Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 139 (21.8.1930)
- Date
- 1930-08-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Preis 35 Grosdim V. b. b Leset Abonnieret Verbreit' Abonnenjonlprolao: für Oesterreich: Monatl. 8 1.50, viertel). 8 4;20, fanzj. 8 18.—1 / Deutsehlaad: Monat!. Goldmark , viertel). Ooldwark / Tschechoslowakei: Sonatlich Ko 7.—, viertel). Ko 19.— I Jugoslawien: ' onatUeh Dinar 14.—. vierteljährlich Dinar 40.— ) Jitdisdke Zeitung leden JfrfljjiiM ' ^edmlMon und Administration: , I.» PjaufkenstetnätMase t — gfefepltow Jt 2d-3«S» Polen:. Monatl. Zloty 2.80. viertel). Zitoy 6J>Ö / Ungarn: Monatl. Pengö l.so, viertel). Peng5 4.io I Runtfinien: Monatl. Lei 45.—, viertel). Lei 125.— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, viertel). Lewa 80.— Belgien: Moqatl. Belga 2.—, viertel). Belga 5.— I Uebriges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 3. Jahrgang Wicfn, Donnerstag, 21. August 1930 (27. Ab 5690) Nummer 139 -!■ . |L[ ■ ...m .^v.i j,;: .'guag.'sgr'111' ,V '■ ■■«vs,..,, aa'.is.i..,..■■■ .-tt= Eine wichtige Konferenz ewischenWarburg und Passfield Dem „Hajnt“ wird aus Berlin telegraphiert: Felix Warburg, der jetzt in Wiesbaden weilt, wurde dringend nach London berufen. iWarburg kommt Freitag, den 22. d. M., in [London ah upd wird sofort von Kolonieiiinimster Lord Paßfield empfangen werden, uni mit ihm Wichtige Verhandlungen im Zusammenhang mit den letzten Ausforschungen in Palästina zu führen. / Iiri. Inn&bn des Blattes: ®ie Wetthonferenx der Zionisten-Ptevisionisten in Pmü fin Gespräch mit Ptabhi Meie Berlin JKohamed et ffawit: SHe letzten Unruhen in Palästina ■ ,; ■; Der Bericht der Klagemauerkommission wird Ende Oktober der englischen Regierung überreicht; . Genf, 18. August (J. T. A.). Richtet;-Charles jÖarde, 'das, schweizerische Mitglied der injerhätionalen Klagemauerkonimission, der vorikurzem aus (Palästina nach Genf zurückkehrte, teiltedem JTA- '.Vertreter mit, daß, der Bericht . der, Klagetuäu^rjkommi?sion\ erst Ende Oktober ä.‘ j. fertiggisteilt sein -und dann; sofort der. britischen» Regierung .Unterbreitet werden wird. Die Kommission; fügte Richter. Barde'hinzu, hat vor Abfassung;’des. Bericht tes ein sehr , reichhaltiges Material zu. studieren, Ullein; die Sitzungsprotokolle füllen etwa tausend ■Schreibmaschinen-Bogen. Die erste Beräturig der .Kommission wird im Verlauf des. September:d,‘ J. in [Stockholm oder in Genf stattfinderi. : , Die „Bemerkungen“ der britischen Regierung 1 dem Völkerbund übergehen; 1 | Wie der J. T. A.-Vertreter erfährt, haf die .britische I(Regierung ihre Bemerkungen zu dem Bericht der. Mandatskommission des Völkerbundes; über Palästina ’ weben dem Volkerbundskommissariat übergieben. Die! ^Bemerkungen» sind sehr ausführlich' gehalten [und beziehen sich auf .alle in dem Bericht der Mandätekommision behandelten Punkte. Der Bericht der Mandatskommission mitsamt den Bemerkungen der' Wl^ohen Regierung werden binnen 14 Tagen veröffentlfclilj werden. Der. Völkerbundsrat wird sich mit ihnen:in,seiner Mitte September d. J. in Genf beginnenden Tagfijng befassen. ‘ ' ‘. V ' **' 1 Die Antwort der britischen Regierung! auf die Feststellungen der Mandatskommission ist in einem sehr scharfen, ja unfreundlichen Ton gehalten* Am 20. August werden die Bemerkungen der britischen Regierung zum Palä8tina-Dori$ht 4er Mandatskommission veröffentlicht «Mapchester Guardian» erfährt aus Genf, daß der Palästina-Bericht der Mandatskommission nebst den Bemerkungen der britischen Reglung zu diesem Bericht wahrscheinlich am Mittwoch, den 20. August, veröffentlicht werden Wird. Bedeutsam an den Bemerkungen der britischen Regierung, meldet die Zeitung, sei das Versprechen, in kurzem den Zeiten Teil ihrer Bemerkungen zu übermitteln) in welchem ein kqnstruktives Programm für dje zukünftige Verwaltung des Mandates [ enthalten sein wird. ■ 1 ‘ Es' verlautet, daß dieses Dokument jene Vorschläge enthalten wird, die der HJgh Commissjoner Sir John Chancellor nach der Rückkehr von seinem Urlaub; nqfeh Palästina den Arabern', machen wird. Wie erinnerlich, haben die Mitglieder der arabischen Delegation in der letzten Sitzung der arabischen Exekutive, solche Vorschläge angekühdigt. Der Sekretär des palästinensisch-arabischen Kongresses teilte damals mit, England wtyde ien Arabern eine Legislative Assembly (gesetzgebende Versammlung) anbieteo# der die Araber zustimmen können, ohne ihre übrigen Kardinalfprdefiingen, wie z. B. solche auf Errichtung, einer völligen Selbstregierung, und auf Aufgabe des. Plärts des jüdischen Nationalheims, insoferne dieser Plan'als eine Verdrängung der Araber durch die jüdischen Einwanderer betrachtet wird, aufgeben zu müssen. ' ■ ■ ■. ..-••• J. Klinoff verläßt die revisionistische Union Berlin, 18. August (J. T. A.). Wegen der von der vierten Weltkonferenz der Zionisten-Revjsionisten in Prag angenommenen sozial-wirtschaftiichen Resolutionen ist Herr Redakteur j. Klinoff aus der Unioon der Zionisten-Revisionisteri. ausgetreten. Er sieht in der Resolution die faktische Sanktion zur Gründung einer neueh Arbeitsgewerkschaft in Palästina gegen die bestehende Arbeiter-Föderation «Histadruth». Herr der in der revisionistischen Bewegung seit ihrer Begründung stand; hat immer die Uilion in -der Richtung einer Aenderung ihrer. Arbeiter-Politik zu beeinflussen versucht. Nachdem ihm und seinen Freunden in präg dieser Versuch in einem kardinalen Punkte der revisionistischen Praxis mißlungen ist, hat er jetzt seinen Austritt aus der Partei vollzögen. Herr Klinoff legt gleichzeitig seine Aemter . im Parteirat der revisionistischen Unipn, irti Aktions-Comitee der Zionistischen Organisation, ini Lanäesvörsfand der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und in der Vertreter- Versammlung und im Vorstand der Berliner Zionistischen-Vereinigung, d. h. alle Aemter, die er in seiner Eigenschaft ajs Vertreter der Revisionisten; bisher bekleidet hat, nieder. . Arabischer Generalstreik Jerusalem. (J. ,T. Ä.) Die arabische Exekutive hat Beschlossen, für den 23. August, dem Jahrestag des Ausbruches der Unruhen in Palästina, einen allgemeinen (arabischen Streik zu proklamieren. Der Proteststreik wird sich gemäß Beschluß der Exekutive a u c h gegen ctie Begnadigung des Juden Joseph 0rpha 1 i richten, (Die Jtidenheit Palästinas hat den Jahrestag des Ausbruches der Unruhen als Trauer- und Gedäch/tnistag. nach dem jüdischen Kalender bereits begangen.) Sliiels und Chancellor gehen nach Genf ’ London, 15. August. (J. T. A.) Der Unterstaatssekretär im Kolonialamt, Dr. Drummond Shids, dessen Palästina-Reise gestern offiziell . angekündigt wunde, wird sich, wie heute verlautet, noch vor Antritt dieser Reise nach Genf begeben, um an der in der ersten Hälfte des September stattfindenden Versammlung des Völkerbundes, in der die Palästina-Frage zur Behandlung kommen wird, teilzunehmen.; ' Die in JEdinbourgh erscheinende Zeitung «Scotsman» erfährt, daß der gegenwärtig auf Urlaub in Europa wettende High Comwsicmerfür Palästina, Sjr John Chancellor, Dr. Shiels nach Genfbegieiten wird. Eine Trauerwoche der palästinensischen Juden* heit: Jerusalem. (J. T. A.). Am Dienstag, den 12. August, beging die palästinensische Judenheit die erste jahrzeitfeier für die Opfer der Massakers in Hebron. Am Abend strömten große Massen der Jerusalemer judenheit ln die Hurva-Synagoge, wo der Traüer- und Gedächtnisgottesdiehst abgehalten wurde. Unter j den Rednern War Öberräbbiner Kdök, Es wurde beschlossen/ diese ganze, Woche als . Trauerwoche zu begehen und in dCti nächsten Tagen überall im Lande Gedächtnisfeiern abzuhalten. Die Trauerwoche Wird am ersten jährzeittage für die Opfer der Safeder Tragödie (in Safed begannen die Massakers bekanntlich sechs Tage nach den Jerusalemer Unruhen) beendet sein. ln Tel-Aviv waren am Dienstag, 6 Uhr abends, zum Zeichen der Trauer für die Hebron-Opfer alle Kinotheater und die anderen Lustbarkeitsstätten geschlossen worden. Shiels Palästinareise London. (J, T. A.), Das Colonial Office .teilt aim 14. August offiziell mit, daß der Unterstaatssekretär des Kolonialamtes, Dr. Drummond Shiels, noch im Verlauf der jetzigen. Pärlamentsferien sich zu einem kurzen Aufenthalt nach Palästina. begeben wird. Aegypter erkennen das liistoiisohc Reoht der Juden an der Klagemauer an Kairo. (J. T. A.) Der über Aegypten hinaus bekamis* hervorragende ägyptische Schriftsteller Hussein. Mahmud fördert in einem von der nationalistischen „Tageszeitung «Mokattam» veröffentlichten Schreiben die Aegypter. auf, sich an der Panärabischen Bewegung nicht zu beteiligen. Die Aegypter seien keine Araber.. Es ist Pflicht der Aegypter, dem jüdischen Volke zu helfen, das unserer Völkerfamilie angehört und d^s jahrhundertelang ln den verschiedensten Ländern so schwere Leiden erdulden muß. In den Klagemauerstreit sollten die Aegypter sich nicht einmischen; die Klagemauer ist ein Rest der alten Salomonischen Tempels und gehört daher den Juden. Klagemauerfrage nicht auf der Tagesordnung der Septembersession des Völkerbundrates Genf. (J. T. A.) Am 12. August ist die provisorische Tagesordnung für die 60. Session des Völkerbundrates, die am 5. September in Genf beginnt, erschienen. Die Tagesordnung enthält die Beratung über den Palästina-Bericht der Mandatskommission, nicht aber über den Bericht der K!a<»emayerkommission. Brodetsky dementiert das Gerücht über seinen Austritt aus der Exekutive Professor Selig Brodetsky. erklärte der Jüdischen Telegr^phen-Ageotur gegenüber, daß die im Zusammenhang mit seiner Anwesenheit in Prag aufgetauchten Gerüchte* daß er aus der Zionistischen Exekutive auszutreten beab* sichtige, jeder Grundlage entbehren.