Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 95 (10.10.1929)
- Date
- 1929-10-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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IIV. b. b Preis 35 Gros Ui an 1tfttmg vom Verleger versendet Journal expedte par l’lditettr Abonnementpreise: Für Oesterreieb: Monatl S 1.50, viertel]. S 420, ganz]. 16.— / Deutschland: Monatl. Goldmarts 1.—, vierteij. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Mo* nattich Dinar 14.—, vierteljährlich Dinar 40.— Jüdisethe Zeitung Htcdaftüon und Jtdtministmaiiom: Wiem, I., AmKftens^cin^osse I - tiTet, Wt 2G-3-&h Polen: Monatl. Zloty 220, vierteij. Ztoty 6.50 / Ungarn: Monatl, Pengö 1.50, vierteij. Pengö 420 / Rumänien: Monatl Lei 45.—, vierteij. Ld 125.— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, vierteij. Lewa 80.— t Belgien: Monatl. Belga 2.—, vierteij. Beiga 5.— / Uebriges Ausland: MonaH Schweizer Franken 1.50 2. Jahrgang Wien, 10. Oktober 1929 (6. Tischri 5690) Nummer 95 Rosdi Hasdianali io Jerusalem Letzte Nachrichten Von der jüdischen Telegraphen-Agentur, London, erhalten wir heute, den 9. 0Woher, 12 Uhr mittags, folgende Nachrichten: Weizmaunn bmmS» PoBdisMimu Hier verlautet es mit Bestimmtheit, daß Präsident Weizmann beabsichtigt. in allerkürzester Zeit nach Palästina zu gehen. 4000 Jf«a«Bevft B»eieteifc on üf er Klespe* . /iiiiitier.;':;’;* •. Während der Rosch Haschanah-Tage hatten etwa 4Ö0Ö Juclen ihre Neujahrsandacht an der Klagemauer verrichtet. Weder vor der Klagemauer noch an irgendeiner anderen Stelle der Stadt kam es zu Zwischenfällen. Weiter® 32 ITBaururoBBem in Debrcpn sicBieräesteflfli Das Polizeiamt von Hebron teilte heute dem Oberrabbinat von Jerusalem mit, daß es der Polizei gelungen ist, weitere 32 Gesetzesrollen, die in den jüdischen Synagogen von den angreifenden Arabern geraubt worden waren, sicherzustellen. Dodenkauf-PropaiUinda Oer «■r«B»isclien ExeKiiBiwe Die arabische Exekutive hat beschlossen, Delegationen nach dem Irak, dem Hedschas und nach Indien zu entsenden, um unter den Mohammedanern dieser Länder zugunsten der Beschaffung von Fonds zum Ankauf von Böden in Palästina, die als Wakf (unveräußerliches moslemitischcs Kirchengut) erklärt werden sollen, zu werben. Zwei fttOlscflae DoBfizistem eniBassen Die zwei jüdischen Polizisten, die in Haft genommen wurden, weil sie sich weigerten, in entlegenen arabischen Vierteln Jerusalems ohne Waffen Dienst zu tun, sind heute zur Dienstentlassung verurteilt worden. Die iiiOisdiem FBttdiillnsle Biusigern Die Führer der orientalischen jüdischen Gemeinden Jerusalems hielten eine Besprechung ah, in der sie ihre Absicht kundtaten, gjnen Alarmruf an die jüdische Welt zu senden, daß dio jüdischen Flüchtlinge hungern, weil dio Regierung die Verteilung von Lebensmitteln an diese Flüchtlinge eingestellt hat. Brafiiain verasrteiBtf Die Verhandlung vor dem Kongreßgericht zwischen Bialik und Brainin, die gestern in Berlin stattfand, endete mit der Verurteilung Brainins. Rosch Haschanah in Jerusalem Jerusalem,?. Oktober. (J. T. A.) Während der Rosch-Haschanah-Tage war die Klagemauer, an der eine große jüdische Gemeinde betete, militärisch sehr scharf bewacht. Schon am Freitag, den 4. Oktober, 10 Uhr vormittags, wurde eine mit Maschinengewehren und Handgranaten ausgerüstete starke Infanterie-Abteilung zur Verstärkung der Polizeiwache an die Klagemauer beordert. Sie rückten von drei Seiten an und nahmen an der David- Zitadelle Aufstellung. Als um 4 Uhr nachmittags die Juden sich zum Gebet au die Klagemauer begaben, umsäumten Abteilungen Soldaten mit Stahlhelmen die zur Klagemauer führenden Straßen und Wege. Die kürzlich aus Aegypten eingetroffenen Panzerautos haben an den Haupttoren der Altstadt strategische Positioneu eingenommen. Am Freitag vor.n ft4g? wurde eine militärische Verfügung, betreffend: die jüdischen Gottesdienste an der Klagemauer, veröffentlicht, in der die Juden leiden Sit in Xader 0-hM I Orlglnal-Spezlal .PABADRUTT“ (gesetzt, gesch.) fl X-undO.Bein*Korrekter I lassen die Beine sofort vollständig gerade and fl normal erscheinen, auch unter feinsten Strümpfen B unsichtbar, angenehm, keine Beschwerden 1 Warnung B vor wertlosen Nachahmungen! Verlangen Sie sofort B limeANCl wichtige Aufklärungsschrift! Per- ■ umaunai sänllche fachkundige Beratung! Seit 1896 Puß-Heilbehelfe- Spezialist pllHIfEASCH Wien, 11., Taborstraße Nr. 22 daran gemahnt wer len, daß an der Klagemauer nur diejenigen Gegenstände benützt werden können, die in der Verfügung der Regierung umschrieben worden sind. Das von den MosIe?.uien neu geöffnete, zur Omar- Moschee führende Tor an der rechten Seile der Klagemauer bleibt während der jüdischen Feiertage geschlossen. Auch wurde den Arabern verboten, Ihre MauU.ieic an der Klagemauer vorbei zu treiben, wie sie dies an jüdischen Feiertagen in früheren Jahren zu tun pflegten, Ueberhar.pt wurde jeder Durchgangsverkehr an der Klagemauer während der jüdischen Feiertage verboten. Der Marsch der Truppen, die Feldküchen und Munitionskisten mit sich führten, zur Klagemauer lockte große Menschenmassen aus den Häusern, auf die Straßen, insbesondere auf die zur Altstadt führende Jaffa-Straße. In der Luft kreuzten mehrere Aeroplane. Es war offenbar Absicht der-Regierung, die militärische Kundgebung so eindrucksvoll ,wie möglich zu gestalten. Der Gottesdienst an der Klagemauer zu Rosch Haschanah ging in vollständiger Ruhe vor sich. Der Gouverneur von Jerusalem, Major Keith Roach, und der Befelshaber der Palästina-Polizei wohnten der Eröffnungsandacht bei. In der Nähe der Klagemauer war eine Telephonstation angebracht worden, bei der ein Polizeioffizier stand, der die Lage ständig beobachtete. Rosch Haschanah-Gruß des Präsidenten Hoover New York, 7. Oktober. (J. T. A.) Der Präsident der Vereinigten Staaten^ Herbert Hoover hat durch die Jüdische Telegraphen-Agentur einen Gruß an d**e amerikanische Judenheit aus Anlaß des jüdischen Neujahrs ergehen lassen. Das Neujahrsfest des Judentums, heißt es in der Botschaft des Präsidenten, ist allen Bürgern unseres Landes ein willkommener Anlaß, mit Bewunderung und Dankbarkeit an die vom ganzen Herzen stammende Loyalität und die hochgesinnten Ideale des jüdischen Teiles dar Bevölkerung zu denken. Ich beglückwünsch« Sie nicht allein zu diesen für unser bürgerliche« Leben so wertvollen Eigenschaften, sonder® auch zu ihrer unentwegten Politik zur Förderung der gegenseitigen Achtung unter den Nationen, die immer mehr. Fortschritte macht.;