Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 113 (13.2.1930)
- Date
- 1930-02-13
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite!0 HIP STIMMT Nf. 115 Presse« fei;,:. Rabbiner Dr. Arthur Zacharias Schwarz 50 Jahre alt «Nichts verschweigen.» Der bekannte zionistische Führer Jizchak Naiditsch veröffentlicht im «Hajnt» vom 5. Februar unter dem Titel «Nichts verschweigen» einen bemerkenswerten Artikel, in dem er die Ergebnisse der Untersuchungskommission in Palästina behandelt. Unter anderem stellt er fest, daß unsererseits der Fehler begangen wurde, der Untersuchungskommission den vollen Umfang unseres zionistischen Programms nic^t zur Gänze dargeltgt zu haben. Es wäre notwendig gewesen, der Untersuchungskommission die große Not des 15-Millionen-Judenvolkes darzustcllen, und auf all das, was das jüdische Volk zum Zionismus gebracht hat, aufmerksam zu machen. Da nun dies nicht geschehen sei, sind wir verpflichtet, dem englischen Parlament, das sich mit dem Berichte der Kommission beschäftigen wird, die Grundlagen der Balfour-Deldaration darzustellen und unser Programm in seinem ganzen Rahmen zu entwickeln, sowie zu beweisen, daß die Mandatarmacht von ihren Versprechungen, unser Aufbauwerk in Palästina zu unterstützen, so gut wie nichts erfüllt habe. Dem englischen Volk muß klar gemacht werden, daß die Balfour-Deldaration gegeben wurde, mit dem Zweck, die Bestrebungen des jüdischen Volkes, die unzähligemale auf unseren Kongressen zum Ausdruck gebracht wurden, zu erfüllen, das heißt, uns Juden unser historisches Land zurückzuerstatten. Der Zionismus kann sich nicht damit begnügen, in Palästina Kulturinstitutionen allein zu begründen, seine Aufgabe ist nach wie vor die jüdische Not zu beheben. Aus diesem Grunde dürfen und können wir auf keine Konzessionen eingehen und am allerwenigsten den Endzweck des Zionismus verschweigen. Wir haben nichts zu verschweigen, wir dürfen nichts verschweigen. Sollten wir aber irgend etwas verschweigen, dann würden wir einen großen historischen Fehler begehen. Zionistische Politik. Viel beachtet wurde ein Artikel des Sejmdeputierten und Misrachiführer Farbstein im «Hajnt:» vom 29. Jänner 1. J., in dem er das Mitglied der Exekutive Ing. Kaplanski angreift. Kaplanski, der nach seiner Wahl auf dem Züricher Kongreß nach London berufen wurde, wo in der politischen Abteilung der zionistischen Organisation seine Beziehungen zur Labour-Party zunutze kommen sollten, führt Politik auf eigene Faust. Er hat nach Mitteilungen Farbsteins der Regierung in London ein Memorandum überreicht, in welchem er die sofortige Einführung des Parlaments vorschlägt. Auf die Frage, wer ihn dazu bevollmächtigt habe, antwortete er, er habe dies nicht in seiner Eigenschaft als Mitglied der Exekutive, sondern namens der Poale- Zion getan. Farbstein wirft Kaplanski vor, daß er die Prärogative der Exekutive in bezug auf die auswärtigen Angelegenheiten mißverstehe. Zu bemerken ist, daß die Führer der jüdischen Arbeiterparteien in Palästina gegen dieses eigenmächtige Vorgehen Kaplanskis bereits Protest eingelegt haben. Dr. Hexter über die Zusammenarbeit der Zionisten und Nichtzionisten. Dr. Maurice Hexter, der Vertreter der Nicltfzionisten in der Exekutive der Jewish Agency, gab dem Vertreter der «Ziko» am 2. Februar eine Erklärung über die Differenzen zwischen New York und London. Er sei überzeugt, so erklärte Dr. Hexter. daß bestehende Meinungsverschiedenheiten in der ersten Sitzung des Administrativekomitees beigelegt werden würden. «Ich kenne die amerikanischen Nichtzionisten sehr gut. Ich habe mit ihnen bei vielen Unternehmungen, insbesondere während der Arbeit der Joint Survey Commission, der Bearbeitung des Berichtes der Kommission und schließlich während der Verhandlungen, die zu der endgültigen Bildung der Agency geführt haben, Palästinafragen im britischen Unterhaus Angriffe auf Jabotinsky. — Eine jüdisch-arabische Konferenz. — Die jüdische Einwanderung. In einer der letzten Sitzungen des englischen Unterhauses fragte Colonel Howard ßury an, ob die Aufmerksamkeit der Regierung auf die von Jabotinsky am 23. Dezember in Tel Aviv gehaltene Rede gelenxt worden sei und ob hinsichtlich dieser Rede nicht Schritte gemäß dem Seditious Offences Ordinance Act (Verordnung betreffend aufrührerische Akte) ergriffen wurden. Dr. Shiels erwiderte: Ein Bericht über die Rede lag mir vor, es ist mir nicht bekannt, ob die lokale Behörde eine Aktion erwogen habe. Ist es nicht eine Tatsache, fragte Sh i linker (l.ahour Party), daß Herr Jabotinsky im Jahre 1920, nachdem ihm eine 15jährige Gefängnisstrafe erlassen wurde, sieh verpflichtete, Palästina zu verlassen und nicht mehr zurückzukehren? Mir ist davon nichts bekannt, erwiderte Doktor Shiels; ich werde hierüber Erkundigungen einziehen. Howard-Bury fragte den Unterstaatssekretär, ob er wisse, daß Scheich El Muzaffar, Ehrensekretär der Moslem and Christian Association, ein früherer Mufti der türkischen Armee, und neun führende Moslemiten aus Jaffa in der Nacht zum 23. November 1929, verhaftet und dann nicht etwa von einem Richter, sondern von der Verwaltungsbehörde von Jaffa abgeurteilt wurden, daß ihnen kein Anwalt bewilligt wurde, daß sie alle, an den Händen gefesselt, nach dem Gefängnis in Aklco gebracht wurden, daß Scheich El Muzaffar und Midhat Effendi noch heute infolge der damals ihnen zuteilgewordenen schlechten Behandlung krank im Spitale liegen. Dr. Shiels erwiderte, er habe über viele Punkte, die der Fragesteller vorgebracht hat, keine Informationen und sei deshalb nicht in der Lage, sie als Tatsachen zu akzeptieren. Er wisse, daß eine Anzahl Personen, die sich mit politischer Agitation befaßten, verhaftet und gemäß der Prevention of Crimes Ordinance abgeurteilt wurden. Diese Ordinance sieht Gefängnis für jene Personen vor, die, obwohl hiezu aufgefordert, keine Sicherheit für weiteres gutes Betragen geben wollen. Howard-Bury fragte, ob der Grund für die Verschiedenheit der Behandlung des Scheichs El Muzaffar und des Herrn Jabotinsky darin liege, daß der eine Araber, der ander Jude ist. Dr. Shiels erwiderte: Ich muß eine solche Insinuation strikte zurüclcweisen. .. , Herr Marcus, eines der jüdischen Unterhausmitglieder, fragte, ob die Regierung die Gelegenheit der demnächst erfolgenden Ankunft* einer arabischen Delegation aus Palästina zusammengearbeitet. Ich weiß, daß sie aus denselben idealen Beweggründen, die jeden Zionisten beseelen, sich diesem Werk angeschlossen haben. Es waren keine unedlen Motive, die den verehrten Louis Marshall veranlaßten, zweimal die Reise über den Ozean, die er sonst immer wegen der für ihn sehr schwierigen Ueberfahrt fürchtete, zu unternehmen. Sein tiefer Glaube an das Volk und seine Sache drängten ihn, neben seinen vielen anderen Pflichten auch diese Aufgabe zu übernehmen. Ich weiß persönlich, daß Mr. Warburg einen großen Teil seiner Tag- und Nachtstunden unseren gemeinsamen Schwierigkeiten und Problemen widmet. Er hat mich gebeten, ihn laufend über alles zu informieren, da er seine Verantwortung sehr ernst nimmt. Unvermeidlicherweise haben sich, als Resultat der verschiedenen Lebensformen und Erfahrungen, Differenzen über die einzuschlagenden Methoden entwickelt, und glücklicherweise oder leider so schnell offenbart. Ich zweifle nicht im geringsten, daß in der Sitzung des Administrativekomitees, die wahrscheinlich im März abgehalten werden wird, diese Schwierigkeiten beseitigt werden, ln manchen Richtungen mögen vielleicht gewisse unvermeidliche Aenderungen eintreten, aber es ist nicht zu befürchten, daß irgend etwas getan werden wird, um den Eifer, mit dem die Arbeit in Palästina unternommen wird, zu dämpfen. Dieser Antrieb ist zu kostbar, um ihn aufs Spiel zu setzen. Den Nichtzionisten ist immer schon gesagt worden, daß die Vergrößerung der Jewish Agency nicht allein wegen der Erhöhung der Fondseinnahmen angestrebt werde, sondern am' zur Verstärkung der Mitarbeiterschaft und Arbeitspläne für Palästina. Eine kluge staatsniännische Führung war niemals nötiger als jetzt. Man möge alle anderen Rücksichten zur Seite stellen und sich allem unser gemeinsames Werk vor Augen halten. Jedermann hat die Pflicht, Reihungen zu beseitigen, wo immer sie auftreten mögen.» Zur Klärung unseres staatspolitischen Programms. In Nummer I des «Hapoel Hazair», der jetzt als offizielle Wochenschrift der vereinigten palästinensischen Arbeiterschaft erscheint, veröffentlicht der bekannte Arbeiterführer Ben Zwi einen überaus interessanten Aufsatz, in dem er die Frage des staatspolitischen Inhaltes unseres Programms behandelt. Er bedauert, daß dieses Problem von den jüdischen Arbeiterparteien in den letzten fünf Jahren vernachlässigt wurde. Vor allem müsse der Begriff des Nationalheims geklärt werden. Nach Ansicht des Verfassers ist ein Nationalheim eine konzentrierte jüdische Siedlung in Palästina, die in wirtschaftlicher, politischer und kultureller Hinsicht selbständig ist. Der Zionismus erstrebt eben die Verwirklichung der ökonomischen, politischen und kulturellen Verselbständigung des jüdischen Volkes in Palästina. Im Galuth entbehren wir eben diese dreifache Selbständigkeit. Voraussetzung für diese Verselbständigung ist die Schaffung der jüdischen Majorität in Palästina, die absolut nicht mit einer jüdischen Majorität in einer Stadt oder auf einer Landfläche in der Galuth verglichen werden kann. Denn wir haben bereits in der Galuthgeschichte mehrmals Erscheinungen gehabt, wo Juden im Golus in bestimmten Ländern eine Majorität gehabt haben, ohne aber politisch selbständig zu sein. Der Zionismus erstrebt die «Territorialisierung» der jüdischen Siedlung in Palästina mit der Tendenz, ein Volk auf eigenem Boden zu sein. Innerhalb der Araber herrscht die falsche Vorstellung, daß man diese historische Arbeit des jüdischen Volkes durch dessen Vernichtung in Palästina zu nichte machen kann. Insolange diese Illusion vorherrscht, gibt es keine Verständigungsmöglichkeit.i ergreifen wolle, uni autoritative arabische und jüdische Führer zu einer gemeinsamen Konferenz unter Leitung der Regierung einzuladen und so einen Versuch zu machen, die schärferen Differenzen freundschaftlich beizulegen. Dr. Shiels erwiderte, die Anregung werde aufgenommen werden, er könne aber nicht sagen, ob die Umstände es erlauben werden, die Anregung auch durchzuführen. Marcus fragte weiter, ob der Unterstaatssekretär mitteilen könne, wie viele jüdische Einwanderer in den vier Monaten vor den Augustunruhen und wie viel in den folgenden vier Monaten nach Palästina kamen. Dr. Shiels erwiderte: In den Monaten Mai bis August 1929 kamen 631 neue jüdische Einwanderer nach Palästina, 367 als Touristen Eingewanderten wurde die Erlaubnis erteilt, im Lande zu bleiben. Insgesamt wanderten also in diesen vier Monaten 998 Juden ein. In den Monaten August bis November wanderten in Palästina 2309 Juden ein, darunter 2059 neue Einwanderer und 250 Reisende, denen die Erlaubnis gegeben wurde, ini Lande zu bleiben. Marcus fragte weiter, ob der IJnterstaatssekretär mitteilen könne, wie viele Juden in den letzten zehn Jahren sich in Palästina angesiedelt haben und wie viel jüdisches Kapital im Lande investiert wurde. Dr. Shiels erwiderte: Vom 1. Septemher 1920 bis zum 30. November 1929 betrug der Ueberschuß der jüdischen Einwanderung über die Auswanderung ungefähr 270.000 Personen. (? Red.) Es besteht kein Zweifel darüber, daß während dieser Zeit sehr große Summen jüdischen Kapital; in Palästina investiert wurden; ich bin aber nicht in c!./ Lage, offizielle Zahlen diesbezüglich zu nennen. (J. T. A. Künstlerakadcmie der unentgeltlichen täglichen Armenausspeisungsverelne «Seudat Se.bath» (Präsident Herr Kommerzialrat Max Markus) vcianstaltet am D:enr.tag, den 13. Februar, ]A9 Uhr aneuds, im Festsaale de3 Hotel Continental, II., Taborstrnße 4, eine Künstlerakademie, an welcher unter anderen Dr. Robert Weil (Homunkulus), Max Brod, Ch. Giampictro, Heddv Ricger, Adele Baumingur, E. Korubliith (Trio) mitwirken werden. Anschließend Tanz. Infolge der wirtschaftlichen Not werden an den Verein immer größere Ansprüche gestellt, weshalb alle seine Freunde gebeten werden, zu dem Erfolg der Wohltäligkeitsvernnstaltung durch ihre Teilnahme beizutragen. Karten können unter 'Fel. Nr. A-47-6-27 und A-47-0-27 bestellt werden. Voranzeige. Am 6. März d. J. findet 1« den Fcstsälcn des Kursalous eine Fcstakadeinle mit anschließendem Tanz zugunsten der Mensa Aeadeinica Jndalca statt. Es haben viele bekannte Künstler ihre Mitwirkung zugesa-gt. Näheres IX., Zimmermannplatz 8, Telephon R 26-3-84. Dieser Tage feierte Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz seinen 50. Geburtstag. Der Jubilar, ein Sohn des bedeutenden Gelehrten Rektor Iiofrat Dr. Adolf Schwarz, der zu den hervorragendsten jüdischen Wissenschaftlern Wiens zählt, hat nach Beendigung seiner Gymnasialstudien in Karlsruhe die hiesige Universität bezogen. Nebst philosophischen Studien besuchte Dr. Schwarz auch die theologische Lehranstalt. Nach Beendigung der Studien widmete er sich zur Gänze jüdisch-wissenschaftlichen Arbeiten. Im Jahre 1909 wurde Dr. Schwarz als Rabbiner in den Wiener 9. Bezirk berufen, wo er seit über zwei Dezennien eine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Dr. Schwarz wählte als sein Hauptgebiet die jüdische Handschriftenkurtde, auf weichem Gebiete er heute zu den anerkanntesten Autoritäten zählt. Nebst kleineren und größeren Aufsätzen und Abhandlungen, die er in den führenden Zeitschriften der Wissenschaft des Judentums publizierte, veröffentlichte Dr. Schwarz ein großangelegtes, wissenschaftliches Werk Über „Die hebräischen Handschriften der Nationalbibliothek in Wien“, das heute ein Standardwerk der jüdischen HancIsehriftenkunde darstellt. Gegenwärtig ist Dr. Schwarz mit der Bearbeitung der hebräischen Handschriften in sämtlichen Bibliotheken Oesterreichs beschäftigt. Dr. Schwarz, der seit Jahren unentwegt zur zionistischen Idee hält, erfreut sich in allen jüdischen Kreisen größter Wertschätzung. Auf diesem Wege entbieten wir ihm unsere herzlichsten Glückwünsche. Jüdisches Museum. Montag, den 10. Februar, fand in den Räumen der linel Brlth-Logen die diesjährige General“ Versammlung der Gesellschaft für Sammlung und Konservierung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums (Jüdisches Museum) statt. Präsident Hoirat Prof. Dr. Frankfurter eröffnete die Generalversammlung, begrüßte die zahlreich Erschienenen und erstattete einen Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft im abgelaufenen Jahre. An Einnahmen und Ausgaben hatte die Gesellschaft 8000 S, mit welchem Betrage im bescheidenen Ausmaße nebst der Deckung der ordentlichen Ausgaben auch einzelne Kunstgegenstände angekauft wurden. Das Museum wurde nebst geschlossenen Bcsuohcrgruppen von 1100 Einzelpersonen aufgesucht. Der Kontakt mit dem Auslande wurde ausgebaut. Nach Erteilung des Absolutorlums wurde der Vorstand mit Hofrat Prof. Dr. Frankfurter als Präsidenten an der Spitze wiedergewählt. Nebst den bisherigen Mitgliedern wurden noch Prof. Eisler, Arch. Wlach und Arch. Gorde hinzugcwählt. Sodann erstattete Univ.-Prof. Dr. Fritz Wilke von der hiesigen evangelisch-theologischen Fakultät einen überaus interessanten Vortrag über «Palästina einst und jetzt». In sehr instruktiver und aufschlußreicher Weise schilderte der Redner die topographische, geographische und historische Entwicklung Palästinas itnd kam sodann auf das heutige Palästina zu sprechen. In wirkungsvollen Worten schilderte Prof. Wilke die heutigen jüdischen Siedlungen, die er als eine positive Leistung dos Judentums bezeichnetc. Obwohl er kein Anhänger der Kwuzoth sei, zollte er dem großen Heroismus der Chaluztm besondere Anerkennung. Die Kwurzoth erachtet Referent als Uebergangsstadium. Seiner Ansicht nach ist die beste Siedlungsforin in den Moschwej-Owdim zu erblicken. In eingehender Weise schilderte der Referent die große wirtschaftliche Bedeutung des jüdischen Aufbauwerkes für Palästina. Seine Ausführungen unterstützte er mit gelungenen Lichtbilderaufnahmen. Aus der hebräischen Bewegung Vor kurzem fand in London die Gründungsversammlung der Tarhutli-Orgamsatlon für England statt, an der sich etwa 200 Personen, vonviegend Vertreter von zionistischen Organisationen und kulturellen Anstalten, beteiligten. Nach Referat* n des Grandrabbi Dr. Heitz und des Redakteurs des „Haolarn“, M. Kfeinmann. wurde eine Exekutive gewählt, ln die auch die Engüsii Zionist Federat on Ihre Vertreter entsenden wird. Zum Ehrenpräsidenten wurde Baron James Rothschild gewählt. Die „Synagogen-Vereinigung der Vereinigten Staaten" faßte in ihrer letzten Jahresversammlung den Beschluß, für die Einführung des Hebräisch n als UnterrichtsgegenMand an den Hochschulen und im City-College in New York elf e propagand stische Tätigkeit zu entfalten Anläßlich des fünfjährigen Bestandes der Malz-Stiftung, die zur Unterstützung von notleidenden hebräischen Schrlfste lern und Schrlftstellerswitwen ln Alters- und Krankheitsfällen bestimmt ist, widmet die New York* r hebräische Wochenschrift „Hadoar“ den ZI len und der Tätigkeit dieser Stiftung warme Worte der Aneikcnnung. Der „Hadoar“ bringt dabei den Wunsch und die Hoffnung zum Ausdruck, daß Israel Matz Nachahmer finden möge die seine Stiftung von hunderttausend Dollars durch ihre Zuwendungen vergrößern oder ähnliche Stiftungen schaffen Stybel-Verlag übersiedelt nach Tel Aviv. Die gesamte Tätigkeit des großen hebräischen Verlages Stybel, cler sich um die hebräische Literatur unvergängliche Verdienste erworben hat, wird von Berlin nach Tel Aviv verlegt. In Palästina wird der Stybel-Verlag seine Tätigkeit beträchtlich erweitern und sein großes Programm zur Durchführung bringen. Mit seiner Uebersiedlung nach Tel Aviv wird fast das gesamte hebräische Verlagswesen der Welt in Palästina konzentriert sein. JttEc jene, welche durch das Gremium der JfüdistSken Mauffeute in Wien oder durch dessen Präsidenten Mron JÜOSes £ fit Hifi zu Schaden gekommen sind, wollen ihre Adresse bekanntgeben. (Rudolf Clipper Wien. I . lllipplinfleislKO/le 2.