Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 103 (5.12.1929)
- Date
- 1929-12-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3053752-3053805-3053855--1410-3056761- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Bcllaite: Pie Srtmme der Jugend Preis 35 Grosehen ] V. I», b Zeitung vom Verleger versendet Journal expediö par l’dditeur Abonnementpreise: Für Oesterreich: MonaÜ S 1.50, viertelj. S 420, ganzj. 16.— / Deutschland: MonatL Goldmark I.—, viertelj. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—, viertelj ähriiob Dinar 40.— Jtidisthe Zeitung Er«cftme*ntf fe«lmm Donnerstfatf dledaftJion und Administration: Wimm, fAonAen#<dnd09se I — (fei. Kt 20-3 S4 Polen: MonatL Zloty 2.30, viertelj. Zloty 6.50 / Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, viertelj. Pengö 420 / Rumänien: Monatl. Lei 45.—, viertelj. Lei 125.— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl. Belga 2.—, viertelj. Beiga 5.— / Uebriges \uslaad: MonatL Schweizer Franken 1.50 2. Jahrgang Wien, 5. Dezember 1929 Nummer 103 Letzte Nachrichten (Jüdische Telegrapben-Agentur.) Ewlce verBdOi INBlii&äiMMa Mittwoch, den 4. Dezember, verläßt der Stellvertreter des Oberkommissärs, Luke, Palästina. Sein Urlaub wird fünf Monate dauern. Beiaiwida omiieri wieder Am 2. Dezember bat der vorige Woche verwundete Generalstaatsanwalt Norman Bentwieh seine Amtstätigl^t wieder; €äe^«n Jotooiimslfiij Die arabische Zeitung „Palästina verlangt in einem Artikel, von der Untersuchungskommission, daß sie Jabotinsky die Einreise nach Palästina verbiete. Jabotinsky kommt Ende dieser Woche nach Palästina. Der niuffü einvermeBininem Am 3. Dezember wurde der Jerusalemer Großmnfti in seiner Wohnung von der britischen Uijtersuchungskommission verhört. Die Sitzung war geheim. ■Ir. PlflBggnes nach Eondom berufen Der Rektor der hebräischen Universität Dr. Magnes begibt sich auf die Aufforderung Dr. Weizmanns in der nächsten Zeit nach London. Truppen nodi ffnlifesfinn Aus Malta wurde das erste Bataillon des N orthamptonshire-Regiments, ein Detachement des Staffordshire-Regimcnts und ein'Detachement der R. A. M. C.-Truppe hach Palästina beordert. Die Kommunisten n^liieren Die palästinensischen Kommunisten verbreiteten in Jaffa Proklamationen, in denen die arabischen FeRachen, die arabischen und jüdischen Arbeiter auf gef ordert werden, sich gegen die Regierung zu erheben, Steuerzahlung zu verweigern und die Mitglieder der Untersuchungskommission aus dem Lande zu treiben. Ute Eratthranft «lei* BPltäctoif länge eingestellt Die Regierung hat am 1. Dezember die Ernährung der jüdischen Flüchtlinge aus den zerstörten Kolonien eingestellt. Der Mlnfffl dienaenfterf Der Großmufti von Jerusalem läßt durch die ihm nahestehende Presse üje Meldung über seinen bevorstehenden Rücktritt dementieren. DER MODE SCHUH elegant, 9“* and Mlligl DETAILVERKAUF »u« i.m FASIUK vu. kmxise rstiu IM 9TQCK« Brandeis legt von neuem ein Bekenntas zu Palästina ah Washington. (J. T. A.) Unter der Leitung von Felix M. Warburg fand im Mayflower Hotel zu Washington eine Zusammenkunft führender amerikanischer Juden statt, in der einmütig beschlossen wurde, eine auf geschäftlicher Basis stehende Korporation für Kapitalsinvestierungen in Palästina zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes zu begründen. Das Ereignis des Abends war eine Ansprache des Richters am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, L o u i s D. B r a n d e i s, der, seitdem er vor etwa 10 Jahren das Amt eines Präsidenten der Zionistischen Organisation Amerikas niedergeigt hat und au« der Organisation ausgetreten ist, nun zum ersten Mal in der Oeffentlichkeit mit einer Rede über Zionismus Und Palästina hervortrat. Offenbar haben die jüngsten tragischen Ereignisse in Palästina Richter Brandeis veranlaßt, seilt vieljähriges Schweigen zu brechen. In seiner Ansprache, die auf alle Anwesenden einen sehr tiefen Eindruck machte, rühmte er den Mut und die Tapferkeit der palästinensischen Juden. Nichts schöneres, sagte er, gibt es in der jüngsten Geschichte, al« die von diesen Männern und Frauen bewiesene Charakterfestigkeit. Ich, der ich Palästina und seine Möglichkeiten kenne, sehe weder in der arabischen Frage noch ln irgendeiner anderen Frage eine Gefahr. Ich habe die Balfour-Deklaration stark gefördert und halte auch heute noch an ihr fest, weil ich glaube, daß der Aufbau Palästinas durch die Juden ebensosehr im britischen wie im jüdischen Interesse liegt. Wir, eine Gruppe amerikanischer Wirtschaftsmänner von erpropter Befähigung, noch dazu unter der Führung von Felix M. Warburg, sind in der Lage — ich bin davon überzeugt — ein jüdisches Palästina sichern zu helfen. Abteilungen.