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Die Stimme · 1930-02-13 · Heft 113 (13.2.1930) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 113 (13.2.1930)
Date
1930-02-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Bcllaüc: Pie Stimme dci* Jugend V. b. b Preis 3S Groschen Zionisten treffen sich im Kaffee FUrstenhof II., Praterstraße Nr. 25 Polen: Monatl. Zloty 2.30, vlcrtelj. Zltoy 8.60 / Ungarn: Monatl. Pengö 1.60, vlcrtelj. Pengö 4.20 / Rumänien: Monatl. Lei 46.—, vlertelj. Lei 125.— I Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, vlertelj. Lewa 80.— Belgien: Monat). Belga 2.—, vlertelj. Belga 5.— / Uebriges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1.80 3. Jahrgang Wien, 13. Februar 1930 (15. Schwat 56S0) Nummer 113 Abnnnenantpreise: Für Oesterreich: Monatl. 8 1.50, vlertelj. 8 4.20, ganzj. 6 16.— / Deutschland: Monatl. Goldmark 1.—, vlertelj. Goldmark. 8.— I Tschechoslowakei: Monatlich Ke 7.—, vlertelj. Ke 19.— / Jugoslawien: Monatlieb Dinar 14.—, vierteljfthrlleh Dinar 40.— i Jüdisdke Zeitung Crsdieflntf feden Donnerstfait!92«dalilJon und Administration: Wien, I.. {ftnufiiensteine aase 1 — 9erepAoii (ft Stf» 3-8* Letzte Nachrichten (Jüdische Telegraphen-Agcntur.) Prof. Welzmann in Berlin Von der Jüdischen Telcgraphen-Agentur erhalten wir heute Mittwoch mittags telephonischfolgenden Bericht über den Aufenthalt Prof. Weizmanns in Berlin: Prof. Chaim Wcizmann ist am 10. Februar in Berlin eingetroffen. Am 11. Februar fand im Hause des Direktors Oskar Wassermann eine gemeinsame Sitzung der deutschen Mitglieder . und der stellvertretenden Mitglieder der Jewish Agency mit den Mitgliedern des Präsidiums des Keren Hajessod statt, in denen Fragen der Jewish Agency und des Keren Hajessod im Zusammenhänge mit der Notwendigkeit, das Ar beitstempo in Palästina zu beschleunigen, besprochen wurden. Prof. Weiraimnü hat mehrere zionistische Führer aus den Nachbarländern nach Berlin eingeladen, zwecks Besprechung wifchtiget4 aktueller politischer Fragen; Bisnun haben Abg. Jizchak Grünbaum und der Misrachi-Führer Abg. Färbstein ihr Eintreffen nach Berlin zugesagt.. Prof. Weizhiann, der ursprü riglicli nur zwei Tage in Berlin verweilen sollte, wird hier mindestens bis nächsten. Sonntag bleiben. Per interterritorialen Besprechung der zionistischen Pührer ih B^rliii mit Prof. Weizmanrimißt inan* hier große Bedeutung zu. In Berlin weilt jetzt auch der Reiter des Genfer Büreäuf der zionistischen Weltorganisation Dr. Viktor Jacobsqlinj der mit dem deutschen Pro-Palästina-Komitee in wichtigen Angeiegenhefteh in Verbindung treten wird. Das Aktionskomitee für den 23, März einberufen Paris. Der Präsident des Zionistischen Aktionskomitees Leo Motzkin hat im Einvernehmen mit der Londoner Exekutive für den 23. März nach London eine Aktionskomiteesitzung einberufen. Die Aktionskomiteesitzung wird fünf Tage dauern. Das Administrative Committee der Jewish Agency wird nach der Sitzung des Aktionskomitees tagen. Strenge Urteile gegen Araber Jerusalem. Zwei, arabische Boyköttagitatoren, die nach Tel-Aviv kamen, um Araber an eventuellen Einkäufen bei Juden zu hindern und einzelnen Arabern, die bereits bei Juden eingekauft hatten, die Ware abnahmen, würden verhaftet und zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Distriktsgericht in Haifa hat neun Araber, die beschuldigt waren, in den Augusttagen ins Haus des Juden Zwi Hackelbaum eingebrochen zu haben, zu je fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Palästfnaregferung schützt ihre Beamten Jerusalem. Die „Official Gazette“ veröffentlicht ein Gesetz, wonach die palästinensischen Beamten weder zu einer zivilen noch kriminellen Verantwortung für die letzten Augustcreignisse gezogen werden können. Königin Maria von Rumänien besucht Palästina Bukarest. Am 26. Februar treten Königin Maria von Rumänien und Prinzessin Xliana von Konstanza aus eine längere Reise nach Aegypten, Syrien und Palästina an. Das 100.000 Dollar Angebot der jüdischen Hilfsorganisationen Englands abgelehnt Moskau. Die Regierungskommission für Berufs Umschichtung der Juden „Komzet“ hat das Angebot der Föderation der jüdischen Hilfsvereine Englands, sich mit einer $umme von jährlich 100.000 Dollar an dem jüdischen Aufbauwerk in Rußland zu beteiligen, zurückgewiesen. „Komzet“ veröffentlicht hierüber eine Mitteilung, in der es wörtlich heißt: „Im Hinblick darauf, daß an der Spitze der englisch-jüdischen HilfsfÖderation der Londoner Chief Rabbi Dr. Hertz stellt, der durch seine schimpfliche Hetze gegen Sowjetrußland bekannt ist, und weil die Hilfsarbeit dieser Föderation zu Antisowjetpropaganda ausgenutzt werden kann, beschließt „Komzet“, seine Unterschrift unter ein Abkommen mit dieser Föderation abzulehnen.“ Die Stellungnahme von „Komzet“ gegen Chief Rabbi Dr. Hertz ist dadurch zu erklären, daß der Chief Rabbi gemeinsam mit den führenden Geistlichen der christlichen Kirchen in England einen Aufruf unterschrieben hat, in welchem die Verfolgungen der Religion in Rußland in scharfen Worten verurteilt werden. Judenfeindliche Exzesse in Kischinew Bukarest. Aus Kischinew treffen hier Nachrichten über antijüdische Ausschreitungen ein. Studenten überfielen das Caf§ Venezia, wo zahlreiche jüdische Gäste anwesend waren, zertrümmerten Fensterscheiben und Einriohtungsgegenstände. Die jüdischen Gäste wurden verprügelt. In der Hauptstraße zertrümmerten Studenten jüdische Geschäftsläden. Gendarmerie griff ein and zerstreute mit großer Mühe die Studenten; zwei wurden verhaftet. Die jüdische Bevölkerung ist aufgeregt, da sie Pogrome befürohtet. Die jüdische Gemeinde hat eine dringende Sitzung einberuf eat DER^Sji MODE SCHUH elegant, gut and billig! PETAIIVERKAUFhu.inw. FABRIK %lss£cuisMu VII. K^OUBERSTIU^e. IM i I STOCK« Beginn der Palästina-Session der Mandatskommission am 2. April? - , Genf, 5. Februar. (J. T. A.) Die soeben vom Völkerbund lierausgegebene Liste über, seine nächsten Arbeiten verzeichnet als Datum des Beginnes der außerordentlichen Session der Ständigen Mandatskommission zur speziellen Behandlung der Palästina-Frage den 2. April 1930. Diesem Datum ist ein Fragezeichen beigefügt, das bedeutet, daß der Beginn der Session noch nicht endgültig feststeht. Politis ist nicht Mitglied der Klagemauerkommission Die Pariser griechische Gesandtschaft erklärt in der Presse, daß dem griechischen Gesandten Politis von seiner Ernennung zum Mitglied der internationalen Klagemauerkommission, die, vom Völkerbund eingesetzt wurde, nichts bekannt ist. Bekanntlich hat Politis seinerzeit den griechischen Unternehmer Mawromantis, den Besitzer der Konzession für die Elektrifizierung Jerusalems, in seinem Prozeß gegen Ruthenberg vertreten. Der Turm von Jericho ausgegraben Jerusalem, 10. Februar. Die archäologische Expedition, die unter Führung des Prof. Garstang Ausgrabungen in der Umgebung von Jericho vornimmt, kündigt an, daß sie den berühmten Turm von Jericho entdeckt habe. Der Turm besitzt Mauern aus Ziegeln und ist vier Meter dick. Die Expedition hat auch Töpferarbeiten entdeckt, die aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus stammen. Die Palästina-Regierung und die arabische Delegation Jerusalem, 7. Februar. (J. T. A.) Die arabische Presse teilt mit, daß die Palästina-Regierung die nach London sich begebende arabische Delegation durch ein offizielles Schreiben einführen .wird, in welchem erklärt werden wird, daß die Delegation alle arabischen Parteien repräsentiert und daß jedes mit ihr getroffene Abkommen gleichbedeutend mit dem Abschluß eines Abkommens mit der überwiegenden öffentlichen Meinung der Araber sein wird. ) ^tsbibliotheic

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