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Die Stimme · 1929-10-03 · Heft 94 (3.10.1929) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 94 (3.10.1929)
Date
1929-10-03
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
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Nr. H DIB STIMME Seite- 15 Glückliches Neujahr! raisa nitb1? Bezirksrat NORBERT RAPAPORT and Familie wünschen allen Gesinnungsgenossen, Freunden und Bekannten ein glückliches Neues Jahr! Dir. ARTUR SCHÖNFELD und Frau I., Stock im Eisen 3 gratulieren allem Verwandten und Bekanntem herzlichst zum Neuen Jahre! Hutfabrik STERNBACH & CO. # XV., Löhrgasse 10 gratuliert allen Kunden und Freunden zum Neuen Jahre!! Dr. RICHARD WAGNER und Frau XIII., Gloriettegasse 12 a gratulieren allen Verwandten und Freunden herzlich zum Neuen Jahre. Dr. ARTUR REIK und Frau 111., Bechardgasse 10 gratulieren allen Verwandtem und Bekannten herzlich st zum Neuen Jahre! MEIER SCHREIER und Frau IX., Wasagasse 21 gratulieren alten Verwandten und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahre! Dr. MAX STERNSCHUSS Groß-En-zersdorf bei Wien gratuliert allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen Jahre! f Rechtsanwalt Dr- WILLY WEIDMANN I., Petersplatz 7 gratuliert allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen Jahre! Dr. HEINRICH ROBINSOHN und Frau entbieten allen Verwandten, Bekannten um-d Stanisla-uer Freunden die besten Wünsche zum Neuen Jahre! LEOPOLD SCHRECK und Familie IX., Porzellangasse 45 wünschen allen Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches Neujahr! Dr. MOSES STöCKL I., Schwertgasse 4 gratulieren allem Verwandten und Bekannten herzlichst zum Neuem Jalrre! Dr. GEORG und MARGIT WEINER gratulieren allen Verwandten, Freunden und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahrei OSKAR ROSNER samt Familie, I., Adlengasse 2 gratulieren allen Verwandten und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahre! HERMANN SCHWARZ und Frau VII., Halbgasse 2 gratulieren allem Verwandten und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahre! SIGMUND STUPP und Frau I., Rotenturmstraße 27 wünschen allen Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches Neujahr! Kultusrat MOSES WEINER und Frau IX., Servitengasse 13 gratulieren allen Verwandten und, Freunden herzlich zum Neuen Jahre. Dr. ROSNER, Badearzt, Pistyan, C. S. R. wünscht allen Freunden, Bekannten und Verwandten ein glückliches Neujahr! Dr. M. SELZER und Frau XVIII., Gentzgasse 115 gratulieren allen Verwandten und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahre! ADOLF SÜSS und Frau I.. Rudolfsplatz 6 gratulieren allen Verwandten und Freunden herzlich zum Neuem Jahre. Wäschefabrik Brüder Weinstock I., Morzinplatz 1 wünscht allen Kunden, Freunden und Bekannten roiö nöwn ny>ra Familie Dr. DAWID ROTHBLUM 1„ Bräunerstraße 7 gratuliert allen Verwandten u. Freunden herzlichst zum Neuen Jah-re! JACQUES SINGER und Frau I., Biberstraße 14, gratulieren allen Verwandten, Freunden und Gesinm-un-gsgehossen zum Neuem Ja,hre!; Ingenieur ERNST TAUB und Frau Wien, 11., Obere Donaustraße 81 .gratulieren allpn Freunden und Verwandten aus Anlaß des bevorstehenden Jahreswechsels herzlichst. SAMUEL u. SALOMEA ROTTENBERG gratulieren allen Verwandten, Freunden und Gesinnungsgenossen zum Neuem . Jahre! JOSEF SINGER und Frau II., Taborstraße 25 wünschen allen Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches Neues Jahr! LÖBEL TAUBES und Familie wünschen allen Gesinnungsgenossen, Freunden und Verwandten herzlichst ein glückliches Neujahrl S. WEINTRAUB und Frau XX. Wolfsaugasse 9 wünschen allen Freunden, Bekannt.n und Verwandten glückliches Neujahr. Farn. Dr. DAGOBERT RVBACZEWSKI entbietet allen Freunden, Verwandtem und Bekannten die besten Wünsche zum Jahreswechsel! MOSES SINGER und Frau II., Zrrkusgasse 36 gratulieirem allen Verwandten, Freundem und Bekannten zum Neuen Jahre! Dr. ISRAEL TAUBES und Frau Berlin-Steglitz. Pöschingerstraße 20 gratulieren allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen Jahre. Allen Freunden'und Gehinmungs* genossen wünschen ein ■ naiö.nöwi m>ra Gerson W ittli n u. Frau Dr. SAMUEL RUSS samt Familie, XXI., Kretzgasse 8 gratulieren allen Verwandten und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahre! LEOPOLD SITZMANN und Frau XVI., Bron-nergasse 41 gratulieren allen Verwandten und Bekannten . herzlichst zum Neuen Jahre! HERMANN TROPP und Frau Wien, II.. gratulieren allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen. Jahre! EPHRAIM SCHIPPER und Frau 1., Trattnerhol gratulieren allen Verwandten und Bekanntem herzlichst zum Neuen Jahre! Dr. SIGMUND SONDERLING und Frau XIII., Tillgasse 14 gratulieren dien Verwandten und Be- . kannten herzlichst zum Neuen Jahre! S. ÜBERALL und Fräu XVIII., Haokenberggasse 13 gratulieren allen Verwandten und Freunden herzlich zum Neuen Jahre.; Dr. CH. WOLFMANN und Frau gratulieren allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen Jahre. Dr. ABRAHAM SCHMERLER und Frau II., Taborstraße 1 gratulieren allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen Jahre! NATAN SPINDEL und Frau 11., Heinestraße 3 gratulieren allen Verwandten und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahre! Kultusrat Josef H. Waltuch und Familie entbieten allen Verwandten, Freunden und Gesinnungsgenossen . rniö rrnim nym MICHAEL ZIPPER und Frau XX., Klostern-eubur-gerstraße 22, wünschen allen Kunden, Verwandten und Bekannten ein glückliches Neujahr! SALO SCHMERLER und Frau IX., Seegasse 12 gratulieren allen Verwandten und Bekannten hemzlichst izuim Neuen Jahre! PAUL STEIN und Frau . XVII., Rosensteingasse 86 gratulieren allen Verwandtem und Bekannten herzlichst zum Neuen Jahre! MAX ZUCKERMANN und Frau II., Rotensterngasse .10 wünschen allen Kunden, : Verwandten und Freunden ein glückliches Neujahr. Wie schaut heute Jerusalem aus Eine Stadt hinter der Front Der bekannte holländische Publizist Pierre von Paassen, der sich im Aufträge der Jüdischen Telegraphen-Agentur nach Palästina begeben hat, gibt folgendes Bild des Jerusalem von heute wieder: Die Atmosphäre ist die einer Stadt hinter der Front; wie sie etwa 1914 in den Städten Frankreichs und Flanderns herrschte: mit Flüchtlingen aus den Gefahrenzonen überfüllte Schulgebäude, mit Verwundeten überfüllte Spitäler, Mobilisierung der gesellschaftlichen Nothilfe, Eskortier-ung von Gefangenentrupps. Von Panik ist, aber nichts zu spüren. Die Judenheit Jerusalems wie des gesamten Landes ist von unerschütterlichem Mut beseelt und entschlossen, in dem Aufbau des jüdischen Nationalheims nicht zu rasten. Der Eindruck eines Kriegszustandes wird erhöht durch das Brüllen und Surren der Motore und Propeller der britischen Kriegsflugzeuge, die zeitweilig -sogar den Vielklang und Mißklang des Basars übertönen. An allen Ecken, wie auf den Plätzen, in den Kaffeehäusern, khakibekleidete Tommies und Blaujacken. Kuriere auf Motorrädern rattern durch die Straßen. Beflaggte Stabsautos jagen hin und zurück. Infanteriepatrouillen ziehen noch immer neue Posten ins Land hinein. Wachtposten mit aufgepflanzten Bajonetten bewachen die Zugänge zu den Heiligen Stätten: Klagemauer, Omar-Moschee, Heiligengrab- Basilika u. a. m. An den Wänden kleben Befehle und Proklamationen. Um 9 Uhr abends setzt das Vespergeläute ein. Von dieser Stunde an herrscht in Jerusalem Grabesstille, die nur unterbrochen wird durch den metallischen Schlag der kommenden und gehenden Posten. Gegen Sonnenaufgang erwacht Jerusalem bei ejnem unheimlichen Tongemisch des Gesanges d-ftr Jüdistfke fitem! Häuft fdmlbüther f für Eure studierenden Kinder im Antiquariat Ifervnann (fuctkner Wien, II., Große Stadtgutg. <, Ecke Taborstr. 52 Telephon Nr. R41-4-20 Sehr mässlge Preise, Verzeichnisse umsonst &vöfltes Xage* «nIHiiiaf. SMcftov Muezzin und des Schmetterns der Militärtrampeten. Die jüdischen Läden in der Altstadt sind wieder geöffnet. Auch die arabischen Obstverkäufer sind im Basar auf ihren Posten. Es .entgeht .aber deni Beobachter nicht, daß Boykott noch Parole des Tages ist. Um 5 Uhr nachmittags sind die Obstbestände der arabischen Händler hoch aufgeschichtet, während sie früher schon um die Mittagsstunde a-usverkauft zu sein pflegten. Die sorgenvollen Gesichter der Kaufleute sprechen eine deutliche Sprache. Doch werden schon Straßen und Märkte von Pilgern und Touristen aus Europa und Amerika belebt. Jeden Tag treffen neue Touristen ein. Die Flüchtlinge in ihren beengten Behausungen haben -sich den Verhältnissen angepaßt. Es herrscht Disziplin und peinliche Sauberkeit. Die Verteilung der Nahrungsrationen klappt sehr gut, die gesundheitlichen Einrichtungen sind mustergültig. Yemenitische Juden aus Siloam und Juden aus Dörfern in der Nähe von Jerusalem weigern sich, in ihre. Heime zurückzukehren, bis nichj ihre arabischen Mitbürger die Garantie für ihre Sicherheit übernehmen. Ein ehrwürdiger Rabbi erklärte, die Propaganda unter den Arabern sei .erbarmungslos, in seinem Heimatdorfe wurden die Araber von den Agitatoren getadelt, weil sie ihrer Mörderpflicht nicht Genüge getan haben und die luden fliehen ließen.

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