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Die Stimme · 1930-08-14 · Heft 138 (14.8.1930) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 138 (14.8.1930)
Date
1930-08-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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V. b. b. Preis 35 Groschen Leset Abonnieret Verbreitet Die Stirne Abonnemenlprfilns: Für Oesterreich: Monat). 8 1.30, rlertelj. 8 4.30,; g&nzj. 8 16.— / DentschUnd: Monatl. Goldmark l.—, viertel}: Goldmark 3/— / Tschechoslowakei:' Monatlieb Ke 3.—, viertel}. Ke 19.— I Jugoslawien) Monatlich dnkr 14.—% vierteljährlich Dinar 40.— l, 3. Jahrgang ■ ■ dradamliai twelseaa Powncretoat;; WedoMton aad 4dmliiMMiftoii: ■SmSMaatt^BSSiSriii8GffiiiMäBSiSiänMiMe£SaiaiMi Wien, Donnerstag, 14. August 1930 (20. Ab 5690) Pebfct Monatl. Zloty 3.so, viertel}. Zltoy 6.30 / Dnfarn: Monatl. Pengfi 1.50, viertel]. Peng5 4.20 / Rumänien: Monatl. Lei 48.—, vierte)}. Lei 138.— I Bulgarien: Monatl. Lewa 80.—, viertel]. Lewa 80.— Belgien: Monail. Belga 3.—, viertel]. Belga 6.— i üebrigee Ansland: Mofiatl. Schweizer Franken 1.50 Nummer 138 sowie einem Welt&onfewenx. der Zionisten-ffteviaionisten im Innern des Blattes Die Berliner Tagungen des A. C. und des Administrative Committe London. (J. T. A.) Die provisorische Tagesordnung für die am 24. August in perlin beginnende Session des Zionistischen; Aktionskomitees ist soeben veröffentlicht worden. Dr. Cliaim Weizmann wird die Aktionskomiteetagung mit einem Bericht über die politische Lage eröffnen,, ein Palästinabericht vop Doktor Artur Ruppin wird folgen. Lin Mitglied der Palästinaexekutive wird über Budget und Wirtscliaftsangelegenheiten referieren,/ Heftr M. M. Ussischkin wird; über den Jüdischen, ftätionalv; fonds, Herr Dr. Artur Ilantke über „3ml Arbeit des Keren Hajessod berichten. . i; ’i (- Das Aktionskomitee wird in seiner .Berliner Tagung Zeit und Ort des 17. Zionistenkongresses festzusetzen haben. r London. (J. T. A.) Tagesordnung der Sitzung des Administrative Comipitt.ee;;dcv Jcwish Agency: Herr Felix M. Warburg, wird die Tagung am Freitag, den 29. Augusst, T&89 Uhr vormittags, eröffnen. Eine Ansprache des Präsidenten der Jewish Agency, Dr. Chaim Weizmann, und ein Palästinabericht von -Doktor Artur Ruppin werden folgen. Das Administrative Committee wird sodann SohdorkoriimisSiouen einsetzen, die die in den Berichten der Herren Felix M. Warburg, Dr. Chaim Weizmann und Dr. Artur Ruppin enthaltenen Vorschläge zu erwägen haben werden. : Die zweite Sitzung wird der Aussprache über die Berichte der Führer gewidmet sein. Es werden dann Kommissionen für Politik, Budget, Wirtschaft und Organisation gewählt werden. In der dritten Sitzung, am Sonntage den 31. August, morgens, worden Herr M. M. Ussischkin, der Leiter des Jüdischen Nätionalfonds, über die Bodenfrage, Herr Direktor Oscar Wassermann über den Keren Hajessod und Herr Dr. Werner Senator über Budget referieren. Diesen Referaten wird sieh eine allgemeine Aussprache anschließen. Der Nachmittag des Sonntags wird den Sitzungen der Kommissionen gewidmet sein. Ein Bericht des Komitees für politische Angelegenheiten mit Aussprache und Fassung von Resolutionen werden folgen. Die Örganisationskommission wird ihren Bericht am Dienstag morgens der Versammlung unterbreiten, dem Bericht werden sich eine Aussprache und Fassung von Resolutionen ansehließen. In der Schlußsitzung, am Dienstag nachmittags, werden die Kommission eh für Budget» Finanzen und Wirtschaft ihren Bericht erstatten, denen sich eine allgemeine Aussprache und Fassung von Resolutionen an* schließen werden. Orphaii begnadigt Die Todesstrafe in zehnjähriges Gefängnis unigcwahdelt Jerusalem- (J. T. A.) D i e P a 1 ä s t i n ar e g i er u n g te fl t i n e ine m am 7. d. M., 11 Uhr vormittags, herausgegeben e n Iv om m uniqueemit, daß d er H| gh C o m m i s si o n e r d i eB eg n adigungd e s v oin J a f f a.e r G e r i c h t" z uni Tode verurteilten" Juden Jo s c p h O r p h a1 i a u s g e s p r o c h e n hat. Die Tode sstrafe wurde in ei n c zc h n jähr ige G e f ä n g n i s straf e liihgcwande 11. Für ein Wiederaufnahmeverfaliren im I*rozeß JerusalmÜ? 10. Aiigußt. (J! 'T. ä.) Wie die J. T. A; eriährt,/sihd im Gänge, uin ' eine . Wieddraüfiiähme Prozeßes; Orphali, gegen den die: Todesstrafe bekanntlich iri eine zehnjährige. Gefängnisstrafe urifgewandelt Wurdet zu 'ei-reichen,, , Man hofft, daß, eiii’ solches ■Wiederaufnahmeverfahr.en die vollständige Unschuld Orphäliä dar tun .'und‘.seine vollkommene Straffreiheit zuni Erfolg haben , wird.' ■ Der erste Jahrestag des Ausbruchs der Palästinäunruhcn Jerusalem, 11. August. (J. T. A.) Am Mon-, tag, den. 11. August, jährt sich (nach dem jüdischen Kalender) zum erstenmal der Tag, an dem aufgehetzte Teile der arabischen Bevölkerung Palästinas ihren Angriff gegen den jüdischen Jischuw begannen. Das palästinensische Judentum traf Vorbereitungen,.;; um diesen Tag als einen Tag der Trauer und des Gedenkens der Opfer rühjg und würdig zu begehen. Die Ausführung dieses Vorhabens wird aber stark beeinträchtigt durch Verordnungen der Behörden, bei denen der offenbare Wünsch besteht, daß. .der öedächtnistag eindruckslos vorübergehe.; . ' Der Distriktsgouverneur; von Jerusalem Keith-Roacb ließ allen repräsentativen jüdischen Institutionen einschließlich der Agudas Jisroei. eipe. Verordnung, zugehen, dergepiäß formierte Trauerzüge zu (Jen Friedhöfen sowie öffentliche Trauer- und Gedäclitniskundgebungen verboten sind. Erlaubt seien nur Einzelbesuche an den Gräbern der Opfer der vorjährigen Unruhen. sowie Gedenkfeiern, in den Synagogen, wobei sich jedoch die Synagogenvorsteher verpflichten müssen, für einen vollkommen ruhigen Verlauf der Feiern zu sorgen. Louis Lipsky kritisiert die gegenwärtige Form der Jewish Agency. New York, 8. August. (J. T. A.) Louis Lipsky, der frühere Vorsitzende und jetzige Vizevorsitzende der Zionistischen Organisation Amerikas, hat heute, unmittelbar vor Antritt seiner Reise nach Berlin, ein Statement erlassen, in welchem er darüber klagt, dyß die erweiterte Jewish Agency ungleich zusammengesetzt sei, die Teilhaberschaft der Nichtzionisten überwiegt, wenigstens soweit es sich ym die amerikanische Sektion handelt. Auch ist die Jewish Agency nicht durchorganisiert und wirkt nicht repräsentativ genug. Die Hoffnungen, daß die Nichtzionisten bestrebt sein werden, die’ Kräfte des Jüdischen Nationalheims zu erweitern und zu verstärken und' aktive Exponenten beim Aufbau Palästinas zu werden, sind enttäuscht worden. Louis Lipsky schließt sein Statement mit dem Bemerken, er vertraue darauf, daß die Berliner Tagungen heilende Maßnahmen beschließen werden. ■ M[ack und kommen zur Berliner Jewish« Agcncy-Tagung. New York, (J. T. A.) Richter Julian Mack und Doktor Stephen S. Wise sind. als. außerordentliche Vertreter der amerikanischen Zionisten , zur Tagung ' des Zionistischen Aktionskomitees und ' des Administrativ-Cortimittee der Jewish Agency in Berlin delegiert worden. \ , : —— V Palästina war in das Unabhängigkeits versprechen An die Araber nicht eingeschlössen. •'T- London., (JT- Al) 'Am letzten Sitzungstage des Unterhauses‘gab, durch eine Frage des Unterhausmitgliedes Gocks herausgeforderf, der Unferetaätssekretär für die Kolonien, Dr. Shieis, die seit langemerwartete Erklärung über die MacMahon-Hussein-K6rrespond£nz ab. Die Regierung, hat diese Korrespondenz neu geprüft. Es gibt keine zureichende Grundlage für die Annahme, sagte Dr. Shieis, daß durch diese Korrespondenz die britische Regierung zu versprechen beabsichtigte oder gar schon versprochen habe/ Palästina in den projek- ■ tierten arabischen Staat mit einzubeziehen. •Sir Henry MacMahon selbst hat bestritten, daß dies s&ine Absicht gewesen, sei.* 1 AUSTRITT ans dem Judentum! Durch einen Irrtum (siehe heutige Richtigstellung Seite 7) wurde mein an g e b lie h e r Austritt aus dem Judentum in diesem Blatte verlautbart. Meine Konkurrenz: wMl "diesen Umstand nun ausnützen undstreut das Gerücht aus, ich hätte eine Christin geheiratet usiw. ■ Ich habe wohl geheiratet, aber als guter und .Stolz auf- : rechter -Jude der ich stets war und sein werde, natürlich eine Jüdin aus jput jüdischem Hause. •Trotzdem hat mam sich nicht gescheut, offenbar aus Koirkurrenzgründeii, die obenwähnten Tatsachen zu mißbrauchen, um mir geschäftlich Schaden zuzufügen. ‘ Jeder, der ■ mein bisheriges jüdisches Wirken kennt, wjrd dieses Konkurrenzmanöver nicht alltäglicher Art entsprechend bewerten. . Jeder anständige, reinlich denkende Jude, egal* ob Mann oder Frau, wird um seine Unterstützung in meinem, ehrlichen Kampfe um meinen guten jüdischen Namen gebeten; diese Unterstützug lassen Sie mir am besten dadurch angedeihen, daß Sie : künftighin Ihren Bedarf bei meiner Firma decken und dieselbe soweit es Ihnen möglich ist, Ihrem Bekanntenkreis weiterempfehlen. HDflO Mikolasch, Chol der Firma Bandagen-Mikolasch, Wien. U„ Taborstraße 22. ¥

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