Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 69-70 (25.4.1929)
- Date
- 1929-04-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Preis 35 Groschen 1V. b. h. Journal ckpedM par rMfteor Abonnementpreise: Pör Oesterreich: Monatt S 1J50, viertel]. E 4.20, ganz}. 16.— / Deutschland: Monatl. Goldmark 1.—, viertel]. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—, vierteljährlich Dinar 40.— 2. Jahrgang Wien, 25. April 1929 (15. Nissan 5689) Nummer 69/70 Jüdisdhe Zeitung Endielnt Donnerdafl iftedsiJWiOYi und JULmtnimtwatUm: Wie**, I.. ^tauAensleindasse V — (Tel. Kt 20-3-S& Polen: Monatl. Zloty 2.30, vierte^ Zloty 6.50 / Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, viertelj. Pengö 420 / Rumänien: Monatl. Lei 45.—, viertelj. Lei 125.— / Bulgarien: Monatl. Lewa 30.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl. Befga 2.—, viertelj. Belga 5.— / Uebriges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 Der Delegiertentag der österreichischen Zionisten Eröffnungssitzung — Referate Dr. Goldhammers und Dr. Frledmanns — Bericht über die Tätigkeit des Zionistischen Landeskomitees — Generaldebatte — Wahlen Was am dom diesjährigen zionistischen Delegiertentag in besonderer Weise auf fiel, war der wohltuende Mangel an Pathos, die Ersetzung des Zeremoniellen durch das Sachliche, das gleich in der Eröffnungssitzung deutlich zum Ausdruck kam. Leere, dekorative «Schötireden» wurden auf diesem Delegiertentag nicht gehalten. Vielleicht ist da die spektakelihungrige «Galerie» nicht ganz auf ihre Rechnung gekommen. Der Emst aber und die Würde des Delegiertentages wurden durch diese nüchterne und phrasenfreie Berätuhgsart, die schon in der Eröffnungsrede des Präsidenten des Zionistischen Landeskomitees »ff Erscheinung trat, nur erhöht. Nach einer Begrüßung der Gäste des Delegiertentages, insbesondere des Rabbiners Dr. Feuchtwang, des Vertreters der Zionistischen Exekutive, Dr. Bloch, der Repräsentanten der Transsylvanisohen Organisation Bela Sekely und Ladislaus Abraham, des Vertreters der zionistischen Organisation Deutschlands, Dr. Stefan Kra-us, und des Vertreters der Misrachi, Herrn Bloch, und nach Verlesung der eingelangten Begrüßungstelegramme führte Dr. Goldhammer u. a. aus: «Eineinhalb Jahre sind seit dem letzten Delegiertentag verstrichen, in denen wir viele schwere Schicksalsschläge erlitten halben, die uns aber auch eine große Anzahl von Erfolgen gebracht haben. Wenn es auch nicht unser Verschulden war, daß wir diesmal einen Delegiertentag abhalten müssen, an dem nicht alle in der österreichischen Organisation vorhandenen Gruppen vertreten sind, so glaube ich dennoch, daß es Aufgabe dieses Delegiertentages sein wird, Mittel und Wege zu finden, die Einheit der Organisation wieder herzustellen und wenn, was ich nicht hoffe, die Bemühungen nicht von dem gewünschten Erfolg begleitet sein sollten, Mittel und Wege ausfindig zu machen, damit unsere Arbeit doch eine solche ist, daß sich wenigstens innerhalb der Zionistischen Organisation ein Mangel unsererseits nicht bemerkbar macht.» Sodann wurden die Waiden für das Präsidium des Parteitages und für verschiedene Kommissionen vorgenommen. Zum Präsidenten der Tagung wurde einstimmig Dr. Desider Friedmann gewählt, zu Vizepräsidenten Dr. Dagobert Rybaczewsky, Herr Holzer und Karl Schwarz aus Graz, zu Sekretären Frau Doktor Kantor und Herr Schrötter. Herr Dr. Goldhammer hielt dann sein Referat über die Entwicklung des politischen Zionismus seit dem Tode Theodor Herzls, das wir an anderer Stelle unseres Blattes veröffentlichen, worauf Dr. Bloch namens der Zionistischen Exekutive den Parteitag in einer längeren Ansprache begrüßte. Die im redaktionellen Teil -befindlichen entgeh liehen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet. Magen und Darmkatarrhe, Ballen« und Nierensteine Waldgegend I GetKrgtluHl heilen erfolgreich .HatürMi HotlusiaraMdev' .Reü-TMqoellen' Bad Macovice In der Saison 1928 über 100.000 Bäder verabreicht. Saison ab 15. April Kontierte! Rekonvaleszenz! Teater! Direkter Schnellnagsanichlnl ab Wien-Nordbahnhof 15'35, an Lnhabovie« 19'30 Informationen, Prospekte, Wohnungen bei: Kurdirektion and J. Danneberg, Wien I. Stook-im-Eleenplat* 2 Prachtvoller Aufenthalt! Geringste Auslagen! — Unsere Mineralwässer: Das bewährteste Mittel für Hauskuren! Dr. Desider Friedmann über den Stand der Jewish Agency-Frage Ueber den Stand der Jewish Agency-Frage hielt an Stelle des plötzlich erkrankten Referenten Adolf Bölhm Herr Dr. Desider Fried mann ein formvollendetes Referat. Der Redner gab einen umfassenden historischen Uöberbliok über das erste Auftauchen dieses Problems und über dessen Inneren Werdegang Im Laufe der letzten Jahre, und setzte dann fort: Nach Erlassung der Balfour-DekJaration war man allgemein der Meinung, daß nunmehr alles, was an dem Aufbau Palästinas interessiert ist, in die zionistische Organisation einströmen werde. Damals ist zum ersten Male die Frage aufgetauoht, ob es notwendig erscheint, zwischen der zionistischen Organisation und denjenigen, die an Palästina interessiert sind, ein föderatives Verhältnis zu schaffen. Das Manifest an das jüdische Volk vom November 1927 rechnete damit, daß es möglich sein werde, unsere eigenen Reihen so stark zu vermehren, daß ein föderatives Verhältnis — und die Jewish Agency ist nichts anderes als dieses föderative Verhältnis — zwischen uns und den anderen Gruppen entbehrlich wird. Wir wissen alle, daß diese Erwartung nicht Wirklichkeit geworden ist. Im Herbst 1918, als dlie Entente auf allen Schlachtfeldern siegreich war und die Mittelmächte zum Frieden gezwungen wurden, war man sich in zionistischen Kreisen nicht klar darüber, ob es uns möglich sein werde, unsere Forderungen selbst zu vertreten. So kam zwischen Weizmann und Balfour eine Vereinbarung zustande über die an die Friedenskonferenz zu stellenden zionistischen Forderungen. Wie sich später zeigte, war ursprünglich nicht daran gedacht, die zionistische Organisation als Trägerin der Rechte aus dem Mandat zu machen. Die Vertretung des jüdischen Die vorliegende vergrößerte Fcstnummer der „Stimme“ enthält zahlreiche Beiträge bekannter jüdischer Amorcn, TA ssach-Erzälilungen, Artikel, Fe^i. ietons, Anekdoten; ferner Sport, Schach, Rätsel usw. Die nächste Nummer unseres Blattes erscheint der Feiertage wegen Donnerstag, 9. Mai Bad LaftaCovlce. Höfel Soiefona *wo bietet einen 20 tägigen Aufenthalt ab 10. bis 31. Mal 1929 bei erstklass Pension inkl. aller Abgaben und Kurtaxe für m uoo.- Anmeldungen bei der Hoteldirektlon oder bei J. Danneberg, Wien, I., Stock im Eisenplatz 2 Volkes sollte einem jüdischen Rat übertragen werden, der sich zunächst provisorisch aus der Zionistischen Organisation, aus Vertretern der jüdischen Bevölkerung Palästinas und solchen jüdischen Organisationen zusammensetzen sollte, die gewillt waren, an dem Aufbau Palästinas mitzuarbeiten.. Im zweiten Entwurf, der nach den Beratungen der Zionistischen Exekutive mit der englischen Regierung Ende 1919 zustande kam, ta-uchte zum ersten Male die Bestimmung auf, daß die Zionistische Organisation zu dieser Vertretung ernannt werden sollte. Die Uebertragung der Rechte aus dem Mandat auf die Zionistische Organisation war der Tätigkeit der amerikanischen Zionisten, hauptsächlich Brandeis, zuzuschreiben, der in dem ursprünglich vorgesehenem Rat kem taugliches Instrument zur Vertretung der jüdischen Interessen in Palästina sah. Der 13. Kongreß in Karlsbad hatte auf seiner Tagesordnung ein besonderes Referat über die Jewish Agency, welches das seinerzeittge Mitglied der Exekutive Dr. Soloweitschik hielt. Dieser entschied sich dann für eine S. hese der Kräfte der Zionistischen Organisation und derjenigen jüdischen Organisationen, die am Palästina-Aufbau mitzuarbeiten gewillt sind. An diesem Kongreß, der die Vorschläge des Referenten annahm, nahmen 12 Vertreter der österreichische« Landsmannschaft teh, vo« denen alte, bla auf zwei, ffir die Erweiterung der JewtoK BSTÄMD^S FUSS STUTZf Vor dem Einkauf von Fußstützen und Krsnipfademslrfimpfen mit u. OhltO Gummi beraten Sie sich kostenlos und unverbindlich mit dem Experton des Instituts für Fußheilbehelfe und Bandagen ANTON 8STXNDIG, Sanitätshaus Sanitas WIEN I. TEINFALTSTRASSE NUR Nr. I TELEPHON Nr. U-26-2-94