Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 149 (30.10.1930)
- Date
- 1930-10-30
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 12 DIE STIMME Nr. 149 — 30. Oktober 1930 Grabsteine Friedländer & Deutsch Wien, 1., Seite* Stetten gagge Nr. 2 Tel. U 28*1-28 XIM Zentralfriedhof, neben dem 1. Tot, Tel. ü 18-0-85 Radioprogramm der Woche Freitag, 31. Oktober 10.35 Kabarettabend. 20.30 Philosophie und Religionen Indiens. 21.00 Kammeroper: «Der Liebestrank». —.— Anschließend: Abendkonzert. Samstag, 1. November lti.3U Gespenster von heute. 17.00 Die Anekdote. 17.30 Kammermusik. 15.30 Klage unter Zypressen. 19.00 Frühgeschichtlicher Totenglaube. 19.40 Liederabend. 20.05 «Der Tod Adams \ — «Elmsfeuer am Mast". 21.45 Die Orgelwerke loh. Beb. Bachs. Sonntag, 2. November 15.05 Nachmittagskonzert. 16.45 Von berühmten Schachspielen; (IV). 17.00 Der Wein im Volksglauben und in der Sage. 17.30 Kammermusik. 18.30 Sonnenland Dalmatien. 19.00 Sucher ewiger Sterne (Kepler, Galilei, Tycho de Brahe, Kopernilais). 19.40 Unterhaltungskonzert. 20.30 Arien und Lieder. 21.15 Joh. Seb. Bach: Magnificat in D-Dur. —.— Anschließend: Abendkonzert. Montag, 3. November 19.30 Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart, Uebertragung aus dem Stephansdom. 20.40 Den Toten des Weltkrieges. —.— Anschließend: Abendkonzert des Orchesters Gottfried Kassowitz. Dienstag, 4. November 19.35 Heiterer Viergesang (Bittner-Quartett). 20.00 Liederabend Jenny Jungbauer. 20.30 Zitherkonzert. 21.00 Hallo! Radio Wien! Radio München! Wechselprogramm aus München und Wien. —.— Anschließend: Abendkonzert der Jazzkapelle Charly Gaudriot. Mittwoch, 5. November 19.35 Unterhaltungskonzert des Orchesters Hermann Dostal. 20.30 Orchesterkonzert, Uebertragung aus Budapest. —.— Anschließend: Abendkonzert des Orchesters Silving- Geißler. Amtliche V erlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Konstituierende Sitzung der Zentral-Kommis* sion für soziale Fürsorge der israelitischen Kultusgemeindc Wien. Gemäß den Bestimmungen der vom Kultusvorstande im April" 1. J. beschlossenen Reorganisation des Fürsorgewesens, wurde als oberstes Organ für dieses Arbeitsgebiet die «Zentral-Kommission für soziale Fürsorge der israelitischen Kultusgemeinde Wiens» statutiert. Die Zentral- Kommission, welche sich aus dem Präsidium und der Fürsorge-Kommission der Kultusgenieinde, den Obmännern der Kommission für das Spital und das Versorgungshaus, ferner aus zehn ernannten Mitgliedern sowie aus den Obmännern der neugeschaffenen Bezirksfürsorgekommissionen zusammensetzt, hat am 23. Oktober 1. J. im Sitzungssaale der Kultusgemeinde ihre konstituierende Sitzung abgehatten. Der Präsident der Kultusgemeinde, Generaloberstabsarzt a. D. Prof. Dr. Alois Pick, der mit den beiden Vizepräsidenten Dr. Jakob O r n s t e i n und Dr. Josef Löwenherz, sowie dem Amtsdirektor Reg.-Rat Guido FucHsgelb erschienen war, gab nach Begrüßung der Kommission namens der Gemeinde eine historische Darstellung über die Entwicklung des jüdischen Wohltätigkeitswesens in Wien, wobei er auf die Bedeutung desselben als einer der fundamentalsten Aufgaben des Lebens nach jüdischer Auffassung hinwies. Die Kültusgemeinde erwartet, daß die Neueinrichtungen dank der Mitarbeit aller hiezu Berufenen sich bestens bewähren werden. Hierauf übernahm der Obmann der Zentral-Kommission, Kultusvorsteher Dr. Isidor K1 a b e r, den Vorsitz und gab der Genugtuung Ausdruck, daß es endlich gelungen ist, das langerstrÄte Reformwerk anzubahnen, welches neben einschneidenden Maßnahmen administrativer Natur vor allem den leitenden Grundgedanken beinhaltet, weitere Kreise der jüdischen Bevölkerung zur Mitwirkung auf dem Gebiete der Fürsorgetätigkeit heranzuziehen. Besonders begrüßte der Obmann unter lebhaftem Beifall der Anwesenden die Präsidentin der «Weiblichen Fürsorge», Fran Regine Ulmann, als Repräsentantin der jüdischen Frauen Wiens. Die Berufung einer Frau in eine offizielle Kommission der Kultusgemeinde stellt eine dem Zeitgeiste entsprechende Neuerung dar, die auch darin zum Ausdruck kommt, daß eine Anzahl jüdischer Frauen in den Bezirksfürsorgekommissionen mjtwirkan werden. Die Aufgabe, vor welche die Zentralkommission gestellt wurde, ist sehr schwer, da sie nichts Geringeres als eine durchgreifende Rationalisierung der ganzen jüdischen Wohlfahrtspflege in Wien im Interesse der Fürsorgebedürftigen zum Gegenstand hat. Der Umstand, daß an der Spitze der Fürsorge-Zentrale Amtsvorstand Emil E n g e 1 berufen wurde, dem als Abteilungsleiter Dr. Nahum Blauer, ferner der bisherige Amtsleiter des Wohltätigkeitsamtes Rudolf Kraus und Frau Bundesfürsorgerat R. R. Schwarz zur Seite stehen, berechtigt zu der Annahme, daß das schwierige Werk gelingen wird. Amtsvorstand Emil Engel erstattete sodann ein Referat über die bisherige Tätigkeit der im Mai 1. J. eingesetzten Fürsorge-Zentrale, wobei er hervorhob, daß neben den organisatorischen Vorarbeiten die Herausgabe der ersten Nummer der «Mitteilungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Unser Fürsorgewerk» und die Abhaltung einer Konferenz zwecks Regelung der Wanderfürsorge bewerkstelligt wurden. Nur allmählich wird sich die Reform des Fürsorgewesens durchführen lassen. Die eigentliche ausübende Tätigkeit umfaßt viele Gebiete, denen nach einem großzügigen Programm weitere sozialpolitische Aktionen und insbesondere auch solche der Wirtschaftsfürsorge angereiht werden sollen. An die Durchführung dieses Programms, sowie an die Ausgestaltung des bereits Bestehenden wird man aber erst dann herantreten können, sobald es gelingen wird, neue Hilfsquellen zu erschließen. Die Ausgaben für das Kapitel «Fürsorge» im Rahmen des ordentlichen Budgets belasten schon jetzt die Kultusgemeinde bis zur äußersten Grenze der Leistungsfähigkeit. Die im Zusammenhang mit der Zeitschrift eingeleitete Sammelaktion für den «Fürsorgefonds» müßte, um ein befriedigendes Ergebnis zu zeitigen, unter Mithilfe aller Beteiligten fortgesetzt werden. Die Erklärung, die der Referent auch namens seiner Mitarbeiter abgab, wonach sie bestrebt sein werden, das Aeußerste zum Gelingen der vorschwebenden Ziele beizutragen, wurde beifällig auf genommen. Außer dem Obmann Dr. Isidor K 1 a b e r und dem Obmann-Stellvertreter Kultusvorsteher Ignaz Glück, welche diese Aemter kraft der Bestimmungen des Organisations- Statutes bekleiden, wurde als II. Obmann-Stellvertreter der Zentral-Kommission Dr. Julius Z a p p e r t gewählt. Weiters wurden die im Organisationsplan vorgesehenen drei Sektionen aus der Mitte der Mitglieder der Zentral-Kommission gebildet. Der Obmann der Zentral-Kommission und die erwähnten Obmann-Stellvertreter übernehmen die Leitung der drei Sektionen, wobei als Obmann-Stellvertreter für die Sektion I. für Organisation, Administration und Kontrolle Komm.-Rat Karl K lern per er, für die Sektion II. für allgemeine Fürsorge Kultusvorsteher Dr. Leo Landau und für die Sektion III. für Jugendsürsorge Dr. Josef B o n d i bestellt werden. Die genannten Obmänner und Obmann- Stellvertreter bilden das aus 6 Mitgliedern bestehende Exekutivkomitee der Zentralkommission, dem die Vorarbeiten für die Festsetzung des Fürsorgebudgets pro 1931 übertragen wurden. II □(□icSiaionioiainidüaiaiaiaiciiiaoolaiatniEl Lebenversi ch erungs- Gesellschaft PHÖNIX GEGRÜNDET IM JAHRE 188 9 * 1 m J> I SS Versieherungsbestand per Ende Juni 1930 . 2500 Millionen Schilling Garantiemittel per Ende 1929 . .. 300 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnähmen itn Jahre 1929. 125 Milliouou Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 281/, Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, .Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft sehließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ah Notioingeführt: kTnder-versorgungs-versicherung (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditätsversicberung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach dreijähriger Dauer der Invalidität) m Sl m 0 B □ □ Nach Schluß der Sitzung traten die Obmänner der Bezirksfürsorgekommissionen zusammen, um Über die eheste Einberufung dieser Stellen Beschluß zu fassen. Predigten in den israelitischen Gemeindeand Bezlrkssynagogen. Freitag, den 31. Oktober 1930 werden bei dem um 4 Uhr 30 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten und zwar: I., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. Ab Grunwald); II., Paz'manitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); V., Siebenbrunnengassen la (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer); XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. 1. Taglicht); Exegetische Vorträge am Samstag, den 1. November 1930: XIX., Dollinergasse 3 (4 Uhr nm, Rabbiner Dr. Arnold Frankfurter); XXL, Holzmeistergasse 12 (beim Vormittagsgottesdienste 10 Uhr vormittags, Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Israelitischer Jugendgottesdlenst Ani Samstag, den! November 1. J. findet um 3 Uhr nachm, der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. Israelitische Kultusgenieinde Wien. Z. 7129 ex 1930. Könkiirsausschreibung. Im Spitale der israelitischen Kultusgenieinde Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, gelangt an der I. m e d < z i n ischen Abteilung eine Sekundararztensstelle zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: die österr. Staatsbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde in der österr. Republik, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch, ein von einem Vorstand einer internen Abteilung des eigenen Spitales ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 35 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Besoldungsordnuag für die Abteilungsärzte des Spitales der israelitischen Kultusgemeinde fixierten Barbetrag die Benützung einer möblierten Naturaiwohnung samt Beleuchtung, Beheizung und Bedienung sowie die volle Verköstigung verbunden. Für die letztere werden die Eigenkosten von den Monatsbezügen in Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. Mit den Personaldokumenten (Geburtsschein, Heimatsschein, Diplom, Nachweis der Zugehörigkeit zum Judentum, Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind an den Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, bis längstens 20. November 1930 zu überreichen. Wien, 27. Oktober 1930. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Austritte aus dem Judentum Fürth Dr. Karl, 14. Mai 1869, I., Bartensteingasse 8. — Weißberg Maloine geb. Glas, 8. Jänner 1896, XVIII., Dittelgasse 12. — Kados Hanna Kohn, 24. April 1895, X., Klausenburgerstraße 24. — Hirsch Alfons Beulav, 9. Juni 1891, XVIII., Geyergasse 5. — Hromek geb. Margarete .Swoboda, 18. Juli 1899, Tullnerbach. — Pick Rudolf, 18. Mai 1896, IX., Seegasse 6. — Brodjovin Ivan, 22. Juni 1892, VIII., Löwenburggasse 3. — Garnes Stefan, 20. Juni 1903, VIII., Hazfiggasse 17. — Schüssel Eduard, 28. Juli 1910, XVI., Grundsteingasse 64. — Wülner Leo, 2. Juni 1881, St. Pölten. — Matzier Grethe, 19. Juni 1906, VI., Filgradergasse 5. — Alteras Egon, 3. Februar 1902, VL, Windmühlgasse 15. — Weisz Max, 19. Juni 1904, II., Gabelsberggasse 3. — Böhm Leopoldine geb. Kohn, 20. Jänner 1901, XIII., Pierranogasse Nr. 5. — Rosenstock Ruwa, 27. Juli 1896, II., Zirkusgasse 47. mit langjähriger Praxis und guten Zeugnissen erteilt hebräischen Unterricht. Könnte auch als Hof- Tüchtiger Pädagoge 1 lf L —! n? _ l . i rr mit langjähriger Praxis und guten Zeugnissen ermeister gehen, wenn erwünscht mit Englisch. Zuschriften an die Adm. des Blattes unter „Hebräisch-. Sichere Existenz I Technisches Geschäft sucht kaufmännischen Sozius mit ■ 25.000 S. Herrliches Eckgeschäft in Wien. Monatsverdienst | für den Sozias garantiert S 800. Firma 1912 gegründet. | Eventuell. Verkauf samt herrlicher 4-Zimraer-Wohqung. [ KRGIMEL, WIEN, Xtflll-, STflUPGflSSE 13/11 OBOBOBOBOHOBOBCDBOBOHOBOBO intelligentes Fräulein welches Unterricht in Hebräisch, Französisch, Englisch sowie Gyrnnasialnachhilfe erteilt, sucht entweder Nachmittaosstolfung zu größeren Kindern oder Stunden. Nachrichten erbeten 11., Große Sohiffgaaae 5/20 O IO IOBO BO BO BO BO BO BO BO BO IO Bernhard Kohn WIEN, I., HIMMELPFORTGASSE 20 KLAVIERE in allen Preislagen, neu von S1440 an Kintlerwcitfen vorn einfachsten bis «um teinsten Ginro argaugi FNßFI RRRß XXm Wallensteinplatz 3 —*41 UltUllUllU f-iliaie: XX., Klostsrnsuburger6lrs6e 91 Billigste Einkaulsqceile Ueberseugtm Sie sich Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Oesterreich, Wien. I„ Kärnuiersiraße 28. — Verantwortlicher Redakteur. Dr. üt^uumd butketstem. Wien. L. Rauhenstein$a§se 1. — Druck: «Inva». Wien. VII.. Leichenfckierstraße l.