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Die Stimme · 1930-02-13 · Heft 113 (13.2.1930) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 113 (13.2.1930)
Date
1930-02-13
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 118 DIE STIMME Seite 11 lUeroior und Kunst Die „Wilnaer Truppe“ «Tewje der Milchiger» von Schalom Alejchem. Dieses Milieustück ist kein dramatisches Kunstwerk. Die dramatische Spannung liegt hier eher in den handelnden Personen als in der Problematik der Geschehnisse, die nur lose zusammengeflickt wurden. Wäre nicht die zentrale Figur des prachtvollen Tewje, der Milde und Dorfweisheit drei Akte hindurch feilbietet, so bliebe nichts als ein Abglanz des novellistischen Entwurfes, aus dem dieser jüdische Urtypus hervorgegangen ist. Berkowicz, der eigentliche Verfasser dieses Stückes, versteht es wohl, das Erbe des genialen Humoristen ergiebig zu exploitieren, doch reicht sein Talent beiweitem nicht aus, um aus der Fülle dramatischer Funken, die das Gesamtwerk Schalom Alejcliems umsprühen, ein Drama zu schaffen, das mit Straffheit der Konzeption die Lebhaftigkeit und Realistik der Typen aus Tunejadiwke verbinden könnte. Auch der dramatisierte Tewje mutet künstlich und schematisch an, er wirkt nur durch die Erinnerung an den echten Tewje aus Schalom Alejchem, diesen lebensprühenden Dorfjuden, der mit stolzer Ueberheblichkeit den Alltag bezwingt, indem er Possen reißt und die schweren Schicksalsschläge in philosophischer Eigenbrödelei auflöst. Dieser Kleinstadtmensch, der von der Gerechtigkeit Gottes erfüllt ist und sogar, während er den Wanderstab ergreifen muß, die getaufte Tocher mit einem verzeihlichen Lächeln in die Arme schließt, erhebt sich zum dramatischen Wuchs als jüdischer Typus. Hiedurch ist die Rolle ganz auf die Kunst des Schauspielers eingestellt und deren Echtheit und Wirkung seiner Individualität überlassen. Um so größer das Verdienst Adam Dombs, der Tewje mit allem Glanz aus den Werken Schalom Alejcfoens ausstattet. Er schöpft offenkundig aus dem Vollen des jüdischen Lebens. Sein Tewje wächst über den Rahmen des Theatralischen zu einem erschütternden Typus empor. Tewje wird von der Tochter verraten, aus dem Heimatsort gejagt, sinkt mitunter unter der Wucht der Schicksalsschläge zusammen, doch bald rafft er sich mit philosophischem Gleichmut («gam su letovah») empor und die Tragik aller Geschehnisse zerflattert in die «lachhafte Pose» eines Lebenskünstlers. In seinem Spiel verbindet Domb in überzeugender Weise die Simplizität eines Dorfjuden mit dem Schicksalshaften des ewigen Wanderers. Seine sprühende Lebhaftigkeit, übersprudelnde Beredsamkeit und die ungestüme Art der Uebergänge von tragischen zu komischen Episoden stempeln diese Kreation zu den besten des jüdischen Theaters. Diese schauspielerische Glanzleistung drückte auch dem ganzen Ensemble ihren Stempel auf und half über die Schwächen des dramatischen Gefüges hinweg. Manja P i k u s und Franja S c h e f t e I als Töchter, Ton ja A11 b a u m als Mutter, Samuel S c h e f t e l als Ortsältester gaben echte Figuren, wie sie nur noch der unverwässerte Schalom Alejchem gesehen und gedichtet hat. Die wackere Schar der Wilnaer Truppe unter der verdienstvollen Leistung Alex Steins erweckte den genialen Humoristen zur wahrhaften Wiedergeburt — doch leider — nur für einen Theaterabend. Z. F. F. Letzte Vorstellungen der Wilnaer Truppe. Da die auswärtigen Gastspielverpflichtungen nicht mehr länger hinausgeschoben werden können, finden nunmehr in den Jüdischen Künstlerspielen die letzten Vorstellungen der Wilnaer Truppe statt. Zur Aufführung gelangt Freitag, den 14. d. M., «Tewje der Milchiger». Anschließend Rezitation der dramatischen Dichtung «Vor dem Tor» von B. Steinmann durch Alex Stein. Samstag, den 15. d. M., «Der Gedanke». Sonntag, den 16., nachmittags Y>4 Uhr «Der Sänger seiner Trauer», abends Y2Q Uhr «Tag und Nacht». Montag, den 17., Abschiedsvorstellung (nach Plakat). Dos Gastspiel der jüdisch-rumänischen Künstlertruppe bis Mai prolongiert Die Jubiläumsvorstellung für Podzamcze. Obwohl das Jüdische Theater aus Bukarest in der Jüdischen Bühne, II., Taborstraße 12, fast seit drei Monaten gastiert, hat der Besuch nicht im geringsten nachgelassen. Die Truppe mit ihrem bekannten Star Sevilla Pastor ist in Wien sehr beliebt. Zu Ehren des Schauspielers Podzamcze wurde eine Festvorstellung veranstaltet, bei der die bekannte Komödie «Der Rcbbe "hat geheißen fröhlich sein» mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Direktor Podzamcze, dessen wirkungsvolle Tätigkeit für das jüdische Theater vom Präsidenten des Wirtschaftsverbandes der jüdischen Schauspieler, Siegler, gewürdigt wurde, trat in einem Solo auf. Podzamcze wird sich auch weiterhin als Schauspieler betätigen. Kommenden Freitag gelangt die Komödie «Minke Kosak» mit Sevilla Pastor in der Titelrolle zur Aufführung. Sie wird Samstag und Sonntag wiederholt. Sonntag, 3 Uhr, bei ermäßigten Preisen die Komödie «Das Pinterle Jüd». Hebräisch-jüdisches Schallplattenkonzert. Das Schallplattcn-MaUnee, welches vom Jugendverein «Erez Jisrael» gemeinsam mit dem Makkabi IX Sonntag, den 9. d. M., im Ufa-Ton-Kino veranstaltet wurde, bewies, daß derartige Veranstaltungen sich eines großen Zuspruchs seitens des jüdischen Publikums erfreuen können. Es wurden 17 Schallplatten verschiedenen musikalischen Inhaltes, von den ernstesten tiefen liturgischen Liedern bis zu heiteren Chansons und von klassischen Orchesterdarbietungen bis zum Jaziz zum Vortrage gebracht und alle «auftretenden» Künstler erfreuten sich eines verdienten Beifalls. Die vervollkonimnete Sprechmaschine, wie sie vor allem durch die «Gramola-Apparate» repräsentiert ist, bildet wahrhaftig einen vollwertigen Ersatz für diejenigen Künstler, welche zu hören und zu bewundern schon aus Gründen der räumlichen Entfernung zu den Dingen der Unmöglichkeit gehört. Es ist wohl eine bemerkenswerte Tatsache, daß nach einigen Platten ein Sturm des Applauses den Saal durohbrauste. Wohl ein Beweis, wie groß und mächtig die Illusion war. Vor allem ernteten lebhaften Beifall Oberkantor Rosenblatt, die Soubrette Mali Picon und Chamlawskys «Chassene Niggen», im Jazzrhylhrmis synkopisiert. Das Podium war reich geschmückt mit Apparaten der «Gramola»-Gesellscha<ft, welche in uneigennütziger Weise sowöhl die Platten als auch die großen Konzertapparate den Veranstaltern zur Verfügung stellte. In der Pause entzückten die Fackelschwinger des Makkabl IX die Augen der Zuschauer mit ihren hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete des Schwingens der elektrisch beleuchteten Keulen. Die Conference besorgte Dr. Sem Wolf, der jede Platte in einer gereimten Strophe konferierte. Es Ist zu wünschen, daß derartige Konzerte öfters veranstaltet werden und es ist zu erhoffen, daß das jüdische Publikum Wiens, welches dieses erste hobräisohjüdiche Schallplattenkouzert sehr gut aufgenommen hat, auch künftig derartigen Matinees nicht fernbleiben wird. Den Veranstaltern gebührt für die gelungene Durchführung dieser in Wien bisher unbekannten Idee ein aufrichtiger Dank. n Jehuda Ehrenkranz, der, wie schon berichtet, derzeit eine Rezitationtournee durch Deutschland und die Tschechoslowakei absolviert, liest im Laufe dieser und nächster Woche in Berlin, Leipzig, Dresden, München, Breslau, Chemnitz und anderen Städten Deutschlands. Wie wir aus namhaften deutschen und tschechischen Blättern ersehen, finden seine Rezitationen überall begeisterte Aufnahme. Verein für jüdische Geschichte und Literatur In Wien, II., Ferdinandstraße 23/8. Montag, den 17. Februar 1930, im Klubsaale der Hakoah, I., Wiesingerstraße 11 (Cafd Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), liest Dr. Leopold Ehrlich (Hichler) aus eigenen Werken. Beginn Z>8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Das Buch Das von der historischen Kommission der Wr. israelitischen Kultusgemeinde herausgegebene Werk «Die hebräische Publizistik In Wien» ist vor einigen Tagen erschienen. Dieses groß angelegte Werk, das im Rahmen der Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Deutschösterreich erschienen ist, wurde über Vorschlag des Direktors der Jüdischen Gemeindebibliothek, Regierungsrat Dr. Bernhard Wachsstein, vor vier Jahren in Angriff genommen. Das Werk zerfällt in drei Teile: Im ersten Teil behandelt Dr. Wachsstein die Wiener hebräischen Publizisten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der zweite Teil, der von Dr. Taglicht bearbeitet ist, behandelt die hebräisch-wissenschaftlichen Zeitschriften «Beth Hamidrasch» und «Beth Talmud», die in den Jahren 1865 und 1881 bis 1889 von J. H. Weiß herausgegeben wurden. Im dritten Teil sind die Zeitschriften «Haschacher», «Haemeth», «Hamabith» und «Hamabith Le Israel» von Al. Kristiannoler bearbeitet. Dieses monumentale Werk, das einen überaus wertvollen Beitrag zur Geschichte der hebräischen Literatur liefert, stellt einen ansehnlichen Band dar. Preis pro Band S 50.—. Auf das Werk selbst kommen wir noch in einer eingehenden Besprechung zurück. Palästina, eine Reise Ins gelobte Land, von Herbert Eulenberg. Rembrandt-Verlag, Berlin. Wieder ein Buch eines Nichtluden über Palästina im zionistenfreundlichen Sinne gehalten. Es verrät auf den ersten Blick, daß der Verfasser ein Dichter ist. Literarisch-geschichtliche Digressionen bis in die Zeit der Kreuzzüge zurück, lyrische Betrachtung und stimmungsvolle Gedichte erlauben zwar dem Autor nicht, das heutige jüdische Palästina in genügend scharfen Umrissen zu beschreiben, aber was anderswo ein Nachteil wäre, erwächst bei Eulenberg zum Vorteil. Es mag sein, daß er im jüdischen Lande sein Augenmerk in erster Reihe den toten Ruinen vergangener Epochen und dadurch dem lebendigen jüdischen Palästina allzu wenig Aufmerkamkeit widmete; mag sein, daß er sich übertriebene Mühe gab, die Rolle eines unbeteiligten objektiven Dritten zu spielen — seine Begeisterung für das zionistische Werk, seine warme Sympathie für die Pionierleistungen bricht fast auf jeder Seite des Buches hervor. Es ist unnötig, zu betonen, daß die dichterische Sprache prächtig und der Stil des Buches gewählt ist. Das Werk ist geschmackvoll ausgesatlet und mit 35 Abbildungen versehen. W. Der jüdische Hochschüler Delegiertentag des Gesamtverbandes der jüdischen Hochschüler Oesterreichs Am 8. Februar d. J., um 6 Uhr abends, fand in den Festsälen der Zionistischen Bezirksorganisation, VIII., Bennoplatz 1, der 12. Delegiertentag des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüier Oesterreichs statt. In das Tagespräsidium wurden gewählt: Dr. Slavko Käufer, Ernst Mandler, Eckstein und als Schriftführer Siegmund Spindel. Per Präses der «Judäa», Dr. David Bukspan, eröffnete die Tagung mit einem warm-gefühlten Nachruf für die während des letzten Jahres verstorbenen Mitglieder der «Judäa», u. zw. die Kolleginnen Ing. Jehudith Malz, Bianca Bauer und Kollegen 1. Tisch. Hierauf begrüßte er in herzlicher Weise die erschienenen Festgäste: den Vizepräsidenten der Isr. Kultusgemeinde, Dr. Josef Löwenherz, Rabb. Dr. F e u c h t w a n g, Dr. Finkeistein als Vertreter der «Stimme», den Vertreter des Zion. Landeskomitees, Bruno Rabinowitz, den Vertreter der Isr. Allianz, Rabbiner Dr. A. K a m i n k a, den Vertreter des Kuratoriums der Mensa academica judaica, Obermedizinalrat Dr. M. L a u b, das Ehi^nmitglled der «Judäa», Hofrat Prof. Dr. Frankfurter, Dr. Paul Stern als Vertreter des Kartells jüdischer Verbindungen in Berlin, Dr. Eduard Pachtmann als Vertreter des Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft und den Vertreter der J. T. A., Red, M. A. Tenenblatt. Dr. Bukspan erstattete hierauf einen Bericht über die Tätigkeit des Jüdischen Hochsohulausschusses im Xistorisdh Bedeutsame (fa&e dieser Waetke 13. Februar (15. Schwath) 14. „ (16. „ ) 15. „ (17. „ ) 16. ,. (18. „ ) 17. „ (19. „ ) 19. * (21. „ ) Neujahrsfest der Bäume. 1885; Peres Mosche Smolenskb ln Meran gestoroen. 1885: Der italienische Staatsmann und Historiker Emil Morpurgo in Padua gestorben. 1924: Der bekannte hebräische Historiker Sew Jawetz gestorben (geboren 1847). 1785: Der bekannte jüdische Geschichtsphilosoph, Verfasser des «Moreh Newuchei hasman», Nachman Krochmat (R’Nak) in Brody geboren. 1856: Heinrich Heine in Paris gestorben. 1918: Dr. Jechiel Tschlenow gestorben. 1865: Der Bakteriologe und bekannte zionistische Füiirer Prof. Alexander Marmorek in Mietnica (Galizien) geboren. 1811: Der bekannte hebräische Grammatiker Jehuda Ben-Sew gestorben. iimiiiiwiiiiiiiiiiHiwniiyinTnHifüniiiiiHfmiiiiiiiiHiHimiuyiiiiHwiiiiimiiiiw'iyiiiiiHJiiMW abgelaufenen Jahre, in welchem er besonders die Fürsorgetätigkeit des Jüdischen Hochschulausschusses hervorhob, der für diesen Zweck große Summen, insgesamt zirka S 19.000, verausgabte. Diese Beträge konnten durch Subvention der Isr. Kultusgemeinde, der Isr. Allianz, des Amerikanischen Unterstützungsfonds,, besonders aber durch private Spenden, aufgebracht werden. Hierauf ergriff der Vizepräsident der Isr. Kultusgemeinde, Dr. Josef Löwenht z, das Wort. Er führte aus, daß er sich immer bemüht habe, zwischen der Kultusgemeinde und der jüdischen Studentenschaft eine enge Verbindung zu schaffen. Die Kultusgemeinde und besonders die zionistischen Mandatare sind an der Entwicklung des Jüdischen Hochschulausschusses interessiert. Die Kultusgemeinde habe die Pflicht, für alle jüdischen Institutionen Wiens zu sorgen. Große Beträge stelle die Isr. Kultusgemeinde jährlich der jüdischen Studentenschaft für Krankenfürsorge, Studienunterstützungen und Stipendien zur Verfügung. Im vergangenen schweren Winter wurde für die jüdische Studentenschaft ein besonderer Betrag innerhalb der Kälteaktion gewidmet. Mit besonderer Freude und großem Beifall wurde die Mitteilung des Herrn Dr. Löwenherz, daß in absehbarer Zeit ein jüdisches Studentenheim mit Hilfe eines anonymen Spenders in Wien errichtet werden wird, aufgenommen. Er erinnerte dabei, daß sich um das Zustandekommen desselben Herr Sekretär .Teich besonders verdient gemacht hat. Dr. K a m i n k a begrüßte namens der Isr, Allianz die Tagung, betonte die Notwendigkeit der kulturelljüdischen Arbeit der jüdischen Studentenschaft und versicherte, daß er auch weiterhin nach besten Kräften den Jüdischen Hoohschulausschuß unterstützen'werde. Herr Hofrat Prof. Dr. Frankfurter erklärte, daß er sich immer freue, im Kreise der jüdischen Studentenschaft zu weilen und versicherte, daß dieselbe immer auf seine Unterstützung rechnen könne. Herr Bruno Rabinowitz begrüßte den Delegiertentag namens des Zionistischen Landeskomitees und richtete an die Studentenschaft den Appell, innerhalb des Zionismus wieder das zu werden, was sie vor dreißig Jahren war. Herr Rabbiner Dr. Feuchtwang bedauerte in seiner Ansprache, daß die Beschaffung des Unterhaltes für die jüdische Studentenschaft noch immer so viel Kräfte verzehre. Mit begeisternden Worten ermutigte er die jüdische Studentenschaft, mit Stolz und Stärke im Judentum zu verharren. Seinen Worten folgte großer Beifall. Der Vertreter des Kartells jüdscher Verbindungen Deutschlands, Dr. Paul Stern, übe.brachte die herzlichsten Grüße seines Kartells, lud die jüdische Studentenschaft ein, ein oder zwei Semester in Deutschland zu verbringen, wo sie sich gewiß als Gäste des Kartells wohl fühlen werde. Ein herzliches Begrüßungsschreiben an den Delegiertentag sandte der Christliche St..den:,nweltbund in Genf und dessen Sekretär Prof. Dr Conrad Hoffmann. In der zweiten Sitzung am 9. Februar ergänzte Dr. B u k s p a n seinen Bericht, indem er nochmals ausführlich über die einzelnen Zwe ge der Füroorgetäiigkeit, die Mensa academica judaica, das Studentenheim, den Weltverband der Jüd.sehen Studentenschaft und die Beziehungen der Wiener jüdischen Studen.enschaft zu den internationalen Studentenorganisationen sprach. Ganz eingehend berichtete er über die Hochschulpolitik und die Studentenkrawalle im Herbst v. J., sowie über die. Gründung der jüdisch-akademischen Selbstschutzorganisation. An diesen Bericht schloß sich eine lebhafte Debatte, die längere Zeit in Anspruch nahm. In den Morgenstunden des 10. Februar 1, Jt. wurden dem abtretenden Ausschuß das Absolutorium und der

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