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Die Stimme · 1930-09-11 · Heft 142 (11.9.1930) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 142 (11.9.1930)
Date
1930-09-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DIE STIMME lHft 142 Grabsteine Friedländer & Dentsch Wien, L, SeltenStettengASse Nr. 2 Tel. Ü 28*1-28 XI., Zentralfriedhof, neben dem l. Tor, Tel. Ü 18-0-85 hielt ehrenvolle Einladungen nach Laibach, Kolin, Leipzig und Paris und dürfte auch soweit es möglich ist, den Einladungen, Folge leisten. — Die Schwimmer waren in den tändermännschaften, die Oesterreich sowohl gegen die Schweden als auch gegen die Tschechoslowakei stellte, in der Wasserballmannschaft und auch in den einzelnen Schwimmkonkurrenzen, repräsentativ tätig und schnitten ivorzüglich ab. Bei der Meisterschaft über 1500 m errang der iSchwimmer Dreikurs in vorzüglicher Zeit den dritten t*latz 'und wurde nur mit Handschlag besiegt. Auch die Schwimmer haßen ehrende Einladungen erhalten und werden am 14. September an einem Wasserballturnier in Prag teilnehnien und am 12. und 13. Oktober ebenfalls in Prag, den Klubkampf gegen den Bruderklub «Hagibor», Prag, austrajgen. — Die Handballer haben eine vollkommen verjüngte Elf aufgestellt, die sich vorzüglich schlägt und im (etzten Meisterschaftsspiel gegen die gute Neubaü-Mannichaft ein 10:10 Resultat erreichen konnte, nach dem sie bis knapp wor Schluß in Führung war. — Die Ringer der Hakoah, die eine der besten Wiener Mannschaften darstellen, haben eine Einladung nach Italien akzeptiert und befinden sich derzeit auf dieser Tournee, die sie nach Bari, Rom ‘und Bologna führt. Obzwar sie in Barl die olympische Auswahlmannschaft Italiens zum Gegner haben, ist es dennoch sicher, daß sie ehrenvoll abschneiden werden. — Die Hockey.Sektion hat wohl ihr erstes Spiel in der!Meisterschaft gegen V. f. B. 1:2 verloren, bat aber in dem jSpiel bewiesen (sie führte bis knapp vor Schluß 1:0), daß auch sie als ernster Gegner zu werten ist. — Die Tenni.s- Sektion wird in den nächsten Wochen Brudervereifle a(r^ der Tschechoslowakei in Wien empfangen und Klübkämpfe auf ihren Plätzen in der Krieau äustrage'n. Der erste Kampf findet kommenden Sonntag gegen Makkabi, Brünn, .statt. . Die Fechtsektion der Hakoah hat das Training:in ihrem Fechtlokale, Wien, IX., Porzellangasse 33, wieder angenommen. Anmeldungen von Mitgliedern wollen schriftlich an das Sekretariat der Hakoah, Wien, I., Wiesingerstraße 11, erfolgen. Es geht schon besser! Hakoah—Donau 8:1 (2:1). Hakoah-Platz. 2200 Zuschauer. Schiedsrichter . Mantler. Die Hakoahner konnten anläßlich der Wiedereröffnung ihres renovierten Sportplatzes, der nunmehr über eine prachtvolle Rasenfläche verfügt, gegen die hoch eingeschätzte Donau-Mannschaft einen hohen Sieg feiern, der hoffentlich das Selbstvertrauen der jüdischen Spieler für die' köfnmenden schweren Kämpfe gestärkt hat. Jedenfalls ist dieser Erfolg besonders hoch einzuschätzen, da er gegen einen' mit den brutalsten Mitteln arbeitenden Gegner erzwungen, wurde, und es ist besonders erfreulich, daß die -Hakoahner sich als disziplinierte Sportsleute erwiesen. Von Beginn an hatte ein’ Großteil der Dönäu-Spieler das offentsichtliche Bestreben, ihre in fußbälltechnischer Hinsicht hoch überlegenen Gegner.» kampfunfähig zu machen. Herr Mantler ist an den Exzessen, dieser «Sportsleute» mitschuldig, da er die längste Zeit'ruhig zusah, wie die Hakoahner, ohne daß der Ball in der ^lähe gewesen wäre, durch heimtückische Fußtritte attackiert wurden VSehr spät entschloß er sich erst, den Donau-Stürmer Kreysar, wegen einer besonders krassen Derbheit an-Stern, aaszuschließen. Hakoah führte zu dieser Zeit bereits 3: L. In der Verteidigung bot Feldmanh; die beste Leistung; aber auch Scheuer bewies eine wesentliche Formverbesserung. Der beste Half war der kleine Liebermann, der sich die Schneid nicht abkaufen ließ und mit großer Wucht und Aufopferung arbeitete. Placzek war sowohl als Seitenals auch als Mittelläufer herzlich schwach, während Stroß, der nach Halbzeit mit ihm Platz tauschte, befriedigen konnte! Der Sturm hätte in Mausner, der von Fischer II zeitweise gut unterstützt wurde, seine treibende Kraft., Stern und, Heß hatten prächtige Momente, besonders Heß scheintwieder im Kommen zu sein und war sehr spielfreudig. Ehrlich war überaus ängstlich und konnte sich erst gegen Schluß,’ von Heß prächtig gemanaget, bemerkbar machen. Das Spiel beginnt mit schönen Angriffen der Hakoah und schon in der 2. Minute erzielt Stern aus eiinem Freistoß 1. Treffer. Hakoah bleibt weiter überlegen, doch verhindert die rücksichtslose Spielweise der Gegner weitere Erfolge. In der 25. Minute erzielen die Donau-Leute nach einqm? Gedränge den Ausgleich. Hakoah geht vom Abstoß weg vor, Maqsner wird derb gefoult, Herr Mantler sieht' nichts., I$n klares Hands im gegnerischen Strafraume wird von ihpi auch nicht zur Kenntnis genommen. Häkoah drängt weiter, ^Steril überspielt die gegnerische Verteidigung und Wird vom Donau-Tormann äm Fuße festgehalten, wodurch Herr Mantler endlich veranlaßt wird, den längst fälligen Elfef zu diktieren, der von Stern sicher verwandelt wird. Dej* .Rest; der ersten Spielzeit wird von fortwährenden Roheitsakten der Donau-Leute ausgcfülit. Herr Mantler aber diktiert Freistöße gegen Hakoah. Nach Halbzeit ist Hakoah gleich wieder in Front, die Gangart der Gegner ist womöglich noch schärfer und Hefr Mantler sieht noch weniger. Heß wird vom gegnerischen Tormann nach dem Auskick . niedergetreten, der Schiedsrichter entscheidet statt Elfer Und Ausschluß: Aufwurf bei der Platzmitte! Heß wird vom Platze getragen und erholt sich erst nach einiger Zeit. In der 8. Minute geht Mausner von der eigenen Platzhälfte in unwiderstehlichem Laufe auf und davon, überspielt einige Gegner und erzielt nach kurzem. Ballwechsel mit Fischer das schönste Tor des Tages. Der Kämpf ist jetzt entschieden und der verdiente Ausschluß Kreysars bringt das Spiel in etwas fairere’ Bahnen, so daß auch der körperlich sehr schwache. Ehrlich sein Können zeigen kann, ln der 31. Minute erreicht Mausner nach Zenterball Ehrlichs das 4. Tor, bald darauf geht Ehrlich neuerlich durch, gibt uneigennützig an Stern ab und Nr.: 5 ist erreicht. Die Hakoahner sind jetzt nicht mehr zu halten und erzielen in den letzten Minuten noch drei Tore durch Heß, Stroß und Ehrlich. Turnverein «Makkabi II», Leopoldsgasse 3, beginnt am 18. d. M. mit einem Kurs für Akrobatik und Gymnastik, unter-Leitung eines Assistenten einer bekannten. Wiener Akrobälikschule.; Turnzeiten: Montag und Donnerstag Von T£6 bis 7 Kinderturnen, von 7 bis 8 Akrobatik1 und Gymnastik, von 8' bis 9 Geräteturnen für Damen. Mittwoch von 7 bis 9 Herrenturnen, Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Kundmachung.. . Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet an den kommenden hohem Feiertagen' im Festsaale des Hotel: «Post», I., Fleischmarkt 26 (Eingang I., Drachengasse 1), einen; Fes t g p t te s;d i ens t, | der hauptsächlich für die reifere Jugend beiderlei Ge?chlech- . tes (im Alter von 15 bis 20 Jahren) bestimmt ist; , Der Zutritt zu diesem Gottesdienste, dqr nach dem Vorbilde und im-Umfange der Gemeindegottesdienste abgehalten wird, erfolgt auf Grund u n e n t g e 1 f 1 i c h ä u s'ge g e b ener Karten, deren Verteilung tunlichst imVWege der Jugendorganisationen erfolgen soll.; , Die Jugendgruppen werden ersucht,’ ein. Verzeichnis jener Jugendlichen, . die Zutrittskarten zu diesem ‘ Gottes- diehste wüitechen, bis spätestens Montag» .den 15'. .September,; 1. J. dem Jugendreferäte der Kultusgemeinde' zu übermitteln'. , Die Ausgaben der Karten auf prund der Verzeichnisse,! erfolgt am 15. und 1§. September 1. J., während, die Einzel- : kalten an Jugendliche ab Mittwoch, .den 17., September 1. J.. im 'Jugendreferäte (I.,. Seitenäfettengässe* 4, III.-Stock) von 9 . bis .12 Uhr vormittags ausgefolgt werden. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Hebräische Sprach- und Bibelschule der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, XXI, Othinar-- . ': - . gässe 46 . .! . Die E ins chreibung e n für? :d>as Schuljahr 1930/31 finden an folgenden Tagen statt: 1. Für. die. Hebräischen Sprach- und .Bibelkurse .(Methode iwrith-b’iwrith):. Monfa.g. den 15. September, .. Dienstag, den 16. September, und Mittwoch, den 17. September, ........ jedesmal yon.3 bis 7 Uhr nachmittags, im.. Saale I. 2. Für die Lese- und Bibelkürse (Methode der. Wiener öffentlichen Schulen): : M o n t a g, den 15. September, und f Mittwoch, den 17. September, ■ ■jedesmal'von-3 bis 5 Uhr nachmittags, im Saale II. 3. Für den Talmud- und Barmizwahkurs;1 . Sonntag, den 14. September, 'von Vz9 bis 10 Uhr vormittags,-und . : , Montag, den 15. September, von 2 bis 3 Uhr nachmittags, jedesmal im Saale II. Wien, 1. September 1930. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Zur ZI. 19075/K/30. " Das Konsulat der Republik Polen in Wien gibt folgendes bekannt: Gemäß Art. 25 des Gesetzes über die allgemeine Wehrpflicht und .§ 90 der Durchführungsverordnung ium Gesetze über die allgemeine Wehrpflicht, werden alle iö Oesterreich wohnhaften, im Jahre 1910 geborenen 'polnischen Staatsangehörigen männlichen Geschlechtes, ferner, alle polnischen Staatsangehörigen im Älter von 23 bis 50'Jahreft,: welche aus irgendwelchen Gründen sich bis nun zwecks Eintragung in die Militarassentverzeichnisse nicht gemeldet haben, aufgefordert, in der Zeit Vom 1. Oktober bis 3Ö. November 1930 im Konsulat der Republik Polen in Wien* III., Rennweg 1, zur Eintragung in das Verzeichnis der Stellungspflichtigen sich persönlich zu melden. Die Nichterfüllung dieser Meldungspflipht wird gemäß Art. 97 des bezogenen Gesetzes geahndet; Bei der Meldung sind nachbezeichnete . Dokumente vorzuweisen: , §',; 1. Geburtsschein; 2. Identitätsnachweis (Reisepaß u. dgl.); 3. Nachweis der polnischen Staatsbürgerschaft bzw. des Heimätsrechtes (Gemeindezuständigkeit); 4. Urkunden betreffend Feststellung der NationalitätJ dbr Konfession, des Berufes bzw.: der Beschäftigung und. der Schulbildung; 5. die amtliche Bestätigung über die Meldung zur Registrierung der Achtzehnjährigen; 6. Nachweis des ständigen Aufenthaltes in Oesterreich (amtlicher Auszug aüs den Meldedaten). i"; ' Die aus wichtigen Gründen am persönlichen Erscheinen verhinderten Meldungspflichtigen,; ferner, die in Albanien wohnhaften’ polnischen Staatsangehörigem haben in der ob? bezeichneten Frist ihre Meldung schriftlich vorzunehmen* Dem diesbezüglichen Schreiben — welches auch Angaben darüber, ob die Eltern leben, wo s«e. wohnen'lind welchen Beruf die aiisüben, zu enthalten hätte —' sind sämtliche oberwähnte, anläßlich der persönlichen Meldurtg vorzuWeisende Dokumente beizuschließen. \ Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien. L. Kärntnerstraße 28. Telephon A 27-3^20. Ppstspar. kassenkonto 1Ö0.208. Ueberschrlttene GruDDeukontingente. Bisher: halben folgende .Gruppen die- .üHorriotttmenen Kontingente nicht nur ganz ‘ aufgebracht, sondern überschritten. und. zwar: , Gruppe ■ Sektion iy/v. Z. M. V.: Giskaiah . Bl au-Weiß •’•. ... Organ. Zion. Frauen, Gdu-d Zirlm . . -.;. Histadnith ’Gordoniä Klub junger Zionisten Makkabi . , . . Mirjam < » . . * Zirerru . , Graz .. . . . « Hohenau .... Klosterneuburg . . Krems ...... . ... Ueibernommert.es : Aufgebrachte/ Kontingent; - Kontingent 'S' . ft 1500 1 ' 1700 % 5ÖQ •- ■ 525V 4 4 4 4500; 5290 4 0 * 4 6000 6520 * ft 2000* ■ ', 2p'90 e 4 « 1200 1?tio . 9 a * 400 4?0 4 4 4 1500 2200 * 4. 2000 / 2840 4 4 a 5000 6970 * « ft 2500 3500 * 4 ft g •250' - . 310 * 400 410 * * ft 500 710 Selbstkontingenttor. ’ Do® Geschäftsjahr 5690 geht ultimo .September zu Ende. Der Keren .Kajemeth ersucht alle Selbstk^ptingenfrler. die ihr Kontingent. noch nicht aufgebracht' haben, die Zeit bis Ende September für die Werbearbeit zu benützen. Abrechnung und Abführung der Gelder. Der Keren Kajemeth muß alle Gelder an das; Haupt* bureau abführen. Br bittet.daher alle •Gruppen, SbibstHon* tingeuiler und sonstige GG. u u v e r z'ü gl i c h alle bei ibneu befindlichen Gelder abzufüilrcp. Iij Palästina wird jeder (Gröschen dringende benötigt!. Ab Montag.'den 15. September, \ylrd: lni Keren Kälßmeth wieder die Winterarbeitszeit eingbführt, und jrwar von bi$ 1 Uhr mittags und von 3 bis W'Uhr'abends. Lebensversicherungs- Gesellschaft GEGRÜNDET IM JAHRE 18 83 Versicherungsbestand per EJnde Juni 1980 ........ . 2500 Millionen Schilling Garantiemittel per Ende 1929 . . . . .... . . . . . 30Q Millionen Schilling Prämien- und Zinseneihnahinen im Jahre 1929 . .... . . . 125 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 ..... . 28‘/i Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: ..f.yipi ..ihm Oesterreich, Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland; Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten. , Pie Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neneingefnhrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung:, Studienbeitrag, Rückerstattung: der eingeaahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditätsveraicheruqg : (Zählung einer Konto bei Eintritt der;Erwerb4unfäbigkeit und Auszahlung dee versicherten Kapitels nach dreijähriger Dauer der Invalidität) iGnonpiapiüiocjü Austritte aus dem Judentum T^ubjnann Brecher “ lag geH* Unser Gg. Chalm Dörfler zeigt die bevorstehende Vermähluhg seiner Tochter Rracliel mit Herrn fceiqiii; Prey an. Die Trauung findet Sonitfp^ den' 14. September 3. l^ N. Mim St^dttempel, 1, Bez., Seitenstettengasse, statt. Bernhard WIEN, I., HIMMELPÜQRTGASSE 20 KLAVIERE In Alton Preislagen, neu von $1440 en oeeeoeeeeooeoeoeoooooooegeoeeeeeooooao voft «lnfsch»t«n t,l# zum Q*ort »r^eugi ENßELBERG XX*» WeUenftolnpIat* 3 MavIiljilslIUim Rll«i«i <>t, KlojptfrnwburgiratraB« 91 eink*ul#qyell* 8lS flchi Eigentümer. Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Oesterreich, Wien. Käriiuierstraße 2ß. — Verantwortlicher Rndäkteur: Dr. Sigjhjihd Fi-nkelstfiln. Wien, I*. Rauhensteiitgasse 1. — Druck: «Inva», Wieii. Vn.,'Leichenfeiderstraße l 1

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