Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 93 (26.9.1929)
- Date
- 1929-09-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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ii V. b. b. Preis 35 Groschen Zeitung vom Verleger versendet Journal expeiK* l’*#1''''“ Abonnementpreis©: Jüdische Für Oesterreich: Monatl. S 1.50, viertelj. S 420, ganzj. 16.— / Deutschland: Monatl. Goldmark 1.—, viertelj. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—, vierteljährlich Dinar 40.— Ertchielni Itiedtem Ronnrerstag diedu&tion und Jldministration: 'Wien, 1dinufkensteimgasse V — deh R 26-3 S4 Polen: MonatL Zloty 2.30, viertelj. Zloty 6.50 / Ungarn: Monaitl. Pengö 1.50, viertelj. Pengö 420 / Rumänien: Monatl Lei 45.—, viertelj. Lei 125/— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl. Belga 2.—, viertelj. Belga 5.— / Uebriges Ausland: Monatl Schweizer Franken 1.50 2. Jahrgang Wien, 26. September 1929 (21. Elul 5689) Nummer 93 Der Aufbau und die Ein Wanderung gehen weiter Von der Jüdischen Telegraphen-Agentur erhalten wir heute, den 25. September, 12 Uhr mittags, auf telephonischem Wege folgende Nachrichten: piiiig PrHlUraiKfg Vrofi. fiSrooiedzkus «**i die Presse iil»er die Untierretf wgig Weixmonn-Pfincdonald Präsident Weizmann hatte, wie bereits bekanntgegeben, eine Unterredung mit dem Premierminister Macdonald. Ueher den Verlauf dieser Unterredung informierte Prof. Brodetzky die Vertreter der Presse, denen er erklärte: i Die zionistische Exekutive fordert Sicherheit für die Juden in Palästina durch angemessene Vertretung der Juden in der Polizei- und Grenzmacht. Treue Zusammenarbeit zwischen der britischen Administration in Palästina und der Jewish Agency bezüglich der Durchführung des Mandates wird verlangt. Weiter verlangt die Exekutive die Ermöglichung einer großen neuen Einwanderung und Kolonisation. Prof. Brodetzky betonte, daß die Unterredungen mit Paßfield und Macdonald die Hoffnungen auf den Erfolg des jüdischen Nationalheimes gestärkt haben. Eine neue Aufbautätigkeit wird mit verdoppelten Kräften in Angriff genommen werden. Dagegen sind die von Jabotinsky gestellten Forderungen undurchführbar. Für den Palästina-Nothilfsfonds wurden bisher 300.000 Pfund gesammelt. Ans diesem Fonds werden den geschädigten Juden in Palästina Anleihen gegeben werden, wobei aber von der zionistischen Exekutive die Forderung gestellt wird, daß die Regierung nachträglich diese Beträge ersetze. Es besteht berechtigte Hoffnung, daß diese Forderung erfüllt wird. Ein fttdisdter Wttcfintier ersclaosseii Gestern wurde der Wächter der Kolonie Kfar Jeladim (Kinderdorf) von Arabern überfallen und erschossen. Er {unterläßt eine Frau und drei Kinder. Militärabteilungen wurden nach Kfar Jeladim dirigiert, um die Kolonie vor weiteren Ueberfallen zu schützen. Hölie der SclaHden Die Hebroner Jeschiwa hat einen Schadenersatz von 60.000 Pfund verlangt, darunter je 2000 Pfund für jeden Getöteten, mit A:i? ilime der amerikanischen und litauischen Staatsbürger. In Haifa verlangen die Juden einen Schadenersatz in der Höhe von 50.000 Pfund, CfinalwasiBKn latacfim Ptulüstiina 76 Chaluzim aus Warschau und Danzig haben den Weg nach Palästina angetreten. Es ist bereits die dritte polnische Gruppe seit Beginn der Unruhen. Der GroftmuUi l»escfia«il«fiä^ti Efirastiein und Plelclaetiti? Der Großmufti behauptet, daß Albert Einstein und Lord Melchett die Schuld an den blutigen Ereignissen in Palästina tragen. ffreiis WcerDuartils Spende Frau Frieda Warburg (die Gattin des Felix Warburg) hat 50.000 Dollar für das Unterrichtswesen in Palästina gespendet. Koufis-PVarslBmll-Getliiclatiiattsfomdi Julius Rosehwald hat für den Louis-Marsh all-Gedächtnisfonds eine halbe Million Dollar gespendet. Der Betrag ist für das jüdisch-theologische Seminar bestimmt. Das äeirtaenbegäiaftgjitis ftouls I*lar§halls (Kabeltelegramm der „Stimme“.) New York, 24. September. Heute fand hier das Leichenbegängnis des verstorbenen Führers Louis Marshall statt. Im Imanuoltempel waren 8000 Trauernde versammelt, darunter die Elite des amerikanischen Judentums. Als Bahrtuchhalter fungierten Rosenwald, Cyrus Adler, Warburg, der gewesene Gouverneur Smith und Dressier. Abteilungen von Schomrira in Uniformen flankierten den Tempel. Als sich der Leichenzug in Bewegung setzte, mußte wegen der Massenbeteiligung der Bevölkerung der Straßenverkehr gestoppt werden. Die Beerdigung fand am Sa^eutMed' hof statt. Es wurden keine Grabreden gehalten. ‘•