Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1929-05-09 · Heft 71 (9.5.1929) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 71 (9.5.1929)
Date
1929-05-09
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/3053752-3053805-3053823--1019-3056338
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Seflfe 10 DIE STIMME Nr. 71 Gott der Rache Der Naturalismus der Jahrhundertwende hat mit großer /orliebe die dunkle Unterwelt an die Oberfläche und Oberflächlichkeit feiner konfektionierten Milieufchilderungen gezerrt. Die Freudenhäufer wurden nach Trauerfpielmotiven abgefuche und in den Vcrbrecherfpelunkcn aller Länder machten Literaten Razzien auf „geläuterte" Zuhälter und Mcfferhelden, die nunmehr das Erlöferhandwerk erlernten und es in der Literatur ausübten... So entftand auch Schalom A f ch* „Gott der Rache", deffen Unterweltcxotik heute reichlich verblaßt iß. Der jüdifche Bordcllwirt Jankiel Schapfchowicz, der einen trennenden Strich ziehen will zwifchcn feiner florierenden Unterwelt, wo man auf ihn geht, und der Oberwelt, wo feine einzige Tochter in Reinheit heranwachfen foll — er ift der typifchc Literaturbüßer des naturaliftifchen Theaters, und die Thorarolle, die er glcichfam als Ifolicrband zwifchen dem „Oben" und „Unten" feines Lebens zu mißbrauchen verfucht, fchrieb ihm Afch auf den Leib, um die inneren Blößen und Lücken diefer Problemgcftalt mit einem wirkfamen Bühnenrequifit zu verhüllen... Regie und Aufführung der „Jüdifchen Künftlerfpiele“ waren in den beften Szenen recht mäßig. Herrn Fifchfohns Bemühungen um die Darftellung des Jankiel arteten im dritten Akt in üble, geräufchvolle Mätzchen aus, die unangenehm und ftörend wirkten. Gute Lciftungen boten eigentlich nur die Epifodiften Sigall und Iris. Aber auch die Damen Pcrelmann, Meifels, Deutfeh, Weintraub, Iris, Zaflawskaja und Herr Breitmann konnten ftellenweife dem Publikum gefallen. mg. Renaissancebühne: «Juiiska». Ein Ragout, das wiir schon des öfteren unter anderer Etikette genossen haben, das uns a/ber die F e d a k Sari immer wieder mundgerecht zu servieren weiß. — Walzer und Csardas, ein ungarischer' Guthof mit Schweinderln, ein österreichischer Aktenhofrat, magyarische Nationaltrachten, der Sacher, Zigeuner und der leibhaftige LeopoMi. Oesterreich — Ungarn —t das Herz könnt’ einem brechen, daß diese alte Firma auseinandergehen mußte. Aber die Fedak leimt sie uns wieder aut die Dauer von vier Bildern zusammen. Glaubhaft jung und, sieghaft rassig sprühen wieder alle ihre Register. Rustikale Derbheit, scharmante Schmissigkeit, vornehmes Damentiim, prickelnde ToHaunigkeit und die Anmut eines verliebten Frauenherzens. — Wie sie zur Abwechslung das nächstemal heißen wind, wenn sie wiederkommt, wissen wir.noch nicht. Aber eines wissen wir: daß Name und: Komödie nur die Staffage für diesen wirbelnden Mittelpunkt bilden und daß das Mousseau dieses Bühnenblutes unversiegbar ist. —r. Konzert jüdischer Musik Der „Verein zur Förderung jüdifcher Muli k“ gab gemeinfzm mit dem Wiener jüdifchen Getang-' verein ein vielbeachtetes Konzert, das einen großen Erfolg < zu verzeichnen hatte. Die Frage der jüdifdien Mufik ift noch. froblem. Faft alles, was wir bis jetzt an fogenanntcr jüdifcher Mufik haben, ift mehr oder minder gut europäifche, deutfehe,: flawifdbc, romanifche oder auch orientalifche Mufik, die von einem undefinierbaren jüdifchen Tonfall und innerem Rhythmus durchzogen ift. Und diefer — fo vor allem der charakteriftifche. übermäßige Moll-Schritt — ift weit davon entfernt, für das Urjüdifche in der Mufik typifch zu fein. Kr ift es vielleicht nur für die Tonfprachc, wie fie fich im O ft e n als Verbindung von flawifchen und jüdifchen Elementen ergeben hat. Szaminfkys ,31 jibneh Hagalil“ für gemachten Chor fpricht eine neue, gefunde Sprache in Dur. Die Tanzmuliken Und Gefänge, die in dem jüdifchen Paläftina fchon entftanden find, atmen die gleiche Luft wie diefer Chor. Erdfteins, .Peflachlicd“, ein babylonifches Volkslied, ift eine dumpfe •rientalifchc Singfangmonotonie, in Gott ergeben und gedrückt. Achron-Dzimitrowfkys „Canzonetta“ ift ein fchön gefetzter Chor, der fich über einer harten, aber anmutigen melodifchcn Grundlage emporrankt. Dann Dzimitrow- (k y s „In a kleinem Stübele“ — eine reizende Kompofition von großer Chorwirkung. M i 1 n e r s Pfalm XIII und Mufforgfkys ,Jofua“ find zwei bewährte Stücke des Jüdifchen Gefängvcrcincs, über die hier fchon berichtet wurde. Nicht fehr einleuchtend ift es, warum gerade Caftelnuovo-’ Tedescos „Tänze des Königs David“ auf dem Programm ftanden. Eine effektvolle Klavierkompofition, keineswegs erfchtitternd, für unfer Gefühl völlig unjüdifch. Ihr kam Prof. Wolffohns hervorragendes Klavierfpiel zuftatten, das dann in einer eigenen Klavierparaphrafe über ein bekanntes jüdifches Volkslied das Publikum begeifterte. Von dem jungen Ifrael Brandmann hörte man drei hübfehe Lieder für eine Sopranftimme und Klavier auf Bialik- und Tfchcrnichow* Iky-Tcxtc, denen Thea Gottlieb eine glänzende Interpretin war. Schließlich hörte man als Uraufführung Achrons Elegie für Streichquartett zum Andenken an den eigentlichen Begründer der jüdifchen Mufik Joel Engel. deffen bekannte Bühnenmufik zum „Dybuk" ebenfalls gefpielt wurde. Achrons Elegie, in düftertem Moll gehalten, ift ein ergreifender Traucrgefang auf Engels Tod. Der jüdifche Gefaqgverein unter Chormeifter Dzimitrowikys anfeuernder Leitung zeigte künftlerifche Difziplin und ein beachtliches Maß von Können. Es war ein großer Erfolg für das Programm und alle Mitwirkenden, wobei des. vorzüglichen Quintetts Elfe Stein, Brandmann, Fuchsgelb, Stutfchewlky, Levitu» nich$ vergeben werden Wl» Gideon. i Konzert des zionistischen Jugendverbandes Am 20. April fand ein jüdisches Konzert statt, das vom Zionistischen Jugendvertvand veranstaltet und vom Jüdischen Gesangverein in liebenswürdiger Weise durchgeführt wurde. Jüdische und deutsche Lieder jüdischer Komponisten, zwei Cellovorträge Joachim Slutschewskys, die Kindersuite von Achron füllten das Programm und landen ungeteilten Beifall bei dem jugendlichen Publikum. W. S. Lion Feuchtwangcr in Paliftina. Dr. Lion Feuchtwanger, der berühmte deutfehe Romanfchriftftellcr und Dramatiker, deffen Roman „Jud Süß" eines der erfolgfeichftcn Bücher auf dem internationalen Literaturmarkt geworden ift, ift in Paläftina cingetroffen, wo er fich dem Studium des Landes und der jüidfdien Aufbauarbeit widmen will. Mcndelsfohn-Feier in Dcffau. Aus Deffau wird gemeldet: Die Zweihundertjahrfeier des Geburtstages von Mofas Mendelsfohn, der am 6. September 1729 in Deffau geboren wurde, wird von feiner Vaterftadt in würdiger "Weife begangen werden. Geplant find öffentliche Feiern fowie eine Mendelsfohn- Ausftellung. Der hebräifche Ueberfetzer Heines geftorben. In Korfowka, Litauen, ftarb am Pcffach im Alter von 39 Jahren Zwi Jofef Pfcferman, der hebräifche Ueberfetzer Heines und Homers. Die Ueberfetzungen erfchienen im Jahre 1913 im Verlage Tufchijah. Umwandlung der hebrätfehen Schrift ins Arabifche. Die arabifche Zeitung „Sart-cl-Muftakim" veröffentlicht einen Artikel, in welchem auf den Verfuch von Ben Awi, lateinifche 1 Sdiriftzeichen für die Propagierung der hebräifchen Schrift zu verwenden, Bezug genommen wird, Der Verfafier des Artikels fchlägt als weit logifcher und nützlicher vor, die hebräifche' Schrift ’ durch die arabifche zu erfetzen, da die arabifchen Schriftzeichen der femitifdien Ausfpradie viel adäquater feien. Das Hebräisch-Jüdische Konzert des bekannten Sängers J. Sega!-Rosenbach (Tenor) findet am 7. Mai d- J., um 8% Uhr abends im Festsaal des Industriehauses, I.,' Sohwarzetnbergplatz 4, statt* Mitwirkend: Quintett-Ensemble (Jüd. Kammermusik). Karten: Buoh- .Handlung Löwit, I., Rotenturmstraße 22, und Buchhandlung M. Rath, II., Taiborstraße 20a. Eine Jiddische Wochenschrift in Palästina. Der Klub jiddischer Schriftsteller und Journalisten in Tel Aviv hat mit der Herausgabe eines wöchentlich erschenenden 1 Journals in jiddischer Sfcraohe begonnen. Die Hebräisten-Kreise wehren sich gegen die Einpflanzung von jiddischer Sprache und Kultur in Palästina, und betrachten dieses Unternehmen als eine Provokatiön des hebräisch sprechenden Jischww. Jubilaumsband der «Hatekufah». Soeben erschien im Verlag A- J. Styh.el, Berlin, Band 25 der bekannten 1 hebräischen Sammelschrift «Hatekufah» (Die Epoche). Der j Band enthält Dichtungen von Rabinowitz, Temädn, Freiger-' son, Tsohernikowski, Hasas, Schlanger-Mohr und Grünblatt, Rähel Schoham, Wolpawsky, Blischerwa, Bath-Mirjam, Baibly und Saul Tschemikowski. Hervorzuheben ist die Horaz-Uebersetzung von Friedmann; weiter* wird die Leibnitz’sche Monadologie in hebräischer Uebersetomg wiedergegeben. An wissenschaftlichen Abhandlungen sind zu verzeichnen: «Religion und Politik in der Geschichte Israels» von Dr. Kafczenelson; «Die Eigennamen in der Bibel» von Herschberg, «Die Karäer ln Polen» von Professor Balaban. In der Abteilung Kritik gibt Nahum Sokolow eine Würdigung des verstorbenen Forschers Jechiel Bornstein. Der Maler Prof* Pasternack veröffentlicht Erinnerungen an Tolstoi. M. Kleinmann bringt eine Würdigung des hebräischen Dichters S. Sohneur. Ben-A/mi schreibt über den bekannten Schriftsteller der Haskalah, Kalman Schulmann. Burla schreibt über neuarabische Literatur. Neues Jüdifches Theater (II., Praterftraße 60). Von Freitag bis Sonntag Erftaufführung des vieraktigen Lebensbildes „Dem Tatens Geliebte" von Leo Kobrin, Mufik von M. Kreindler. Montag gefchloffen. Dienstag, den 14., „Die erfte Liebe“. Mittwoch, den x j., „Zipkc Feier". Donnerstag gefchloffen. „Jüdifche Wochcnpoft.“ Seit einiger Zeit find hier in gewiiTen Krcifen Vorbercitungsarbeiten im Gange, um ein jüdifches Wochenblatt — „Jüdifche Wochcnpoft“ genannt — in jiddifcher und deutfeher Sprache herauszugeben. Der deutfehe Teil des Blattes foll für jenen Teil der Leferfchaft beftimmt fein, der des Jiddifchen unkundig oder dasfelbe nur mangelhaft beherrfcht. Die „Jüdifche Wochcnpoft" wird im Spätfommer zu erfcheinen beginnen. Zehn Jahre „Oftjüdifchc Zeitung". Die Czernowitzer „Oiljüdifche Zeitung" feierte jüngft ihr zehnjähriges Jubiläum. Das Mms-ikhaus Excelsior, Wien, I., Adlergasse 5, Telephon R-23-4-90, hat schon seit jeher dem Genre des jüdischen Gesanges seine besondere Aufmerksamkeit zugewendet und sind gerade in letzter Zeit viele Neuerscheinungen in jüdischen, hebräischen, russischen und rumänischen Platten zu haben, Die neuen Kataloge liege« zum Teil schon auf und werde« auf Wunsch jedermann gratis zugesandt. E Der hebräische Schriftsteller Schwartzberg gestorben Der hebräische Schriftsteller S. B. Schfwarteberg ist soeben in New York verstorben. Ein Ehrenbuch de« Keren Kajenteth Der Keren Kajemeth hat in den letzten Jahren ein eigenes Ehrenbuch: Pi n k as, angelegt, in das anläßlich der Landeskonferenz diejenigen Personen und Gruppen eingetragen werden, die sich im Geschäftsjahre Verdienste um den Keren Kajemeth erworben haben. Die Eintragung enthält nicht bloß den Namen der Gruppe, respektive des einzelnen Mitarbeiters, sondern auch die Darstellung seiner Leistungen. Gelegentlich Von Literaten Der wohlhabende Bankier, dem feine Tochter täglich zufetzt, daß er doch den jungen Dichter, der fie heiraten will, perfönlidi kennenlerne, fragt nun den Kandidaten nach feinen Verhältniffen aus und fchließt mit der Hauptfrage: „Ja, können Sie denn auch eine Frau ernähren?" Prompt antwortet der Dichter: „Wenn fie Geld hat — warum nicht?“ Ein Wiener Literat, der vor kurzem nach Berlin überfiedelt ift, erzählt eines Tages im Romanifchen Caf£: „Berlin ift irrfinnig teuer. Hier 2ahle ich für eine Taffe Kaffee lechzig Pfennige. Im Wiener Herrenhof koftet fie nur fechzig Grofchen, alfo fünfunddreißig Pfennige". — Warum find Sie dem* ianc nicht im Herrenhof in Wien geblieben?" fragte Marcos. „Ja, wo foll ich denn die fechzig Grofchen dazu hernehtmn?“ # Peter Altemberg saß einmal mit einigen Literaten int Ca»f6. Sie hatten alle kein Geld und Iießon die Köpfe hängen«. Da kommt Jtisüzrat R., der sich gern mit Journalisten und Literaten sehen ließ. Er ahnte die Not, griff in die Westentasche und sagte nobel, um den armen Teufeln die Annahme eines Geldgeschenkes zu erleichtern: «Meine Herren, Sie waren so liebenswürdig, mir kürzlich jeder zehn Kronen zu leihen. Ich freue mich, sie Ihnen heute zurückgeben ziu können,» und legte jedem zehn Kronen awf den Tisch. Da stand Peter Altenber.g aiuf und sagte mit eisernem Gesicht: «Verzeihung, Herr Justizrat, von mir hatten Sie sich doch zwanzig Kronen geWebem!» der letzten Landeskonferenz, die am 13. April stattgefunden hat, wurden folgende Personen und Gruppen eingetragen: Gruppen: «Erez Israel»; «Brith Hamischmär» (Leo Chometh); «Gordonia» (Erna Haber); «Haschomer Hazair»; «Brith Trumpeldor» (Oskar Weiß); Z. M. V. «Jedidäa»; Leoben (Simon Gewing); Linz; «Makkabi-Hazair» (Karl Hirschfeld); «Wizo» (Frau Rebekka Weiner, Frau Ajalah Tartakower, Frau Sophie Löwenherz, Frau Rosalie Leser, Frau Rosa Andermann, Frau Helene Adler, Frau.Dora Brandeistein, Frau Fanni Wurmbrand); «Zirenu» (Jakob Zehner); Krems «Brith Hanoar Hamisrachi». Einzelpersonen: Ing. Josef Adler, Innsbruck; Salomon Oberländer (Sektion IV/v); Rudolf Gewing, St. Pölten; Bernhard Grünhut; Simon Gaspard (Sektion III); Jakob Deresiewicz; Frau Sala Hirschhorn; Salomon Picker; Frau Dora Schwarz, Salzburg; Dr. Gottlieb Stern, Perchtoldsdorf; Bernhard Steinklein (Verband demokratischer Zionisten); Fräulein Martha Lifschütz; Paul Kawinar-Köser; Kurt Schwarz, Innsbruck. * Der Keren Kaiemeth erinnert alle Glaubensgenossen, den «Muttertag» zu Baumstiftungen im Chajes-Walde zu. benützen. Die Spenden werden unter «Muttertag» speziell ausgewiesen werden. Diplome werden gleich bei Bestellung.ausgeführt. Als erste spendete Frau Frieda Haber auf den Namen ihrer verstorbenen Mutter, Susanne Lag stein, einen Bäum im Chajes-Walde. Ehrung eines Rabbiners St. Pölten* Der Buhdesminifter für Unterricht hat mit Erlaß vom 15. April dem Oberrabbiner Dr. Adolf Schächter „in Würdigung feiner hervorragenden Verdienfte als Lehrer und Erzieher" den Titel „Profcfför“ verliehen. Egon Klinger gestorben Mittwoch, 17. April, verschied nach kurzer Krankheit der Mittelschüler Egon Klinger, Mitglied der Z. M. V. „Jedidäa“. Der Verblichene widmete besonders seine Kräfte der Keren Kajemetli-Arbeit. Er war Keren Kajemeth-Kommissär seiner Verbindung sowie des Kahmonverbandes der zionistischen Mittelschüler. An seiner Bahre sprach der Direktor seines Gymnasiums, der hervorhob, daß die Liehe zum jüdischen Volke und zum jüdischen Lande das Zentrum des Lebens des Verblichenen gebildet habe. — Seine Verbindung stiftete einen Garten im Chajes-Walde a. N. des Verewigten. Der Dramatiker Z. Kornblüth gestorben Dieser Tage starb in New York der jüdische Dramatiker und Publizist Z. Kornblüth. Er war «Mitglied des Redafci tion-sstabes der großen New Yorker jüdischen Tageszeitung «Vorwärts». Dr. Arnold Örod-Garteti Freunde und Bekannte des unlängst verstorbenen Doktoe Arnold B r od haben beschlossen, auf den Namen des Verblichenen einen Garten im Chajes-Walde zu errichten. Ate erster Betrag sind 12 Bäume «gespendet worden. Die Sederabende der jüdischen Studenten Wie alljährlich, fo veranftaltcte auch in (liefern Jahre -die „Mcnfa acadcmica judaica" dank der Hochherzigkeit ihrer Gönner zwei Seder-Abende, die den teilnehmenden Studenten, raeift Opfer der . Numerus-clauftu-Politik in Ungarn,, Rumänien und Polen, die . Fcftcjfrcude des Elternhaufes voll und ganz erfetzten. Den Seder gab in vorbildlicher Weife Prof efför Sonntag. Audi das Sedcrmahl war geeignet, Feftesftimmung in die Reihen der Teilnehmer zu bringen. Die Leiterin der Menfa, Frau Helene Kanitz, wurde von den Studenten oft aklclamiert und mit Dank überfchüttet. Es folgten fodann Anfprachen des Obmannes des Kuratoriums, Obermedizinalm Dr. Laub, Prof. Sonntags und des Kuratoriumamitgliedes Herrn Schlöfinger. Namens der Studentetifchaft dankte Her# Wann dem Auditorium, dem Sedergcber Prof. Sonntag und der Menfaleiterin Frau Kanitz für die gelungenen Abendei die bei jedem Teilnehmer den nachhaltigftcn und heften Eindruck hinterlaffcn mußte. .,1 ... 1 ,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.