Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 121 (10.4.1930)
- Date
- 1930-04-10
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 DIE STIMME Nr. 121 I' f I I ft t s. 1 fl ’ <f; j i ■ ■*.: y, S’! t r; |:j 'Oy,. ,%X*4a'.. V.\> \7> Ab' Hebräische Tagung — Weidath haiwrim Montag, den 14. April. 8 Uhr abends, beginnt!m Cafe Produktenbörse die hebräische Tagung mit nachstehender Tagesordnung: 1. Eröffnung der Tagung: Obmann der [Iisladruth Prof. J. Gelernter. 2. Wahl des Tagespräsidiunis; Begrüßungen. 3. Die hebräische Arbeit in Wien und die rdonistische Organisation. Referent: Prof. J. Gelernter. I. Kulturarbeit der Jugend. Referenten: Jehuda Meilen, Aliron Sternberg. Dienstag, 15. April, S Uhr abends, II., Kleine Mohrengasse 3: 5. Die hebräische Erziehung. Referent: Prof. Dr. Sch. Horowitz. 6. Die Lage der hebräischen Kurse und des Unterrichtes. Referent: Lehrer S. Haber-Hellner. 7. Tätigkeitsbericht der Histadruth. Referent: Sekretär der Histadruth Lehrer I. Herzberg. 8. Debatte. Mittwoch, 16. April, 8 Uhr abends, II., Kleine Mohrengasse 3: 9. Die hebräische Literatur und Bewegung in Erez Israel und in der Galuth. Referent: Schriftsteller Daniel Perskv. 10. Wahlen. II. Resolutionen. Mitteilungen des Wiener Palästinaamtes Am 25. März 1. J. reisten über Wien mit einem Sonderzug aus Polen etwa 220 Palästina-Fahrer, zumeist Chaluzim und Chaluzoth; diesem Transport haben sich einige Chaluzim und Heimkehrer von hier angeschlossen. Es war dies der dritte geschlossene Zug, der in den letzten vier Wochen von Polen direkt nach Triest gereist ist. Wie bei den früheren Sonderzügen haben sich auch diesmal viele Gesinnungsgenossen am Bahnhof eingefunden. Die Durchreisenden erhielten nach ihrer Ankunft eine Jause, um deren Zustandeirommen sich in dankenswerter Weise besonders die Z. M. V. «Mirjam» und die «Wizo» bemühten. Der nächste Separatzug mit Chaluzim aus Polen dürfte am .6. Mai über Wien reisen (Ankunft 7 Uhr abends am Nordbahnhof). Vor einigen Tagen starb in Wien der Ministerialrat im Finanzministerum Dr. Leo Rappaport. Der Verstorbene, der aus Lemberg stammte, gehörte dortselbst zu den Gründern der zionistischen Organisation und betätigte sich als solcher, gemeinsam mit Dr. Alexander Hausmann, Dr. Jakob Thon und anderen Führern des damaligen Zionismus in der zionistischen Verbindung „Emunah“. Auch in seiner Stellung als hoher Beamter des Finanzministeriums in Wien verleugnete er nie seine zionistische Gesinnung, was ihn nicht hinderte, die höchste Stufe der österreichischen Beamtenschaft zu erklimmen. Seine Gattin, geborene Back, die vor einigen Jahren gestorben ist, gehörte ebenfalls zu den führenden zionistischen Frauen in Lemberg. Sie gründete seinerzeit in Lemberg, gemeinsam mit der Schwester Martin Bubers, Frau Dr. Braude, Frau Zwi-Karl und Frau Porneranz-Melzer, die erste jüdische Mädchenvereinigung in Galizien. Aus dem Vortragssaal Professor Willi* >ri Schlesinger über «Rituelle Küche und Diätetik^-. Im Dr. Kruger-Heim fand dieser Tage die Eröffnung einer rituellen Kochschule statt, die von dem Gedanken ausgellt, jüdischen Waisenmädchen eine neue Berufsbetätigung zu verschaffen. Der bekannte Diätetiker Universitätsprofessor Dr. Wilhelm Schlesinger hielt einen einleitenden Vortrag über «Rituelle Küche und Diätetik». Bei vielen rituellen Speisevorschriften sind neben ihrer ethischen und symbolischen Bedeutung diätetische Absichten nicht zu verkennen. Dahin gehört schon das Verbot gewisse Tierarten zu genießen, neben dem Schwein Kleintiere und Fische ohne Schlippen, letztere deshalb, weil sie wie Aal und Schmerlen am Boden der Gewässer von Schlamm leben. Die Fleischbeschau, sicher eine hygienische Maßnahme, wurde von den Juden zuerst zu einer Erfahrungswissenschaft ausgebildet. Das rituelle Schächten bezweckt möglichstes Entbluten der Tiere. Eine im Prinzip diätetisch gut begründete Maßnahme, weil Blut im Darme leicht fault. Auch das rituelle Salzen des Fleisches dient ursprünglich dem Ausziehen letzter Blutreste. Dabei werden dem Fleische aber gleichzeitig schmeckende Substanzen entzogen, die dann durch reichlichen Zusatz von pflanzlichen Würzen ersetzt werden. Hier geschieht häufig ein Zuviel des Guten. Ein anderer Punkt, der die rituelle Küche häufig weniger bekömmlich macht, ist der allzureichliche Fettzusatz. Eiweis-Feltdiat schützt in mancher Hinsicht gegen Infektionskrankheiten, führt aber anderseits leicht zu geringerer Magenbekömmlichkeit der Speisen und zur Ueberernährung; daher die Neigung der Juden zu manchen Stoffwechselkrankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes. Ursache der Bevorzugung des Fettes in der rituellen Küche war zunächst die Bodenbeschaffenheit des alten Palästina mit Hervortreten der Viehzucht gegenüber dem Anbau von Körnerfrüchten. Dazu kam die hohe Wertschätzung des Oelbaums. Die in. der rituellen Küche wie auch sonst in der Küche häufig verwendeten Pflanzenfette haben den Nachteil, daß sie bei der Speisenbereitung leicht überhitzt werden, mit Bildung von für den Magen unbekömmlichen Zersetzungsprodukten. Dies gilt auch vom Oel, einem sonst ausgezeichneten Fett. Deshalb ist bei der Verwendung von Pflanzenfetten in der Küche besondere Sorgfalt erforderlich. Der Redner kommt zu dem Schlüsse, daß die rituellen Speisegesetze Vieles enthalten, was auch modernen diätetischen Anschauungen entspricht. Krankheiten des Judentums Ein interessanter Vortrag Dr. S. Beers in der Zion. Sektion Leopoldstadt. Herr Dr. Beer gehört, trotz seiner verhältnismäßigen Jugend, zu jenen Aerzten, die rein menschliche Qualitäten mit gediegenen Fachwissen verbinden. So erklärt sich auch die große Beliebtheit und Popularität, deren sich Dr. Beer in weitesten jüdischen Kreisen erfreut. Kein Wunder, daß sein Vortrag ein zahlreiches Publikum anlockte. Nicht die Krankheiten sind jüdisch oder unjüdisch; die pathologische Reaktion ist es, die diese oder jene Krankheit «jüdisch» oder «unjuGsch» macht. Dr. Beer geht vom Gedanken aus, daß cs nicht Rasseneigentümlichkeiten sind, die die Voraussetzung für bestimmte Krankheiten bilden, sondern bei Beurteilung der Krankheiten, sowohl bei Juden als auch bei Nichtjuden, sind es vor allem die sozialen, klimatischen und hygienischen Verhältnisse, unter denen sie zu leben gezwungen sind, die die größte Rolle spielen. Vor allem kann man das durchschnittlich höhere Lebensalter, das Juden erreichen, feststellen. Dann die geringere Zahl an Fehlgeburten und kleine Kindersterblichkeit. Nichtjuden werden oft von manchen Krankheiten im erhöhten und verstärkten Maße befallen und gehen an ihnen auch häufiger zugrunde als Juden. Dies trifft vor allem auf die Tuberkulose zu. Gewiß fallen ihr auch viele Juden zum Opfer; aber das klinische Bild dieser Krankheit ist bei Juden ein viel günstigeres. Der Referent führt diese Tatsache in erster Linie auf das Immunitätsprinzip zurück. Jahrhundertlang lebten Juden in dem engen Ghetto, in von Sonne und Luft abgesperrten dunklen, finsteren Wohnungen. Und so sind sie auch gegen diese größten Erreger und Förderer der Tuberkulose — Licht- und Luftlosigkeit — irgendwie unempfindlicher geworden. Sie haben eine gewisse Immunität der in Sumpfgegenden einheimischen Bevölkerung gegen das dort herrschende Sumpffieber im Gegensatz zu der Reaktion der Einv/andernden aus anderen, gesünderen Gegenden auf dasselbe, beobachten können. Soweit das Positive. Anderseits gibt es zweifellos gewisse Krankheiten, von denen Juden weit mehr befallen werden, als Nichtjuden. Hier sind es vor allem die Nervenkrankheiten, in denen die Juden ein erschreckend großes Kontingent stellen. Und dies ist wieder in unseren sozialen Verhältnissen begründet. Der Jude führt seit Jahrhunderten den Kampf ums Dasein in seiner nervenaufreibendsten Form. Auf eigener Scholle, unter natürlichen politischen und sozialen Verhältnissen, wird das jüdische Volk auch diese spezifisch jüdischen, durch die unnatürlichen Bedingungen hervorgerufenen Krankheiten überwinden. Reichen Beifall zollte das dankbare Publikum dem Vortragenden für seine instruktiven und interessanten Ausführungen. Dr. J. R. Josephus Flavius und die BibeL Unter diesem Titel fand am' 31. März im Verein für jüdische Geschichte und Literatur ein fesselnder Vortrag des Herrn Dr. Salomo Rappaport statt. Der Vortragende sprach einleitend über die historischen und psychologischen Voraussetzungen der Werke des Josephus. Ans dem Zuammenstoß griechischer und jüdischer Kultur entstand ein Haß zwischen den verschieden gearteten Trägern dieser Kulturen, der zu den ersten Erscheinungen bewußten Antisemitismus' führte. Es tauchten im ersten vorchristlichem Jahrhundert die Märchen vom Esclskuft und Ritualmord der Juden auf. man warf den Juden Kuiturlosigkeit und Mangel der Tradition vor. Gegen diese Beschuldigungen, die das Ansehen des Judentums herabsetzen sollten, setzte sich nun das Judentum zur Wehr, in dem es aus der biblischen Geschichte das Alter und die hohe Kultur des Judentums bewdes. Audi Josephus gibt eine Erwiderung auf die heidnisdien Auiviirte, aus dem der apologetische Charakter seiner Bibclparaphra.se klar zutage tritt. Den apologetischen Absichten des Josephus entspricht cs, die meisten biblischen Wunder auf natürliche Art zu erklären. Auch sucht er scheinbare Widersprüche der biblischen Erzählungen zu lösen und manche Aussprüche, deren Sinn nicht verstanden lind zu Vorwürfen gegen das Judentum Anlaß geben könnten, eingchcnds klarzulcgen. In dieser Arbeit zeigt Josephus eine starke exegetische Fähigkeit, die auf eine gewisse Vertrautheit mit der agailiscli-rabbinischcn Exegese hinvveist. Als Quelle für seine Kenntnis rabbiiiischer Sagen kommen neben seinem in der Jugend erworbenen Wissen vor aücm schriftliche aramäische Bibciparaphrasen, sogenannte Targumim, in Betracht. Der Vortragende erörterte seine Ausführungen durch eine Reihe charakteristischer Beispiele. Der rhetorisch vollendete Vortrag erntete herzlichen Dank beim zahlreich erschienenen Publikum. Eine genaue Behandlung der exegetischen Leistungen Josephus’ hat Herr Dr. Rappaport in seiner von der Alexander Kolnit Memorial Foundation — einer Stiftung des seligen Oberrabbiners Dr. Chajes an der Wiener Isr.-thcol. Lehranstalt — veröffentlichten Arbeit «Agada und Exegese bei Josephus Flavius» gelieferte i. Jx Vereinsnachrichten Aus der Zionistischen Bezirksscktlon I. Die Zionistische Bezirkssektion I., die lange Zeit untätig war, hat letztens die Arbeit wieder energisch auigenommen. Es fanden bereits zwei Vorträge statt, ein Vortrag des Herrn Dr. Gelber über England und der Zionismus und ein Vortrag des Herrn Dr. Goldhaminer über die Mischehe. Die Sektion Wien VI—VII teilt mit, daß ihre AusscbuBsitzungen bezw. Vortragsabende nicht wie früher an jedem Montag, sondern an jedem Mittwoch, 8 Uhr abends, im Cafd Mariahilf stattfinden. Zionistische Sektion VI1I/1X. Mittwoch, den 16. April, S Uhr abends, findet im Zionistischen Heim, VIII., Bettnoplatz 1 a ein Vortrag des Herrn Dr. N. M. Gelber über «England und der Zionismus — (Historischer Rückblick)5’ statt. Mittwoch, den 30. April, 8 Uhr abends, veranstaltet die Sektion, gemeinsam mit der Wizo, einen Vortragsabend, bei dem Prof. Dr. Bronuer über «Alte Haggadas» (mit Lichtbdkleraufnahmen) sprechen wird. Misrachl-Jugendzentrale, Wien, II., Praterstraße 11, Tel. K. 45-6-25. Wochenprogramm: Montag, Mittwoch: Talmudkurs für Fortgeschrittene. Leiter Herr G. Austerlitz. Beginn Zi9 Uhr abends. — Montag, Dienstag, Donnerstag: Talmudkurs für Anfänger. Leiter Herr Ungar- Beginn 8 Uhr abends. — Montag, Mittwoch: Hebräisch- Kurs. Leiter Herr Singer. Beginn 8 Uhr abends. — Bibliotheksstunden: Montag, Mittwoch von 8 bis 9 Uhr abends. . Oneg Schabbath-Krels d. M. J. Z., II., Praterstraße 11. Schabbath, Parschath Zaw (Erew Pessach) 144 Uhr nachmittags. Homiletischer Vortrag über den Wochenabschmtt: Herr Rabb. Dr. Wunder-mann. Hechaluz Hamisrachi, II., Praterstraße 11. Alle Chawerim, die sich bereits zur Hachscharah gemeldet haben oder auf Hachscharah gehen wollen, melden sich unverzüglich in unserem Bureau oder beim Obmann d. H. H. Ch. Jakob Walzer, Expreßbügelei, II., Taborstraße 43. Brith Hanoar Hamisrachi, II., Praterstraße 11. Am ersten Tag Pessach, Sonntag, den 13. ds., Vortrag des Chawer K i t e i g o r o über «Die Befreiung des Judentums». Beginn präzise Vi4 Uhr nachm. Gäste willkommen! Zelre Misrachi, II., Praterstraße 11. Am zweiten Tag Pessach, Montag, den 14. ds., 3 Uhr nachmittags, Vortrag des Ch. Schimcon Scheuermann über «Jüdische Jugendbewegung in Osteuropa». Gäste gerne gesehen! Vorher spricht Herr Dr. Elischkowski aus Tel-Aviv (gew. Oberrabbiner in Kiew) über «Das Leben unserer Jugend in Erez Israel». Gäste gerne gesehen! Jüdischer Angestelltenvcrband «Etnunah». Am 29. v. M. fand im Lokale des Verbandes-^Misrachi» die 2. ordentliche Hauptversammlung des jüdischen Angestelltenverbandes «Emunah» statt. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Obmann; Oberrechnungsrat Weiner; Stellvertreter: Grünhut und Picker; Schriftführer: Spiro und Landmann; Kassiere: Klausner und Körner: Beisitzer: Brafmann, Heller, Korn und Birnberg; Kontrollkommission: Lebensohn, Schattner, Erbsental, Mariner und Braunthal; Schiedsgericht: Gottesmann, Müller, Braunstein, Fenster und Seif. — Vortrag. Dienstag, den 15. d. M., um 8 Uhr abends, im Lokale der Zionistischen Bezirkssektion II., Zirkusgasse Nr. 33, Rezitation jungjüdischer Dichtungen durch Herrn Schauspieler T h o r n-T e i sc r. Gäste willkommen. Kinderbeschenkung, Ein Wiener jüdischer Großkaufmann, dessen Neffe mit dem Tode rang, wollte, wenn das Kind gerettet würde, 18 jüdischen Kindern eine Freude bereiten. Nun hat er sein Versprechen eingelöst, 18 jüdische Knaben im Alter von 8 bis 10 Jahren versammelten sich in seinem Hause, wo die Großmutter jedes Kind vollständig neu bekleidete. Unter den Kindern befanden sich auch die, welche von der Dworah-Mädchengruppe vorgeschlagen wurden. Diese Kinder waren stets "Teilnehmer des Oneg-Sabbath dieser Gruppe. Wir danken diesem edlen Menschenfreund und hoffen, daß der kleine Junge, welcher den Anlaß zu dieser Bescherung gab, bald im Kreise der Beschenkten, sich seiner wieder erlangten Gesundheit wird erfreuen können. Konferenz der zionistischen Jugendverbände. Die Hitachdut Hanoar B’Hungaria (Jugendsektion der Zionistischen Vereinigung für Ungarn) ladet die parteipolitisch nicht organisierten Jugendverbände Europas zu einer Konferenz ein, die am 8. und 9. Juni in Budapest abgehalten wird. Die Tagung, der auch die Exekutive ihre Unterstützung und Teilnahme bereits zugesagt hat, soll der erste Versuch sein, den weder links, noch rechts organisierten Jugendbünden eine Gelegenheit zu bieten, die ideologischen und organisatorischen Fragen der Jugendarbeit einmal ernstlich und ausführlich durchzuberatcii und dadurch sowohl die Lösung der verschiedenen ideologischen Schwierigkeiten, zum Teil aber auch die Zusammenarbeit der Jugendorganisationen zu ermöglichen. Der Umstand, daß die Hitachdut Hanoar in Ungarn, als . eine der jüngsten zionistischen Jugendorganisationen die Initiative hiezu ergreift, läßt hoffeu, daß die Tagung eine vollkommen arbeitsfähige Konferenz sein wird, was im Interesse der Entwicklung dieser Bünde wirklich notwendig ist. Die Interessenten wollen sich an die Hitachdut Hanoar, Budapest, VI., Hajos utca 1, wenden. Verein der Lemberger in Berliu. Anschließend an unsere Mitteilung über die Gründungsfeier des Brudervereins der Lemberger und Umgebung in Berlin im Logenhaus, Kleiststraße, ist noch zu bemerken, daß an derselben eine große Anzahl jüdischer Delegationen tc«lgenommen hat, die nach der Eröffnungsansprache des Herrn Rebensaft und der enthusiastisch aufgenonimenen Festrede des Schriftstellers Sigmund Pordes-Milo ihren AiiscUlußgcdankcn kundgaben. Es war ein in kultureller Hinsicht bedeutsamer Abend, dessen Programm In dem vom Fräulein Adele Spritzer glänzend vorgetragenem Prolog seinen Ausdruck fand. CJ H 1 ■ mit Hebräisch u. Musikkennt* LUCaOFI L n‘ssen» sucht für Nachmitta« Beschäftigung. Hofmeistersteliq Nachhilfestunden, auch Schreibarbeiten. Zuschriftei unter M. H. Wien» II» Ennsgass« Nr. 18/82 erbeten ej