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Die Stimme · 1929-12-12 · Heft 104 (12.12.1929) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 104 (12.12.1929)
Date
1929-12-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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«reis 35 Grsschr 1V. b. b Zeitung vom Verleger versendet Journal expedte par fäditeur Abonnemefltpretoes Für Oesterreich: MonatL S 1.50, vierte!!. S 4.20, ganzj. 16.— / Detrtschtaßd: MonatL GoMmanc , vierte#. Gokkn&rk 3.— t Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7/—, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—, vierteljähnicb Dinar 40,~ lüdisdke Zeitung fiedülkttoia and JfdmintofvaltoiR j HaulkcmtdiatfasM 1 ÜeL R 20~3-8* Polen: MonatL Zkrty 2.30, vierte#. Zk>ty 6.50 ( Ungarn: MonatL Pcngö 1.50, vierte#. PengÖ 420 t Rumänien: MonatL Lei 45.—, vierte#. Lei. I25<— / Bulgarien: Mona#. Lewa 30.—, vierte#. Lewa 80.—! Belgien: Monati. Betea 2.—, viertelj. Belga 5.— / Uebriges Ausland: MonatL Schweizer Franken 1.50 2. Jahrgang Wien, 12. Dezember 1929 (10. Kislew 5690) Nummer 104 Letzte Nachrichte n (Jüdische Telegraphen-Agentur.) : England and die Araber In der letzten Parlamentssitzung interpellierte der Abg. James Rothschild (Liberaler) den Kolonialminister, ob die englische Regierung seinerzeit den Arabern in Palästina irgendwelche Zusicherungen gegeben hat, die im eventuellen Widerspruch zur Balfour-Deklaratiön und zum Palästinamandat stehen. Der Unterstaatssekretär Dr. Sbils erklärte unter Berufung auf das. Weißbuch, daß die englische. Regierung niemals Schritte unternommen habe, die die Balfour-Deklaration annullieren könnten. Sämtliche Versprechungen, die jemals den Arabern gemacht wurden, betrafen niemals die Araber in Palästina. Jäi3Si*dae Aerzge ^e&en Dr. PI«ö*ite* Der Verband jüdischer Merzte;:itt; *i^läbtih'A^t\in?-e!ii)Bi|''fl^olüfiöir?geg$u>'diß^^ÜtiiStdieii- Aktionen des Dr Maghes schärfsten Protest erhoben. L .; £LcBa£zeSin J«lare schweren Kerkers Bin flebroner Araber, der beschuldigt war, zwei Juden , während der Hebroher Massakers ermordet zu haben, wurde zu 18 Jahren schweren Kerkers verurteilt. labolinskg kommt ntich Polen Am 8. Dezember verließ Jabotinsky Palästina und trat die Reise nach Polen an. Nach seinem Besuch in Polen beabsichtigt er nach Amerika zu gehen. Ein PisMrihisKoniamissiftr demiisio ■ «aier* Max Rosenek, der Kommissär für den Norddistrikt in Palästina, hat demissioniert. Er stand 37 Jahre im englischen Staatsdienst. Araber für den Zionismus Der „Hajnt“ berichtet aus Jerusalem: Hier wirkte sensationell die Nachricht, daß im Laufe dieser Woche durch die Untersuchungskommission alle zionistischen Zeugen verhört werden sollen, ferner fünf arabische Scheichs aus Jerusalem, Haifa und Sichern. Diese Scheichs, die ein großes Ansehen in der mosleihitischen Welt genießen, wollen inihren Aussagen betonen, daß die jüdische Kolonisation den Arabern bloß Nutzen gebracht habe. Schekelmanifest der Exekutive Zionisten! Schwere Monate Hegen hinter uns. Kaum war der Züricher Kongreß vorüber, noch klang die große und starke Stimmung der Agency-Tagung in unseren Herzen, da drangen Schreckensnachrichten aus Erez Isral in die jüdische Welt hinein. Die Urheber dieses Attentates auf unsere friedliche Arbeit stehen jetzt vor dem Richterstuhl der Welt. Erez Israel hat den Angriffen standgehalten. An dem Wall unserer Siedlungen, an dem Widerstand des Jisehuw brach die Kraft der Ueberfäll^. Die Arbeit am Wiederaufbau des Lahdes nimmt ihren Fortgang. In dieser schweren Zeit hat das jüdische Volk Erez Israel die Treue gehalten. Von kleinen Splittern abgesehen, die längst keinen Zusammenhang mehr mit dem Stamm des Judentums haben, hat Israel ein Bekenntnis zu seinem Lande abgelegt. Die alte historische Verbundenheit von Volk und Land, vor allem aber die mutig, trotz, aller Prüfungen und Erschütte rungen unablässig fortgeführte Arbeit unserer Chaluzim und Kolonisten, die jeden, der Erez Israel besucht, in Bann schlägt, hat die ausgedehnte jüdische Front geschaffen, die zur Mitarbeit an unserem Aufbauwerk berei.tsteht. Die, Solidarität der Weltjudenheit ist der jahrzehntelangen Erziehungsarbeit des .Zionismus zu verdanken. .Je.stärker, je größer die zionistische Organisation,, desto mächtiger ihr moralischer Einfluß im jüdischen Vplk. Die Welt muß sehen, daß. in unserer Bewegung Massen überzeugter, entschlossener, opferbereiter Zionisten stehen. Sympathiekundgebungen und Beiträge, zum Hilfsfonds und selbst zum Keren Hajeesod genügen nicht, wir brauchen eine numerisch und innerlich starke, geschlossene zionistische Organisation. Erez Israel, das aufs neue schwer geprüfte, ,aber . in seiner Hoffnung ungebrochene, vertraut darauf, daß die Diaspora ihm zur Seite steht und feierlich ihren Willen erneut bekundet, die nationale Heimstätte in unseren Tagen aufzubauen. OER MODE SCHUH dfiOäillt) gat and billig! DETAILVERKAUF nur in dir FABRIK VH. ie*. i»6 R.. ^6. im stock. Deshalb, Zionisten in allen Ländern, über alle Parteien und Gruppen hinaus^ jung und alt, erfüllet Eure Pflicht: Geht mit den Schekelblocke von Maiin zu Mann, -von Haus zu Haus, werbet unserer, Eurer Organisation neue Mitglieder, machet sie zu einem gewaltigen Instrument des jüdischen Volkswillens, stark genug, die Hindernisse zu zersprengen, die auf unserem Wege Hegen. An die Arbeit! Werbet, Zionisten! Exekutive der zionistischen Organisation: Ghaam Weizmann. Nah um Sokölo w. London/Jerusalem, 1. Dezember 1929. Der Hadassah-Arzt Dr. Berkowitz von Arabern niedergeschossen Jerusalem, (J. T. A.) Der Arzt des Hadassah-Hospitals Dr. Berkowitz wurde während er am Nachmittag auf dem Wege von der jüdischen Kolonie Jessoth Hämaala nach der Kolonie Ajeleth Hascljachar in Nordgaliläa war, aus dem Hinterhalt ängeschossen und schwer verletzt. Dr. Berkowitz ist der sechste Jüdische Arzt, der seit den Augustunruhen ein Opfer arabischer Ueberfälle geworden ist. Wie Dr. Tioho war auch Dr. Berkowitz ein Wohltäter der Araber. Bedeutet Lukes Urlaub einen endgültigen Abschied? London. (J. T. A.) „Daily Mail“ teilt mit, daß sich die Oeffentlichkeit in Palästina sehr intensiv mit der Frage beschäftigt, ob der Chefsekretär H. C. Luke, der während der Unruhen stellvertretender Oberkoumrissär war, nach seinem soeben angetretenen fünfmonatigen Urlaub nach Palästina zurückkehren wird oder nicht. In jüdischen Kreisen, schreibt die Zeitung, glaubt man nicht an eine Rückkehr Luke« auf seinen Posten in Palästina. .Daily Mail“ erfährt, daß sich Londoner Zionisten an das Kolonialamt mit dem dringenden Ersuchen gewandt haben, Luke aus dem Amt eines Chefsekretärs der Administration in Palästina abzuberufen .

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