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Die Stimme · 1930-09-18 · Heft 143 (18.9.1930) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 143 (18.9.1930)
Date
1930-09-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DTE STTMMfE Nr. 143 Grabsteine Friedländer & Dentsch Wien, 1., SMtonatetteugfttse Hr.2 Tel. ü 28-4-28 XL, Zentralfriedhof, neben dem l. Tor, Tel. U 18-0-85 Der jüdische Hochschfiler Inskriptionen an der Wiener Universität« Die InSkriptionsfrist läuft für Inländer und Ausländer vom I. bis 31. Oktober 1930. Nachträgliche Inskriptionsgesuche sind vom 3. bis 19. November 1. J. bei den Dekanaten einzureichen. Nach dem 19. November werden Gesuche um nachträgliche Inskription nicht mehr angenommen. Die Vorlesungen beginnen am 20. Oktober 1930. Studierende, die die Befreiung von Kollegiengeldern (Gleichstellung mit Inländern) anstreben, haben vor der Inskription ein entsprechend belegtes Gesuch einzureichen. Für die Mitteilosigkeitszeugnisse sind hiebei nur die amtlich aufgelegten Formulare zu verwenden. Gesuche um Befreiung bezw. um Gleichstellung nehmen die jüdisch-akademischen Fachvereine entgegen. Auskünfte erteilt der Jüdische Hochschulausschauß, Wien, IX., Zinrmermannsplatz 8, täglich von 12 bis 1 Uhr. Die Inskriptionsfrist an der Technischen Hochschule dauert vom 23. September bis 3. Oktober 1. J. Die Inskriptionsfrist an der Hochschule für Welthandel dauert vom I. bis 21. Oktober. Der Jüdisch-akademische Juristenverein, II., Taborstr. 1 (Sektion des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler «Judäa»), teilt mit: Die nunmehr seit zwei Semestern erfolgreich abgehaltenen Rechtskurse werden auch im bevorstehenden Wintersemester fortgeführt. Unter der Leitung der Kollegen Dr. Hirn, Dr. Zimmer und Dipl.-Kfm. Friedler werden nachstehende Kurse stattfinden: 1. Ein Vorbereitungskurs zur ersten Staatsprüfung (Ostertermin); 2. Aus römischen Recht (für Pflichtübung und Kolloquin); 3. Aus dem österr. Bürgerl. Recht; 4. Handels* und 5. Strafrecht. Sämtliche Kurse beginnen Ende September, und zwar voraussichtlich in einem neuen Vereinsheim. Sprechsaal der „Stimme“ (Für die Mitteilungen, die iu dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) Von Herrn Dr. Hugo Bergmann, Direktor der hebräischen Nationalbibliothek, Jerusalem, erhalten wir nachstehende Zuschrift: «Sie veröffentlichen in Ihrer Nummer vom 28. August einen Bericht über den Vortrag von Dr. Lewin über den Brith Schalom. In dem Vortrage hat nach Ihrem Bericht Dr. Lewin behauptet: I. Ich hätte versucht, die Beamten der NationaJbibliothek zu zwingen, am Proteststreik des Jischuw nicht teilzunehmen; 2. Daraufhin hätten die Studenten gedroht, die Fenster der Bibliothek einzuschlagen und mich gezwungen, die Beamten freizugeben; 3. Ich hätte den Beamten den aliquoten Betrag von ihrem Gehalte abgezogen. Ich teile Ihnen mit, daß aHe drei Behauptungen von, A bis Z erfunden sind und kein einziges wahres Wort enthalten.» Wir erhalten folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung: «Als Vertreter der religiösen Arbeiterschaft in Erez Israel, des Hapoel Hamisrachi, nahm ich in Wien an den Tagungen des Waad Haraschi schel Hamisrachi teil. Da ich an einer schweren Erkrankung einer Hand laborierte, benützte ich diese Gelegenheit, mich in Wien ärztlich behandeln zu lassen. Herr Dr. S. Knopfmacher hat sofort die richtige Diagnose gestellt and mich derart behandelt, daß meine Hand in kurzer Zeit geheilt wurde. Da Herr Dr. Knopfmacher keine Mühe und Anstrengung scheute, um mir Heilung zu bringen, fühle ich mich verpflichtet, ihm auf diesem Wege meinen innigsten und besten Dank öffentlich auszusprechen, leb danke hiermit Herrn Dr. S. K n o p f m a c h e r, Wien, I., Sonnenfelsgasse 11, für diese seine selbstlosen Leistungen und bitte um freundliche Veröffentlichung dieser Zeilen.» Unsere geehrten Leser werden auf das Inserat der Feinwaschanstalt «Habsburg», Zentrale: VI., Wallgasse 4 (Seite J), aufmerksam gemacht. Die Firma ist als einzige :iieser Branche Mitglied der Rabattsektion des Keren Käfern eth, und die Mitglieder dieser Sektion genießen bei Bestellungen den üblichen Rabatt. Jüdischer Sport Hukoah'—Neubau 3:1 (2il) , Hakoah-Platz, 2500 Zuschauer, Schiedsrichter HößL Unter der Patronanz eines unfähigen Schiedsrichters konnten die mit einer selbst für zweitklassige Spiele ungewöhnlichen Rücksichtslosigkeit und Derbheit kämpfenden Neubau-Leute eine höhere Niederlage abwenden. Wenn die kommenden Spiele mit der gleichen Gehässigkeit absolviert werden sollten, werden die zweitklassigen Vereine selbst den Schaden für ihr unsportliches Vorgehen zu tragen haben, da der Hakoah-Anhang für die Dauer an diesen Stierkämpfen kein Gefallen finden und eben ausbleiben wird. Allerdings darf auch den Hakoahnern ein Vorwurf nicht erspart werden. Würde die Mannschaft jedes Wettspiel bereits in der ersten Halbheit mit voller Kraft bestreiten und durch möglichst rasche Fixierung des Sieges dem Gegner jede Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden rauben, würden die Spiele in anständigerer Form dufchgeführt werden. Der beste Mann Hakoahs stand diesmal in der Halvesreihe. Der kleine Liebermann lieferte ein ganz vorzügliches Spie! und hat sich bereits zu einem vollwertigen Flügelhalf entwickelt. Die Verteidigung konhte entsprechen. Stroß spielte in der ersten Halbzeit sehr ambitionslos und vergab viele Bälle durch leichtsinnig-schlechtes Zuspiel- Amster als Flügelhalf ist nur als Notbesetzung zu betrachten. Der Flügel Maqsher-Fischer zeigte gutes Können, speziell Mausner war sehr agil. Stern schoß alle drei Tore und war auch im Felde sehr brauchbar. Sein erstes Tor war ein Kabinett* stück. Heß war der geistige Lenker des Angriffes und spielte seine Nebenleute in vorbildlicher Weise frei. Ini der zweiten Halbzeit wurde er durch einen unerhörten Roheitsakt des gegnerischen Zenterhalves außer Gefecht, gesetzt und war nach seinem Wiedereintreten stark gehandikapt. Ehrlich ist kein Flügelstürmer und für so harte Kämpfe vie! zu weich. Wie wäre es mit der Reaktivierung von Katz? Bemerkenswert ist, daß der Neubau-Zenterhalf trotz zahlloser Roheitsakte und mehrfacher Verwarnung nicht ausgeschlossen wurde. Erst als er den ohnedies für Neubau sehr konzilianten Schiedsrichter anläßlich der Anordnung eines Elfmeters mit Fußtritten traktierte (solche Tritte verabfolgte er den Hakpahnern von Beginn an), wurde er gezwungen, sich vor seinen Kameraden unrzukleiden und wurde überdies von der Wache in Empfang genommen. Im Laufe der Debatte wurde auch Mausner geohrfeigt, der Uebeltäter blieb straffrei. Hakoah kombiniert im Anfänge sehr ungenau, überdies vergeben Mausner und Fischer totsichere Chancen. In der 13. Minute übernimmt Stern eine gute Flanke Ehrlichs volley und Hakoah führt 1:0. Bald darauf geht eine Bombe desselben Spielers an die Stange, ln der 21. Minute spielt Heß Stern frei, der flach und placiert zum zweiten Male skort. Bald darauf erzielt Neubau aus einem etwas anrüchigen Elfmeter ein Tor und beginnt mit unerhörten'Derbheiten, unter denen speziell Mausner und Fischer zu leiden haben. Der Schiedsrichter fällt durch gahz unmögliche Offside-Entscheidungen gegen Hakoah unliebsam auf. Knapp vor Halbzeit ruft er Stern in aussichtsreichster Stellung gänzlich unbegründet zurück. Nach Halbzeit arbeitet Stroß wesentlich besser als vorher und Hakoah ist klar überlegen, Pecji und derbös Spiel der Gegner verhindern aber zunächst jeden Erfolg. Als Stern in der 36. Minute im gegnerischen Strafraume zu Fall gebracht wird, protestieren die Neubauer gegen den mit voller Berechtigung angeordneten Penalty in noch nie gesehener Weise. Als der Schiedsrichter durch Püffe und Stöße nicht umzustimmen war, versetzte, ihm der für den Ausschluß bereits überreife SchwindHackl einen saftigen Fußtritt und war sichtlich empört, als er dafür vom Platze gewiesen wurde. Die Neubauer Spieler rauften untereinander, Mausner wurde geohrfeigt, mit einem Wort, es war ein liebliches Schauspiel. Schließlich 'verwandelte Stern den Elfer, womit das Spiel entschieden war. Zum Schlüsse verletzt sich noch Liebermann durch eigene Schuld, spielt aber dann weiter. Aufstellung: Oppenheim; Feldmann, Scheuer; Amster, Stroß, Liebermann; Fischer, Mausner, Stern, Heß, Ehrlich Hakoah p*ägt kommenden Samstag ein Freundschaftsmatch gegen Vienna aus. H. Sp. Turnverein «Makkabi II», Leopoldsgasse 3; beginnt am 18. d. M., mit einem Kurs für Akrobatik und Gymnastik, unter Leitung eines Assistenten einer bekannten Wiener Akrobatikschule. Tumzeiten: Montag und Donnerstag von halb 6 bis 7 Uhr Kinderturnen, von 7 bis 8 Uhr Akrobatik und Gymnastik, von 8 bis 9 Uff Geräteturnen für Damen. Mittwoch von 7 bis 9 Uhr Herrenturnen. □DinapDDinpiEHaiaiainiaiDiaiQ Lebensversicherungs- Gesellschaft GEGRÜNDET IM JAHRE 1883 Veraicherungsbestand per Ende Juni 1930 ......... 2600 Millionen Schilling Garantiemittel per Ende 1929 .. 300 Millionen Schilling Prämienand Zinseneinnahraen im Jahre 1929 ..... . . 125 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 . 28‘/» Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, ItaJIen, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt za billigen Prämien and günstigen Bedingungen Kapitalsand Rentenversicherungen jeder Art ab Neueingeführt: kinder-versorqunqs-versicherung ^Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeifcrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Lnvaliditätsveraichemng (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit and Auszahlung des versicherten Kapitals nach dreijähriger Dauer der Invalidität) Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Aufruf an die Tempelbelucher! Beim Präfidium der Ifraelitifchen kultusgemeinde find Befdiwerdea darüber eingelangt, daß an hohen jüdifchen Feiertagen die religiösen Gefühle Strenggläubiger nicht feiten dadurch verletzt werden, daß Tempeibefucher im Automobile vor dem Tempeleingänge Vorfahren. Das Präfidium der Ifraelitifchen Kultusgemeinde fieht fich durch diele Befchwcrden veranlaßt, an die Gemeindemitglieder zu appellieren, auch in dem vorerwähnten Belange, auf die religiöfen Gefühle anderer R«.J<ficht nehmen zu wollen. Kundmachung. Der Vorftand der Ifraelitifchen Kuitusgemeinde Wien veranftaltet an den kommenden hohen Feiertagen im Feftfäale des Hotel „PoiV‘, I., Fleifchmarkf io (Eingang, I., Drachengalle ij, einen Feftgottesdienft, der hauptfächlich für die reifere Jugend beiderlei Gefchlechtcs (im Alter von i.j bis io Jahren) beftimmt KL Der Zutritt zu diefem Gottesdienfte, der nach dem Vorbilde und im Umfange des Gemeindegottesdienftcs abgehalten wird, erfolgt auf Grund unentgeltlidh ausgegebcner Karten, deren Verteilung durch das Jugendreferat der Kultusgemeinde (I., SeitcnftettengafTe 4, III. Stock) erfolgt. Der Vorftand . der Ifraelitifchen Kultusgemeinde in Wien. Mitteilungen der israelitischen Kultusgemeinde Wien In den nächsten Tagen erscheint unter dem Titel «Mitteilungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien» eine unentgeltlich an sämtliche Kultussteuerträger zur Versendung gelangende Informationsschrift über das jüdische FUrsorgewesen. Diese mit Abbildungen versehene Ausgabe behandelt das weite Gebiet der von der Wiener Kuitusgemeinde geübten Wohlfahrtspflege und gibt eari Übersichtliches Bild von den Leistungen und Notwendigkeiten eines umfassender jüdischen Fürsorgewerkes in Wien. Austritte aus dem Judentum Fleischör Willy, 10. April 1912, IX., .Glasergasse 4. Hirsch Kurt, 2. August 1913, I., Weihburggassc 4. Schenk Hermine, 1. Februar 1885, II., Gabelsbergg. 4/17. Kraus, geb. Grethe Müller, 20. April 1$K)1, I., Schottenring 35. Kraus Walter Oskar, 9. Februar 1924, I., Schottenring 35. Fröhlich Madelaine, 26. Juli 1902, IX., Rote Löweng. 8/19. Weiß Anna, 24. April 1895, Graz. Mautner Leo, 23. Februar 1895, XIX-, Hauptstraße 13. Mautner, geb. Stransky, 10. November 1883, XIX., Hauptstraße 13. Was nicht jeder weiß! Es schien bisher mit unüberwindlichen Schwierigkeiten verbunden zu sein, ein schmerzstillendes Mittel darzustellen, das prompt wirkt and zugleich auch dauernde Erfolge zeitigt. Nach umfangreichem Studium auf pharmakologischem Gebiet und eingehenden Versuchen an einem großen Krankenmaterial gelang es schließlich, in dem Togal ein Mittel herzustellen, welches neben zuverlässiger und anhaltender Wirkung absolut unschädlich ist. Togal-Tabletten haben sich bei rheumatischen und gichtischen Schmerzen, Kopfschmerzen und Erkältungskrankheiten hervorragend bewährt. Intelligentes Fräulein, welches Unterricht in Hebräisch, Französisch, Englisch sowie Gyrmt^slalnachhllfe erteilt, sucht Naclim!tta}>*stollung za größeren Kindern / IItJ Große Sohlffgasae Nr. 6/20. Dipl. Kindergärtnerin aus Palästina, mit französischen, englischen und deutschen Sprachkenntnissen, 8 Jahre Praxis, sucht Arbeit in einem hebräischen Kindergarten oder in einem Privathaus. Sie erteilt auch hebräischen Privatunterricht. Zuschriften an die Administration «Die Stimme» unter «Hebräische Kinder- ■ _Partnerin» iaüQ[xmbDan[xiaaDDDnDaa[xrinnrjDCt. -nnmn- 8 in Wien, gründliche Englisctuenntnisse, erteilt Stunden P in beiden Sprachen, eventuell auch.einige Nachmittage { mit Nachhilfe für Schule. Anmeldungen erbeten tele-! phonisch R 41-1-73. zwischen 2 bis 3 Uhr N. M. oder unter «Gewissenhaft» an die Expedition des Blattes Für Fräulein 39 Jahre alt, mit makellosem Vorleben, aus gutem, vermögendem polnisch-jüdischem Hause, wird passende Helratf g«ss«iclatf Zuschriften- «Nur hochanständig, vornehm und gebildet» an Exp. «Die Stimme». Bernhard Kohn WIEN, I., HIMMELPFORTGASSE 20 KLAVIERE ln allen Preislagen, neu von «n , edsmwKMw.v -:iv ' ■ v» Klntlerwatiem . yo/ri «Infactoian bis zum tsinsttft Qanr* arzsua* ENGELBERG xx> w*»ei>.teu»piatz s WUUUWUUHU FlllaU; XX, Klaetftrnsuburgarstra&a 19 Billiget« Elnkauftquell«. Uab#r«aug»n Sl« «loh Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Oesterreich. Wien. I., Käininerstralie 28. —- Verantwortlicher Redakteur: Dr. Sigmund FinkeistoJu, Wien, 1. Rauhenstelngasse 1. — Druck -'Inva*. Wien. VII.. Leichenfelderstraße 1.

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