Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 141 (4.9.1930)
- Date
- 1930-09-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Preis 35 Groschen Leset Abonnieret Verbreitet Die Stimme AtroiUMBMntprtu«: Für 0aslerratoh: Monstl. 8 1.50, rlerielj. 8 4.f0 ganrj. 8 18.— / DeataaMud: Monatl. Goldtnarfc l.-K vlartalj. Goldn&rk 8.— f Tscheohoslowakil: Monatlich Ke 7.—, viertel]. Ke 19.— I Jugoslawien Monatlich Dinar 14.—. ’ riertetjährlich Dinar 40.— Polen: MonatL Zloty 2.80, vierielj. Zltoy 8.80. I Peai Ungarn: Monatl. PengS 1.50, viertel]. PengS 8.90 I B am ein len: Monatl. Lei 45.-—, viertel]. Lei UK— I Balgarien: Monatl. Lewa 80.—, rlertolj. Lewa 80.— Belgien: Monatl. Belga 2.—, riertelj. Öolga 8.— I Uebriges Atisland: Monatl. Schwelscr Franken l.U JVcdaAtien und J$dhmHniMtratian Wien* Donnerstag, 4. September 1930 (U. Elul 5690) 3. Jahrgang Nummer 141 Die politische Debatte In der Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees vom . 26. August, vormittags, begann die politische; Aussprache. H. F a-r b stein (Misrachi) bemerkt}; daß er zu;ddn Erwartungen, von denen Dr. Weizmann bezüglich des -.kOmr.. mpriden, konstruktiven Programms der englischen Regierung gesprochen hat/ kein Vertrauen habe. Es sind;bis -jetzt;tjn~; verzeihliche Fehler, gemacht worden. Zehn/Jahre lang-,hat mnn.'nicht klar gesagt, was wir in Erez Israel (erstreben;.. Was;- die akfe^jSen Probleme betrifft, sei bedauerlich,; daß..^eiz- ,» man^k®ih Wort überden Kongreßgesprochen iiaj. ,r <;j 'B I n" G-u r i <rn: <^tie)terpat!te}^;b^^i(^t/die^^jBl(^.n derBertiüHungeri in Genf. XJbvTöT^T d^'Bejricht.lfer MähdatskottHniSsibh-1 uns 'eine moralische Geniirgtuuhgf^gfeWilhjrt, müssen wir uns doch bewußt sein; daß dis Zentrum hn^ei'er Politik in London liegt und nicht in Genf: Redner befür-1 wörtet eine konstruktive Politik der Zusammenarbeit init England und3 mit den Arabern.. Wenn das vota" manchen Seiten konstruierte; Dilemma, ob wir o d e r.'dle Araber im Lande Platz haben, wirklich bestünde, so wäre das Re?; sultat für uns verhängnisvoll, ln Wahrheit; haben; bei;d e Platz und wir können uns verständigen. -;; c: t\. Abraham Goldberg (Amerika): Es '.istzu bedauern, ', daß man erst jetzt auf die Bedeutung der a(n\Ws§heh ,Fi;age' durch die Ereignisse. aufmerksam gemacht wurde. Wq; blieb' die arabische Politik unserer Führung? £r:tritt für. die Schaffung, eines politischen Komitees zwecks Vorbereitung' eines Kongresses ein} auf dem die wahrhaft;zvjr,ec|kmäßige Parole unserer zukünftigen Arbeit zum- Aufdruck' kpmmetv soll. / \ V. \ Mdr ,G r o ß m a n n (Revisionist) kritisiert die J-laltung/ der Londoner Exekutive, die vollständig;:versagt - habe. Redner erläutert seinen Gedanken einer «Atempause» in der Palästina-Arbeit. Man müsse jetzt. zu eipgr - politischen .; Offensive übergehen. . Es scheint, daß die gegenwärtige Exekutive nichts zü sagen hat, daher soll sie .einer revisionistischen'Exekutive Platz machen; ' / ‘v. Twersky• (Hitachduth). führt aus, bei jedem politi-. sehen Kampfe müsse man sich über das Ziel, die, Methoden und die Möglichkeiten genaue Rechenschaft ablegeti,; sonst laufe man Gefahr, einen heroischen Eiidkaippf, wie vor 2000 Jahren die-Zeloten, zu führen, nichjt aber -Erez -Israel zu'bauen.'---' Grünbaum (radikal) erklärt, die englische Regierung habe zehn Jphre gegep unseren politischen!Status gekämpft, jefzt grejfe sie unsere konkrete ArbeitsmögUcbkeitan. Weizmann hätte zurücktreten sollen, schon als Symbol dafür, daß' eih irieües Kapitel der zlonistlsöhen Geschichte beginnt. Wir dürfen uns nicht mit einer jüdischen Minderheit in Palästina zdfftederigeben iuid den Gedanken1 des Judenstaates * nichi opfetn:!;--i '• - \ ’* - ■ | - -Eräsident S o kol o w warnt vor einer Debatte, die sich jin allgemeinen Redensarten ergeht und regt' an, in der . jm t. ' Wichtige Ne u er s che idun g! In ütosWem Vorlage scheint Soeben:/ V~£i? «-V?»-' jH -'»Er, utr'rj::"■ * ~ *.T (fFestgebete für1 die, hohen Feiertage) mit vollständigem, ungekürztem Texte, mit-einer neuen Uebersetzüng yön Professor Dr. ]akob ßronner, Wien Di eise neue Übersetzung zeichnet. sich vor allen Anderen, bisher vorhandenen durch ihren modernen Stilund1 ihre Klarheit aus. per Name .des .Übersetzers bürgt! für deren Zuverlässigkeit und Gründlichkeit. 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Man hat von Propagandareisennach Amerika gesprochen, - aber zionistische Abordnungen können doch nacht ohne Zustimmung der Nichtzionisten nach Amerika gehen: Zum Schluß tritt Stricker ifitc die Einberufung des Kongresses ein.; - B l u tne'iff e 1 d: (Deutschland): Die Frage Judenst^at oder binationäler -Staat ist bereits zugunsten des letzteren entschieden, da ’die Araber an Palästina sind -und bleiben 1 werden, toer Weitwirtschaftsprozeß wirkt gegen die Juden und diese Erkenntnis eröffnet große Möglichkeiten, zionistisch zu‘:wetbefi. / 11 ‘ \ . : ■y //S p k o 16 w:' r, Öie: .'unverrückbare Basis alL .unserer A&eitenQstdls: Bas^et^Programm und alle Eritwickliingen - Seft jerier Zeit sind nu^Kommeritars; Es gibt einen bedingten Ziohismtis, der von deif Wechselfäileh abhängt, und einen unbedingten, den er seit Jahrzehnten vertritt. In der- Zukunft werden wir unsere politische'Arbeit intensivieren müssen. Dazu abeir gehört eine' Vergrößerung der Mittel. i:: N a i d i t s c h ' (Paris): Alles hängt von der -Kraft de! jüdischen Volkes ab: Nach San Remo ging Weizmann nach Amerika und das war der richtige Weg. Ein Rücktritt , Weizmänns im gegenwärtigen Augenblick wäre-ein Unglück, denn er symbolisiert unsere Bewegung. Ru pp in:'Als ich 1925 aus der Exekutive ausschied, habe ich den Bnth Schalom gegründet, um in diesem Kreise die von mir alsf zentral-'erkannte Frage weiter zu behandeln. Wenn nicht eine praktische Politik in der arabischen Frage als-eine der wichtigsten Bestandteile in das zionistische Programm aufgenömmen wird, droht uns’ eine ungeheure Erschwerung unserer Arbeit. Beide Völker leiten ihre Rechte direkt aus dem Völkerbund und vom Völkerbund ab. Wenn wir mit so einem Programm des «binationalen Staates» zu den Arähern kommen, so werden sie es wahrscheinlich nicht anhehmen; aber da. sie: heute glauben, daß /wir sie beherrschen wollen, so wäre es schon ein großer Fortschritt, wenn wir dieses Programm den Arabern verständlich machten.'Wir müssen: uns'gewöhnen, die Araber als ein Volk anzuseheri, das auch Rechte auf Palästina hat. ■ Der Brith Schialom hat niemals Verhandlungen mit Arabern geführt und kann das auch gar nicht, da er nur eine-ganz kleine Gruppe repräsentiert. Alle änderen Gerüchte sind unwahr. Redner verweist: auf das vorliegende Memorandum des Brith Schalom und kündigt für die politische Kommission-konkrete Vorschläge an. ' ' -! r : Kaplansky-verweist darauf, daß die Ursache aller politischen Verwicklungen in der arabischen Frage zu.'sehen ist. Er wendet sich gegen die Redner, die von einer Pröpa- ZIONISTISCHES rT TD AOTTTD D FTPU Sfin^tag, den 6. September 1930 Jt* Utv Wü X ÜXvxvXilri urpi 8 Uhr abends im Festsaal des Hotels Continental, Wien, II., Taborstrasse Nr. Redner;. Abraham Qoldberg (New York), Vizepräsident des Zionistischen Aktionskomitees # Thema: Die Lage im Zioniemus (Nach den Berliner Sitzungen] Juden erscheinet in Massen! ♦ Regiebeitrag S I.—, für Jugendliche $ i