Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 115 (27.2.1930)
- Date
- 1930-02-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Beilage: Der jüdische nochschtller Preis 35 Groschen V. b. b. Zionister treffen sich Kaffee Fürst II., Praters! Nr. 21 'r1 & hj ’ 3 h# 9 h. ct j—* H. Q . < 4 CO H- CO rfh* rv c+ rr' 33: CO ct er * H* er M * O ct- CD X' Abonnemnctprelu: Var Oesterreieh: Monatl. 8 1.50, <rlertelj. 8 4.20, Sr&osJ. 8 10.— / Deutschland: Monatl. Goldmark i.—, rlertelj. Gold mark 8.— I Techeohoelowakel: Monatlich Ke 7.—, rlertelj, Ke 19.— I Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—. vierteljährlich Dinar 40.— I Jüdische Zeitung gr»tff«aBla»i JNertagro Domcrsgqfl n«daMion und Administration: WleA, V., (ftautkonsiminsossc I - defepfton tf? 26-S*S% Polen: Monatl. Zloty 2.80, rlertelj. Zitoy 6.50 I Üngarn: Monatl. PengO 1.50, rlertelj. PengB 4.20 / Rumänien: Monatl. Lei 45.—, rlertelj. Del 125.— I Bulgarien: Monatl. Lewa 80.—, riertelj. Lewa 80.— Belgien: Monatl. Belga 2.—, rlertelj. Belga 5.— I Uebriges Ansland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 3. Jahrgang Wien, Donnerstag, 27. Februar 1930 (29. Schwat 5690) Nummer 115 Letzte Nachrichten (Jüdische Telegraphen-Agentur.) Palästina ein militärisches Zentrum für den Nahen Osten London. Die englische Regierung beschäftigt sich gegenwärtig mit einem Projekt, Palästina in ein militärisches Zentrum für den Nahen Osten umzüwandeln. Dowbiggin lehnt die Schaffung einer jüdischen Polizei ab J e r u s a 1 e m, 23. Februar. Die autoritativen jüdischen Stellen Palästinas beschlossen, dem Reorganisator der palästinensischen Polizei, Dowbiggin, die Forderung zu unterbreiten, daß Juden künftighin 30 Prozent der palästinensischen Polizeimacht bi! den sollen und daß eile jüdischen Polizisten zu einem besonderen Kader vereinigt werden sollen, der unter dem Befehl jüdischer Offiziere stehen und dessen Instruktions-und Befehlssprache hebräisch sein soll. Unter den Rekruten der demnächst wieder zu eröffnenden Polizeiausbildungssctiule befinden sich keine Juden, dafür aber einige hundert junge Araber. /. v-, > riii] DowbiggiHfliat deninzwischen^ iuni^)&re?Üefei V orschlag \vegen,ScIi5iffung eine. sppzieihmjfidischeti Polizeiabteilung in Palästina; söwie diey^pgroß# tuig der Anzahl def judeh in der Polizei abgelekni* Konferenz der arabischen Opposition in Nazareth ' Jerusalem. Die soeben in Nazareth bei Anwesenheit von 70 Delegierten stattgefundehe Konferenz der arabischen Opposition in Palästina sandte ein. Telegramm an das Londoner Kolonialamt des Inhalts, daß die nach London sich begebende palästinensisch-arabische Delegation nicht berechtigt sei, für alle Araber Palästinas zu sprechen. Mehrere einflußreiche arabische Nötäibeln aus Akko haben an die arabische Exekutive appelliert, sofort eine außerordentliche Konferenz. einzube rufen, die darüber beraten soll, ob es notwendig sei, überhaupt eine Delegation nach London zu entsenden. Die Konferenz solle in Jaffa unter dem Vorsitz von Omar Effendi Bitar stattfinden. Die arabische Exekutive hat in Akko 70 Notabein zu einer Konferenz eingeladen, in der über die Aufbringung des Reisefonds für die London-Delegation beraten werden sollte. Es erschienen bloß 30 Notabein, die die Zusammensetzung und Entsendung einer Delegation kritisierten und jede Boitragsleistung verweigerten. Gehelmrat Kastl aus der Mandatskoinmigsfon ausgeschieden — Solf sein Nachfolger? Genf. Der Generalsekretär des Völkerbundes gab den Mitgliedern des Völkerbundrates den bereits früher angekündigt gewesenen Rücktritt des deutschen Vertreters in der Mandatskommission, Geheimrat Kastl, bekannt. A ■ / Für den Posten eines deutschen Mitgliedes der Mandatskommission wird in Berliner politischen Kreisen an erster Stelle der frühere langjährige Staatssekretär des Reichskoionialamtes und spätere deutsche Botschafter in Tokio, Dr. Solf, genannt Proklamierung einesFast- und Bettages Chofez Chaim, der berühmte chassidische Rabbiner^beabsichtigt einen Past- und Bettag anläßlich der Verfolgung der jüdischen Religion in Rußland zu proklamieren. Die gesamte Sowjetpresse greift die Jüdische Telegrapfienagentur (J. T. Ä.) wegen des Alarms an, den diese Agentur im Auslände in Angelegenheit der Verhaftung der Minsker Rabbiner gemacht hat Eine ganze Reihe von Synagogen in verschiedenen Städten wurden geschlossen. Keine Versöhnung zwischen den zionistischen Gruppen Amerikas Alle Anstrengungen, die gemacht wurden, um den Frieden zwischen der offiziellen zionistischen Gruppe (Weizmann-Lipsky) und der Opposition (Brandeis-Mack) herbeizuführen, haben bisher zu keinem Erfolg geführt und es besteht wenig Aussicht auf eine Versöhnung. Die Brandeis-Mack- Grappe bereitet eine Erklärung vor, in der sie der O Öffentlichkeit ihr Programm und ihre Haltung den zionistischen Problemen gegenüber bekanntgeben wird. Demnächst wird sie eine Konferenz ihrer Anhänger einberufen, um ihr Programm zu ratifizieren. Eine Sonderkommission in der Klagetnauer^Ahgelegetiiheit Die britische Regierung wird demnächst dem Völkerbund die Liste der Mitglieder der Klagemauerkommission vorlegen. Sofort nach der Konstituierung wird die Kommission die Reise von London nach Palästina antreten, um an Ort und Steile die Dokumente und das gesamte Material zu studieren. Im Zusammenhang damit hat dje Jewish Agency eine Sonderkommission von .Sachverständigen und Gelehrten eingesetzt, die das Material für dieVölkerbundskommission vorbereiten wird. Arabischer Ueberfall auf ein christliches Kloster Eine arabische Bande hat am 24.Februar einchristliches Kloster inder Nähe Jerusalems überfallen. Die Angreifer beschossen das Kloster uad reubten dafl Vieh. 'Neueste MScteTfe •Niedere Preisi •Nur Quj sprechen fmden / 'iis^nsfy%fiuh OETAlL'ö.Rk'A'UF nuiOnder FABRIK WMSCxcsersü*. 46.3m& ■;———••‘Vv’-rH—r-T—, r—r ■;— : —. Eine bedeutsame Aeußerung Warburgs New York. (J. T. A.) Zum Abschluß des ■ 50.000-Dollar-Drive s der Hadassah «fand in New York ein Festfrühstück statt, bei welchem Felix M. Warburg, Vorsitzender des Administrative Committee der Jewish Agency, eine Rede hielt, in der er u. a. ausfübrte: Wir von der Jewish Agency machen keinen Versuch, Palästina von außen zu regieren, sondern wir werden uns in unseren Aktionen von den Wünschen der Menschen, die selbst in Palästina leben, leiten lassen. Vom 1. Oktober d. J. ab werden wir, so hoffen wir, die Intensität unserer Arbeit erhöhen, indem wir an Stelle der jetzt bestehenden vielfachen Exekutivstellen eine Exekutive aus acht fähigen Führern setzen, die nicht nur die Arbeit tun, sondern die es auch verstehen werden, die für das Weiterkommen unserer Sache notwendige Sympathie sowie das notwendige Verständnis zu erwerben. Keine außerordentliche Palästinasession der Mandatskommission im April Wie der Vertreter der J. 1\ A. erfährt, hat der Vorsitzende der Permanenten Mandatskommission des Völkerbundes, Marquis Teodoli, dem Generalsekretär des Völkerbundes, Sir, Eric Drummond, mitgeteilt, daß die für den 2. April vorgesehen gewesene außerordentliche Session der Mandatskommission, die ausschließlich der Erörterung der Palästinalage gewidmet sein sollte, ausfällt, da die britische Regierung nicht in der Lage ist, ihren Bericht über die Palästinaereignisse rechtzeitig herzustellen. Die Palästinafrage, teilt Marquis Teodoli weiter mit, werde darum erst in der normalen Junisession der Mandatskommission zur Behandlung gelangen, die, statt wie in den früheren Jahren Mitte Juni, in diesem Jahre schon am 4. Juni beginnen wird. In der kommenden Junisession der Mandatskommission wird neben der Behandlung der Palästinageschehnisse vom August 1929 auch der normale Bericht der Mandatskommission über die Verwaltung Palästinas im Jahre 1929 zuir Behandlung kommen. Wir bitten unser* Abonnenten, die noch rückständigen AbotraementsebUbren sowie die Abonneinentgebübr für das erste Vierteljahr 1930 mittels der bereits eiligesandten Erlagscheine ehestens zu überweisen. Die Administration.