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Die Stimme · 1930-10-23 · Heft 148 (23.10.1930) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 148 (23.10.1930)
Date
1930-10-23
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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Nr, U$ pfiynwMi Softe U ZKnhflsdus Leben ln Wien AMOÄbMwMCmb 7 Oie Schakelaktion des Jahre« 5090 steht vor ihrem Abschluß. Der 31, Oktober 1930 wurde von der Zionistischen Exekutive als letzter Terrain für die Abrechnung und Ablieferung der Schekslim festgesetzt. Diese kurze Zeit bis dahin gilt es, mit aller Intensität für die Propaganda dos Schekels auszunützen. Gerade in der heutigen Situation heißt es der Welt beweisen, daß der Wille des Judentums zum Aufbau Erez Israels ungeschwächt und unerschttttert fortbestellt und daß das Judentum sich in der zionistischen Organisation den Träger und lebendigen Verfechter des Aufbau gedankens geschaffen hat. wir fordern daher auch auf diesem Wege alle zionistischen Sektionen, Ortsgruppen und Sondervereinigungen und sonstigen zionistisch en Gruppen auf, wirklich alle Kräfte für die Schekelpropaganda in Bewegung zu setzen. Auch an alle einzelnen Gesinnungsgenossen ergeht der Aufruf, bei dieser Aktion aktiv mit tätig zu sein. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Schekel sind hei den Zionistischen Organisationen und im Zionistischen Landeskomitee. I., Kärntnerstraße 28, Tel.-Nr. R 27*4-86, erhältlich. Sprechstunden des Organlsattonsrefe* rates des Zionistischen Landeskomitees!*n Bureau des Zionistischen Landeskomitees werden jeden Sonntag zwischen 9 und 11 Uhr vormittags Sprechstunden in Organisations-Angelegenheiten abgehalten. Während dieser Zeit werden allen Gesinnungsgenossen Auskünfte ln organisatorischen Fragen erteilt. Zionistische« Landeskomitee für Oesterreich. Adresse: L, Kärntnerstraße 88, Tel.-Nr. R 27-4-86. Oie Arbeit des Keren Kajemeth Die Spendeneingänge im Jahre 5690: Büchsen S 37.000 (im Vorjahre 33.000); Goldhuch S 7000 (800); Veranstaltungen S 40.000 (30.000); Thoraspenden S 7000 (5000); Baumspenden S 20.000 (13.000); Allgemeine Spenden 5 20.000 (9000); somit Ist in allen wesentlichen Spendenzweigen ein* — zuweilen sehr hohe — Steigerung festzustellen, Spesenrückgang Im Jahre 5890. Die Ausgaben betrugen im Jahre 5690 S 33.000 (gegen 27.000 Im Vorjahre). Sie sind um 4 Prozent zurückgegangen. Schenkung einer Bodenparzelle in Erez Israel an den Keren Kajemeth. Gg. Abraham Z a h I e r und seine Frau Rebekka haben anläßlich ihrer goldenen Hochzeit dem Keren Kajemeth eine Bodenparzelle am Har Kenaan geschenkt. Garten auf Namen Abraham Zahler. Freunde und Bekannte de« Gg. Abraham Zahler haben eine Sammlung eingeleitet, um auf dessen Namen sowie den seiner Frau Rebekka anläßlich ihrer goldenen Hochzeit einen Garten im Chajcs-Walde zu stiften. Bisher sind für diesen Zweck 161 S eingegangen. Hauptmann-Hain. Auf diesen Hain sind weitere 210 S eingegangen. Große Thoraspenden für den Keren Kajemeth# Zwei Personen haben an den hohen Feiertagen je 500 S für den Keren Kajemeth gespendet, die bereits beim Keren Kajemeth eingegangen sind. Ring des Keren Kajemeth Hersch Thau spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf; Bornbelm jun., Jakob Deresiewicz, Leo Just, Chaim Forst- Robert Lustig spendet S 2.— und ruft zu Spenden aüf: Robert Motz, Hanny löwy, Georg Brust, Henriette Getter, Mair Pais, Teddy Kollek, Richard Müller, Egon Riß, Hans David, Isidor Spund. Trude Winternitz, Ruth Grätzer, Aron Sternberg, Hans Mandler, Liesl Silberberg, Ulli Brust, Trude Bloch, Hugo Reiskin, Walter Brückner, Hedl und Minna Heuer, Stell! Hilfreich, Edith Perlmutter, Alfred Liechtenstein, Franz Herz. Hella Spiro spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf; Norbert Sachs, Krems, Ing. Leo Holzer, St. Pölten. Frau Lewanon, Dr, Heinrich Glanz, Dr. Berthoid Hirschl, Rud. Wozasek, Dr. Edmund Reiß. XVI. ordentliche Generalversammlung des Jugend Vereines „Erez Israel" Am Samstag, den 18. d. M., fand im Heime der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt die XVI, ordentliche Generalversammlung des Jugendvereines «Er*« Israel* unter reger Beteiligung der Mitglieder statt. Der Präsident, Meir Pais, eröffnete die Generalversammlung und begrüßte bei dieser Gelegenheit die Vertreter der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt sowie de* Verbandes der zionistisch-demokratischen Jugend. Nachdem zu Vorsitzenden die Chawerim Lebensohn und Müller gewählt wurden, berichtete der Präsident Meir Pais über die Arbeiten de» letzten Jahres, die Im Spiegel der Propagierung der hebräischen Sprache standen. Der hebräische Dichter Saul Tschernichowsky wurde nach Wien gebracht; ein hebräisches Konzert sowie ein hebrätoch-jüdisebea Schallplattenkonzert wurden veranstaltet. Vier hebräische Kurse wurden abgehalten, dje ziemlich gut besucht waren und einen entsprechenden Erfolg brachten. Außer Vorträgen wurden einige literarische Abende veranstaltet, wie Bialik- und Sokolow-Abend«. Im Rahmen der vereinsabande wurde die 35Jährig* Uhrtätigkeit des Lehrers Harzberg gefeiert Der Präsident des Vereines würdigt« in kurzen werten die verdienstvolle Tätigkeit des Hemi Hewberg. Gleichfalls im Rahmen dieser Abende wurde dem verdienstvollen Mitglieds Isidor Lebensohn als eh«' maiigpm Präsidenten des Vereines ein Diplom eines Gartens überreicht Ein großer Tejl der Generalversammlung war mit einer Debatte über die bevorstehende» Wahlen 8MSgc* füllt. Nach Anhörung de« Berichtes des Präsidenten sowja nach einer längeren Debatte wurde der Beschluß gefaßt, die Instruktionen der Organisation abzuwarten. Der abtretenden Leitung sowie dem Präsidenten Meir Pal« persönlich wurde das Absoluterem erteilt, unter gleichzeitiger Verfügung, den Präsidenten JVfeir Pais in das Goldene Buch des Keren Kajemeth einzutragen. Namens der abtretenden Leitung hat der scheidende Präsident mit Einverständnis der anderen Mitglieder nachstehenden Vorschlag bekanntgegeben, der auch einstimmig angenommen wurde; Präsident: Markus üclband, Vizepräsidenten; Hermann Grünwald, Leo Wieselberg, Ausschuß: Norbert H o 1 i n» Theodor K o 11 e k, Marian Frisch, Meir Pais, Samuel Horowit«, Wolfgang Nagler, Rosl Bergner. Unsere geehrten Leser werden auf das Inserat der Feinwaschanstalf «Habsburg», Zentrale; Vl„ Wallgasse Nr. 4, (Seite 1) aufmerksam gemacht. Die Firma ist als einzige dieser Branche Mitglied der Rabnttsektion des Keren Kaie« metli, und die Mitglieder dieser Sektion genießen bei Be- Stellungen den üblichen Rabatt, Barmizwahfeler des Herrn Hans Löwlnger Am 18, Oktober fand Im Hletzinger Tempel die Barmizwahfeler des Herrn Hans L ö w j n g e r statt. Hans löwlnger Ist ein Söhn der bekannten Persönlichkeit der wiener Geschäftswelt, des Herrn Kommerzialrat Heinrich Löwlnger, Inhabers der Felnwaschanstalt «Habsburg», Rabbiner Pr. Lewin hielt anläßlich der Feier eine erhebende Ansprache. Den Tempel füllte ein distinguiertes jüdisches Publikum. Zahlreiche Spenden für jüdisch-nationale und wohltätige Zwecke wurden geleistet. Nachmittags fand in der Villa des Herrn Kommerzialrat Löwinger ein Empfang statt, au dem die Spitzen der Wiener jüdischen Gesellschaft elngeiaden waren. Emilie Weiß gestorben Mit Emilie Weiß Ist die Mutter und Helferin zahlloser Armen dahingegangen. Als Präsidentin des Brigittenauer Israelitischen rrauenverdnes Verrichtete *le 28 Jahre hindurch unermüdlich ihre schwere Pflicht mit bewundern?- Zionlstioohes Landeskomitee für Oesterreich Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel, R-27-4-86 Donnerstag, den 30. Okt., findet um 8 Uhr abends Im Oefä Excalsior, I.. Rotenturmstraße 24, Boutepreln, der erste Vortragsabend statt Redner; Dr. Osker Orünr bäum / Oie Situation Im Zionismus- Pressereferent: Dr. Chaim Tertakower / Gäste willkommen werter Ausdauer und einer Selbstlosigkeit, die an Opfermut grenzte. Es gab kaum ein Gebiet der sozialen Fürsorge in der Brigittenau wie auch in anderen Bezirken, auf dem diese jüdische Frau nicht in einer beispiellosen Weise vorangegangen wäre. Dia jüdischen Walsen und Witwen, die unzähligen jüdischen Männer und Frauen, die dem Elend und der Not prejjsgegebep waren, haben in Frau Weiß einen helfenden Engel und eine verständnisvolle Beraterin gefunden. Stete Hilfsbereitschaft, unendliche Güte und Taktgefühl kennzeichneten die Verstorbene, die man die lichtvolle Mutter der Brigittenau nannte* Und um diese Mutter trauert eine vom Elend gezeichnete Schar Wiener Juden und Jüdinnen. / Ein ehrenvolles Leichenbegängnis wurde Frau Emilie Weiß von der Kultuagameinoe veranstaltet. Es waren anwesend als Vertreter a*r Kultusgemeinde Präsident Prof. Dr, Alois Pick, der der Vereiorbenen einen schönen und warm empfundenen Nachruf hielt, Leiter der Zentralstelle, Herr Emif Engel, Amtsleitar Kraus; Vertreterinnen der weiblichen Fürsorge; in Vertretung der Präsidentin der weiblichen Fürsorge, Frau Dir. UUmann, deren Tochter, Frau Reg,-Rat Maearek, Visepräeidenüu Frau Hermme Kadisch, Frau Berliner von der Greisinnenfürsorge, Frau Marie »zr, vom Verein Bikur Chojim Frau Kosenberg, vom ezifk der gesamte Vorstand und dessen Obmann, Herr josaf Kobn, der dar Verstorbenen einen schönen und warm empfundenen Nachruf hielt Weiters Vertreter der Bezirkskommipsionen und Obmann der Sektion XX, Emil Nimbäjiwer, Obmann des Vereines «Schnelle Hilfe», Herr Philipp Sternmann, und viele ander«. Bedenkliche Anfangssymptome des AJtems, wie rasche Ermüdung nach geringfügigen Anstrengungen, dumpfer Druck im Gehirn, Schwindelanfälle, Atemnot, Ohrensausen, gichtische oder rheumatische Beschwerden, werden durch die ärztlich erprobten, frei verkäuflichen, radiumhaltigen RadioskUrin-Tabletten gelindert. Durch eine Redioskierin-Trinkkur wird die Blutzirkulation in den Schlag- und Pulsadern gefördert, das Blut verdünnt, die Adern elastisch gemacht und dadurch den Kaikablagerungen und allen damit zusammenhängenden Alterserscheinungen vorgebeugt, beziehungsweise die geistige und körperliche Arbeitsfähigkeit aufgefrischt und erhöht, Radiumgehalt amtlich geprüft Generaldspot und Auskunft: Apotheke Bayer, Wien, 1, Wellzeüe 43. Ankündigungen und Mitteilungen Mädchengruppe «Deworah» veranstaltet wie alljährlich Hebräischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene unter erstklassiger Leitung. Anmeldungen wochentags zwischen 7 und 9 Uhr abends in der Volksbjbllothek «Zion», Wien, H-, Kleine Mohrengasse 3. Die zion. Frauengruppe Mariahilf-Neubau hält am 26. Oktober 1930, 10 Uhr vormittags, Cafe Mariahiif, ihre Generalversammlung ab und ladet hofl. sämtliche Mitglieder und Freunde zu derselben ein. Zionistische Sektion «Landstraße». Am 8. Oktober fand die diesjährige Generalversammlung unter sehr starker Beteiligung der Mitglieder statt Die Berichte des scheidenden Vorstandes, vor allem jener des Präsidenten Dr. S e i d n e r, Vizepräsidenten Dr. Schmitz und des Kassiers Simon Gaspard fanden einmütigen Beifall. Es wurde neuerlich festgestellt, daß die Arbeit dieser Sektion, wenn sie auch die leitenden Herren noch nicht befriedigt, im Rahmen der Qesamtorganisatjon den Kräften entsprechend durchgeführt wird und daß diese Sektion ihren Verpflichtungen gegenüber dem Landeskomitee stets pünktlicbst nachgekommen ist Nach Erteilung der Pecharge wurde der neue Ausschuß gewählt; Obmann: Bruno R a b i n o w 11 z; Vizeobmann: Dr. E. Schmitz; Kassler: Simon Gaspard. Ferner: Die Herren: Dr. Batscha, Benno Deutsch, Dr. Händler, Liwschitz und Dr. Silbiger. Zum Schluß wurde beschlossen, daß auch in diesem Jahre jeden Dienstag Zusammenkünfte, verbunden mit Vortragsabenden, stattfinden werden. D(o Generalversammlung der zionistischen Sektion VI, VU, findet am 26. Oktober 1030, halb 11 Uhr vormittags, Im Hoteb-Cafi «Palace» in Wien, VI., Mariabilferstraße, statt. Zionistische Bezirkssektion f. Dienstag, den 28. d. M., findet im Cafä Altes Rathaus, l„ Wipplingerstraße 24, um 8 Uhr abends ein Vortrag der Herren Dr, Oskar Grünbaum und Prof, Dr. Stein über «Die gegenwärtige politische zionistische Situation» statt. Gäste willkommen. Haschomer Hadatl, II., Praterstraße 11. Der Führer des Hascbomer Hadati in Krakau weilt derzeit in Wien und spricht Samstag, den 25. d, M., um 4 Uhr nachmittags in einer großen Jugendversammlung über «Pflichten und, Aufgaben der jüdisch-religiösen Pfadfinderjugend». Jungen und Mädchen vom 12. Lebensjahr an herzlich willkommen. . —■ Unsere Hebräischkurse finden dreimal ln der Woche statt. Anmeldungen täglich außer Samstag von 4 bis 6 Uhr nachmittags. —- Voranzeige! Sonntag, den 1, November, finde? um 7 Uhr abens Im Festsaal unseres Helmes eine große Jugendakademie statt. Dia zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, Zirkusgasse 33, hat die hebräische Schule für Jugendliche und Erwachsene eröffnet. Einschreibungen täglich von 7 bis 9 Uhr abends im Sekretariat. Hlatadruth Iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 25. Oktober, 3 Uhr nachmittags, spricht Rabbiner Dr. Wunderraann über «Moade haschanah». Vorher Besprechung der Hörer der Seminare. Zionistische Sektion VIII/IX. Donnerstag, den 23. d. M., um 8 Uhr Mitgliederversammlung im Vereinsheim, VH!., Bonnoplatz 1. Thema: «Unsere Stellungnahme zur politischen Situation*. Gesinnungsfreunde als Gäste willkommen. Hebräisch» Sprach* und Bibelschule VIII/IX. Der Unterricht hat begonnen. Kurse für Jugendliche und Erwachsene, Anfänger und Vorgeschrittene. Einschreibungen: Montag und Mittwoch von 6 bjs 8 Uhr im Vereinsheim, VIII., Bennoplatz 1. Talmud*Vorträge. Rabbiner Dr. Taubes hält ab 25. Oktober 1930 Poroschas Noach im Pazmanitentempe,' allwöchentlich nach dem Minchagebet um halb 4 Uhr nachmittags Talmud Schurim (Traktat K’subotli). Bibelschule PazraanitentempeL Die Schulleitung der Bibelschule des Pazmapitentempels teilt mit, daß der regelmäßige Unterricht bereits begonnen hat. Neuaufnahme* finden an Sonntagen von 9 bis 12 Uhr vormittags, an Werktagen (von Montag bis Donnerstag) von 2 bis 5 Uhr nachmittags statt. Armer, kranker, jüdischer Stricker, Vater dreier schwächlicher Kinder (4, 7 und 10 Jahre), der mit serner kranken Frau und kranken Mutter in einem kleinen Kabinett wohnt, ist durch einen Brand, der ihm auch fremde Ware und Maschinen vollständig vernichtete, ins größte Elend und größte Verzweiflung geraten. Jeder Mensch, der dieses Elend mit einer wenn auch kleinen Spende mildern hilft, sichert sich den Dank der Unglücklichen. Dje Adresse ist der Redaktion bekannt. Hofmeister, Hauslehrer für Nachhilfeunterricht in aßen Mittelschulfächern (Philosophen, Pädagogen), Sekretäre auch für kaufmännische Betriebe (Handelshochschüler, Juristen), vermittelt unentgeltlich der jüdische Hochschulaussehuß, Wien, IX., Zimmermannplatz 8. Telephonischer Anruf oder i Postkarte genügt.

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