Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 131 (19.6.1930)
- Date
- 1930-06-19
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 10 DIE STIMME Nr. 191 llteriirfir mul Kllli Die ägyptischen Juden. Aus einem Gespräch mit Prof. Dr. Israel Wolfensohn (Kairo). Wir hatten Gelegenheit, Herrn Dr. Israel Wolfeuojhn, Professor für die hebräische und syrische Sprache an der ägyptischen Universität in Kairo, zu sprechen. Prof. Wolfensohn ist der Verfasser zweier Werke in arabischer Sprache, die in den islamitischen Ländern große Verbreitung gefundm haben. Das eine heißt «Geschichte der Juden in . Arabien», das zweite «Geschichte der semitischen Sprachen». Prof. Wolfensohn nahm in Wien an dem Kongresse der Orientalisten teil. Die Zahl der Juden in Aegypten beträgt mehr als /0.000, davon leben in Kairo selbst zirka 35.000. Der Teil der ägyptischen Judenheit wohnt in diesem Lande seit Jahrhunderten, man könnte sogar sagen ie.t Jahrtausenden. Daher findet inan in keinem anderen Lande der Welt (mit Ausnahme Palästinas) so viele archäologische Denkmäler als dort. So erinnern die Funde am alexandrinischen Friedhof an die hellei. stisehe Epoche; in Kairo findet man viele wichtige Erinnerungen an die Blütezeit des arabischen Mittelalters; in Heliopolis befindet sich der berühmte Hanjo- 'i empel, der seinerzeit mit dem Jerusalemer Tempel den Kampf um die Hegemonie führte; und die berühmten archäologischen Funde in Eiephantine reichen bis in das Jahr 500 v. Chr. zurück. Die ägyptische Judenheit besteht aus zwei Teilen: denjenigen Juden, die seit langen Zeiten i.n Aegypten wohnen, und fremden, die in den letzten Jahrzehnten eingewandert sind. Die urägyptischen Juden bilden einen starken einigen Körper. Ihre Muttersprache ist arabisch. Sie haben ein das ganze Land umfassende Netz von jüdischen Gemeinden geschaffen, deren Tätigkeit sehr ersprießlich ist: viele Schulen, Spitäler und Synagogen werden von ihnen erhalten.- Die ägyptischen Juden gehören hauptsächlich dem Kaufmannsstande an und spielen eine führende Rolle im ägyptischen Handel. Der Zionismus ist in Aegypten noch sehr schwach. Die ägyptischen Juden sind keine schlechten Juden, aber von nationaler Gesinnung sind sie eben noch nicht durchdrungen. Merkwürdigerweiseleben in dem Lande an den Toren Palästinas gute Juden, die aber von Palästina geistig, politisch und kulturell, trotz der geographischen Nähe, sehr entfernt sind. Erst in der letzten Zeit kann man gewisse Erfolge der zionistischen Bewegung in Aegypten verzeichnen. Die Eingewanderten sind diejenigen, die den zionistischen Gedanken hochhalten. Eine hervorragende Rolle spielt die Kolonie der palästinensischen Juden, die hier seit den Kriegsjahren, als Dschemal Pascha die Evakuierung der Juden in Palästina befahl, besteht. In Kairo und in Alexandrien sind zionistische Klubs tätig, die eine große jüdisch-nationale'Arbeit leisten und in denen sich das ganze jüdisch-nationale Leben konzentriert. Es wird nötig sein, die jüdischen Gemeinden in Aegypten zu erobern, um auf diese Weise ein Instrument zur Verbreitung des zionistischen Gedankens zu bekommen. Wichtig sind die Aeußerungen Prof. Wolfensohns über das Verhältnis des Zionismus zur arabischen Welt. Er betont die Notwendigkeit, den arabischen Charakter kennenzulernen. Die Juden in Palästina müssen die Araber anders behandeln als es die Europäer tun. Dann könnten viele Fehler und viele Mißerfolge vermieden werden. Wohlgemerkt — das hat mit der törichten Politik des Brith Schalom nichts Gemeinsames, aber wir müssen uns M'ühe geben, von den Arabern verstanden zu werden. Und dazu gehört, daß wir vor allem Arabisch lernen, um dann ln dieser Sprache Propaganda zu machen. Es ist leider der Fall, daß wir keine jüdischen Journalisten und Schriftsteller, die arabisch schreiben, haben. Wie sollen uns da die Araber kennenlernen? Sie haben Angst vor uns. Wir könnten ihnen leicht unsere Kultur in ihrer Sprache vermitteln und wir könnten sie dadurch für uns gewinnen. Der Antisemitismus ist in Aegypten ganz unbekannt, die Juden genießen gleiche Rechte mit allen anderen Bürgern und sind sehr geachtet und geschätzt. Vielleicht nur noch in Australien ist die Luft so absolut rein vom Judenhaß wie in Aegypten. Es gibt solche, die behaupten, daß dieser Umstand der Tatsache zuzuschreiben sei, daß Engländer in Aegypten einen Einfluß haben. Das ist unwahr: die ägyptischen Araber j waren den Juden gegenüber nie feindlich gesinnt. i Jjhreskonferenz der Poale Zion Großbritanniens London. (J. T. A.) In Leeds wurde in diesen Tagen die Jahreskonferenz der Poale Zion Großbritanniens bei Anwesenheit von 40 Delegierten abgehalten. Den Vorsitz führte loseph L. Cohen. Die Redner Stadtrat Foster, Unce;h ■! »mitglied Benmen, Frau Golda Meyerson u. a. m. kri- •isier 'i scharf die Palästinapolitik der Arbeiterregierung. Dov II s erklärte, die Beziehungen der Poale Zion zur L:-.b*.'iir Party seien stark positiv, aber die Labour Party mtge kundtun, welche großen Irrtümer die Arbeiterregierung heg'ng und sich der gerechten Sache der jüdischen Arbeiterschaft annehmen. Kaplansky erklärte, noch vor den Augustunruhen war die Haltungder Palästinaadministration '■{fgeniibor jüdischen Aufbau die einer unfreundlichen ’eutraLF:?. Es darf nicht weiter so gehen, daß den Juden! ersprechungen, den arabischen Effendis aber 4, s Land .-{eben wird. Die Regierung müsse der Zweideutigkeit aus-! lieben und da.- Juden nicht den arabischen Feudalen, den j indischen Moslems und dem britischen Imperialismus opfern. * Eine Akademie des Jüdischen Bundes «Blau-Weiß» findet Sanvstag, den 21. Juni, in den Kunskspiden, 1., Riemergasse 11, statt, in der unter anderem Jelrnda Ehrenkranz varliest. Außerdem wird das Stück «Der Heuschreckenfänger von Tel-Aviv» aufgeführt. Der Reinertrag fließt den Arbeitssiedhingen des «Blau-Weiß» zu, in denen unsere Jugend durch körperliche Arbeit Palästina nähergebracht wird. Restliche Karten sind im Heim, IX., Wäbringerstraße 15, und an der Abendkassa erhältlich. . Lichtbildervortrag des Pfadfinderbundes „Zirenu": „Unfer Wanderjeben“, am Donnerstag, den 19. Juni 1930, im Wiedner Bürgerkino, IV., Favoritenftraße 32, um 10 Uhr vormittags. Einleitende Worte Kultusrat Dr, J. Klaber. Eintritt frei! Freie jfidifdie Volksbühne. Zum Zwecke des Wiederauflebens des Vereines „Freie jüdifche Volksbühne“ hat fich ein Proponentenkomitee, fowohl aus den früheren, als auch aus neuen Mitgliedern, gebildet. Das Proponentenkomitee hat befdiloffen, eine ordentliche Generalverfammlung für Donnerstag, den 16. Juni, um 8 Uhr abends im Caf4 Buchsbaum, II., Große Sperlgafle 41, einzuberufen. Jedermann, der Intcrcffe hat, diefen kulturellen Zweck zu fördern, wird höflichft cingekden, bei diefer Generalverfammlung zuverläflig zu erfeheinen. Die Ausheilungen im Dr.-Krüger-Hcim, Wien, II., Malzgaile 7, am 19. und 20. d. M., die in der Zeit von 10 bis 19 Uhr zugänglich find, umfaflen, wie bereits angekündigt, außer der Hauptausftellung „Der g e d c ck t e j ü d i f ch c F e ft t i f ch" noch eine Ausftellung von Schülerarbeiten der Frauengewerbefchulc für -Weäßnähen und Klcidcrmachen, von Handfertigkeiten der Mädchen-Volks- und -Hauptfchule, von kunftgewerblichen Arbeiten, ein Buffet der Koch- und Haushaltungsfchule und. eine Vorführung von Modellen aus dem Damenfchneideratelier der Arbeisgcmcinfchaft. Am Zuftandckommen diefer Ausftellung, fpezicll der Hauptausftellung, die unter der Leitung der Vizepräfidentin des Heimes, Frau Obermcd.-Rat Dr. Krüger, fleht, haben insbefondere das jüdifche Mufcum, Herr Kuftos Dr. Bronner, das Mufcum für Volkskunde, Herr Hofrat Haberlandt, das Bundesmobiliendepot, Herr Sektionsrat Reiter, und die Firma A. Gerngroß A. G. regen Anteil genommen. Die Hauptausftellung, die erfte diefer Art in Oefterreich, zeigt eine größere Anzahl von jüdifchen Fefttifchcn, die fowohl in religiöfer, wie aber auch hiftorifcher und künftlerifdier Hinficht, das VoIIkommenfte auf diefem Gebiete darftellen. Unter anderem werden zu Tchen fein eine mittelalterliche Sabbath- Stube, ein Salon aus der Köngreßzcit, eine Seder-Tafel, ein Purim-Tifch, aber auch eine Laubhütte und vieles andere. Menorah, jüdisches Familienblätt für Wissenschaft, Kunst und Literatur. In der Nummer 5/6 vom Mai-Juni 1930 finden wir u. a. folgende interessante Aufsätze: «Abraham Zeiten» von Prof. C. Leonard Woolley, «Die Gegensätze zwischen dem Judentum und der Lehre Jesu» von Josef Klausner, «Der Friedhof in Frankfurt a. M.» von Prof. Dr. Max Eisler, «Warschauer Synagoge», ein Gedicht von Arthur Silbergleit, «Die Stadt der Toten» von L. Schapiro, «Die Juden in der modernen Musik» von Heinrich Berl, «Die Mischehe» vort Dr. Leo Goldhammer, «Der Bericht der Untersuchungskommission» von Ernst Davis wie auch viele andere Arbeiten und Rubriken. Die Nummer ist in gewohnter Art mit vielen Bildern künstlerisch ausgestattet. Der Vortrag eines arabischen Dichters Uber einen jüdischen Schriftsteller. Am 4. Juni hielt der arabische Dichter Scheich Nazar Abu El Saud ln Jerusalem einen Vortrag über den Dichter Abraham Ihn Salti El-Siville, der im 13. Jahrhundert in Sevilla gelebt und in arabischer Sprache geschrieben hat. Dieser Vortrag bildet den ersten in einer Reihe von Vorträgen über literarische und kultureJl© Themen, deren Veranstaltung von einer Initiativgruppe in Jerusalem geßjant wird- Alfred Dreyfus proteftiert gegen eine franzöfifche Aufführung des deutschen Dreyfus-Dramas. Wie aus Paris telegraphiert wird, haben Oberft Alfred Dreyfus und fein Sohn gegen die für Paris geplante Aufführung des deutfehen Dramas „Die Affäre Dreyfus" von Rehfifch und Herzog eingelegt.. Jüdifche Muukef auf dem Tonkiinftlerfeft des Allgemeinen Deutfehen Mufikvereines. Auf dem 60. Tonkünftlcrfeft des Allgemeinen Deutfehen Mufikvereines, von der Stadt Königsberg, der Königsberger Opern-G. m. b. H. und der Oftmarken- Rundfunk A. G. mitvcranftaltct, wurden droi lebende jüdifche Komponiften durch repräfentative Aufführungen ihrer Kompofitionen feftlidi gefeiert. Gleich im erften Orchcftcrkoiv.crt dirigierte Scherchen die erfte Symphonie op. 12 von Nikolai Lopatnikoff. Die zweite Opernfeftaufführung beftand in der Weltpremicre des Opcrncapriccios „Der Fächer“ von Ernft T o di. Zurzeit arbeitet Toch an der neueften Theatcrmufik für „Habimah". Im Schlußkonzert brachte der Geiger Stefan Frcnkel fein eigenes Violinkonzert zur Erftaufführung. Stefan Frenkels Geburtsftadt ift Warfdiau. Das Schweriner Staatstheatcr judenrein. Die Berliner Zeitung „Montag-Morgen“ veröffentlicht zwei Zufchriften der Intendantur in Mecklenburg-Schwerin, delTen Regierung unter dem Drude der Nationalfozialiftcn fleht, an einen bekannten Sdiaufpieler. Demfelbcn wird ein Engagement angeboten. Zum Schluß des zweiten Schreibens heißt cs: „Sollte Ihnen das Theater genehm und Sie nicht etwa Ifraclit fein, fo bitte idi Sic, mir einliegenden Revers zu unterfchreiben.“ Klatzkins „Probleme des modernen Judentums“ in Jiddifch. Im Warfdiauer Verlag „Central“ ift das bekannte Budi von Jakob Klatzkin „Probleme des modernen Judentums" in jiddifcher Sprache, von A. L. Jakubowitz überfetzt, crfchicncn. Eine dritte dcutfdie Auflage diefes Werkes wurde vor kurzem durch den Verlag Lambert Schneider beforgt. Der Pionier des jiddifdien Theaters Ifaac Libercscu geftorben. In New York verdarb im Alter von 80 Jahren Ifaac Liberescu, der ältefte jüdifche Sdiaufpieler und frühere Theaterdirektor. Er wurde in Jally, Rumänien, geboren, und gründete in Rumänien das erfte jiddifche Theater der Welt, auf welchem er Goldfadens Operetten fpiclcc. Zionistische Jugendkonferenz in Budapest Auf Initiative der Zionistischen Jugendorganisation von Ungarn (Hitachduth Hanoar Behungaria) fand am 8. und 9. Juni in Budapest eine Konferenz der parteipolitisch nicht festgelegten zionistischen Jugendverbände Europas statt. Die Konferenz war außerordentlich gut beschickt worden, und zwar von zionistischen Jugendverbänden in Kongreßpolen, Galizien, Rumänien, Oesterreich, der Tschechoslowakei, Ungarn, Deutschland und Holland. Verbände aus Italien und Jugoslawien haben Zustimmungserklärungen für die gemeinsame Arbeit, die auf der Konferenz beschlossen wird, übersandt Der erste Tag war dem Thema «Zionistische Erziehung» gewidmet. Dr. Werner Bloch, Berlin, hielt ein umfangreiches Referat, in dem grundsätzliche Fragen zionistischer Erziehung behandelt wurden. An dieses Referat schlossen sich kurze Korreferate von M. Ehrenfeld (Holland) und J. Rundstein (Krakau), ln den Referaten wie in der Debatte wurden im wesentlichen die Erziehungsprobleme der allgemeinen zionistischen Jugend herausgearbeitet. Der zweite Tag war dem Thema «Organisierung zionistischer Jugend» gewidmet. Das Referat erstattete Doktor Theodor Lantos (Budapest). An der darauffolgenden Debatte beteiligten sich sämtliche Delegierten. Einmütig kam die Ueberzeugung zum Ausdruck, daß die zionistische Jugend, die parteipolitisch nicht festgelegt ist, einen ständigen Kontakt untereinander haben müsse im Sinne einer verstärkten Arbeit für den Zionismus und Organisierung zionistischer Jugend. Die Konferenz nahm neben einer Protestresolution gegen die Suspendierung der Einwanderungszertifikate folgende Resolution an: Die Konferenz vom 8. und 9. Juni in Budapest beschließt die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zionistischer Jugendverbände, die sich nach folgenden Richtlinien bildet: 1. Die Arbeitsgemeinschaft erstrebt die Erweckung und Stärkung des jüdischen nationalen Willens zur Teilnahme an der Arbeit für die Lösung der Judenfrage durch den Aufbau eines freien jüdischen Palästina auf Grundlage jüdischer Majorität. 2. Die Arbeitsgemeinschaft erstrebt den Zusammenschluß aller Verbände, die auf dem Standpunkt des bedingungslosen Zionismus stehen. 3. Die der Arleitsgemeinschaft angeschlossenen Verbände sehen es als ihre Aufgabe an, an der Ernennung und' Stärkung der Ziou's tischen Weltorganisation aktiv mitzuarbeiten. 4. Die zionistische Erziehung in den uor Arbeitsgemeinschaft angeschl-isrvoiien Verbänden hat so zu sein, daß die Entscheidung für die nersönliche Teilnahme für die Mitglieder am Aufbau Erez Israels gefördert wird. In diesem Sinne bedeutet Chriuziuth die freiwillige, individuelle Entscheidung junger luden, nach Palästina zu gehen, in einen Beruf, zu dem sie persönlich geeignet und fachlich gut vorbereitet sind. Die Zentralstelle der AiTeiDgemeinschaft zionistischer Jugend lud ihren Sitz in Holland (Adresse: Joodsche JeuyUieJeratis, terdam, Deurioost Raat 106). Aufruf an unsere Leser! Ein armer Jude aus Polen, Familienvater, dessen Frau schwer krank ist und der aller Mittel bar ist, muß in seine Heimat zurückfahren. Wir bitten unsere verehrten Leser und Leserinnen, Spenden zu diesem Zwecke an die Administration der «Stimme» senden zu wollen, um auf diese Weise eine jüdische Familie aus der äußersten Not zu retten. Wir ersuchen die Spenden unter der Chiffre «Größte Not» senden zu wollen. Sie werden in unserem Blatte ausgewiesen. Zum Artikel des Hofrates Prof. Dr. S. Frankfurter, ln der Nr. 128 vom 29. Mai 1. J. brachten wir im «Sprecli* saal der Stimme» eine Zuschrift des Herrn Moses Lilienfeld zum Artikel des Hofrat Prof. Dr. S. Frankfurter unter der Ueberschrift «Der Bibelforscher Benjamin Donath und sein Kampf gegen den Gott der Rache». Aus Versehen haben wir diese Zuschrift vor Drucklegung Herrn Hofrnt Dr. Frankfurter zur Gegenäußerung nicht vorgelegt. Im Wesentlichen wäre zu bemerken, daß im früher erwähnten Artikel des Herrn Hofrat Frankfurter auch eine Antwort auf die von Herrn Moses Lilienfeld vorgebrachten Argumente zu finden ist. Internationale ärztliche Studienreise nach der Türkei und nach Kleinasien. Auf Anregung des Primarius Dr. Friedrich Barach, Wien, reist eine Acrztegruppe am 17. August 1930 nach Bukarest (Donaufahrt), wo die dortigen Spitäler aufgesucht werden und ein Ausflug nach dem Bad Sinaia unternommen wird. Die Reise wird über Constanza, Schwarzes Meer nach Konstantinopel fortgesetzt und unter anderen das deutsche Krankenhaus in Stambul besichtigt. Auf einem Ausflug werden die Reiseteilnclimer die heißen Mineralbäder von Kury zu sehen bekommen, die schon im Altertum unter dem Namen Pythia bekannt waren. Es folgt dann die Ueberfahrt nach Kleinasien und wird die Reise bis Angora fortgeführt. Aerzte (aus allen Ländern), die an dieser Reise teilnehmen wollen, erhalten nähere Informationen aut schriftliche Anfragen unter «Aerztliche Auslandsstudienreisen», Wien, l., Biberstraße U, oder «Medizinisch-Phnrnr»- zeutische Rundschau, Wien (Austria), 1., Heiligenkreuzetfiof. -r- Einzig! PraferspeziaEiflf II Die einzige, streng orthodoxe (SULYAS v .rbunden mit Selchwaren-Restaurant befindet sich im rückwärtigen, großen, schattigen Konzertgarten des Caf6 «Zum! raunen Huschen» in der Prater Hauptallee neben (Dm Ersten Kaffeehaus; Eingang auch vom Wurstelprater aus neben dem Schweizerhaus. Täglich Konzert! Bei ungünstigem Wetter großer gedeckter Saal! Es werden nur streng Fleische und Selchwaren, beigestellt von Lieferanten, die unter Aufsicht der Schiffschul stehen, verabreicht. Zu jeder Tageszeit kalte und warme Speisen; siois frisches Bier vom Faß, wie auch alle anderen “TOW <5«- banke. Auch Samstag geöffnet. Abends sUts Minjan. Frieda GrUnwa.dDif‘kos* 1