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Die Stimme · 1929-04-11 · Heft 67 (11.4.1929) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 67 (11.4.1929)
Date
1929-04-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Preis 35 Groschen JV. b. h. Zeitung vom Verleger versendet Journal expedte par r&Htear Abonnementpreise: Für Oesterreich: Monatf.-S 1.50, viertelj. S 420, ganzj. 16.— / Deutschland: Monatl. Goldmark 1.—, viertel]. Goldmark 3.— / Jüdisdke Reifung Ersdielnlfeden Donnerstag Polen: Monatl. Zloty 2.30, viertelj. Zloty 6.50 / Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, viertelj. Petrgö 420 / Rumänien: Monatl. Lei 45.—, viertelj. Lei 125.— / Bulgarien: Monatl. Lewa Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—, vierteljährlich Dinar 40.— ifZedaMion und Administration: * Wien, 1., (ßtnntkensteinttnsse V — (Tel. R 20-3-5% 30.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl. Belga 2.—, viertelj. Belga 5.— / Uebriges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 2. Jahrgang Wien, 11. April 1929 (1. Nissan 5689) Nummer 67 Während des Osterfestes kocht jede Hausfrau aus hygienischen Gründen nur in Aluminiumgeschirren, die in bester Qualität billigst bei LEOPOLD HEINE A. G, WIEN, VI., GUMPENDORFERSTR. U, zu haben sind Herbert Eulenberg: Palästina sieht dich an . . und zahlreiche andere Beiträge publizistischen und belletristischen Inhaltes in der heutigen Nummer der „Stimme“ Inquisition und Zwangsbekehrung .' 4'~; . auf Yemen., Alle jüdischen Waisenkinder werden unter furchtbaren Marterungen dem Islam zugeführt Jerusalem, 5. April. Die Zeitung „Doar iiayom“ veröffentlicht den Brief eines aus Yemen eingetroffenen Juden, in welchem über den furchtbaren Glaubenszwang, den man auf der ßüd.arabischen Halbinsel Yemen gegen die Juden ausübt, berichtet wird. Der Imam Jahia vom Yemen erließ vor Ende 1928 eine Verfügung, wonach alle jüdischen Knaben und Mädchen, deren Vater gestorben ist, zwangsweise dem Islam zugeführt werden sollen. Nach dem Willen der Mutter und der Kinder wird nicht gefragt. Auf Grund dieser Verfügung veranstaltet die Polizei seither eine ununterbrochene Suche nach jüdischen Waisenkindern; 'um deren zwangsweise Zuführung zum Islam zu bewerkstelligen. Diese Nachforschungen finden unter sehr peinlichen und für die Judenschaft quälenden Umständen statt. Besondere Reg.ierungsbeamte wurden ernannt, deren Aufgabe es ist, die Kinder und die Jugendlichen für den Islam zu gewinnen und sie in die Lehren des Koran einzuweihen. Nach den ersten erfolglosen Bemühungen wird von Ueberredungskunst zu Zwang übergegangen. Die Kinder und Jugendlichen werden furchtbaren körperlichen Martern unterzogen und schließlich gefesselt und in tiefe Gefängniskeller geworfen. Man droht ihnen für den Fall, daß sie die Bekehrung ablehnen sollten, mit dem Martertode. Trotz aller dieser drastischen Maßnahmen konnte man seit Mitte Dezember vorigen Jahres, da der Erlaß des Imam bekanntgegeben wurde, im ganzen 27 jüdische Waisenkinder dem Islam zuführen. Ein besonders tragischer Fall betrifft zwei jüdische Waisenkinder, Bruder und Schwester, die am 28. Jänner nach sechswöchigen furchtbaren Martern in den Schoß des Islams gebracht wurden. Die Bemühungen der Gemeinde, die ein beträchtliches Lölegeld für Freigabe des Geschwisterpaares angeboten hat, blieben erfolglos, weil der Befehl zur Bekehrung dieser Kinder als unabänderlich hingestellt wurde. Während die Kinder dem Islam zugeführt wurden, waren Hunderte von Juden um das Gebäude versammelt. Trotzdem die Juden des Yemen unter einem furchtbaren Druck gehalten und bei jeder Gelegenheit schrecklichen Verfolgungen ausgesetzt sind, brihgen sie den Mut auf, gegen die zwangsweise Bekehrung von Kindern, die an die schlimmsten Taten der spanischen Inquisition erinnern, Protest zu erheben. Die Lüge vom jüdischen Emigrantenschmuggel in die Vereinigten Staaten Eine Verleumdung und deren Widerruf Die sogenannten „hundertprozentigen Amerikaner“, die Mitglieder der „patriotischen“ Verbände Kuklux-Klan und die von diesen Kreisen bezahlte gelbe Presse haben; in jüngster Zeit mit einer wütenden Hatz gegen die neuen amerikanischen Einwanderer, besonders aber gegen Juden und Katholiken, eingesetzt. Mit Hilfe von hemmungsloser Demagogie, Tatsachenverdrehungen, Lügen und raffinierten Fälschungen versuchen es diese Kreise, in öffentlichen Versammlungen und Zeitungsartikeln, dem harmlosen amerikanischen Bürger schauerliche Schreckgespenster an die Wand zu malen und ihm furchtbare Gefahren einzureden, die jbm und seiner Familie, seinem Wohlstand, seiner Freiheit und der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten seitens jener europäischen Emigranten, die nicht zu den edelrassigen Die im redaktionellen Teil -befindlichen entgeltlichen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet. Hals-, Nasen-, Rachen-, Bronchlal- Katarrhe, Asthma Gobirgiiuff! heil* erfolgreich In der Welt einzige NeturheilqueUe „Jannovka" Im Inhalatorium mit pneumatischen Kammern Saison ab 15. April Bad Luhacovtce In der Saison 1928 über 200.000 Inhal,-Prsseduren verabreicht Theater*' Rekonvaleszenz! Touristik! Direkter SobaellragansehloB ab Wien-Nordbahnhof 15-35, an .LnhaEovice 19*80 Informationen, Prospekte,' Wohnungen bei: Kurdirektion *nd J. Danneberg, Wien 1., Stook-Im-Elsenplatz 2 Prachtvoller Aufenthalt! Geringste Auslagen! — Unsere -r Hanskuren! Baü lohaCovlce, Hofei Smetana bietet einen 20 tägigen Aufenthalt ab 10. bis 31. Mai 1929 bei erstklass Pension inkl. aller Abgaben und Kurtaxe für K€ 110©.- Anmeldungen bei der Hoteldirektion oder bei J. Danneberg, Wien, •!., Stock im Eisenplatz 2 „nordics“ gehören, also seitens der, Juden und Katholiken, drohen. Diese schamlose Immigrantenhatz verstieg sich letztens bis zu der ebenso dummen wie erlogenen Behauptung, daß die Juden und Katholiken Europas in den letzten Jahren einen weit verzweigten Emigrantenschmuggel organisiert und daß sie auf geheimen Wegen, unter Mißachtung der amerikanischen Einwanderuugsgesetze und Umgehung der amerikanischen Kontrollorgane, jährlich Millionen von Einwanderern ins Land gebracht haben. Millionen sollen sich über die unbewachten Grenzen Kanadas und Mexikos in die Vereinigten Staaten eingeschlichen haben und ebenso groß soll die Zahl jener Eindringlinge sein, die als katholische Priester oder Matrosen verkleidet, das Land in den letzten Jahren überflutet haben. Eine der verbreitetsten New Yorker Zeitungen, die von einem getauften Juden herausgegebene „Evening Post“, hat sich diese sensationellen Schauermärchen zu eigen gemacht und unter dem populären Schlagwort „Amerika den Amerikanern“ rief das Blatt in zahlreichen Hetzartikeln zu einem scharfen Kampf gegen die in den letzten Jahren eingewanderten Juden und Italiener, ohne Rüokeieht

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