopalkongresses im Gefängnis liegen. New York, 13. November, (j. T. A.) Die Zionistische Organisation von; Amerika veröffentlicht eine Erklärung des amerikanischen Buhdeskommissars , für Meliorationen, Professor Elwood Mead, eines der hervorragendsten Agrarfachleüte, der große Meliorationen ln; Kanada, Mexiko und Jaya durchgeführt hat und in den Jahren 1923’und 1927* zuletzt im Auftrag der Ralestine Survey- Commission, in Palästina Expertisen Uber, landwirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten ausgearbeitet hat. Prof. Mead sagt voraus, die Politik, des,neuen englischen Weißbuches, werde-der Wirt* s.chaft; Palästinas solchen Schaden zufügen, daß nach, zwei Jahren sich die Araber mit den Juden in der Forderung nach Beseitigung des Weißbuches vereinigen werden. Die Lag« der Fellachen, die nicht imstande sind, j^nen Opfermut aufzubringen, der den Juden bisher/die Ueberwindung aller Hindernisse ermöglichte, werde sieb durch die zu erwartende Stockung im Zufluß jüdischen Ramtels bl« mr Unerträglichkeit verschlechtern. •»UAftSäUfiG» an rufene TSV ~ smvZ i kos Warschau^ uiid iLembergv^ mts he- ■ richtet: 'T / - f£t; ^//r / - Die am 16. November -staftgefUndepep Wahlen zum polnischen Sejm brachten den zionistischen Listen, 14 “(Galizieri)/ und 17 (Kohg^eß~; polen), einen großen Erfolg., Bis zur Stunde; stehen noch die endgültigen Resultate aus. Bis-’ her - errangen! die Zionisten in Lemborg. ein Mandat, in Krakau ein Mandat, in Warschau und“ in Lodz je ein Mandat. In Lemberg ist es nicht“. unwahrscheinlich, daß die zionistische Liste., noch ein Mapdät . erobern wird. Die Ägüdäh . erhielt ln Warschau ein Mandat. Der Erfölg. der1 zionistischen Listen ist um so höher einziischätzeii, ajs die Wahlagitation keine Mittel scheute, uni jüdische Wähler einzuschüehterii. . .. , . ,; : Auf die Redaktion des Warschauer „Maja*“' wurde in der Nacht vom 16. zum 17. November ein UeberfäJl veranstaltet.; Die Täter terirpri- , sierten mit vorgehaltenem Revolver das Redak- : tions- Und Druckereipersonal und vernichteten die ganze Auflage. Einen ausführlichen Bericht über die polnischen Sejmwahlen werden wir in der nächsten Nummer bringen. Palästinafrage und Mand atskommission | Genf (J. T. A) Die Permanente Mändatskom- : mission des Völkerbundes hielt eine kurze Beratung darüber ab, ob sie noch im Verlauf ihrer gegenwärti-; gen Tagung zu der scharfen Entgegnung der britischen Regierung auf den Bericht der Mandatskommission über Palästina Stellung nehmep solle. Wie der Ver- ■freter der Jüdischen Telegraphen-Agentur in Genf erfährt/ stimmte die Kommission der Auffassung ihres Vizeobmannes M. väh Rees, daß eine Behandlung der 1 Frage im Verlauf der gegenwärtigen Tagung der Mandatskommission untunlich sei, zu. Der gute Ausstellung - Bis 30. Nov. 1930 ■Iotritt r,«l TSaUcti Wien vmn Fierlenigasse M 1731

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