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Die Stimme · 1929-10-31 · Heft 98 (31.10.1929) · page 12

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 98 (31.10.1929)
Date
1929-10-31
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
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sme 12 DIE STIMME Nr. 98 Mahnoiifdes-Iflstittit. Wintersemester 1929/4930. Das Rektorat der Universität hat für die Vor! e swing«® des besinnenden Studienjahres den Hörsaal 37 der philosophischen Fakultät zur Verfügung gestellt. Herr Dr. Kaminka wird seine Vorträge jeden Mittwoch, Vs7 Uhr abends, halten, beginnend a.m 6. November («Einführung in den Talmud*, «Geschichte der Bibelexegese» und «Ethik des Judentums»). Im Institut, Darwingasse 21, werden dre Vorträge der Dozenten, beginnend am 28. Oktober, wie folgt stattfinden: Dr. Kaminka, Montag, 6 bis 8 Uhr (Sprüche Salomens und Saadja Gaon. Emunoth we-Deoth); Donnerstag, 6 bis 7 Uhr und Samstag, 3 bis 4 Uhr (Pentateuch-Erklärung): Dr. N. Goldstein, Donnerstag, 7 bis 8 (Traktat Sanhedrin): Ra:bb. M. Horowrtz, Dienstag, 6 bis 8 Uhr (Midrasch und Maimonides Jad Ghasaka). Soeben erschien: «Palästina», Monatsschrift für den Aufbau Palästinas, Nr. 10/11. Sonderheft: Sanität, Aus dem Inhalt: Dr. Abr. Kazuelson, Jerusalem: Bevölkerungsstatistik. — Dr. S. Grünfelder, Jerusalem: Säuglings-, Kleinkinder- und Schwangerschaftsfürsorge. — Dr. S. Peiler, Wien: Das Malaria prob lern in den jüdischen Siedlungen. — Dr. J. M aj e r, Tel-Aviv: Die A rb eite r kranken kassc (K u p a t h C h o 1 i m). — Dr. A. Wunde rS'ich: Aus der MedUzJnfad s ta 11s ti|k. — Die Unruhen in Palästina. — Rundschau: Politik (Dr. E. Simon), Jewish Agency (Dr. R. Weltsch), Landwirtschaft (Dr. Karl Schwager). — Nachrichten und Daten. — Bücher und Zeitschriften. —Bezugspreise: Oesterreich S 12.—, Deutschland M. 8.40, Polen ZI. 17.—, übriges Ausland Dollar 2.—. Administration und Verlag: C. iBarth, .Wien, I., Heßgasse 7. Sprechsaal der Stimme ■iile Mitteilungen in dieser Rubrik erfolgen auf die Verantwortung des Einsenders.) Sehr geehrter Herr Redakteur! Der Unterzeichnete Jugendverein richtete nachstehenden Brief an die in Wien erscheinende Wochenschrift «Neue Welt» und bittet Sie um Abdruck dieses Briefes auch in der «Stimme», damit für den Fall der Ablehnung seitens der «Neuen Welt» der Inhalt dieses Briefes doch der Oeffentlichkeit übermittelt werde: An die «Neue Welt» in Wien. Es dürfte Ihnen aus der Presse bekannt sein, daß letzte Woche in Wien der bekannte hebräische Dichter Dr. Saul Tschernichowsky weilte und wir zu seinen Ehren zwei Abende veranstalteten. Es erübrigt sich wohl zu sagen, daß die Anwesenheit unseres Dichters auf einen großen Kreis des jüdischen Wiens eine dauernde Wirkung ausgelöst hat. Dieser Umstand hätte auch Ihr Blatt veranlassen können, der Anwesenheit Tschernichowskys und den zu seinen Ehren stattgefundenen Abenden einige Zeilen zu widmen. Leider mußten wir das Gegenteil erfahren. Obwohl wir offiziell Ihre Redaktion zum Tschernichowsky-Abend eingeladen haben, haben Sie es nicht für notwendig gefunden, einen Vertreter zu ent-' senden, oder einen Bericht zu bringen. Wir wollen uns nicht darüber äußern, ob Zionisten, die stets den nationalen Charakter unserer Bewegung hervorheben, nicht die innere Verpflichtung haben sollten, einen hebräischen Dichter vom Range Tschernichowskys zu würdigen. Noch immer i«L&e hebräische Sprache der realste' AuS'diftick unseres nationalen Bekenntnisses. Die «nationalen Zionisten», wie Sie sich selbst in einem Leitartikel Ihres Blattes bezeichnen, sollten doch wenigstens so viel nationale Würde an den Tag legen, um einige, wenn auch sehr kostbare Zeilen Ihres geschätzten Blattes, einem Bericht über den hebräischen Dichter widmen. Nicht minder interessant ist zu erwähnen, daß unsere Veranstalter sogar bereit waren, Ihnen einen Bericht zur Verfügung zu stellen. Ihr Mitarbei- | ter lehnte die Annahme eines solchen Berichtes mit, der Begründung ab, daß er selbst einen solchen Bericht schreiben werde. Leider ist es nur bei diesem Versprechen geblieben. Dagegen hat das Organ der offiziellen Zionisten., die Sie stets als «assimilatorische Zionisten» zu bezeichnen belieben, in der ausführlichsten Weise über die Anwesenheit des hebräischen Dichters Tschernikowsky berichtet. Wir wollen auf keinen Fall gegen dieses Verhalten Ihres Blattes Protest erheben und überlassen es ruhig der zionistischen Oefentlichkeit, sich über diese merkwürdige Beziehung eines zionistischen Organs zur hebräischen Literatur die gehörige Meinung zu bilden. Wir teilen Ihnen mit, daß wir diesen Brief im Wege der «Stimme» der Oeffentlichkeit zur Kenntnis bringen, da wir auf Grund unserer Erfahrungen — siehe unser Schreiben an Ihre Redaktion in Angelegenheit des Repräsentationsballes der Zionisten Oesterreichs — nicht die Sicherheit haben können, daß Sie diesen Brief zum Abdruck bringen werden. Für den Jugendverein «Erez Israel»: M a i r P a i s. Lebensversicherungs- DLJ11MIV Gesellschaft m U111 #V GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Vernichorungabestand Garantlemlttel Ende 1928 2 Milliarden Sohilling 242 Millionen Sohilling Prämien- und Zinaeneinnahmen Im Jahre 1928 97‘5 Millionen Sohilling Auszahlungen an die Versicherten Im Jahre 1928 26.5 „ „ . Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien Türke!, Aegypten Die Ge8elleohaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen Jeder Art ab WeuelngefOhrt: KIIMDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Invallditäteversloherunfl (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach dreijähriger Dauer der Invalidität) Verehrliche Redaktion! Es klingt unglaublich — und ist doch wahr. Anläßlich der letzten Feiertage wurde ich im Kluckytempel zur Thora aufgerufen. Ich wollte für den Kerenkajemeth spenden. Der Vorstand, Herr Kohn, ließ dies nicht zu. Ich unterließ daher jede Spende. Dieses Vorgehen des Herrn Kohn ist geradezu unerhört — im Jahre 1929 lind in einem jüdischen Bezirk! Ich fordere daher alle Freunde Erez Israels zu einem Kampf gegen diese Herausforderung — d. i. zuni Kampf gegen Herrn Kohn als Vorstand bei der nächsten Generalversammlung auf. Isak Händel, XX„ Karl-Meißl-Straße 7. ' Ap die verehrliche Redaktion! . Wollen Sie bitte die Freundlichkeit haben, in Ihrem geschätzten Blatte zu veröffentlichen, daß ich mit dem aus dem Leuchtgasunglück in gerichtlicher Untersuchung stehenden Ernst Beständig, Beamten, wohnhaft.in Wien; XX., Leystraße, weder verwandt noch identisch bin. Mit vorzüglicher Hochachtung: Anton-Bständig, Sanitätshaus «Sanitas», Wien, I., Teinfaltstraße 7; Wohnung: XX., Jägerstraße 28. * Vereine beteiligten Insgesamt wurde ein Betrag von S 7.50.— aufgebracht, welcher der Israelitischen Kultusgemeinde Wien zur Weiterlei tag übergeben wurde. Dieser. aufgebrachte Betrag bedientet im Hinblick auf die hier herrschende schwierige wirtschaftliche Lage eitlen sehr, erfreulichen Erfolg. Neues Programm im Renz Da ist wieder einmal ein Programm, das so recht danach angetan ist, die Lachmuskeln andauernd in Bewegung zu halten. Ganz besondere Erwähnung verdienen Gerard- Gerard u. Komp., eine internationale Clowntruppe, die mit ihren Tricks stürmischen Beifall hervorriefen. Die zweite Sensation bildete der Mundharmonikavirtuose Prof. Lightman. Auch die moderne Mystik war vertreten. Arcano, ein Meister seines Faches, täuschte jtes Publikum mit ausgezeichneten Kartenkunststücken. Viel Lachen erregte auch. «Charlie Chaplin“, der im komischen Flugakt des Lopez-Trio ausgezeichnete Gelenkigkeit, dabei viel Witz und Können verriet. Das Austria-Quartett brachte eine hübsche Opern* parodie, die allgemeine Heiterkeit'erregte.; Es gab aber auch eine Nummer, die wirklich Sensation erregen mußte. Eva Trebillos und Partner führten in der Kuppel des Renz-Gebäudes wahrhaft halsbrecherische Kunststücke, aus. ' '. Austritte aus dem Judentum 25. September 1929:, Mojsey Epstein,, geb. 30. Oktober 1876, Cihersön, verh., XV., .Grenzgasse 18. — Katharina Epstein, geh. Baron, geh. 12. Juli 1896, Wien, verh., XV., Grenzgasse 18. — 19. SepfserfflböT 1929: Myra Tauschek, ge<b. Tausk, gab. 26. Jänner 1898, Wien, verh., VII., Kenyongasse 22. — 9. September 1929: Nörbert Frankl, geb. 15.Februar 1886, Wien, ger. gesch., -WH., BMmtengasse 46. — 12. September 1929: Anna Koralet, geb. Epler, geb. 27. Juni 1895, Wien, verh., Aussig. — 27. September: Paul Artur Grünberg, geb. 4. April 1923, Wien, Iöd., IV., Blechturmgasse 18. — 26. September i 939: Ernestine Blau stein, geb. Horek, gdb. 30. Juli .1894, Wien, verw., VJ.t Broschkogässe 4. — 22. September 1929: ‘Margarete Fanta, geb. 29. März 1903, Wien, led., XIII., Benzimgerstraßo 30. — 25. September 1929: Hans Ehr enstein, gab. 28. April 1891, Konstantinopel, led., IX., Hernälser Gürtel 24. — 23. September 1929: Renöe Briick, geb. 26. März 1912, Czernowütz, led., IX., Bnünnlhadgasse 12. •— 21. September: Robert Brasch, geb. 18. September 1908, Budapest, led., IX., Seegässe 12. — 16. September: Margit Weisz, geb. 2. März 1903, Holles, led., IX.,' Liechtehstemstraße 83. — 19. September 1929: Elosia Weite, geb. Höger, geb. 25. September 1897, Wien, getr., VIJI., Florianigasse 73. — 7. September 1929: Karoline Burg, geb. 25. Mai 1883, Wien, leid., V., Krpmgassc 22. — 2. Oktober 1929: Alexander Lille (früher Gottesmami), geb. 22. August 1901, Kämionka, led., II., Henmiinengasse 4. — 30. September 1929: Stefan Robicsek, geb. 24. November 1894, Wien, led., V., Kliebergasse 12. — 21. August 1929: Ludmilla Bohenzky, geb. Mayer, geb. 2. Jänner 1891, Linz, verh., V. — 5. Oktober 1929: Marie Neuner, geb. Gutkas, geb. 18. Juli 1883, Wien, verh., X., Lieohtenstein s t ra ße 123. — 30. September 1929: Leontine Lessflmg, geb. Met'h, geb. 29. Februar 1896, Drohobyez, ger. getr., VII., Bunggasse 33. — Felix Kamil, geb. 18. Juli 1897, Proßnjfcz,,. verh., VII., Wimbcrgergasse 22. — 5. Oktober 1929: Fanjöj 1 Menmelstein, geb. 15. November 1904, Borysiaw, led., IL; Venedlgerau 3. — Erich Szabo, geh. 21. Februar 1905, Berlin, 16d., II., Ybbsstraße 10. — 17. September: Irma Eigenfold, geb. 5. Dezember 1907, Lemberg, led., I., Köllnerhafgasse 3, — 1. Oktober 1929: Nathan Krys, geb. 10, November, 1874, PrzemysJ, verh., IX.* Pramergasse 12. Nachrichten aus der Provinz Aus Wiener-Neustadt wird uns berichtet: Für die Opfer des Araberüberfälles ln Palästina wurde auch hier durch die Initiative d^s .Oberrabbiners, Herrn Dr. Weiß, im Einvernehmen mit ’der Zionistischen Ortsgruppe eine Sammlung eingeleitet, an welcher sich auch die hiesige Kultusgemeindie als solche sowie die jüdischen Eine erfreuliche Nachricht für alle Freunde guten/ und schönen Gesanges ist bekannt geworden. Herr Obefjkaritor Josef Basser hat die Freundlichkeit gehabt, vor das Aiifnahmsmikrophön zu treten. Er hat der Welt vier Aufnahmen geschenkt, die alle auf dCn beliebten, nebengeräuschfreien Columbiaplatten verewigt wurden und in aller Welt viel Freude und Anerkennung finden werden. Als erstes Vesegurew, dann Ki Lekach-Tow, ferner Vesecharti-Lochem und Kevodo Mifnkomo. Vier Meisterwerke, darüber Worte des Lobes anzuschließen, ist überflüssig. Jeder überzeuge sich selbst. Herr Richard Herzog, Inhaber des bekannten Musikhauses Excelsior, I., Adlergasse 5, ist gerne bereit, Interessenten unverbindlich diese Meisterwerke der Columbia- Schallplattenfabrik vorauf ühren. Bernhard Kohn WIEN, |„ HIMMELPFORTGASSE 20 KLAVIERE in allen Preislagen, neu von S 1440 an Sommersprossen ääk» bei elnm. Behandlung u. Silva S 4.— gar.boieitlgt.Qoalohtahaare In 10 Min, entfernt. 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