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Die Stimme · 1930-11-06 · Heft 150 (6.11.1930) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 150 (6.11.1930)
Date
1930-11-06
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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Nr. 150 — 6. November 1930 DIB STIMME Sette 11 Der jüdische Hochschüler An die jüdische Studentenschaft Es ist höchste Zeit, daß sich der jüdische Student seiner Stellung im jüdischen Volk und der Pflichten, die ihm daraus erwachsen, besinnt. Uebermächtigc Feinde bedrohen die Existenz des jüdischen Volkes und greifen dessen rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen an. Auch vor dem Aufbau Erez Israels, dem einzigen Lichtpunkt und der einzigen Hoffnung unserer Gegenwart, machen die wohlorganisierten Angriffe unserer Feinde nicht halt. In diesem für den Weiterbestand des jüdischen Volkes äußerst kritischen Augenblick darf es keinen Zweifel geben, in welche Reihen der jüdische Student gehört und welchen Posten er in unserem Abwehrkampf zu beziehen hat. Die Arbeitsgemeinschaft der Hochschulvereine Wiens ruft Euch darum zu der am 15. d. M. im Lokal der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wi£n, IX., Ttirkenstraße 9, um präzise halb 9 Uhr abends, stattfindenden Studentenversammlung unter der Devise «Die Aufgaben des jüdischen Studenten in der Gegenwart*. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, Zionistisch-akademischer Verein «Bar Kochtja», Verein zionistischer Hochscbüler «Theodor Herzl», Verband zionistischer Hochschülerinnen, Jüdisch-akademischer Verein «Nehemia», Verein zionistischer Hochschüler «Zwi Perez Chäjes». Verein zionistischer Hochschüler Z, P. Chaies. Samstag, den 8. November findet um 7 Uhr abends die diesjährige ordentliche Generalversammlung im Mirjam- Htjim, Wien, J., Jordanstraße 7, I. Stock, statt. Alle Mitglieder werden dringend ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen, «V. Z. H. «Theodor Herzl», II., Krummbaumgasse 10. Samstag, den 8. Npvember findet in unserem Heime ein Vortrag des A. H. Dr. Chaim Tartakower über «Die gegenwärtige Lage im Zionismus*, statt. Anfang 8 Uhr abends. Jüdische Hochschülerinnen und Hochschüler willkommen. Verein zionistischer Hochsciiüier «Theodor Herzl», Wien, II., Krumm bau mgasse 10. Samstag, den 18. Oktober 1930, fand in Anwesenheit der Vertreter einzelner Vereine und Verbindungen, vneler Gäste, einer großen Zahl von A. H. A. H. und der Activitas die feierliche Eröffnung des neuen Heimes statt. — Vorerst hielt A- H. Dr. L e o u o 1 d h a mm e r dem verstorbenen A. H. Prof. Dr. Daniel Permanjk eipen würdigen Nachruf. Dann nahm A. H. Dr. S. Schmilz das Wort und hielt eine formvollendete Rede. Nachdem noch B. F. Morgenstern ein hebräisches Gedicht zum Vortrag gebracht hatte und der offizielle Teil des Abends zu Ende war, blieben die Anwesenden noch längere Zeit beisammen. Samstag, den 28. Oktober 1930, fand im Heime die 53. ordentliche Generalversammlung statt. Der Obmann des Vereines, M. Patron, erstattete im Namen des abtretenden Ausschusses folgenden Bericht: Es wurden von den Bb. Bb. zwei Seminare über «Pas Wesen des Antisemitismus* und über «Die.junghebräische Literatur* durchgeführt. Ferner wurden mehrere interessante Referate abgehalten; das K. K. L.-Koritingent des Vereines wurde vollständig aufgebracht. Die Vereinsbibijathek hat sich wesentlich vergrößert. Jeden Sonntag wurden Ausflüge veranstaltet. — Dem abtretenden Ausschuß iwürde das Absolutorium erteilt und der Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen. — Folgende Bb. Bb. wurden in den neuen Ausschuß gewählt: M. Patron, stud. theol. et phil.; Obmann, Th. Tartakower, cand. med., Vize- Obm'ann, M. F e c h t n e r, stud. phil., Schriftführer, H. K aufm an n, stud. theol. et phil., Bibliothekar und K* K, L.- Referent, und F. Morgenstern, cand. jur., Qrganisatibnsreferent. Der J. A. Phflosophenverein beabsichtigt eine ganze Reihe von Kursen, die allen Judeamltgljedern unentgeltlich zugänglich sind, zu veranstalten: J. Französische und englische Sprachkurse für Anfänger und Vorgeschrittene, unter Leitung des Koll. fickholz. 2. Chemie zum I. Rigorosumrharm. Cheir^ie zum II. Rigorosum. Mikroskopische Uebungqn zum II. Rigorosum unter Leitung des Koll. Mr. Pharm, ureifinger. 3. Höhere Mathematik für Bauingenieure, Maschinenbauer, Architekten und Chemiker, geleitet von Koll. Pickholzr 4. Exkursionen in technische Betriebe sowie Qeseilsqhaftsabende, wovon die Kollegen jeweils verständigt wer? dep. Anmeldungen nimmt, der J- A. Pb. V. zwischen I bis 2 Uhr täglich entgegen. Leseunu Redehäne jüdischer Hochschüler» (X., Türkenstraße 9. Infolge der Protestversammlung des Zionistischen Ländeskomitees gegen die englische Regierungserklärung wurde der für Samstag, den 1. November, angesetzte '73. ordentliche Generalkonvent auf Samstag, den 8. November, verschoben. Beginn 8.15 Uhr. Alle A. H. A. H. und Bb. Bb. werden ersucht, pünktlich und zuverlässig zu erscheinen. Frag mich was 10 neue Fragen zym Fragenwettbewerb der «Stimme». 1. Auf wessen Veranlassung kamen die Juden nach f’dlen? 2. Wer war Präsident des ersten Zionißtenkongresses? 3. Wie hieß Mosis Frau? 4. Wann und wo trat zum letzten Mal das Synhedrion zusammen? 5. Wo wurde Raschi geboren? 6. Wie hieß der Neffe Uriel Akqstas? 7. Aus welchem Stamme war König Saul? 8. Wie hieß der jüdische Marschall Napoleons? 9. Wer waren die Chasaren? 10. Wie hieß der dritte Sohn Adams? Wir fordern unsere Leser und Leserinnen auf, uns Antworten auf die zehn Fragen zu senden. Den Antworten ist der Coupon (siehe Seite 1) beizufügen. Die Namen der Einsender, die alle Fragt» richtig beantwortet haben, werden wir in unserer zwcjtnächsten Nummer veröffentlichen. Für die richtige Beantwortung aller zehn Fragen setzen wir einen Preis u. zw. das Buch «Stürmer de» Ghetto» von Z. F. Finkeistein, und zwei Trostpreise aus. Wenn mehrere Einsender die Fragen richtig beantworten, entscheidet unter ihnen das Los. Letzter lünsendetermin 15. Novembur 1930, 12 Uhr mittags. Jüdischer Sport Hakoah—Gersthof 4:1 (2:1) Schiedsrichter Edelmann, Hakoah-Platz, 1000 Zuschauer Die Hakoah-Mannschaft, die mit einigen Ersatzleuten antrat, überraschte angenehm und feierte einen sicheren Sieg. Alle Spieler waren mit ganz ungewöhnlicher Ambition bei der Sache und es hat den Anschein, daß die Kampfmoral durch das Ausscheiden Sterns wesentlich gehoben wurde. Der Entschluß der Leitung, in Hinkunft junge, talentierte Spieler in der Kampfmannschaft zu verwenden, ist jedenfalls zu begrüßen. In der Verteidigung fehlte Oppenheim, der durch KäJmann gut ersetzt wurde. Feldmann und Amster gaben ein gutes Backpaar ab. In der Halvesreihe versagte Placzek, dessen technische Unzulänglichkeit diesmal besonders augenfällig war. Liebermann war gut wie immer und auch Schock konnte befriedigen. Der Angriff wurde von Heß umsichtig geführt und zeigte zeitweise gutes Zusammenspiel. Fischer bot eine ausgezeichnete Leistung. Sein Nebenmann Mausner erzielte zwar zwei Tore, war aber dennoch der schwächste im Sturm. Donnenfeld nähert sich seiner guten Form und der Neuling Breiter am rechten Flügel fiel durch vernünftiges Zuspiel auf. Schiedsrichter Edelmann benachteiligte die Hakoahner. Das Spiel beginnt mit flotten Angriffen der Hakoah, e$ werden auch zahlreiche Chancen herausgearbeitet, die aber alle vergeben werden. In der 7. Minute gibt Breiter einen kurzen Paßball zu Donhenfeld, der mit glücklichem Schuß die Führung erringt Einige glänzende Gelegenheiten werden durch Mausner vergäben. In der 23. Min ule bringt Placzek nach einem ungerechtfertigten Korner den Bail schlecht weg und die Gefsthofer erzielen aus dem Hinterhalt den Ausgleich, wobei Kalmann die Aussicht verstellt war. In der 39. Minute verwertet Fischer einen Freistoß aus 25 m Entfernung mit Prachtschuß zum zweiten Treffer. Nach Halbzeit zumeist Ueberlegerifieit der Hakoahner. Kalmann zeichnet sich durch eine bravouröse Abwehr aus. In der 25. Minute erreicht Mausner das dritte Tor. Gegen Spielende wird er durch einen Roheitsakt verletzt und die Sache sieht sehr bös aus. Nach kurzer Zeit humpelt er ins Spielfeld und allgemein wird ein Revancheakt befürchtet. Mausner revanchiert sich auch, aber auf sportliche Art. Er schießt mit dem gesunden Fuß das vierte Tor und verläßt hinkend, aber stolz und zufrieden das Spielfeld. Bald darauf Schluß. Aufstellung: Kalman; Feldmann, Amster; Schick, Placzek, Liebermann; Breiter, Donnenfeld, Heß, Mausner, Fischer. Hasmonea erzielte Sonntag einen bemerkenswerten Erfolg. Sie spielte in der Meisterschaft gegen Cricket 3:3. Die H a k o a h-W asserbaljer spielten, ohne den suspendierten Flesch antretend, gegen Ewask 2:2. Jüdische Touristik Auch diesen Winter veranstaltet der Touristik- und Ski-Klub «Hakoah», Wien, I., Wiesingerstraße U seine in der ganzen Sportwelt bestens bekannten Skikurse für Anfänger und Vorgeschrittene unter bewährter Leitung. Die Kurse .finden in Gebieten statt, deren Ruf als Wintersportorte bestmöglichste Schneeverhältnisse garantiert. Dadurch, daß der 25. und 26. Dezember heuer auf Donnerstag und Freitag fallen, ist die Gelegenheit zum Besuche eines Skikurses besonders günstig, da die meisten sich auch den Samstag frejnehmen können, so daß mit dem Sonntag vier Tage zur Verfügung stehen. Unsere vier Kurse finden an folgenden Orten statt: 1. P r ä b i c h 1. Mindestens viertägiger Kurs vom 24. bis 28. Dezember mit abgeschlossene^ Lehrplan. Fortsetzung des Kurses bei genügender und rechtzeitiger Anmeldung bis 1. Jänner zur weiteren Ausbildung der Teilnehmer als Tourenfährer. 2. Kitzbühel. Achttägiger Kurs vom 24. Dezember bis I. Jänner. Dieser Kurs findet in bekannt idealem Skigelände statt und bietet Tourenmöglichkeiten jeden Schwierigkeitsgrades. 3. Spittal am Semmering. Viertägiger Kurs für Anfänger und Vorgeschrittene vom 24. bis 23. Dezember. 4- Lackenhof. Skikurse der Jugendgruppe, auch für Erwachsene* Vom 24. bis 2$. Dezeniber öder bei genügender Anmeldung auch vom 21. Dezember bis l. Jänner, Zur Vorbereitung veranstalten wir einen Ski-Gymnastikkurs unter Leitung einer Absolventin der Schule Hellerau. Dieser Kurs ist für jeden jüdischen Sportler ohne jeden Beitrag oder Verpflichtung zugänglich. Die Anmeldungen zu diesem Kurs, dqrvbis "Weihnachten einmal wöchentlich stattfindet, w^jön Freitag, den 7. und 1'4. Oktober entgegengenommen- Die Lehrerfolge, die wir bei unseren SkTkyrsen bisher erzielt haben, waren immer dl© besten. Wir haben bereits eine große Anzahl Tourenfahrer in vielen Kursen herangebildet. Unsere Gruppen haben aueh bei Rennen, sowohl im Mannschaftsäis auch im Einzellauf bereits nennenswerte Erfolge erzielt. Unsere jüdischen Boxer Nicht nur im Schwimmen, FußbaW, Ringen, Hokey und Handball stellen die Juden Ihre Leute, sondern auch im Boxen. Insbesondere Makkabi Wien hat aus seiner Mitte eine ganze Reihe Amateurmeiater hervqrgebracht. Die letzten Junioren-Meisterschaftskämpfe sahen drei Makkabisten an der Spitze ihrer Gewichtsklasse. Schiffmann im Leichtgewicht konnte sich durch eine gefährliche Reihe guter Schläger und Techniker bis ins Finale durcharbeiten, wo er einen schönen Sieg über Führer (St. Pölten) feierte, der ihm den stolzen Titel eines Juniorepmeisters im Leichtgewicht einbrachte. Das gleiche gilt von Kassner, der einen der drei k,-o.-Siege bei dieser Meisterschaft auf sein Konto buchen konnte. Es war dies im Endkampf, wo er gegen H r a b a k (W. A. B.) einen, rechten Kinnhaken anbraüite, der den Gegner über die Zeit zu Boden schickte. Er errang den Titel eines Juniorenweltergewichtsmeisters. Nun zum dritten Meister, Heini Mayer. Der Schwergewichtler konnte seine drei Rlngpartner, Bauer (Vienna), Jeder will Geld sparen. Nur mehr kurze Zeit bietet sich die Gelegenheit, billige Schallplattcn und Sprechappärate zu kaufen. Infolge Neuherstellung der Kataloge und Umgestaltung des Lagers werden noch zirka 1000 Stück jüdischer Platten und rund 3000 Stück diverse moderne und andere Schlager um 50 Prozent billiger verkauft. Selbstredend nur solange der Vorrat reicht. Die Vorführung ist selbstredend unverbindlich und ohne Kaufzwang und ist es empfehlenswert, möglichst bald von dieser Gelegenheit Gebrauch zu machen, da selbstredend die Auswahl von Stunde zu Stunde kleiner wird. Man beachte genau die Firma Excelsior, Wien, L, Adlergasse 5, und insbesondere die Hausnummer (5), S c h e f z i k und M o 1 i n vom gleichen Klub, durch seine wuchtigen rechten Haken auspunkten. Besonders hoch ist ihm sein Antreten gegen seinen Herausforderer Havlicek, der bereits international für Oesterreich startete, anzurechnen. Gleich in der ersten Runde zog er sich eine Handverletzung ernster Natur (die sich später als Knochensplitterung entpuppte), zu, so daß er die zweite und dritte Runde fast wehrlos seinem Gegner ausgeliefert war. Wer weiß, wie der Kampf geendet hätte, wäre Mayer im Vollbesitz seiner Kraft geblieben. Nun hat der Amateur-Boxverband die Mannschaftsmeisterschaft ausgeschrieben, doch Makkabi ist nicht unter den Startern zu finden. Herr D o 1 li n ge r, der sich nicht nur um Makkabi, sondern auch um den Amateur-Boxverbahd besondere Verdienste erworben hat, zog seine bereits vollzogene Nennung leider zurück. , Die Box-Sektion der Vienna, die im vorigen Jahr den Mannschaftsmeistertitel errang, stellt, ebenso wie die Polizei- Sportler, zwei Mannschaften. Da nun Makkabi gegen jede d«r beiden Mannschaften antreten muß, bedeutet dies insofern schon einen Nachteil, weil beide Mannschaften (eines Vereines) die gleiche Stärke aufzuweisen haben und die jüdischen Boxer gegen einen Klub zweimal antreten müssen. Wenn nun einer der Boxer das Pech hat, sich beim ersten Rampf so zu verletzen, daß er die folgenden Kämpfe nicht rnehr bestreiten kann, gehen beide Punkte für diese Gewichtsklasse an den jeweiligen Gegner über, wenn kein Ersatzmann gestellt werden kann. Da nun Makkabi über keine Ersatzleute verfügt, hat es Herr Dollinger abgelehnt, seine Mannschaft gegen zwei Garnituren eines Vereines antreten zu lassen. Vom rein sportlichen Standpunkt genommen, ist es unzulässig, eine Ersatzmannschaft (und wenn sie die gleiche Kampfstärke besitzt, wie die Erste), im Rahmen einer Meisterschaft der ersten Klasse mitkämpfen zu lassen. Aber nicht nur Juniorenmeister, sondern auch einen Amateurmeister 1930 hat Makkabi gestellt: L i n d e n h e i m, den Meister im Batamgewicht, der bei der Europameisterschaft bis ins Semifinale kam, wo er gegen Plesu (Rumänien), dem er einen vollkommen gleichwertigen Gegner abgab, ungerecht ausgepunktet wurde. Er war auch in der Auswahlmannschaft Oesterreich^ zu finden, die gegen Mähren am 8. August einen 10:6-Sieg erreichte. Gute Klasse repräsentieren auch Laub und der 16jährige Fliegengewichtler Hammer, mit denen selbst Gegner von Rang und Namen rechnen müssen. F. J. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Stellenausschreibung Z. 7675 ex 1930. Wien, den 3. November 193t» Bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangt die Stelle eines Zweiten Kantors zur Besetzung. In Betracht kommen hiefür nur solche Bewerber, welche über entsprechend schöne Stimmittel verfügen, musikalisch ausreichend vorgebildet sind, das Vorlesen aus der Thora vorzüglich versehen können, einen sittlich religiös einwandfreien Lebenswandel führen und das Alter von 40 Jahren nicht überschritten haben. Entsprechend den geltenden gesetzlichen Bestimmungen können Personen, welche nicht die österreichische Bundesbürgerschaft besitzen, nur für den Fall in Konkurrenz gezogen werden, wenn gleichquälifizierte österreichische Bundesbürger unter den Bewerbern nicht vorhanden sind- Die Einreihung des zu bestellenden Zweiten Kantors in das Gphalts- und Rangklassenschema für die Angestellten d$r Israelitischen Kultusgemeinde Wien, bleibt der besonderen Vereinbarung Vorbehalten. Bewerbungsgesuche sind unter Anschluß aller erforderlichen Nachweisungen bis 2 8. N o v e m b e r d. J. bei der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, einzubringen. Eine Vergütung von Reise- oder sonstigen Auslagen an Bewerber um diese Stelle findet nur in jenen Fällen statt, in weichen dies dem Betreffenden in dem Einladungsschreiben zur Vorstellung oder zum Probevortrage ausdrücklich zugesichert wird. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Predigten in den israelitischen Gemeinde* und Bezirks- Synagogen. Freitag, den 7- November 193p, werden bet dem um 4 Uhr 25 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in nächbenanpten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II. Tempelgasse 5 (Rabbiner Doktor M. Grunwald); VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Doktor I. Drobinsky); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z- Schwarz); XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M- Bach); XVI1L, Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). — Exegetischer Vortrag am: Samstag, den 8. November 1930: XIX., Dollinergasse 3 (4 Uhr nachmittags) Rabbiner Dr. Arnold Frankfurter. . Israelitische Kujtusgemeinde Wien. Am Samstag, den 8. November d. J. findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottpsdienst für dje israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Austritte aus dem Judentum Fanta, geb. Ida Ebenstein, 14. Dezember 1874, IV., Belvedergasse 36. — Fanta, geb. Elly Ebenstem, IV., Belvedergasse 36. — Krakauer, geb. Marie Aufmutti» 15. August 1903, XVI., Grundstein gasse 17. — Grün Hans!» 29. Februar 1904, II., Lasallestraße 40. — Max Richard» 4. Juni 1898, XX., Donaueschingenstraße 30. — Gelb Margarete, 13. Mai 1914, V., Margaretenstraße 82. — Gelb David, 27. September 1881, V., Margaretenstraße 82. — Gelb Hertha, 2. Juni 1924, V., Margaretenstraßc 82. — Lonek Sucher, 2. Februar 1912, X., Triesterstraße 106. — Braß Anfon» 26. März 1879, I., Fleischmarkt 7. — Brecher Erwin, 30. Dezember 1914, II. Obere Donaustraße 101. — Hunger, geb. Paula Silblger, 12. Februar 1896, HL Hegergasse 25. — Färber Sigmund, 23. August 1886, III., Hohlweggasse JO. — Baar Gustav, 24. August 1872, XIX., Cottagegasse 82. — Tippmann Walter, 2. Dezember 1906, IV., Fleischmanngasse 4. — Platzer, geb. Gisela GusU, 18. Februar 1869, 111.; Trubelgasse 7. — Mayer Alfred, 15. September 1907, III., Löwengasse 32. — Molsschnlk Fritz, 8, Oktober 1919, 111., Sechskrügelgasse 5. — Herband Leo, 3. August 1888, III., Adamsgasse 5. —* Hemheiser Friedrich, 27. August 1899, HI., Löwengasse 5. — Abraum wlcz Stella Margit, 15. April 1904, III., Neulinggasse UL

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