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Die Stimme · 1930-03-27 · Heft 119 (27.3.1930) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 119 (27.3.1930)
Date
1930-03-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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llontetfidic« landciHomlicc Mir Ocsicrrcldhi Samstag, den 29. März 1930, 8 Uhr abends, Im Festsaale des Hotels Kontinental, II., Taborstraße 6 OdllOUl" vJlGCI6nKTGI6r Preis 3S Groschen v. h. b. Zionisten treffen sich im Kaffee Fürstenhof II., Praterstraße \ Nr. 25 t Abonnemantpreise: fttr Oaelnrretflh: Mon&tl. 8 1.60, Tlertelj. 8 4.80,' gftoij. B 16.— / Deutschland: Monatl. Goldmark 1.—, Tlertelj. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Ko 7.—, Tlertelj. Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—, vierteljährlich Dinar 40.— / Jüdisdke Zeitung Crsdtelni f««len Donnentatf ^tedoftfion und Administration: Wien. I„ (fjautkensteintasse 1 - Ifcfepftow Jl 26-3-S* Polen: Monatl. Zloty 3.30, Tlertelj. Zitoy 6.50 I Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, riertelj. Pengö 4.30 / Rumänien: Monatl. Lei 45.—, vlertelj. Lei 125.— I Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, Tlertelj. Lewa 80.— Belgien: Monatl. Belga 2.—, Tlertelj. Belga 5.— I Uebrlges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 3. Jahrgang Wien, Donnerstag, 27. März 1930 (27. Adar 5690) Nummer 119 Die Tagung des Aktionskomitees und des Administrative-Committee der Jewish-Agency Weizmann tritt für Kaplansky ein — Die Kritik der Opposition — Ussischkin gegen Zwiespalt schaffende Kritik — Rede Katzenelsons — Trauer um Lord Balfour im zionistischen Aktionskomitee — Doktor Weizmann vergleicht Balfour mit dem Perserkönig C yrus — Das zionistische Aktionskomitee lehnt den revisionistischen Vorschlag auf Einberufung des Zionistenkongresses in diesem Jahre ab — Dr. Ruppin verliest das Protokoll seiner Aussage — Reden Blumenfelds und Grünbaums — Weizmanns Antwort — Miß Dagdalles Danksagung — Administrative-C ommittee —• Warburgs und Weizmanps Berichte — ■: Debatte; London. Im Verlaufe der politischen Aussprache im zionistischen Aktionskomitee, die sich in der Sitzung vom 18. d. Ml an elfe Rede des Präsidenten Weizmann schloß, wurde von einzelnen Rednern Beschwerde darüber geführt, daß ein Mitglied der Exekutive Aeußerungen tut und Handlungen begeht, die im Gegensätze zu dem Geiste und dem Willen der gesamten Exekutive stehen. Die Angriffe zielten auf den Vertreter der Arbeiterschaft in der Exekutive, Kaplansky, von dem behauptet wurde, daß er ohne Ermächtigung seitens der gesamten Exekutive der britischen Regierung ein Memorandum überreicht hat. Dr. Weizmann sah sich veranlaßt, noch vor Abschluß der Aussprache das Wort zu ergreifen, um dieser. Kritik zu begegnen. Er wies mit größter Entv schiedenheit die gegen Kaplansky erhobenen Vorwürfe zurück und gezeichnete die Behauptung, Kaplansky hätte eigenmächtig ein Memorandum der britischen Regierung überreicht, als. Verleumdung. Kaplansky, versicherte Weizmann, habe kein Memorandum der Regierung überreicht. Auf die von einzelnen Rednern geäußerte Kritik, daß das Aktionskomitee zu einem Zeitpunkt einberufen wurde, an dem der Bericht der Untersuchungskommission noch nicht vorliegt, erwiderte Dr. Weizmann, die Exekutive habe den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichtes nicht voraussehen ikönnen. R a b b i n e r D r. N u r o k (Misrachi, Lettland) bemängelte es, daß die Exekutive das politische Zentrum Genf nicht London vorgezoge'n hat, und drückte das Bedauern darüber aus, daß die Exekutive nicht in einem gewissen Sinne der Opposition entgegengekommen ist und es darum unmöglich gemacht hat, daß eine vereinigte zionistische Front geschaffen werde. / ••.>:>? ft/ ■ M e i r Gr o ßman (Revisionist) führte.aus, die Exekutive hätte, entweder als Demonstration geg-en die Palästina- Administration' vordem An ge s i c h t der ganzen W e 11 'z u r it c k t r e t e n sollen, oder aber sie hätte sich zum Kampfe gegen diese A d m i jp i s t r a t i o n mit der O p p o s i t i o n v e r e i n i g e n und eine vereinigte starke zionistische Front schaffen sollen. Die Exekutive habe aber auch; indem sie die von der Opposition angebotene politische Mitarbeit zurückwies, glatt ihre Befugnisse überschritten. Robert Stricker (Radikaler) kritisierte ebenfalls scharf die gesamte Politik der Exekutive und kam zu dem Schlussei d a ß d i e Palästinae re i g n is s e vom August 1929 ein Ergebnis des schlechten staatsmännischen Vorgehens des Führers Dr. Weizmann s eien. Die Tatsache, daß die zionistische Exekutive es nicht vermocht hat, irgend eine Aenderung in der Palästina-Administration, die entschieden ahtijüdisch ist, herbeizuführeh, ist das sichtbarste Zeichen des Versagens der Politik der gegenwärtigen Exekutive. Färb stein (Misrachi) drückte seine Unzufriedenheit mit den Aussagen der jüdischen Zeugen vor der britischen parlamentarischen Untersuchungskommission in Palästina aus und meinte, die zionistische Exekutive habe nicht genug dafür gesorgt, daß die Ereignisse hinreichend klar beleuchtet werden. ' M [./CWUMPABRJKl 1 ur/iAN/KYl r? lssianskU'Sch um üT»r V//. KAISERSTR,46 Onsroc*) M. M. Ussischkin wandte sich gegen den Ton, der in die Kritik eingerissen ist. Es sei verbrecherisch, in diesem Augenblick etwas zu sagen, das dazu angetan wäre, Zwiespalt in der Bewegung zu schaffen. Er teile die von Großman und anderen Rednern vertretene Meinung, daß die Exekutive sich in der Vertretung des jüdischen Falles vor der Untersuchungskommission nicht bewährt hat. Dies zeigte sich besonders darin, daß, obwohl die Ausschreitungen gegen die Juden begangen worden sind, vor der Untersuchungskommission die Juden in die Position der Verteidigung gedrängt waren. Ussischkin wandte sich auch gegen die Politik des «Brith Schalom». Berl Katzenelson, Führer der palästinensischen Arbeiterschaft, führte aus, die bisher an der Exekutive geübte Kritik sei allzu stereotyp; die meisten gegen die Exekutive erhobenen Anklagen basieren auf dem Mangel an Kenntnis der wirklichen Tatsachen. Die vom Präsidenten Weizmann und der Exekutive in den letzten sieben Monaten geleistete politische Arbeit sei lobenswert. Die Exekutive hat der Regierung ihre Forderungei» unterbreitet. Der Redner hält es für nötig, vor allem die Frage der jüdischen Einwanderung in Palästina und die Frage der jüdischen Beteiligung an der Verteidigungsmacht beschleunigt nur KARMEL ORIGINAL ist DER ECHTE ü. UNVERFÄLSCHTE PALÄSTiNAWEiN OciA/ MAN BEACHTE DAHER. DIE MARKE J& KARMEL ORIGINAL AASffr AUF KORK, KAPSEL,PLOMBE U. ETI KETTE N.$PINPEL,M. BARTFELD, WIEN, l.,LAURENZERBERG 3 TUM \\\ im

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