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Die Stimme · 1930-01-23 · Heft 110 (23.1.1930) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 110 (23.1.1930)
Date
1930-01-23
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 DIE STIMME Nr. 110 Die Kultusgemeinde und die Jugenderziehung In einer Zufchrift, die in der „Neuen Welt“ vom 17. Jänner (Nr. 122 — „Die Tribüne“) er- {chienen ift, berichtete ein Religionslehrer über eine im Februar 1928 ftattgehabte Unterredung mit dem Präfidium der Kultusgemeinde, in deren Verlauf Herr Dr. Löwenherz angeblich lieh gegen den hebräifchcn Unterricht ausgelprochen haben folltc. Schon bei einer oberflächlichen Lektüre diefer Zufchrift des Profeffors Dr. Templer, der ein Antizionift ift und als gelegentlicher Mitarbeiter der „Neuen Welt" nicht den Mut aufbrachte, die Zufchrift mit eigenem Namen zu zeichnen, hätte die Redaktion die augenfcheinliche Unftichhältigkcit feiner Behauptungen erkennen muffen. Es wäre daher empfehlenswert gewefen, fich bei der Kultusgemeinde oder bei Herrn Dr. Löwenherz über den wahren Sachverhalt zu informieren. Denn bei aller Stellungnahme zu zioniftifchen Fragen, follte d:e Redaktion der „Neuen Welt" bedenken, daß cs fich in diefem Falle um einen zioniftifchen Mandatar handelte, den anzugreifen, doch nicht die alleinige Aufgabe eines zioniftifchen Blattes fein kann. Ohne auf diefen Fall und die fonftigen Angriffe der „Neuen Welt** gegen unfere Kultusvorfteher des Näheren eingchen zu wollen, bringen wir im nachftehenden das Schreiben des Präfidiums der Ifraelitifchen Kultusgemeinde an die Redaktion der „Neuen Welt“, in dem der wahre Sachverhalt gelchildert wird. Wien, 20. Jänner 1930. An die geehrte Redaktion der Wochenfchrift „Die neue Welt“, Wien, IX., Univerfitätsftraßc 8. In der Nummer 122 vom 17. Jänner 1930 Ihres gcfch. Blattes ift in der Rubrik „Die Tribüne“ unter der Auffchrift „Die Kultusgemeinde und die Jugenderziehung“ ein an Ihr Blatt gelangtes Schreiben eines Religionsprofeffors veröffentlicht, welches dem wahren Sachverhalt nicht entfprechcnde Behauptungen enthält. Der Vorftand der Ifraelitifchen Kultusgcmeindc Wien erfucht daher um die Aufnahme der folgenden Richtigftcllungen in die nächfte Nummer Ihres Blattes: Es ift unwahr, daß der Infpektor für den Religionsunterricht, Prof. Dr. H. R e d i f ch, in einer Lehrer-Konferenz erklärt habe, daß er gegen die Aufftellung von Chriftbäumen feitens jüdifcher Eltern nichts cinzuwenden hat, und daß fich der genannte Infpektor gegen den hebräifchen Unterricht ausgefprochen habe. Wahr ift, daß Infpektor Dr. R c d i f ch in der Lehrer- Konferenz fagte, man mülTe die Sitte des Weihnachtsbaumes * in jüdifchen Häufern bekämpfen, und daß er dies fclbft immer getan habe, daß er aber der Meinung fei, daß man, fo lange diefer Kampf keinen Erfolg zeige, auch diejenigen nicht abftoßen dürfe, die heute noch zuhaufc den Weihnachtsbaum aufftellen. Wahr ift ferner, daß Infpektor Dr. R c d i f ch die Anficht ausfprach, daß das Hebräifche befonders zu pflegen fei, nur muffe diefe Pflege in fyftematifcher und mcthodifcher Weife betrieben werden. Unwahr find die Darftcllungen, welche der Brieffchrcibcr über feine Vorfpradic im Präfidium der Ifraelitifchen Kultusgemeinde und über das Verhalten der beiden Vizcpräfidenten Dr. Ornftein und Dr. Löwen herz gibt. Wahr ift, daß Rcligionslehrer Prof. Dr. B. Templer im Februar 1928 VILLA SEVIGNE, Lausanne, Schweiz Israelitisches Mädchen-Pensionat Erstklassige Referenzen aus der Tschechoslowakei Prospekte durch die Vorsteherinnen: Mmes. M. und B. BLOCH im Präfidium der Kultusgemeinde über den Religions-Infpcktor und Gemeinderabbiner Dr. T a g 1 i ch t die Bcfdiwerde vorbrachte, daß derfclbe nach einer Infpektion des Unterrichtes des Prof. Templer dem Direktor der Anftalt berichtet habe, daß Prof. Dr. Templer von den Schülern zu viel verlange und auf die Bemerkung des Direktors: „Hcbräifch ift doch vorgefchrieben“, geantwortet habe: „Der Lehrplan ift veraltet, der gilt nicht mehr.“ Es ift unwahr, daß bei der Vorfprache des Prof. Dr. Templer Vizepräfident Dr. Ornftein fich paffiv verhielt und Vizepräfident Dr. Löwenherz Herrn Doktor Templer „förmlich angefahren“ und „im Korporalston fortgefetzt habe...“. Wahr ift, daß die kurze Unterredung, die fich nur auf die Befchwerde bezog, von beiden Vizcpräfidenten gemeinfam geführt und von denfclbcn Herrn Prof. Dr. Templer erklärt wurde, daß zunächft Herr Infpektor, Gemeinde-; rabbincr Dr. T a g 1 i ch t, über die Befchwerde gehört werden muffe. Auf den Einwand des Prof. Dr. Templer, man möge ■ ihm als Rabbiner doch glauben, erwiderte Vizepräfident Doktor Ornftein: „Sie werden uns doch nicht zumuten, daß wir Ihnen Glauben fchenken, ohne den von Ihnen angcklagten Infpektor und Gemeinderabbiner gehört zu haben“, womit fich Herr Vizepräfident Dr. Löwen herz fclbftvcrftändlich einverftanden erklärte. Ueber die Befchwerde des Prof. Dr. Templer befragt, berichtete Infpektor Rah' ’ .er Dr. T a gl i ch t fo.0.ndcs: Seit Jahren beklagt fich der D'rektor der betreffenden Realfchule, daß viele Väter fich befchweren, daß der ifraclitifdie Religionslehrer der Anftalt zu viel verlange. Einige Schüler feien aus diefem Grunde aus dem Judentum bereits ausgetreten. Der Direktor habe ihn, den Infpektor, klar und deutlich befragt, ob das Hebräifche fo vorgefchrieben fei, wie es Prof. Dr. Templer forciere. Der Infpektor verneinte dies. Nicht dem Direktor, fondern Herrn Prof. Dr. Templer fclbft machte der Infpektor, Rabb. Dr. T a g 1 i ch t, Vorftcllungen darüber, daß er von den Schülern zu viel verlange. Der Infpektor wies in feinem Berichte an das Präfidium darauf hin, daß es Lehrer gäbe, die vielleicht ebenfoviel Grammatik lehren und fordern, jedoch in einer Art. daß ihnen anläßlich der Infpektion Belobung zuteil werden konnte, während der Unterricht in der Art, in welcher ihn Prof. Dr. Templer erteile, geradezu eine Qual fei. Er, der Infpektor, fclbft fei einmal anwefend gewefen, wie ein ziemlich forfcher Junge von diefem Lehrer einer Prüfung unterzogen wurde, bei welcher die Aufregung des Schülers infolge der Prüfungsmcthodt fo weit ging, daß er fchließlich in Weinen ausbrach.“ Es ift unwahr, daß der Infpektor, Rabbincr Dr. T a g I i di t, fich beim chriftlichen Direktor im Namen der Kultusgemeinde über das „viele Hebräifch“ befchwert hat, und unwahr, daß Herr Dr. Löwenherz „fich auf alle mögliche und unmögliche Weife bemühte, für den Infpektor eine Lanze zu b r c ch e n“. Wahr ift, daß dem Profcffor Dr. Templer am 27. Februar 2928 vom Vizepräfidenten Dr. Ornftein der Bericht des Herrn Infpektors Dr. T a g 1 i ch t im Präfidium mit dem Beifügen zur Kenntnis gebracht wurde, es werde nunmehr der Direktor der Anftalt ins Präfidium eingeladen werden, um feine Ausfage zu hören. Prof. Dr. Templer, der bei feinen Angaben blieb, erfuchte, den Direktor der Realfchule nicht einzuladen, worauf Herr Vizepräfident Dr. Ornftein die Angelegenheit als für die Kultusgemeinde erledigt erklärte. Dies wurde vom Prof. Dr. Templer zur Kenntnis genommen. Der bezügliche Amtsvermerk über die Befchwerde des Rcligionslchrers, die Aeußerung des Infpektors und die daraufhin mit dem Befchwerdeführcr gepflogene Ausfprache im Präfidium wurde von beiden Vizcpräfidenten der Kultusgemeinde gefertigt und erliegt im h. a. Akte. Mit vorzüglichfter Hochachtung Amtsdircktor und erfter Sekretär: Der Vizepräfident: Fuchsgelb m. p. Dr. Ornftein m. p. Ktteranfur und Kunst Die Wilnaer Truppe „Tag und Nacht“ von Anski. Die Wilnaer sind wieder in Wien. In den Jüdischen Künstlerspielen spielen sie jetzt Abend für Abend. Sie begannen mit „Tag und Nacht“ von Anski. Dieses unheimliche Theaterstück ist dramatisch zweifellos stärker, als der populäre „Dybuk“. Der Kampf des Mensehen mit seinem Schicksal ist die Achse des Dramas. In diesem Kampfe muß der Mensch unterliegen, auch der große Zaddik, welcher das erschütternde Doppelleben führt: bei Tag — Mittler zwischen seiner Gemeinde und Gott, bei Nacht — Sünder, der an unreiner Stätte Heiligtümer mit Füßen tritt. Ein Dämon lebt in ihm. Dämon und Gott ringen in ihm. Der Dämon siegt. Der Zaddik ist nicht schuld daran. Er ist ja durch die Angenblickslaune eines Pogromheldon in die Welt gesetzt worden. Das gräßliche Schicksal des unglücklichsten Bastardentums ist ihm zuteil geworden. Erlösung findet er erst in den Flammen, dort am verruchten Ort. Ist „ Tag und Nacht“ von Anski oder von Sophokles? Beinhaltet dieses Stück nicht das Wesen der griechischen Tragödie?“ Und es wurde von den Wilnaern so gespielt, daß man an ihre große Glanzzeit erinnert wurde. Insbesondere die Massenszenen verfehlten nicht ihre Wirkung. Das etwas flaue Tempo der ersten zwei Akte wurde im dritten wettgemacht. Die Wilnaer sind noch immer ein klassisches Beispiel für ein Theater, das mit primitivsten Mitteln große Erfolge erzielt. Die Gastspieltruppe wird, von Alex Stein geführt. Ein intelligenter Schauspieler, der der Gestalt des Rabbi blutendes Leben verleiht. Alle anderen gingen nach Kräften mit. Das Publikum war berauscht und dankte mit einem nicht endenwollenden Applaus. Dr. S. W. Hebräisch-Jüdisches Schallplattenkonzert Zum erstenmal in Wien wird der Versuch gemacht, ein hebräisch-jüdisches Schallplattenkonzert zu veranstalten. Diese einzigartige Veranstaltung findet arn Sonntag, den 9. Februar 1930 um %11 Uhr vormittags im Ufa-Ton-Kino, II., Taborstraße S, statt. Bei diesem Konzert werden viele hebräische Weisen und jüdische Lieder zur Aufführung gebracht. Unter anderen werden Platten von Oberkantor Jossele Rosenblatt-Mali Picon, Violinvirtuose Jascha Heifetz und vieler anderer zum Vortrag gebracht. Die Conference liegt in den bewährten Händen des Herrn Dr. Sem Wolf. Der Apparat und die Platten zu dieser einzigartigen Vorführung werden von der Gramola in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt. Karten von S 1.— bis S 2.50 sind erhältlich: Zion. Bureau, 1., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-4-85/86, Bücherstube Rath, II., Taborstraße 20 a, Makabi Hazair, IX., Liechtensteinstraße 20, und beim Jugendverein Erez Israel, II., Zirkusgasse 33, Tel R 49-8-98. Musikalisch-literarischer Abend der Zeiroth Hamlsrachi, Wien. Sonntag, den 26. d. M., Uhr abends im Festsaale der Misrachi-Zentrale, Wien, II., Praterstraße 11, Musikalischliterarischer Abend der Zeiroth Hamisrachi (Misrachi Mädchengruppe). Mitwirkende: Konzertsänger M. E. Mellson (Gesang), Frau Franziska Bloch-Mahler (Vorlesung aus eigenen Werken), Fräulein Rexi Lebensohn (hebräische Rezitation), Professor Leo B i r k e n f e 1 d (Klavier), Professor Josef Lubowsky (Cello), Max Opermann (Violine) und ein Kammerorchester. Kleiner Regiobeitrag. Gäste herzlichst willkommen. Eiirenabend Sevilla Pastors Vergangenen Dienstag feierte die Künstlerin Sevilla Pastor, die in der Jüdischen Bühne, II., Taborstraße 12, gastiert, ihren Ehrenabend. Zur Aufführung gelangte das Lebensbild «Das Kind von der Gasse». Sevilla Pastor war Gegenstand zahlreicher Ovationen. Freitag gelangt das jüdisch-amerikanische Lebensbild «Kinder vergessen» zur Erstaufführung. Das Stück wird Samstag und Sonntag wiederholt. Sonntag um 3 Uhr Nachmittagsvorstellung bei ermäßigten Preisen. Gespielt wird «X Mix-Drix». Das New Yorker jiddische Wochenblatt «Dos Jdische Folk», das bisherige offizielle Organ der Zionistischen Organisation in Amerika, hat sein Erscheinen eingestellt. An Stelle dieses Blattes wird jede Woche im jiddischen Tagblatt «Tog» eine zionistische Beilage erscheinen. uas hebräische Buch- und Verlagswesen in Palästina Palästina ist nach dem Kriege zu einem Zentrum des hebräischen Verlagswesens und der hebräischen Biicherproduktion geworden. Die englische Ausgabe des «Dawar» vom 7. Jänner enthält über diese Entwicklung einen interessanten Artikel, dem wir folgendes entnehmen: Das hebräische Verlagswesen hat sich bemerkenswerterweise mehr in Tel-Aviv als in Jerusalem konzentriert. Der erste größere Verlag, der nach dem Kriege nach Palästina ging, war die «Dwir»-Ver!agsgesellschaft, die 1922 ihren Sitz von Berlin nach Tel-Aviv verlegte und als Pionier des neuen hebräischen Verlagswesens in Palästina unter großen Schwierigkeiten ihren Betrieb aufbaute. Die wichtigsten Verlage, die 1922 bis 1927 nach Tel-Aviv verlegt wurden, waren «Omanuth», «Mizpah» und eine Niederlassung des «Stiebel»-Verlagskonzerns. Die Aufnahmefähigkeit des palästinensischen Marktes für hebräische Bücher hat sich überraschenderweise als überaus groß erwiesen. Judaica, wissenschaftliche Werke, schöne Literatur, gleichviel ob Original oder Uebersetzung — für alles besteht stärkste Nachfrage. Infolge dieser großen Entwicklung des hebräischen Buchwesens haben sich die Verlage bereits spezialisiert. So gibt der Verlag «Dwir» besonders Judaica und lexikographische Werke, der Verlag «Omanuth» Bücher für die Jugend, der «Stiebeb-Verlag Uebersetzungen von Romanen der Weltliteratur heraus. Von der gesamten Produktion werden 20 Prozent nach Polen, Amerika und anderen Ländern exportiert. Ein Ausdruck des starken Interesses und der Verbundenheit mit der Welt des Buches sind auch die häufigen Bucliausstcliungen und Buchtage, die in Tel-Aviv stattfinden und an der alle Altersklassen und sozialen Schichten der^Bevölkerung regsten Anteil nehmen. Die hebräische Nationalbibliothek besitzt die grSBtife deutsche Büchersammlung in Asien. Die «Literarische Welt» weist darauf hin, daß die hebräische Nationalbibliothek in Jerusalem die größte deutsche Büchersammlung in Asien enthält. Infolge großer Ankäufe und reicher Schenkungen, u. a. von der preußischen Regierung und deutschen Verlegern, übertrifft hier das deutsche Buch alle anderssprachigen, und so dürfte nach der hebräischen Literatur die deutsche am meisten gelesen werden. Zur Geschichte der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, Jerusalem. Am 29. Kislew dieses Jahres sind zehn Jahre verflossen, seit Dr. Josef Chasanowitz, der Gründe* der Jüdischen Nationaibibliotbek, gestorben ist. Zur Erinnerung an diesen Tag veröffentlichte die Lesung der Bibliothek eine Broschüre, betitelt «Geschichte der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek bis zum Jahre 1920» im hebräischer Sprache. In dieser Publikation werden zum ersten Male verschiedene Dokumente zur Geschichte der Bibliothek veröffentlicht, die auch für die Geschichte des Jischuw in den letzten iiünfzig Jahren von kulturhistorischem Interesse sind. Unter ariderem enthält das Heft auch den Wortlaut der verschiedenen Bannflüche, welche zur Zeit der Gründung der Bibliothek gegen diese erlassen 'worden sind. Herzberg-Feier. Anläßlich der 25jährigen Lehrertätigkeit unseres Chawers und Lehrers Jizchak Herzberg veranstaltete der Jugendverein «Erez Israel» eine Feier in den Räumen der Sektion II. Es waren zu Ehren des Jubilars seine ehemaligen Schüler und Schülerinnen der hebräischen Kurse, viele Chawerim von der Histadruth Iwrith und Professor Artur Wolf erschienen. Im Namen des Vereines eröffnete den Abend Chawer I r 0 m und erteilte das Wort Herrn Professor G c- 1 e r n t e r, der im Namen der Histadruth Iwrith den Jubilar beglückwünschte und dessen Leben und Wirken als Lehrer sowie auch als Schriftsteller in einer inhaltsvollen Rede darlegte. Herr Rosen begrüßte den Jubilar im Namen des Lehrerverbandes. Chawer S c h a 11 n e r (hebräisch) und Chawer Teich im Namen der ehemaligen Schüler. Als nächster beglückwünschte den Jubilar Chawer G e 1 b a n d als Kulturreferent des Vereines «Erez Israel» und hob insbesondere seine großen Verdienste, die er sich im Laufe von zehn Jahren als Vereinsmitglied um die Förderung der hebräischen Kultur nicht nur für den Verein, sondern auch für die Oeffentlichkeit, erworben hatte, hervor. Hierauf ergriff der Jubilar selbst das Wort und schilderte seinen Lebensweg. Die Ausführungen fanden bei den Zuhörern großen Beifall. Den gemütlichen Teil des Abends füllten ein Sextett von Professor Wolf (Gesang), Fräulein Lebensohn (Rezitation), Gelband (jüdisch-humoristische Vorträge). Die Conference lag in der Händen des Chawer Engel.

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