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Die Stimme · 1930-05-01 · Heft 124 (1.5.1930) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 124 (1.5.1930)
Date
1930-05-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr, 12£ DIE STIMME Seit« 9 Zionisten i Samstag, den 3. Mai, 8 Uhr abends, spricht der Herzl-Gedenkfeier des Zionistischen Landeskomitees und erscheinet in Massen! Kartenvorverkauf in den Zionistischen Büros, Wien, I,, Kärtnerstraße Nr. 28. Telephon Nr. R-27-4-85/86 Präsident des Zionistischen Aktionskomitees, Leo Motzkin bei der im großen Musikvereinssaal. Ehret das Andenken unseres Führers haken, foldie Zertifikate ftanden einzig und allein der Zioniftifdien Exekutive zur Verfügung, die das Einwanderungsdepartement darüber informiert hat, welchen britifchen Konfuln im Ausland Zertifikate zur Verteilung an Einwanderer zu fenden feia, Die Verteilung der Zertifikate nach Ländern und Einwanfdererkategorien gefchah durch die Zioniftifche Exekutive, die fich hierüber mit ihrer Alijah-Kommiflion ins Einvernehmen gefetzt hat. Die Auswahl der Kandidaten für die Paläftina- Einreife gefchah durch die lokalen Paläftina-Aemtcr, die fich aus Vertretern aller zioniftifchen Parteien zufammenfetzen. Die Exekutive der Hiftadruth crfucht Herrn Hyamfon, feine gegenüber der UnterfuchungskommilTion abgegebene falfche Erklärung riditigzuftellen. Hermann Bernstein tritt seinen Gcsandtenposten in Tirana an Rom (I. T.-A.). In den letzten Tagen weilte in Rom Herman Bernftein, der bekannte amcrikanifch-jüdifdie Journalift und Schriftfleller, der vom Präfidenten Hoover zum Gefandten der Vereinigten Staaten in Albanien ernannt worden ift. Der neue Gcfandte begab fich von hier zum Antritt feines Poftcns in Tirana, der Hauptftadc Albaniens. Kleine Nachrichten ausPalästina In Safed beschlagnahmte die Polizei Bilder von Baljour, die zugunsten des Jüdischen Nationalfonds 'in den Straßen verkauft wurden. Auf Protest der Jüdischen Gemeinde wurde die Beschlagnahme aufgehoben. — Ein Redakteur der arabischen Zeitung «Meraa-t el Schar», der anläßlich des Nebi-Musafestes eine Hetzrede gegen die luden hielt, wurde zu 12 Tagen Gefängnis und 5 Pfund Geldstrafe verurteilt. — Offiziell wird mitgeteilt, daß die Heuschreckengefahr sich bedeutend verringert hat. 8000 Menschen sind gegenwärtig mit der Heuschreckenbekämpfung beschäftigt, — Im Jahre 1929 betrug die Palläsfinaeinfuhr 7,166.533 Pfumd gegen 6,770.818 Pfund im Jahre 1928. Der Export betrug 1,554.262 Pfund gegen 1,487*207 Pfund im Jahre 1928. — Ein jüdisches Mädchen in Tel-cAviv, Ghana Sukenik, bei der kommunistische Literatur gefunden wurde, wurde zu 2 Monaten Gefängnis und nachfolgender Landesverweisung verurteilt. — Im Hafenbau, in,.Haifa hat. ein,, beschleunigtes Tempo Platz gegriffen. — in Tel-Aviv wurde'eine Gesellschaft zur Förderung der Handelshochschule in Tel-Aviv gegründet. — In diesen Tagen wird in Palästina eine weitere britische Polizeihundertschaft eintreffe,n. — Nablus-Araber störten das traditionelle Pessachfest der Samaritaner durch Verhöhnungen des Hohepriesters. — Mitglieder des Vereines Schomred Schabbos in Jerusalem wollten die Schließung eines offenen jüdischen Ladens am Samstag erzwingen, wobei es zu einem schweren Tumult kam. — Am letzten Pessachtage war die Klagemauer von tausenden von Juden besucht. Die Andacht verlief vollkommen ruhig. — In Jerusalem ist Frau Cdzek, die Mutter von Ephraim Ciizek, der bei der Verteidigung von Chulda den Tod erlitt, und der Sarah Gizek, die in Ted Chaj an der Seite Trumpeldors gefallen ist, gestorben. — Einige Juden, aus Jerusalem, die sich nach der Hauptstadt Transjordaniens, Amman, begeben wollten, wurden durch die Behörden zurückgehaken, mit der Begründung, daß man für die Sicherheit jüdischer Besucher nicht garantieren könne. — Dem Oberkommiissär ging abermals ein Memorandum aus arabischen Kreisen zu, daß 'die Annullierung aller Todesurteile und die Haftentlassung der verurteilten Araber verlangt. — Am 21. April fand im Etnek Jesreel auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds die feierliche Einweihung des Präsidenten Masaryk-Waldes statt. Die jugoslawischen Juden wollen auch einen König Peter-Wald gründen. — In Benjamina fand am 22. April die Einweihung der neuen Arbeiterwohnhäuser statt. — Der jüdische Gemeinderat in Haifa beschloß, an den Bau eines großen Krankenhauses in Haifa sofort heranzutreten. — .Die Stadtverwailtung von Td'berias beschloß dort eine jüdisch-arabische Handelskammer zu gründen. Die Gründungsversammlung fand in der vergangenen Woche statt. — Zum neuen Generaldirektor der palästinensischen Eisenbahnen wurde Mr. C. R. Webb, der zuletzt Generaldirektor der Eisenbahnen in Sierra Leone war, ernannt. Die Hechaluz-Bewegung in Polen Warschau, 25. April. (I. T. A.) In der letzten Sitzung des Komitees für den «Keren Hechaluz» berichtete der Führer des Hechaluz, Dobkin, daß das polnische Judentum dem Hechaluz nicht nur materielle Mittel, sondern auch bestes Menschenmaterial zuführt. In den letzten sieben Monaten sind nach Palästina 5300 Olim abgereist, unter ihnen waren 3000 Chaluzim, davon 90 Prozent aus Polen. Im letzten Jahre stieg die Zahl der Mitglieder des Hechaluz von 12.000 auf 24.000. Für das laufende Jahr wurde ein Budget von 761.000 Zloty zur Vorbereitung von weiteren 4000 Chaluzim für die Alijah festgesetzt, davon kamen 300.000 Zloty aus dem Ausland, etwa ein falbes Million Zloty muß das polnische Judentum aufbringen. In London wurden letztens Resolutionen über Schaffung eines speziellen Fonds von 10.000 Pfund für Chaluz-Vorbereitung Und eines Fonds von 9000 Pfund für Deckung der Reisespesen für 3000 Chaluzim (3. Pfund pro Kopf) angenommen. Nach den Reden von Minkowsky, Senator Dr. David- &ohn, Stadtrat Elenberg, Podlyszewsky, Rabb, Prof. Schor, Ing.! Landstock, A. Goldberg u. a. m. stellte Dobkin deh Antrag, Vorbereitungen zur Beteiligung an „dem Weltkongreß des Keren Hechaluz, der Ende August 1930 in Berlin stattfindet, zu treffen. die Wodke Berlin. Vom 26. bis 28. /April fand hier die diesjährige Landeskonferenz des deutschen Hechaluz statt, die von zahlreichen Delegierten und Angehörigen der Jugendbünde besucht war und das Bild eines starken Aufschwunges bot. — Am 10. April 1930 fand hier die Mitgliederversammlung der Gesellschaft «Ort», Abteilung Deutschland, statt, in der über die Lage der Juden in Osteuropa sowie über die Tätigkeit der «Ort»-Abteilung berichtet wurde. — Die deutsche reaktionäre Presse führt seit längerer Zeit eine heftige Kampagne gegen den tschechoslowakischen Kohlenmagnaten Ignaz Petschek. — Die «Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden» veranstaltet am 30, April eine große Kundgebung für «Religion und Weltfrieden». — Dr. Kar! Melchior, Mitglied des Hamburger Bankhauses Warburg, wurde bei der Konstituierung der Bank für internationale Zahlungen in Basel, zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrates dieser Bank gewählt. Rom. Dem Nationalrat der Korporationen in Italien, der soeben für drei Jahre gewählt und vom Regierungschef Mussolini eröffnet wurde, gehören 6 Juden an, u. zw. die Professoren Arja und Del Vecchio, Gino Olivetti, Ingenieur Luzzatti und die Advokaten Levi Deveali und Angelb Olivetti. London. In der Zeit vom 19. bis 24, Mai tagt in London die Reichskonferenz des Britischen Roten Kreuzes. Die «Hadassah» wurde zur Teilnahme eingeladen. An der Konferenz wird Dr. R. Katznelson, als Vertreter der Hadassa, teilnehmen. — Im Alter von 82 Jahren verstarb hier der Rabbiner der Reformsynagoge Rev. Morris Josef. Vor kurzem erschien von ihm eine größere Arbeit über den «Geist des Judentums». Moskau. Die Moskauer Filmgesellschaft «Mesrapom» hat eine Filmexpedition in die bisher unbetretenen Teile der arabischen Halbinsel Jemen unternommen, wo sie auch das Judenviertel der Stadt Sanaa, in welchem die Juden die alten Sitten und Gebräuche gewahrt haben, befindet. Die Expedition hat auch wertvolles Material über das kulturelle und wirtschaftliche Leben der jemenitischen Juden gesammelt. New York, ln der vor kurzem stattgefundenen Tagung des Direktoriums des Wanderer-, Hilfs-und Schutzverbandes «Hias of America» wurde Herr Abraham Hermann zum Präsidenten wiedergewählt. — Die vor kurzem hier abgehaltene erste jiddische Kulturkonferenz in Amerika hat einen Aufruf erlassen, in dem die jüdische Bevölkerung zur Unterstützung des Jiddischismus aufgefordert wird. U. a. protestierte die Konferenz gegen die Verfolgung der jiddischen Sprache in Palästina (?!').< In die Exekutive des Kulturverbandes wurden u. a. Dr. Chaim Schitlowsky, Sch. Niger, J. Opatoschu und Dawid Pinsky gewählt. Prag. Der tschechische Fortschrittler Dr. Herben, der Verfasser einer großen Masaryk-Biographie, hatte zum Geburtstag des Präsidenten der Republik eine kleine Broschüre über Masaryk für den Schulgebrauch geschrieben, die nunmehr von den Klerikalen zum Gegenstand einer parlamentarischen Interpellation gemacht worden ist. Die Interpellation nimmt hauptsächlich Bezug auf die Haltung Masaryks zur Zeit der Hilsner-Affäre und meint, daß sich Masaryk darin geirrt habe. Eine Beantwortung der Interpellation ist bisher nicht erfolgt. München. Vor einigen Tagen wurde hier der zehnjährige Bestand des Verbandes bayrischer israelitischer Gemeinden gefeiert. Breslau. Prof. Dr. Siegfried Marek, ein bekanntes und verdienstvolles Mitglied der Jüdischen Gemeinde, ist zum Ordentlichen Professor für Philosophie und soziales Recht an der Breslauer Universität ernannt worden. Erfurt. Die Fraktion der Nationalsozialisten im Thüringer Landtag hat einen Gesetzentwurf über die Regelung des Schächtens von Tieren eingebracht. Die Annahme dieses Antrages käme einem Verbot des jüdisch-rituellen ScHächtens gleich. Ein ähnlicher Antrag wurde bereits vor einigen Jahren dem Landtag unterbreitet, ist aber damals abgelehnt worden. Washington. Der Senat des Kongresses der Vereinigten Staaten hat mit 39 gegen 34 Stimmen den Zusatzantrag zum Einwanderungs-Bill angenommen. Demgemäß wird die seit 1. Juli 1929 geltende Einwanderungsquote noch mehr reduziert. Die Zahl von 150.000 Einwanderern jährlich wird auf 120.000 herabgesetzt. Johannesburg. Der Jewish Board of Deputäes wählte ein Komitee, das mit dem parlamentarischen Komitee für die Ausarbeitung eines humanen Schlachthausgesetzes in Verbindung treten soll und es über die jüdische Schächtung. informieren wird. VfTVTTVTTTTTTYTTVrT Ein Geschenk der Haifaer Jaden an Comman- * der Jackson London, 24. April. (J. T. A.) Die Ehrenbeamten des Anglo Palestine Club überreichten cm Nomen der Haifaer jüdischen Gemeinde dem Kommandanten des Kriegsschiffes «Barham» W. L. Jackson, in Anerkennung der Dienste, die er und die Schiffsbesatzung in den Aügusttagen den Juden Haifas geleistet haben, als Geschenk eine von der Kunstschule Bezallel in Jerusalem hergestelite in Silber gearbeitete Bibel. Ein Brief von Alfred Dreyfus an Bruno Weil Oberst Alfred Dreyfus richtete an Dr. Bruno Weii, Vizevorsitzenden des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und Verfasser des soeben im Verlag Dr. Walther Rothschild, Berlin, erschienenen Buches «Der Prozeß des Hauptmann Dreyfus», auf die Mitteilung über, das Interesse, das Dr. Weils Vorträge, erregten, ein Schreiben, das in deutscher Uebersetzung'lautet: * .. «Sehr geehrter Herr, ich danke Ihnen vielmals für die' Uebersendung des kurzen Berichtes des Vortrages, den Sie gehalten haben und von dem. ich schon zahlreiche Auszüge in der französischen Presse gelesen hatte. Jeder Beitrag zur Bekundung der Wahrheit känn nur c|azu dienen, alle Umstände aufzuklären, die das Werk der Gerechtigkeit 'be-. treffen, das so glücklich zu Ende geführt worden ist. Ihre Darstellung liefert hierzu einen Beweis. Wollen Sie gefälligst den Ausdruck meiner ausgezeichneten Gefühle genehmigen. Die Lage der Juden in Rußland Das Zentrialexekutivkomitee -der Sowjetrepublik Krim hat beschlossen, im Gebiete der jüdischen Kolonien in der Krim 17 neue Dorfsowjets zu schaffen. Der erste dieser Sowjets wurde in der Kolonie Btlüchendorf für drei jüdische Kolonien eingerichtet. Vorsitzender ist der Kommunist Scbapiiro. Die an der Kolonisierung von Biro-Bidschan Im Fernen Osten durch Juden interessierten Kreise geben offen zu, daß der Biro-Bidschan-Plan sehr gefährdet sei, weil im Hinblick auf die Besserung der Rechts- und Wirtschaftslage für die Juden in den Städten der Sowjetunion der Zuzug von Juden nach Biro-Bidschan fast vollkommen aufgehört hat. Die Aktion der Sowjetregierung für Zuführung der jüdischen Jugend zur Industrie macht gute Fortschritte, in den Pu tilow-Werken zu Leningrad, einem der größten Industrie werke- Rußlands, in denen vor der Revolution kein einziger Jude je beschäftigt war, arbeiten gegenwärtig rund 5000 junge Juden. Der ukrainische Staatsverlag gibt die Werke von Marx und Engels, den theoretischen Begründern des neuen Sozialismus, in jiddischer Sprache heraus. Zionistischer Delegiertentag in Ostgalizien Lemberg. Der zweiten Sitzung der Landeskonferenz der Zionisten Ostgaliziens wohnte Sejmdeputierter J. Grünbaum, Präsident der Zionistischen Organisation Kongreßpolens, bei. Der Sprecher der Opposition, Madtes, beklagt es, daß die Landesexekutive die Beschlüsse der Stryjer Konferenz nicht durchgeführt hat. Dr. Insler betonte, es gehe nicht an, daß man in den allgemeinen zionistischen Forderungen radikal und in Fragen der Landespolitik opportunistisch sei. Abg. Grünbaum spricht über die Frage der Vereinigung der vier zionistischen Landesorganisationen Polens zu einer einheitlichen Organisation und verspricht, alles zu tun, um diese Vereinigung schnellstens zustande zu bringen. Die Zionisten. Ostgaliziens, sagte er, waren einmal durch ihren Kampfesmut beispielgebend für alle. ' Er zollt Anerkennung den verstorbenen Führern der ostgalizischen Bewegung, Dr. Stand,- Dr. Zipper und Dr. Leon Reich. Abg. Leser referierte über Kulturfragen. Die Landeskonferenz wählte an Stelle des verftorbenen! Präfidenten Dri Leon Reidi zwei Präfidenten: Dr. Emil; Sdimorak als Präfidenten der Landesexekutive und Senator Dr. Schreiber als Präfidenten des Parteirates. Zu Vtlzepräfidenten wurden gewählt Abg. Rosmarin, Sommerftein und der Revifionift Dr. Luftig. Der neuen Exekutive gehören i x Mehrheitler, 4 Revifioniften und 4 Oppofitionelle Grünbaumfcher Richtung an. Die Oppofition hat das Refultat der Wahlen noch nicht akzeptiert; es ift nicht ausgefchloffen, daß ihre Anhänger aus dem Landesverband austreten und fich der Zioniftifchen - Organifation Kongreßpolens anfchließen. Obwohl die große Mehrheit der von der zioniftifchen Landeskonferenz für Oftgalizien gewählten neuen Landesexekutive aus Anhängern der Weizmann-Mehrheit befteht, tragen die politifchen Befdilüffe der Landeskonferenz einen .ftark. oppofitionellen Charakter gegenüber der Zioniftifchen Weltexekutive in London. So wurde u. a. eine Refolution angenommen, in welcher die Londoner Exekutive aufgefordert wird, noch im Jahre 1930. einen außerordentlichen zioniftifchen Weltkongreß einzuberufen und gemäß dem Plan Jabotinfkys eine politifche Notftandskommiftiön zu fchaffen. Eine weitere Refolution fordert die Durchfetzung der Entfendung einer. Royal CommilTion nach Paläftina. Abgelehnt wurde der revifioniftifche Antrag, Doktor Weizmann das Mißtrauen auszudrücken, dagegen wurde eine Refolution angenommen, in der alle Zioniften aufgefordert werden, den von den Revifioniften gefchaffenin „Tel Chaj-Fonds“ zu fördern. Ein Vorläufer von Columbus New York. Der bekannte amerikanische Archäologe A. Hyatt Verriß führt in einem Artikel im «New York World», aus, daß vor zirka 3000 Jahren ein jüdischer Gelehrter in Amerika gelandet sei. Dieser habe dort hebräische Kultur verbreitet, woraus sich erklärt, daß Religion und Kult der Inkas und Akteken gewisse semitische Einschläge aufweisen.. Verriß äst der Ansicht, daß dieser Jude auf einem phöhizischen Schiffe, das Schiffbruch erlitt, nach Amerika verschlagen wurde, wo er seine Lehren predigte und bald vom Volke als höheres Wesen verehrt wurde. Das Ereignis und die Gestalt des Verkünders soll noch in zahlreichen Legenden ßei den Eingeborenen Zentralamerikas und Westindiens weiterleben, wo Verriß jahrelange Forschungen gemacht hat. „Hedtaluz“ Das Organ des cechoslowakischen u. österrei* chischen Chaluz-Verbandes ist soeben als s Doppelnummer erschienen. Aus dem Inhalt: El. Schoub: Die jüdische Arbeiterbewegung Erez Israels unddie Internationale .El. Galilä: Vom Petach Tdkwah 'bis Kfar Saba. J.-Gh.1 Brenner: Zu unserer Sache ... Aclolf Böhm: Haben die Juden die Araber geschädigt? Hugo Steiner: Die Voraussetzung der : Chaluzarbeit in'.' Westeuropa Aus der Bewegung: Zeitschriften und Bücher Aus Erez Israel u. v. ä. Zu beziehen durch; Hechaluz, I., Kärntnerstraße 28. Bezugsbedingungen: S 5.— jährlich. hhhnhmmmhmmmnhhhhhihhhhhhhhbiiibmh

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