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Die Stimme · 1929-11-15 · Heft 100 (15.11.1929) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 100 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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| V. b. h Preis 35 Groschen Zeitung vom Verleger versendet Journal expedte par r&Hteur Abonnementpretee: für Oesterreich: Monatl. S 1J50, viertelj. I 4.20, ganzj. 16.— / Deutschland: Monatl. ßoldmarlc I.—, viertelj. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, rierteljährMch Kc 19.— / Jugoslawien: Mo- •atlich Dinar 14.—, vierteljährlich Dinar 40.— Jüdische Zeitung Endhcfliil leden Donnerstod ^tedaftMon und. Administration: Wien, I., ^tauAensiein^asse V —!7el R 26-3-54 ■msuraHnnnnnnMi Polen: Monatl Zloty 2.30, vierteil. Zloty 6.50 / Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, viertelj. Pengö 420 / Rumänien: Monath Lei 45.—, viertelj. Lei 125.— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl. Belga 2.—, viertelj. Belga 5.— / Uebriges Ausland: Monatl Schweizer Franken 1.50 2. Jahrgang Wien, 15. November 1929 (12. March. 5690) Nummer 100 Letzte Nachrichten Ihr. Alber! Vicfao ersto*fia®B& Infolge technischer Schwierigkeiten, die darin ihren Grund haben, daß am 12. November (Staatsfeiertag) in der Druckerei nicht gearbeitet wurde, erscheint die vorliegende Nummer der „Stimme“ ausnahmsweise am Freitag statt am Donnerstag. Die Redaktion. Aus Prag erhalten wir auf dem telephonischen Wege die Meldung, daß au! Dr. Albert Ticho, der ein bekannter Augenarzt in Jerusalem ist, am 12. November ein Attentat verübt worden ist. Er wurde am hellichten Tage erstochen. Nähere Einzelheiten fehlen. Auch die Telunion verbreitet diese Nachricht. Aiassil&reiiwiag&m easa der Des liimer .. t. .; Dienstag, den 12. November, fanden an der Berliner Universität judenfeindliche Exzesse statt. Man hörte Hochrufe auf dib Wiener EamerWfe und Rufe: „Juden hinaus!“ Viele jüdische Studenten wurden durch die Fenster hinausgeworfen. Die Polizei erschien im Gebäude, konnte aber in Anbetracht der großen Masse der randalierenden Studenten nicht Herr der Lage werden. PI«h&s&@s v®i*I«*BaM9eI! ml! Arabers» Der „Haiut“ berichtet aus Tel-Aviv, daß der Rektor der hebräischen Universität Doktor Magnes auf eigene Hand mit Arabern Verhandlungen führt, welche den Frieden zwischen Juden und Arabern im Lande bezwecken. Die öffentliche Meinung Palästinas ist über diese eigenmächtige Handlung des Dr. Magnes sehr aufgebracht. Keimling im DtaSüsÜHttiB Der bekannte Araberfreund, Captajn Gordon Henning, ist in Palästina eingetroffen und hat bereits Unterredungen mit arabischen Persönlichkeiten geführt. Die Dewisiimisieii imd S©Sfi®l®w Nahum Sokolow soll demnächst eine Propagandareise für den Keren Hajessod in Rumänien unternehmen. Die rumänische revisionistische Organisation hat öffentlich bekanntgegehen, daß ihnen Präsident Sokolow nicht genehm sei. Gegen seine Person haben sie zwar nichts cinzuwenden, bekämpfen ihn aber als ein Mitglied der zionistischen Exekutive; AuszeiiiMninten für Di*. iScuaiSBiiefi’ und Konsul Zbusz&wolci Der polnische Legationsrat in Haifa und bekannte misrachistisclie Führer Dr. Hausner, Wie auch der polnische Generalkonsul in Jerusalem Dr. Zbyszewski wurden mit dem Orden „Polonia Restituta“ ausgezeichnet. Eftgentunis'vreclasel ftn der „fhnreica Dorant»®* Die Lemberger Tageszeitung „Gazeta Por war, ging in das Eigentum des Dr. Reinländer über. Hinter Dr, Reinländer steht eine Grupp Dr* Philipp Schleicher befindet. Palästina-Fragen Im englischen Unterhaus London, 10. November. (J, T. A.) Auf eine ^rage von Colonel Howard Bury, der darüber klagte, daß Araber eine zwölffach härtere Strafe als Juden für ein gleiches Verbrechen erhalten, teilte der Unterstaatssekretär für die Kolonien, Herr William Lhwi, in der letzten Sitzung des Unterhauses mit, anna“, welche bisher In zionistischen Händen (ehemaligen Polizeipräsidenten von Lemberg) e jüdisoher Kapitalisten, unter denen sich auch daß bis jet?t 668 Araber und 66 Juden summarisch abgeurteilt wurden; ferner wurden 98 Araber und 10 Juden durqh die Pistrikt'sgerichl'e, 26 Araber durch die Schwurgerichte aßgeurfeilt, Es ergibt sich eine Gesamtzahl von Verurteilten von 792 Arabern und 76 Juden. Diese Zahlen beziehen sich auf die Zeit bis zum 27. Oktober. Bis zum 20. Oktober waren f«nf Araber zum Tode verurteilt worden. Cv:"n Jir.v Urteile wurde Berufung eingeleg . Gesunde, schlanke Beine, ■ Behebung von FuÖbeschwerden, Schwellungen, j Müdigkeit usw. durch fachkundig angepafite •Paradruit“- fiummllos. Strümpfe angnehm, hallbar, waschbar, unsichtbar, Stück S 6—»5». Fesselfömer S 3—I3, >P e d i f r i t«-Fußstutren Paar S-a^o aofw. Maßarbeit und Reparaturen prompt' Fachanatalt £ Fußheilbehelfe, Einlagen u. Bandagen IpiuAusIr MiK® BÜSCH Provinrversand Wien, If. Taborstr. 22 fei. R-47.1*85 A SorgfSHIga fachkundig« Beratung Juden in Polizei und Grenzschutz Auf eine frage von Colonel Wedgwood erwiderte Unterstaatssekretär Lunn, daß laut den Daten, die vor Ausbruch der Unruhen Vorlagen, 21T Juden und 3120 Araber und nichtbritische Christen in der palästinensischen Polizei dienten. Der transjordanisch eil Grenzmacht gehörten 27 Juden und 441 Araber an. Colonel Wedgwood: Sind diejenigen Polizisten, die am 23. August in der Erfüllung ihrer Pflicht versagten, wieder in die Polizei eingestellt worden? Wenn ja, ist'gegen sie ein Disziplinarverfahren .eingeleitet worden? Lunn: Ich werde diese Angelegenheit mit Interesse verfolgen. Araber plündern eine Siedlung im Emek. Jerusalem, 10. November. (J. T. A.) In de! Nacht zum 8. November drangen arabische Plünderer in die jüdische Arbeitersiedlung Mizra in der Nähe von Afuleh im Tale Jezreel ein und gaben eine Anzahl Schüsse ab, die niemand trafen. Die Plünderer führten neun Kiihe mit sich fort. Naclitverkehr gestattet J e r u s a 1 e m, 11. November. ’(J. T. A.) In Jerusalem kam es seit einigen Tagen zu keinerlei Zwischenfällen mehr. Die Regierung gestattet von heute ab den Straßenverkehr die ganze Nacht hindurch. Wahlen in die Prager jüdisch# Gemeinde Prag, 11. November. (J. T. A.) Das Resultat der am 10. November durchgeführten Wahlen in die Repräsentanz der Prager jüdischen Gemeinde liegt bereits vor. Gewählt wurden acht tschechische Juden (bisher sechs), sechs Demokraten (bisher acht)’, fünf Jüdischnationale, drei Vertreter des orthodoxen Mittelstandes, ein Fortschrittsparieiler, ein Poale- Zionist. Einstein Ehrendoktor der Pariser Sorbonne Paris, 10. November. (J. T. A.) Am 9. November nachmittags wurden in dem großen Amphitheater der Sorbonne die Urkunde und die Insignien -v: : •Ts der Universität Paris an Pro- A . iein feierlich überreicht.

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