Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1930-03-06 · Heft 116 (6.3.1930) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 116 (6.3.1930)
Date
1930-03-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3053752-3053859-3053869--1584-3056947
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Heute: 8 Seiten BilderbeilflUc V. b. b Preis 35 Groschen Zionisten treffen sich im Kaffee Fürstenh* II., Praterstraß* Nr. 25 Abonameotpretse: Für Oosterreloh: Monatl. 8 1.50, vlertelj. 8 4.30, £anzj. 8 10.— / Deutschland: Mopatl. Gold mark l—, vierteil. Goldmark 8.— I Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, vlertelj. Ke 10.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—, vierteljahrlieh Dinar 40.— I Jüdisdke Zeitung Erscheint feden Donnerstttd tteifoMion und Administration: Wien, t„ &taUtkensietnüaase 1 — SfefepAoii tl 26-3-S4 HHHHM■■■■■■ Polen: Monatl. Zloty 2.30, vlertelj. Zltoy 6.50 / Ungarn: Monatl. Pengii 1.50, viertelj. Pengö 4.20 f Rumänien: Monatl. Lei 43.—, viertelj. Lei 123.— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, viertelj. Lewa 80.—• Boigien: M^jpatl. Helga 2.—, viertelj. Belga I Uebriges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 mmumsmmmmmamsmmmmwt 3. Jahrgang Wien/Donnerstag, 6. März 1930 (6. Adar 5690) Nummer 116 Aus dem Jnfkaft (im Iranern des fötattes): tfiaim Weixmann: Präsident Jtlasaryfo Jtlißbrauäkter Jtttkad-Jtaamismus SPie Jtimme der Jugend Uummmummmsmsmuuutmsaümmsmmmsummumsmmmummsmaummuummm Darf Magnes unsere englischen Freunde entmutigen? Ven:Mrs; Edgar Dugdale. In der letztem Nummer der $NÄw-Judeä> äußert sich die bekannte Prozionistin Mrs. Edgar Dugdale, eine Nichte Lord Arthur Balfoitfs, über Magnes’ Broschüre" «Wie alle Völker» j folgendermaßen: „Like all the Nations“ von I. L. Magnes ist für britische Zionisten nichtjüdischen^ Stammes deshalb so deprimierend, weil es in jeder Zeile ein vollständiges Nichtverstehen der. Quellen verrät, denen die britische Sympathie. für den Zionismus entspringt. Dies, ist. für. diejenigen eins ernste Angelegenheit, die glauben,'daß der Erfolg des zionistischen Experimentes auf dom Woge der gegenwärtigen Grundsätze von einer starken Freundschaft zwischen unseren bekleb Nationen abhängt. Der Zionismus der Nichtjudep erhält seine Stärke von dem Glauben an die Gerechtigkeit der jüdischen nationalen Bestrebungen sowie von der Ueberzeugung, daß , diese .nur auf einem Wege erfüllt werden können, auf dem der Errichtung der Nationalen Heiipstätte ip Palästina. Der Verfasser von „Like all the Nations“ tut sein möglichstes, um den Glauben an den ersten dieser Grundsätze zu schwächen, indem er jede Bestrebung außer der rein kulturellen im jüdischen Nationalismus verwirft und sogar für diese mit einer übertriebenen Mildheit eintritt, in die sich keine Nation hineinfinden könnte, ohne ihre Existenz zu gefährden. Für Dr. Magnes scheint auch dieser Preis nicht fcu groß zu sein, wenn wir die folgende Stelle in Betracht ziehen, in der er sich fragt, warum die britische Regierung den Arabern in Palästina noch keine Selbstregierüng gewährt habe. Er befürchtet, der Grund liege darin, daß die Juden dort wärpn, und protestiert in folgender Weise: „Das jüdische Gewissen wird dies nicht mehr lange ertragen. Es muß früher oder später erkennen —- und lieber aus gutem Willen als atiH^Z’wang — daß die BewoTrner des Landei, , sowohl Araber als auch Juden, nicht nur das^ Recht, sondern auch die Pflicht haben, sich an der Regierung ihres gemeinsamen-Heimatlandes zu beteiligen. Ich werde, gefragt, müssen wir das jetzt tun? Meine Antwort lautet: „Ja, jetzt!“ und es -ist zu bedauern, daß wir dies nicht vor Hebron und Saffed getan haben. Wir müssen unseren Fehler, daß wir das nicht schon lange vorgeschlagen und getan haben, schwer bezahlen. Der Tadel liegt sowohl an uns als auch an ihnen. Mea culpa.“ Es ist wahrscheinlich, daß der zu einer seltsamen Zeit ausgedrückte Selbsttadel in einer naiven Unwissenheit der Folgen geäußert wurde, die er auf nichtjüdische Zionisten haben könnte, wenn sie der Ansicht wären, daß dies die jüdische Haltung gegenüber den Problemen sei, mit denen die Engländer, die für die Regierung in Palästina verantwortlich sind, sich auseinanderzusetzen hätten. Glücklicherweise können wir beobachten, daß die große Masse der Zionisten die Würde, das Selbstvertrauen und die Selbstachtung, die wirklichen Grundlagen eines nationalen Lebens, bewahrt. Sollte dies aber aufhören, dann würde es für die aktiven englischen Förderer der Frenndschaftspolitik des Jahres 1917 schwer sein, dem Zionismus ihre Unterstützung weiterhin angedeihen zu lassen. Denn die Aufgabe, eine Bevölkerung zu beschützen, die mit einem derart empfindlichen Gewissen geschlagen ist, daß ihre erste Reaktion auf ein Massaker ein Gefühl von Blutschuld ist, würde sich nicht als moralisch lohnend erweisen. Ja, noch mehr, die bestehende Verpflichtung, die Vertreter eines solchen senti- .LLOYD TRIESTINO DIREKTE LINIE TRIEST-JAFFA-HAIFA mit den vorzüglichen Salonschiffen «Adria» und «Carnaro». Fahrtdauer 4/2 Tage. Fahrpreise: I. Kl. Ist. 22.—, II. Kl. Lst. 15.—, III. Kl. Lst. 6.— inkl. Bett und Verpflegung. Fllr Chaluxlm und YouristengeseElschaften botonctare ErmSBIgungen. Für Einzelreisende kostet die Fahrt: nach Palästlna und lurtlck m der III. Klasse inkl. Kabine und Verpflegung bloß österr. Schilling 416.—. Auskünfte Lloyd Triestlno, Wien I, Kärntnerring 6 mental gestimmten Gemeinwesens über sämtliche Angelegenheiten, die sein Wohl betreffen, zu befragen, könnte eine Verwaltung Palästistinas nahezu unmöglich machen. Die oben zitierte Stelle zeigt, wie leicht politisches Denken durch einen zu hoch entwickelten Sinn für die Selbstschnld verwirrt werden kann. Zionisten mögen sich eines moralischen Unrechtes zeihen, weil sie nicht schon lange die Gewährung von repräsentativen Körperschaften für Palästina vorgeschlagen haben, aber Dr. Magnes scheint zu vergessen, daß die Verantwortung für. die Entscheidung bei Uer Macht liegt, welche auch dafür verantwortlich ist, die Rechte aller Teile der palästinensischen Bevölkerung zu gewährleisten. Dr. Magnes sollte sich deshalb nicht in Sack und Asche werfen, weil dieser wichtige und unwiderrufbare Schritt bisnun noch nicht getan worden war. Aber wenn dies diskutiert werden soll, müßte doch das Ziel aller, die das Mandat unterstützen, sein, die Vertretung aller Standpunkte der betreffenden Völker zu garantieren. Britische Verwaltungen sind in der Beurteilung und im Abwägen von Gesichtspunkten dieser Art nicht ohne Erfahrung. Aber sie sind daran gewöhnt, daß die «Vertreter jener Völker selbst dafür sorgen und deshalb ist die Furcht begründet, daß, sollten die Juden sich damit beschäftigen, die arabische Sache vorzubrigen, ihre eigene Sache weder in Palästina noch in Friedmann TELEGRAMM NACH PALÄSTINA. erste und älteste palästinensisch IhresechsSorten Karmel-Orig.inalweine soeben Ueberprüfnng von deT erstklassigen Qualität der befriedigt stop Werden uns für Propaganda Erez einsetze n, insbesodere für Ihre Weinqualitäten, di bertreffen stop hoffen, daß jeder Jude für Pessach etop Heebseberim Oberrabbiner Kook, Chef rabbi Jose erhalten. Weiter© Nachrichten, Bestellungen folgen. N. S p i n d e 1, M. B a r t i e 1 d, I., Laurenz erb erg 3. •Tel. R 2 9-7-3 4, R 4 9-7-9 0. gisch weit ü weine Obaim kaufen wird S o n n e n f e 1 d e Weinkellereien Haifa-petach T i k w a h. eingelangt. Sind nach Weine entzückt und voll Jisrael Produkt^ enere Vorkriegs weine Ihre Qualität©-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.