Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1930-04-24 · Heft 123 (24.4.1930) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 123 (24.4.1930)
Date
1930-04-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3053752-3053859-3053876--1691-3057061
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Preis 35 Groschen Zionisten treffen sich im Kaffee FUrstenhof Abonamuontpreise: für Oieierreteh: Monatl. 8 IAO, vierteil. 8 4.30, cAnrj. 8 16.— / Dentaehtand: Monail. GoI4m»rk. }.—, rlerlelj. Goldmark 8.—- / Tschechoslowakei: aonatlleh Kc 7.—, viertel). Ke 19.— I Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—. rierteljÄhrlieh Dinar 40.— I 3. Jahrgang Jüdisdke Zeitung Cractttdi* Oomiimc:r»ä€Mt!H«idaftfion tändl Jidminimitation: Wicsn, 1., (ttnutkenmtetntaame I - ^efepSon 0t 20-3-S* Wien, Donnerstag, 24. April 1930 (26. Nissan 5690) Polen: Mopatl. Zloty 2.30, vlertelj. Zitoy 6.60 I Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, Tiertelj. Pengö 4.20 / RnmSnien: Monatl. Del 45.—, vlertelj. Lei 126.— I Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, vlertelj. Lewa 80.— Belgien: Monatl. Belga 2.—, viertel). Belga ß.— I Uebriges Ansland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 Nummer 123 Anläßlich des 70. Geburtstages Theodor Herzls am 2. Mai 1930 veranstaltet das Zionisti sehe Landeskomitee Samstag, 3. Mai 1930, 8 Uhr abends im Großen Musikvereinssaal eine Die Festrede hält: LEO MOTZKIN j Präsident des Zionistischen Aktionskomitees und des Comite des Delegations Juives / Karten rum Preise von 50 Groschen bis 5 Schilling in den Zionistischen Bureaus, f., Kärntnerstraße 28, erhältlich / Sonntag, den 4. Mai, vormittags Ablehnung aüs rliohdo'n: Öic ä*Nfthische I)ele^a^ hat Üb* Regierung neue Vorschläge übemittelt, .„‘..'die, jedoch gl^elehnt .wurden. Öie RegreFüng teilte der Delegation mit, daß nur solche Vorschläge unterbreitet werden sollen, dieeinen milden Charakter tragen, eine Grundlage zu einer Diskussion bieten und zu einer Verständigung hinsichtlich einer jüdisch-arabischen Zusammenarbeit in Palästina führen können. Die neue Immigrationsverordnung Jerusalem (J. T. A.). Das-Regierungsblatt veröffentlicht die neuen Vorschriften! w :Regelung der. Immigration nach Palästina. Im Sinne dieser Verordnung können nach Palatina nachstehende,'Kategorien von Immigranten einwandern: a) Immigranten, die zu Verdienstzwecken nach Palästina aüswaridern.. Diese werden in folgende Kategorien eingeteilt: 1. Personen, die über eip eigenes Kapital in der Höbe ypn ipOQ Phind in barem, in Boden oder in Maschinen verfügen; 2. Personen mit freien Berufen, mit einem Vermögen von 500 Pfund. Diesen Personen können die Einreisebewiliigungen nur im Einvernehmen mit dem Immigrations-Amt erteilt werden, das darüber• züurteilen hat, ob neue. Immigranten dieser Berijfekategonen erwünscht sind; 3. Qualifizierte Handwerker, die.ein Vermögen von 250 Pfund aufweisen, Die. hnmrgranten. dieser Kategorie“ erhalten Einreisebewilligungen nur in dem Ausmaße, in welchem die ökonomische, Auf nahrnsfähigkeit des’ Landes deren Einwanderung zuläßt. 4. - Ale Personen, die nachweisen ..können,' daß sie im Lande eine gesicherte Beschäftigung; miteinem Mindesteinkommen von .4 Pfund monatlich haben. Das Einkommen muß durch Arbeit verdient werden. b) Personen, dere Erhaltung im Lande .gesichert ist, wie Waisen, die in öffentlichen Institutionen unter-: gebracht werden, Personen, ,die * religiöse am-?' üben, Studenten .mit . einem gesicherten Einkommen. c) Personen, die eine zugesicherie Aussicht auf: Beschäftigung haben.; d) '1 Personen, deren; Unterhalt von ständigen Palästina-Einwohnern abhängig ist. Diese Kategorie unterin der Woche vom 5. Mai GROSSE HERZL - AUSSTELLUNG mit Vorträgen. ltegb; mebt fden Imhiigrätion^ . Sie.können..; bezogen werden.. •.-T".- •' .v^;■;;Die neue. Irtmügrati^nsverprdtaung;,^^^,^ü$jj](>vyQ|r,; 4 die ‘dasBürgerr«dit' noch . nicht besitzen und Palästina1 zeitweise verlassen, die Möglichkeit haben, auf Grund eines Rückreisevisums,, das laut Anweisung des Oberkommissärs erteilt werden1 kann*, ins Land zurückzukehreh. Die neue Verordnung führt keine großen Veränderungen ein. Die diesbezüglichen Förderungen der arabischen ’ Exekutive scheinen von'^der Regierung nichts akzeptiert worden zu sein. In den einzelnen Punkten, die die Kategorien ,der Iihmigranten. ■behandeln, .sin^ ebenfalls keine wesentlichen Aeuderungen eingetreten. Ünklar ist/ nur, ob Einwanderer, mit einem Vermögen von 1000 Pfund die Einreisebewilligung vom englischen. Konsul , ihres Ursprünglichen:. Wohnlandes erhalten oder ob in jedem Fall eine besondere Zustimmung de? Immigrations-Departements in Jerusalem notwendig ist. Punkt 4:> beinhaltet eine gewisse Erleichterung, da bis nun von des in>diesem Punkte in Red© stehenden Imrnigrahten. ein Mindesteinkommen von 6 Pfund pro- Monat verlangt wurde. Im allgemeinen ist zu bemerken, daß die neue Verordnung weder neue Schwierigkeiten noch Begrenzungeneinführt. Wann ist eine jüdische Mehrheit in Palästina möglich London (L T. A.).‘ Der Bericht der Shaw-Kommission enthält am Schlüsse vier Diagramm«, die , das Zahienverhälttiis zwischen Juden und Ambern in 50 Jahren. behandeln. Die Diagramm«, die vom Sekretär der Palästina-Regierung, Maitis, zusammengestellt wurden, sind auf der Grundlage, daß Palästina höchm KAISER STR. M3 #. Alse&str. .6 irr'"'. . stei^s ,ejne ^Bevölkerung -von - 3 Millionen haben .wird, errechnet-T'". 'v;; . -Das ersW Diagrathm weisit nach, daß inensischeTDeNKjl'kerung be*i einer-jährlichen Immigration von. 25.000 Judenurid. einem ''Geburtenzuwachs von 10 auf. 1000 Seelen, bei allen. Teilen der Bevölkerung, im Jahre 1976 eine Bevölkerung von 3,000.000 erreichen wird, wobei die. j-üdisclie. Bevölkerung eine Mehrheit mit 1,800.000 . und.die arabische eine Minderheit mit 1,200.000 Seelen sein: wird. Das zweite Diagramm, das einen Geburtenzuwachs von 12 auf 1000 Einwohner pro Jahr annimmt, errechnet, daß Palästina. erst imJahre 1980 eine Bevölkerung von 3,OOO.QOO Seelen erreichen wird. Die. Juden würden in dtieSerti Falle L750.000, die A.Tat«r: 1;25Ö,000 Seelen zählen.'' - Bei 15.000 jährlichen jüdischen Emmigranten und bei einem Geburtenzuwachs von 10 auf 1000 Einwohne,' würde eine 3,000.000 Bevölkerung erst im Jahre 1994 erreicht werden, wobei die jüdische Mehrheit 1,700.000 und diä arabische Minderheit11,30Ö.'0CK) Seelen ’ zählen würde.. ' . ' Das vierte Diagramm ist auf der Grundlage einer jüdischen Immigration von 10.000 Personen errechnet. In diesem Falle würde die jüdische Bevölkerung ln der Minderheit bleiben. Im Jahre 1978 würden bei einer 3,000.000 Bevölkerung die Juden 1,200.000, die Araber 1,800.000 Seelen, stark sein. Der Zweck' der Errechnung dieser Diagramme'wird jm Berichte nicht motiviert. Im Berichte werden diese Diagramme nur zur Illustrierung der Aussagen Jabotinskys gebracht, der in seiner Einvernahme die These vertrat, daß in den nächsten 60 Jahren jährlich 30.000 Juden nach 1 Palästina einwandern müßten. Eine neue Kommission Pem Warschauer «Hajnt» wird aus London berichtet, daß mit der /Leitung'der-von der englischen Begieriirtg neu eingesetzten Kommissionzur Feststel- 1 lung der zukünftigen' Politik in' Palästina dergewesene Öberkommissär von Aegypteri; Lord Lloyd betrau t wurde. Lord Lloyd ist bekanntlich ein warmer Freund der zionistischem Sache. Der Kommission soll auch General Smuth angehören. Die Kommission wird vor allem die Aufgabe haben, eine neue VerwaMungsordnwng für Palästina festzustellen. Zu Theodor Herzls 70. Geburtstag erscheint die «Stimme» als . * '> v.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.