Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 134 (10.7.1930)
- Date
- 1930-07-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S Nf. 184 PIE STIMME Rnahctoinp Friedländer & Dentsclt Ul llUuiulllU Wien, 1.,Seitens tteagasie ITr.9 Tel. ü 8-1-28 XI., Zeatr*lfrie4hof, neben dem 1. Tor, Tel. U 18-0-85 Sprechsaal der „Stimme“ (Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen. Übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) Sehr geschätzte Redaktion! Wir ersuchen Sie um die Aufnahme folgender Zeilen in •hr Blatt: In der «Neuen Welt;» vom 4. Juli Nr. 146 finden wir in dem Bericht über den österreichischen Delegiertentag einen Passus, in dem behauptet wird, daß die Gruppe der Hitachdutli beantragt habe, die Zionistische Organisation Oesterreichs für unpolitisch zu erklären, d. h. «daß sie nur mehr Fragen der Fonde, der Kulturarbeit und Chaluziuth in ihren Tätigkeitsbericht einbezicht.» Demgegenüber wollen wir feststclien, daß in unserer Resolution, die wir dem Dclegiertentagc vorgelegt haben, der Antrag enthalten war, daß die Landespolitik (Beteiligung an Wahlen zum Nationairat und Gemeinderat) aus. dem Tätigkeitsbereich der Zionistischen Organisation Oesterreichs ausgeschaltet werde, wobei jedoch ausdrücklich hervorgehoben wurde, daß die Arbeit fü r und in der K u Itusgemeiride beim österreichischen Landesverband nach wie vor.zu verbleiben habe. Mit vorzüglicher Hochachtung Zionistische Arbeiterpartei «Hitachduth». Gründung einer Weltorganisation der Hebräer Die Histadruth iwrith in Wien geht daran, ein Adreßbuch aller in der Galuth Hebräischsprechenden erscheinen zu lassen und allen in diesem Buche verzeichneten Mitgliedern dieses zuzusenden. Damit glaubt die Histadruth folgende Ziele erreichen zu können: 1. Freundschaftliche Beziehungen zwischen Hebräisch sprechenden einzelnen Personen wie auch Gruppen, Vereinen, Landsmannschaften zwecks Aussprache und gemeinsamer Arbeit auf dem Gebiete der hebräischen Kultur hefzustellen. 2. Größere Aktionen für die Hebräisierung der Galuth unternehmen zu können. 3; Schaffung notwendiger Stütze in. der Galuth für das hebräische Erez-Israel. 4. Gründung einer Weltorganisation der Hebräer zwecks Einflußnahme auf das hebräische zionistische Leben in der Galuth. Alle Hebräisch Sprechenden in der Galuth werden daher im Interesse unserer gemeinsamen Sache ersucht, ihren Vor- und Zunamen sowie ihre genaue Adresse sobald als möglich einsenden zu wollen, um in das große Heer der Hebräer in der Galuth eingereiht werden zu können. Kein Hebräisch sprechender . Jude darf fehlen. Wir ersuchen die gesamte jüdische Weltpresse, diesen Aufruf nachdrucken zu wollen. Alle Zuschriften sind zu richten an: Histadruth iwrith, Wien, H., Kl. Mohrengasse 3, Oesterreich. Für den Waad der Histadruth: . Isak Herzberg, Möses Rosen, Obmann. vSchriftführer. Der jüdische Hochschüler Vom Generalsckretariat des Weltverbandes der jüdischen Studenten erhalten wir folgende Mitteilung: Der zweite Kongreß des Wettverbandes findet am 2. September 1936 in Antwerpen statt. Sämtliche dem Weltverband angegliederte;Landesorgänisatiönen werden auf diesem Wege nochmals aufgefordert, alle ihre, den Kongreß betreffenden Wünsche art das üeneralsekretariat in \vien, VIII., Daungasie 1, zu leiten. Gleichzeitig werden auch sämtliche dem Weftverband ahgegliederten jüdischen Studentenorganisationen aufgefordert, sich mit dem Generaiselcretariat in Verbindung zu setzen. Dr. Eduard Pachtmann, Generalsekretär, Wien, VIII., Daungasse 1. Jüdisch-akademischer. furistenvercin. Der von den Herren Dr. Hirm und Dr. Zimmer geleitete Kurs aus Strafrecht und bürgerliches- Recht hat am Freitag, den .4. d. M., geendet. Beidd genannten Herren haben sich bereit erklärt, im Herbst (Anfang September) je einen Kurs aus dem Handelsrecht und fortsetzungsweisc aus dem bürgerlichen Recht abzuhalten. Anmeldungen während der Amtsstunden. Die zweite Amtsstunde an Samstagen entfällt während der Ferien. Freiburger Studentenschaft gegen Rassenhetze. In Freipurg i. B. verhandelte am 30. Juni der allgemeine Studentenausschuß unter stärkster Beteiligung über den von nationalsozialistischer Seite gestellten Antrag auf Enführüng des Numerus claüdus für jüdische Studierende. Der Antrag wurde mit 22 gegen 3 Stimmen abgelehnt. Jüdischer Sport Ranglistenwettsplel Sp. C. Hakoah-—Hietzinger Cottage Tennisklub 10:5.. Das am Sonntag, dem 6. d. M. auf den Plätzen des Hietzinger Cottage Tennisklubs stattgefundene Ranglistenwettspiel wurde von der Tennissektion des Sportklubs. «Hakoah» mit 10:5. Punkten gewonnen. Für die «Hakoah» spielten in den, Einzelspielen: Ehrenreich, Doktor Lichtblau, Grünfeld, Geiringer, Balaban und Eisrier (Ersatz für Ing. Gyarfas); in den Doppelspielen Ehrenreich—Grünfeld, Dr. Lichtblau—Geiringer, Balaban—Steindler. Für den Hietzinger Cottage Tennisklub spielten in den Einzelspielen: Ehrenfreund, Lenk, Fehl, Sperl, Brauchbar, Heible; in den Doppelspielen: Ehrenfreund—Brauchbar, Landesberger— Sperl und Fehl—Heible. Bei der «Hakoah» wären die Herren Ehrenreich, Grünfeld und Balaban, beim Hietzinger C. T. C. die Herren Ehrenfreund, Brauchbar und Landesberger besonders zu erwähnen. Jüdischer Sport- und Schützenverein «Menorah». Der regelmäßige Boxkurs hat mit 30. Juni, der regelmäßige Schifeßkurs mit 6. Juli geschlossen, Während der Ferialmonate finden unsere Schießübungen nur fallweise statt. Der Termin wird in den jüdischen Zeitungen bekanntgegeben. Wir ersuchen unsere Mitglieder, die jeweiligen Ankündigungen zu beachten, da eine weitere Verständigung nicht stattfindet. Am 1. Oktober wird die Arbeit in erweitertem Umfang wieder aufgenommen. Sport-Verbindungen zwischen Juden und Arabern. Auf Einladung des Sportklubs «Renaissance», Beiruth, stattete ihm die palästinensische Gruppe «Makkabi Tel Awiw», Besitzerin des palästinensischen Pokals, am 13. Juni einen Gastbesych ab. Die Makabi-Gruppe wurde von der arabischsyrischen Gruppe sehr freundschaftlich aufgenommen. Am 14.'und; 15/ Juni fanden Wettspiele statt. Die arabische Presse in Syrien lobte das schöbe Spiel des palästinensischen Makabi. Am 27. Juni siattete die arabische Sportgruppe aus Bejruth einen Gegenbesuch in Tel Awiw ab. Die Gäste besichtigten Tel Awiw und seine-Umgebung, sowie verschiedene jüdische Institutionen. Am 28. und 29. Juni fanden Wettspiele statt, das erste unter den Auspizien-des französischen Konsuls und des stellvertretenden Bürgermeisters von Tel Awiw. Ernste Warnungszeichen gibt die Natur durch Sch\/.idelgefühl, .vorzeitige Ermüdung, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Ohrensausen usw. Diese Beschwerden zeigen zumeist den Beginn der gefährlichen Adernverkalkung an. Bekämpfen Sie <ji?so> ehe es zu spät wird, durch Radioski erin, die seit Jahren ärztlich anempfohlenen, frei verkäuflichen Tabletten, welche die Blutzirkulation in den Schlag- und Pulsadern fördern, geistige und körperliche Arbeitsfähigkeit erhöhen. Radiumgehalt amtlich überprüft. Depot und Auskunft: Apotheke Bayer» Wien, I., Wollzeile 13. Q □ m □ □ 0 0 □ 0 0 0 □ a n □ □ n ö □ □ □: □iÖEQQaiOHDlGl Lebensversicherungs- Gesellschaft GEGRÜNDET IM JAHRE 1889 Versiehorungsbestand per Ende Juni 1930 .... 2500 Millionen Schilling Garäntiemittel per Ende 1929 . .............. 300 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinoaljmen im Jahre 1929 .. J25 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 ...... 28*/a Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft; Oesterreich, Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik* Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien* Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Xfeueinge führt; * KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezablten Prämien bei Ableben des Kindes) Invaliditätsversicborung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach dreijähriger Dauer der Invalidität) OQGQOODO ES i m 3SE s Wir ersuchen unsere Abonnenten, die rückständigen Abonnementgcbiihrcn unverzüglich an uns zu überweisen. Abonnenten, die trotz dieser Aufforderung ihre Beiträge nicht an uns abführen, wird die „Stimme“ nicht mehr zugestcllt werden. Bei Adreßänderungen bitten wir, jeweils immer die alte Adresse anznführen. Administration „Die Stimme“. Frau Johanna Thal-Birsen, Schriftstellerin und bekanntes Mitglied der Zionistischen Frauenorganisation WiZÖ, die längere Zeit in Wien weilte und sich besondere Verdienste um die Arbeit für den Keren Kajemeth erworben hat, ist dieser Tage nach Südafrika abgereist. Auf diesem Wege sagt sie allen Freunden und Bekannten in Wien ein herzliches Lebewohl. Dienstjubiläum. Am 1. Juli d. J. fand im Kultusbezirksamt, XVL, Hubergasse 8, eine Sitzung des Bethausvorstandes statt, welch? sich zu einer besonderen Ehrung des Anitsr leiters der Israelitischen Kultusgemeinde, Herrn Sigismund Rochmis, welcher sein 25jähriges Dienstjubiläum beging, gestaltete. Diese erhebende und herzbewegende Feier bildete eine Ueberraschung für den bescheidenen Jubilar. Unvergessen ist seine Hilfsbereitschaft für die Kriegsflüchtlinge, einzigarl; seine nimmermüde Fürsorge für die Armen und mustergültig sein Wirken als Beamter auf allen Gebieten seines weitverzweigten Dienstes. Oberrabbiner Dr. Altmann, Trier, nach Saloniki berufen. An den Herrn Oberrabbiner von Trier, Dr. Adolf Altmann, ist die Jüdische Gemeinde in Saloniki mit dem ehrenvollen Ruf herangetreten, auf den dort vakanten Oberrabbinerposten, den die Gemeinde ihm anb^tet, zu kandidieren. Saloniki, eine Stadt von 250.000 ’ ohnern und etwa 80.000 bis 100.000 Juden, ist das Zen' :ni der griechischen Judenheit, ausgestattet mit den größten und mustergültigsten jüdischen Institutionen aller Art. Der Oberrabbiner von Saloniki soll zugleich der Großrabbiner für ganz Griechenland sein. Ob Dr. Altmann dem Rufe Folge leisten wird, ist noch nicht bekannt geworden. Kaufhaus Weinstock, II., Untere Augartenstraße 13 (Inh. Paul Weinstock), bietet Ihnen Gelegenheit, Ihren ausständigen Sommer- und Badebedarf zu äußerst reduzierten Preisen einzudecken. Nachfolgend ein Auszug der billigen Preise: Badeartikel: Herrenbadeanzüge in allen Größen S 2.50. Dameiibadeanzügc von S 2.70. 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Juni 1911, XV., Hütteldonerstraße 53/14; Fränke! Richard, 30. Juni 1896, V., Schönbrunnerstraße 48; Fränkel geb. Josefine Ruszicka, 3. August 1895, V., Schöin brunnerstraße 59; Fränkl Inge, 11. Jänner 1924, V., Siebenbrunnengasse 59; Prager Friedrich, 2. September 1911, XIX., Pyrkergasse 21; Kisser Dr. Friedrich, 23. November 1889, XIII.,. Braunschweiggasse 5; Mikolasch Hugo, 24. Februar 1884, IL, Böcklingstraße 92; Steyskal Leopoldine, 11. Oktober 1900, IL, Volkertplatz 8/6; Friedewald Siegfried, 2. November 1882, IX-, Ctusiusgasse 2; Zenzierer Ferdinand, 4. Juni 1915, XV., Oeverseestraße 37; Wolf Dr. Arthur, 16. November 1894, XVIII., Martinstraße 97; Walter Emanuel, 6. August 1898, X., Favoritenstraße 112; Heller Emanuel Moriz, 10. Februar 1910, X., Belgradplatz 3; Berkes Josef, 30. Dezember 1902, II., Ybbsstraße 28. Kleine ruhige Familie (3 erwachsene Personen) sucht eine leere Wohnung (1 Zimmer und Küche oder Zimmer mit Hochofen) auch für höheren Zins, jedoch ohne Ablöse. Zuschriften unter «Wohnung gesucht» an die Adraini* stration der «Stimme». Bernhard Kohn WIEN, I., HIMMELPFORTGASSE 20 KLAVIERE in allen Preislagen, neu von S1440 an oecMHMoeaä&oMoneaetteeoAaoooeoooeoeeeoo B* 1 \iam einfachsten bis «um feinsten Gsnre erzeug! ENÜELBERß XX- S *"***""*®"MfcfllU Filiale; XX. KlosterneubyrgerafraQe 91 Ollligste Elnkagfsqgelle. Uabarzougart Sie eichl Eigentümer. Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Oesterreich, Wien, L, KärntnerstraUe‘ 28.. — Verantwortlicher Redakteur: Dr. Sigmund Finkeistein, Wien, L, Räuhenstcingasse jt _ Drucii; «inva». Wien. VII., Lctchenfeldersträße l.