Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 133 (3.7.1930)
- Date
- 1930-07-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. ISS rffc 8TTMM1 Seit« 7 Zlonislsdics l eben in Wien Mitteilung der Redaktion Im Laufe der Sommermonate, foli und August, erscheint die „Stimme“ in der Stärke von acht Seiten, Zu Beginn der Herbets&lson wird die „Stimme“ im gewöhnlichen Umfange (12 Seiten) erscheinen. Außerdem werden wir dann unser Blatt in redaktioneller und orgauieatori* scher Hinsicht ausbauen. Die Arbeit des Keren Kajemeth Öoldbttch-Eintragung des Jagendvereines «Erez Israel»: Aus Anlaß des löjährigen Bestandes des Vereines hat er eine Aktion zu seiner Eintragung ins Goldene Buch eingelötet: Letztens führte der Verein an den Keren Kajemeth S 253.80 ab (Reinertrag der BratisIava*Rei$e). Goldene Hochzeit des Gg. Biegnrand tmd Rudol- Bne Wechsberg: Aus Anlaß dieser goldenen Hochzeit wurden an Thoraspenden und Sammlungen der Betrag v6n S 123.—* abgeführt. .Ernennung des Herrn t>t. Benno Schatllnger zum Medizinalrat: Aus diesem Anlaß hat die Zion. Bezirks-Sektion III auf Namen des Herrn Dr. Schalllnger zehn Bäume im Dr.-Arnöld-Bro-Garten gestiftet. Herr Dr. SchalHnger hat für diese Ehrung durch Stiftung von weiteren drei Bäumen irt diesem Garten gedankt Hochzeitssammlung in Mödling: Die Zion. Ortsgruppe hat bei der Hochzeit Diamant-Weitz eine Sammlung zugunsten des Keren Kajemeth veranstaltet und das Resultat vön S 137.— an den Keren Kajemeth abgeschickt. Thoraspenden: Die Verwaltung des Döblinger Tempelvereines hat an Thoraspenden 135 S abgeführt. Fritz SchmetterHng-Garten. Mit den jüngst eingegangenen 21 S wurden auf diesen Garten insgesamt 273 S eingezahlt «Lanoar». Als neuestes Bändchen erschieh von A. J. Schachrai die Geschichte der Stadt Chebron. Alle bisher erschienenen Hefte sind zum Preise von 1.50 S beim Keren Kajemeth erhältlich; das Doppel* bäridchen «Kotei Maarawi» von Sch. Benzion kostet : Vf: Balfour-Bild. Ein ausgezeichnetes Balfour-Bild, das Lord Balfour stehend darstellt, in einer das Faksimile der Balfour-Deklaration enthaltenden Hülle, ist im Keren Kajemeth zum Preise von 50 Groschen erhältlich.. Ring de* Keren Kefemetb. Dir.Max WeidenfeM fpendet $ and ruft Za Spenden auf: Dr. Jofef Weidenfeld, Dir. Jofef Wddenfeld, Dr. Nora 'Weidenfeld, Dir. Weintraub. Dr. Alfred L8wy fpendet Sjo.— und ruft zu Spenden auf* Dr. Maxim Horowitz, Dr. Simon Hörowitx, Totef Werner, Leo Hollenberg, Dr. Benjamin Doll, Dir. Wilhelm Bpftein, Öb.-Iog. Siegfried Bpftein, Red- K. F. Bandy, Dr. Alois Heller, Amo Ertefehek. Renn* Gellet fpendet S 3.— und ruft zu Spenden auf; Freu JanJw Griffel, Freu Nelly Larheer, Frau N. Zwecket, Freu Nelly-Gellte. ' . Dr. Hermann Ebner fpendet $ 3.— und ruft tu Spenden auf: Kömra.-Rat Siegmund Amarant, Dir. Jul. Axel, Dr. Bernhard Frltnkel» Dr. Berl SUntbrunner, Dr.Dtvid KinabruAner, Dr. Othmar Grün, Dr. Viktor Stecher, Dr. Wilhelm Stecher, Dr. Leonhard Siegfried Ekftein, Dr. Benjamin Ebner, Dr. Emil Krafnjr. Frau Arm. Rote Berber, Dr. Simon Händler, Dr. Karl Haikö. Mofoe Imber fpendet S *.—■ und rufe zu Spenden auf: Medial Zipper, Jofef Pfeffer, Juda Löw, Dow DifteAfeld, Pinket Spritzer. Samuel Zimmermann fpendet $ *.—* und ruft zu Spenden auf: Bfüddr ßermaon. Brüder Mayer, Dr. Markua Pfeffer, Ofias Rotter, Dr. Siegmund VogeL Fepi Schächter fpendet $ a.— und ruft zu Spenden auf: Frau Dr. Röfa Gottcsfeld, Frau Regina Hochberg, Frau Berta Bieder» Frau Ida Schulbaum. Frau Fanny Bloch fpendet S und ruft tu Spenden auf: Frau Dora Brandelftein, Frau Stella Weit, Frau Dora Feldmann, Frau Nedjurae Windfchauer, Scbalom Lilienfeld. Dr. Benne Schaliingar fpendet S a.— und ruft zu Spenden auf: Dr. Jötef Deutfeh, Nathan Deutfeh, Emma Deutfeh, Berta Schnürrnather. Hane Perutz fpendet S a— und rufe zu Spenden auf: Dr. Georg FÜchcr, Dr. Otto Gerfuny, Dr. Georg Weiner, Dr. Fritz Schnabel, Dr. Hugo Knöpfmacher. Dr. Steiner fpendet $ 2.— und ruft zu Spenden auf: Hans Engel, Dr. Hermann Klopper, Dr. Fritz Eckftcm, Hugo Weltfdi, Dr. Emil Winter. Z. M. V. Hasmonäa fpendet S z.— und ruft zu Spenden auf: Farn. Siegmudd Rds, Dr. Adolf Bhge], Dr. Ernft Hulmgcr, Dr. Albin Schallt, J. A. V. Zephlra, Z. hi V. Erounah. Markus Bartfeld fpendet S 2.— und ruft tu Spenden auf: David Blum, Jofef Schurbergt Salomen Körner, Mofes Koppel, Arje Feldmann, Lazar Rokaoh, Juda Singer, Mendel Scharfftein, H- Afchkcnas, Bention Schiffmann, Herfdi Grebler, Simon Lamm, Salo Rofenhauch, G. Schärf, Leopold Sitzmann, Jakob Süßmann, Dr. lüdor Rofenblatt, Jakob Schwarz, Dr. ffrael (Weidmann, Dr. Jofef Löwenherz, Aron Barfchak, Ing. Fedör Ackermann, Oskar Menzel» Mofes Wcingeift, Hijlef Badian, [ng. Eugen Buchbinder, N. M. Racker, Eilig Chaje-, Cb. Ederer, [>r. N. Frei, pr. Siegmund Vogel, Markus Finkei, Jakob Fried, lenjamin Griffel, Benedikt Klapholz, Saloraon Schapira, Falik dalpern, Hermann Tropp, Jakob Hcliczcr, Abraham Horoiwitz, Jonas Imbcrmann^ Medldbalmt Dr. Benno ScfaatEtagpr* Der Btmdeaminifter für foxiale Verwaltung hat Herrn Dr. Benno Sdialliöger den Titel eines Medizinalrates verliehen. Mediziaalrat Dr. SdialUtwet zählt zu den treueften Anhängern unfern örgamtetion and zu den Stütze» der Sektion Landfträße. Aut Anlaß diafer AUttftidmüag «erfanündten fidi feine engeren Freunde am iu Juni am Konftentihhüxd, um ihn m bcglüdtwOnfehen und ihm das Diplom des Nätionalfonch über die Zeichnung eines Gartens auf feinen Namen im Chajcs- Walde zu überreichen. Die unterem Gafiönungsgenotfen verliehene Aufzeichnung hat nicht nur bei feinen Patienten, fondÄrn bei allen feinen Freunden di« größte Genughiung hervorgerufen. Wir ielbft fchließen uns mit unteren Glikkwüoteheö den Gratulationen en. Erkllrong. Wir erhalten von der Union der Ziornften-Reviftoniften Österreichs folgende Zuidhrift, mit der Bitte um -Veröffentlichung: Das Prlßdium der Union der Zionifteo-Reviüomften Öcfterreichi ftellt faft, die die vOn Herrn Dr. Paul J. Diamant haraue» gegebene Nummer 2 de« »Mitteilungsblatt«* der Zioniften- Reviftoaiften öefterreid»", wie auch alle etwa künftig erfcheinenden Nummern unter diefem oder anderem Titel, die unter redaktioneller and preßgeletilichef Verantwortung des' Herrn Dr. Faul J. Diamant (lenen, keinerlei Zulammenhang mit der Union der Zioniften-Revifioniften Oeftirrekhs haben. Das Präfidium der Union der Zioniilefl-Revißoniften Oefterreidii lehnt daher Jede Verantwortung für obgenannte Publikationen ab. Das Präfidium. Ankündigungen und Mitteilungen Verein zionistischer Hochschüler Z. P. Chajes, Wien, 11., Untere Augartenstraöe 35, II. Stock. Dienstag, den 8. Juli, um 8 Uhr abends, spricht Herr Adolf Böhm über «Die Bodenfrage in Palästina». Wie ersuchen alle Mitglieder, zu dieser letzten Veranstaltung vor den Ferien vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Caste herzlich willkommen. Elternverein «Tarbuth» zur Erhaltung der Hebrälsch- Schule, XX.» Othmargasse 46, Saal 11. Unsere hebräische Schule unter der Leitung der Frau Esther Schwarz schließt Verein Zionistischer Hochschüler „Z. P. CttAJES“ Herr Adoll Böhm spricht über dieses Themä Dienstag, den 8. Juli, um. 8 Uhr abends In unserem Vereinshelm, 2. Bez., Untere Augartenstraße 35.Gaste herzlich willkommen. irin H8 Uhr abends eine Oastpredigt ond tm S. i M. tut 8 Uhr vormittags eine Deraschah Sr. Ehrw. Herr Rabb Dr. Zwl Taubes aus Oderberg. Ferienkolonie Vöslau. Der Humanitätsverefn der west liehen Bezirke Wiens eröffnet auch heuer, wie alljährlich seine Ferienkolonie in Vöslau, Flörastraße 15. DiesbezügDch: Anmeldungen sind beim Präsidenten Karl Fröhlich, VI. Mollardgasse 85, Tel. B 28-1-65, und bei Frau Helene Kanitr (Mensa judaica), IX., Zimmermannplatz 8, Tel. A 25-2-28 vorzunehmen. JÜdKCher Sporttmd SdhÜtzenverein nMenorsb". Sonntag, 6. Juli, $ Uhr: Schießübung. Treffpunkt der- Leibe wie am 23. Juni. Unter Böxkur« endete mit to. Juni Der regelmäßige Betrieb begannt wieder am t. Oktober. Die Verftändtgung zu den Heimabenden wird den Mitgliedern per Poft zugeftelft. am 3. Juli und wird wie alljährlich am 1. September wieder eröffnet. Einschreibungen ab 1. September im Saal II, Montag Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 4 bis 7 Uhr nachr m fische Kinderfreunde, Wien, IL. Obere Dbnaustraße Nr. 91.. Die für unsere Tageserholungsstätte an gemeldeten Kinder des It una XX. Bezirkes versammeln sich am Sonntag, den 6. Juli um halb 8 Uhr früh im Kai-Park (Springbrunnen). Die Kinder im Prater sammeln sich mtt halb öTlhr früh vor dem Heime. Die Kinder des XVI., XVII., XVIII, Bezirkes sammeln sich ebenfalls um halb 8 Uhr früh io unserer Heimstätte, XVI., Wurlitiergasse U. Gastpredigtea. Im Pazmaniten1 Tempel hält am 4. d. Ai Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Brautausstattungs-Stiftungen. (Bewerbungsausschreibung.) Es gelangen mehrere Stiftplätze im Gesamtbeträge von S 3000.—, 2ur Verleihung, hievon 1. S 1800.—* aus der Julius Engelberg - Ausstattungsstiftung und 2. S 1200.— aus anderenBrautausstattungsstiftungen. Bewerbungsberechtigt sind: 1. für die Julius Engelberg - Ausstatungs- Stiftung: arme, würdige, im Brautstand befindliche Mädchen, die in Wien oder in Lezaysk (Galizien) geboren Sindi 2. für die anderen Brautausstattungs- Stiftu.hgen: arme, würdige,, im Brautstande befindliche jüdische Mädchen. G e s u c h s b e i 1 a g e n: Geburtsschein, Armutszeugnis, Sittenzeugnis, Brautstandsnachweis« Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. August 1930. Einreichstelle: Wien, I., Seitenstettengasse 4, F. Stock (Fürsorgezentrale). Bewerberinnen, welche sich vor derVer- Ieihung des Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die Bewer bu n gsberechtigung. . Wien, am 27. Juni 1930. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichungsstelle (Fürsorgezentrale, I., Seitehstettengassc 4, II. Stock), unentgeltlich ausgefolgt werden; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen, Konkurs. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien bfr* abslchtigt anläßlich der diesjährigen höhen Feiertage Funktionäre (Kantoren, Vorbeter, die auch als Kaure wirken können, Chorsänger und Schofarbläser) für die temporären gottesdienstlichen Veranstaltungen zu bestellen. Nähere Auskünfte werden im Kultus-.,und Schulamte der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, während der Amtsstunden von 9 bis 12 Uhr vormittags erteilt Wien, am 30. Juni 1Ö3Ö. Der Vorstand. Anläßlich des Ablebens unseres ehemaligen Chawers Abraham Schwadron kondoliert der Jugendverein „ERKZ ISRAEL“ liieroiar und Konst Abfichlußb&nkett des & internationalen Fea* Kongresses Auf dem sehr imPOaknt verlaufenen feierlichen Äbschlußbankett für den in Warschau abgehaltenen achten Internationalen Pen-Kongreß hielten Vertreter von mehr als 20 Nationen Ansprachen, unter ihnen für die hebräische Literatur der Dichter Jacob Kahn und für die jiddische Literatur der Dichter Schälora Asch.; . Jacob Kahn, der deutsch sprach) wies.auf die Renaissance der hebräi$c.hen Sprache und Literatur .hin,. die eng,Verbunden ist mit der Renaissance des Jüdischen Volkes ln Palästina. Dennoch aber ist die hebräische Sprache nicht die Sprache eines Territoriums, sondern eine dje Jiidenheit in dir ganzen Welt vereinigende SprächA In der Sprache, in dir die Bibel geschaffen wurde, werden fortdauernd unsterbliche Werke geschaffen. Schalom Asch, der zuerst polnisch, dann englisch sprach, führte u« a. aus: Die antisemitische Presse stellt mich als feind Polens hin; ich bitte die polnische Regierung, die ja über mein Schaffen unterrichtet ist, mich gegen diese Angriff« in Schutz zu nehmen. Ich habe die Ehre, hier die jiddische Literatur zu repräsentieren, eine Literatur, die überall in der Welt, wo jüdische Massen wohnen, verwurgelt ist. Wie die jiddische Literatur bin auch ich in diesem Lande geboren, das Schicksal aber hat mich, wie vield meiner Brüder, aus der geliebten Heimat gerissen, aber ich trage in meiner Seele die Wälder und Felder; die meine Kindneit umgeben haben. Asch sprach seine Huldigung für die großen polnischen Dichter der Vergangenheit und der Gegenwart aus und schloß: Ich gehöre einem Volke an, das sich niemals auf physische Kraft, sondern auf seinen Glauben an Gerechtigkeit und Menschlichkeit gestutzt hat) und hoffe, daß ebenso wie für Polen auch für uns der Tag der Freiheit anbrechen wird. Die Worte Aschs machten tiefen Eindruck, der Vorsitzende Prof. Dybowsky sprach Asch den Dank der polnischen Schriftsteller aus. Der Jugendverein „Eress Israel“ gratuliert bereltob der Chawern ANNIE GROSS anläßlich ihrer Verlobung. Die Hebräische Bibel ln Krakau aus dem XIV. Jahp* hundert «Derjenige, der sich der Geschichte der jüdischen Handschriftenillustration zuwendet, begibt sich auf ein Gebiet, von dem bislang keine Landkarte existiert.» Diese Worte, die der große Forscher D. Kaufmann im Jahre 1898 niederschrieb, haben leider bis heute ihre Aktualität behalten. Einen wertvollen Beitrag zur Geschichte der jüdischen Kunst erhalten wir in der jungst erschienenen Arbeit aus der Feder der Kunsthistorilcerin Und Assistentin an der Universität in Krakau Frau Dr. Zofja Ameisen unter dem Titel: «Die.Hebräisch« Bibel in Krakau aus dem XIV. Jahrhundert und ihre dekorative Malerei.». Frau Dr. Ameisen beschäftigt Sich än ihrer lehrreichen und originellen Publikation mit einem wertvollen hebräischen Manuskript, das vor einigen Jahren von eindm polnischen Gelehrten in der Alten Synagoge in fy-akau gefunden wurde. Es ist dies eine unvollständige Bibef in hebräischer Sprache mit vielen figuralen Illustrationen. Frau Dr. Ameisen übt vernichtende Kritik an der irrigen, wenn auch stark verbreiteten Ansicht, daß die Juden keine eigene Kunst besessen hätten. Das Verbot: Du sollst dir kein Bildnis machen, kann da keinesfalls als Erklärung oder gar zur Unterstützung dieser Anschauung herangezogert werden, denn es gab eine jüdische Kunst. Das Hervortretfiit des Alten Testamentes noch vor dem Neuen Testament in der christlichen Bildkunst ist eben auf den Umstand zurückzuführen, daß es eine jüdische Bildkunst gegeben hatte, auf die man in den Anfängen zurückereifen konnte. An der Hand der Miniaturen der Krakauer Hebräischen Bibel aus dem. XIV. Jahrhundert, die übrigens aus Deutschland nach Polen gebracht wurde, und anderer Bilder, jüdischer wie auch nichtjüdischer Herkunft, beweist die Verfasserin, daß die Juden trotz der Zerstreuung eine eigene Kunst besessen hatten. Es gab demnach sowohl früher im unabhängigen Palästina wie auch später in der Diaspora eine eigene jüdische Kunst, die vielfach anderen starke Impulse verliehen hatte. Mit ungeheurer Gründlichkeit und Beherrschung des judaistisehen wie auch künstlerischen Stoffes kämpft Frau Doktor Ameisen für ihre Thesen, denen über den Rahmen einer kunstgeschichtlichen Anschauung allgemeine Bedeutung zukommt. Es wäre zu wünschen, daß dieses wertvolle und bedeutsame Buch, das in herrlicher Ausstattung in polnischer Sprache erschienen ist, ehestens dem deutschen Leserkreis erschlossen werde, Dt T, Nusseajjiatt,