Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 64 (21.3.1929)
- Date
- 1929-03-21
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
- Tiberias 1× ep/1048138
- Tunis 1× ep/1048155
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Nr. U nrr cnMiir UIL 31 IIVliVIJu der neue P a! a s t i n a f i! in im Gudrun-Kino aufgeführt. Ferner werden die Gesinnungsgenossen einen Mitgliederdrive veranstalten, um neue Mitglieder für die Sektion zu werben. Im Anschluß an diese Werbewoche wird dann im April die gesamte Arbeit auf die Keren-Hajessod-Aktion konzentriert werden. Karmelweine in Wien. Es wird uns mifgcteilt, daß seitens der Baron Rothschildschen Großkellereien in Rischon Lezion ein Filialkcllcr in Wien eröffnet wurde. Zu diesem Zwecke wurden die ehemaligen ungarischen Staatskellereien, Wien, V., Stolberggasse 17, erworben, um eine ständige Belieferung der österreichischen Abnehmer zu ermöglichen. Mit der Leitung dieser Kellereien wurde der hiesige langjährige Bevollmächtigte, Herr Gustav Wilder, betraut. Vor wenigen Tagen sind bereits große Transporte Karmel-Wein aus Rischon Lezion eingelangt, welche demnächst in Originalflaschen wie auch in Fässern in den Verkehr gebracht werden. PALÄSTINA Palästina-Fragen vor dem englischen Unterhaus Der Chedera-Konflikt. Auf eine Anfrage von Colonel Wedgwood, ob der Oberkommissär von Palästina bereits über die Angelegenheit von Chedera berichtet habe, wo Beduinen sich eines vort den Juden bereits vor dreißig Jahren erworbenen Bodens bemächtigt haben und im Besitz dieses Bodens gelassen wurden, erwiderte Ko- Jonienmimster Amcry im Unterhaus. v.*r habe den Oberkommissär um einen Bericht ersucht; dieser sei aber noch nicht eingetroffen. Die Rechte der Frauen, in Erez Israel. Colonel Wedgwood richtete ferner an den Kolonienminister die Frage, ob er eine Untersuchung betreffend die Rechtsunglcichheit der Frauen in Palästina anstellen wolle, um herauszufinden, wie weit sich die moslemitischen Vorurteile gegen Frauen in Anbetracht der Besserung der Position der Frau in der Türkei geändert hätten. Minister A in e r y erwiderte, er halte es nicht für wünschenswert, den Oberkommissär für Palästina mit einer solchen Untersuchung zu beauftragen. .., Colonel Wedgwood fragte, ob es nicht wünschenswert wäre, in Palästina die gleichen westlichen Ideen einzuführen, wie sie in der heutigen Türkei schon Wurzel gefaßt haben. Minister A m e r y erwiderte: Ja, Sir, aber nicht in dem g l e i c h e n M a ß e. Die Tote-Meer-Konzession. Im Unter,hause fragte weiters Howard B u r y, ob eine weitere /Mitteilung Frankreichs bezüglich der Tote-Meer^Konzession erfolgt sei, ob die letzte französische Mitteilung von England beantwortet wurde und ob die Gewährung der Konzession im Prinzip an Herrn Moses Novomeyski ein Hindernis für ein Uebereinkommen mit Frankreich sei. Sir Austen Chamberlain erwiderte, der erste Teil der Frage ist mit einem Nein zu beantworten; was den zweiten Teil der Frage betrifft, wird gerade eine Antwortnote an den französischen Gesandten geschickt; bezüglich des dritten Teiles ist zu sagen, daß die Frage eines Uebereinkommens gar nicht erwogen wurde. Tiberias wird modernes Thermenbad Aus Jerusalem wird gemeldet: Der seit langem zwischen der Palästina-Regierung und der Stadtverwaltung von Tiberias bestandene Konflikt über das Besitzrecht an den berühmten heißen Quellen von Tiberias, der auch schon das Oberste Gericht beschäftigt hat, ist nunmehr durch einen Vergleich aus der Welt geschafft worden. Auf Grund dieses Abkommens fallen der Stadtverwaltung zwei Drittel des Ertrages der Quellen zu; der Wakf (moslemitischer Religionsfonds) erhält ein Sechstel, das Unterrichtsdepartement der Regierung ebenfalls ein Sechstel des finanziellen Ertrages der Quellen. Nach Abläufen der Frist der jetzt zur Vergebung gelangenden Konzession für Errichtung moderner Thermenbäder fallen alle Gebäude und Badeeinrichtungen der Stadtverwaltung zu. Das Vorrecht auf die Konzession hat ein amerikanisch-jüdisches Konsortium. Der jüdische Anteil am Regierungs- Budget von Palästina Im «Dawar» behandelt A. Frumkin das Problem der Beteiligung der Juden an den Einnahmen und den Ausgaben des Regierungsbudgets in Palästina. Er führt für den hohen Prozentsatz an den Regierungseinnahmen, der auf die jüdische Bevölkerung entfällt/ eine Reihe von Zahlen als Beleg an. Einige Beispiele, die innerhalb des Postetats für die Verhältnisse charakteristisch seien, mögen hier folgen. Die Städte Hebron und Nablus, die zusammen etwa 33.000 Einwohner zählten, sandten im Jahre 1925/26 89.000 Briefe mit der Post, die Stadt T e 1 - A v i v, die 36.560 Einwohner zählte, 3 8 1.000 Briefc. Die Einnahmen der Eisenbahnstation Nablus betrugen im gleichen Jahre 1500 Pfund, die der Station T e 1 - A v i v 3 0.0 0 0 Pfund. Auf Grund einer Berechnung des monatlichen Verbrauches pro Kopf kommt der Verfasser zu dem Schlüsse, daß der Anteil der jüdischen Bevölkerung an den Regierung s c i n n a h m e n auf nicht weniger als 3 5 bis 40 Prozent geschätzt werden dürfe, daß also zu dem Regierungsbudget in Höhe von 2,348.226 Pfund für das Jahr 1929 750.000 bis 800.000 Pfund durch die jüdische Bevölkerung des Landes beigesteuert wurden. Was erhält die jüdische Bevölkerung als Aequivalent für diese Leistung? Es ist eine alte jüdische Forderung in Palästina, daß jede Arbeit (sei sie klein oder groß, Facharbeit oder ungelernte Arbeit) innerhalb der durch private oder öffentliche jüdische Mittel aufgebauten Wirtschaft durch jüdische Hände zu erfolgen habe. Auf die Frage, wie weit die Regierung diese Forderung erfüllt, ergibt sich folgendes: Von dem gesamten Personalaufwand der palästinensischen Regierung in Höhe von 724.640 Pfund entfällt auf jüdische B e a m t e ein Betrag von 92.620 Pfund, d. L 12,8 Prozent der Gesamtsumme. Vom Budget des Departements für öffentliche Arbeiten wurden 6 0.0 0 0 P f u n d für jüdische Arbeiter ausgegeben. Mit verschiedenen kleineren Beträgen für Ankauf von Setzlingen aus jüdischen Wirtschaften und Baumpflanzungen (4000 Pfund), der Subvention für das jüdische Erziehungswesen (20.000 Pfund), den Beiträgen für die Polizei in Tel-Aviv und den Löhnen an die Juden in der Polizei und im Grenzschutzkorps kommt man insgesamt auf einen Betrag von 1 99.620 Pfund, der an jüdische Empfänger aus der Regierungskasse f ließt. Der Betrag, den die jüdische Bevölkerung im Jahre 1928 an die Regierungskasse abgeführt hat, beläuft sich dagegen auf 800.000 Pfund. S „Alpha“, nur Wien, I., Adlergasse Nr. 8 i 606960006066000696969690600660060000661 yrrr Palästinensische Altertümer gehen ins Ausland Ithamar Ben-Avi richtet in der von ihm ln lateinischen Lettern herausgegebenen hebräischen Wochenschrift «Haschewua Hapalestini» scharfe Anklagen gegen die englische Regierung, die es zuläßt, daß wertvolle Altertümer aus dem Lande gebracht werden. Ben-Avi erwähnt 22 Antiquitäten in Alabaster, Bronze, Kupfer und Gold, die vor kurzem von einem palästinensischen Bürger in der Gegend zwischen Gezer und Ramleh gefunden wurden und die an einen Amerikaner für 500 Pfund verkauft wurden, der sie wieder an das Chicagoer Museum für 2000 Pfund weitergegeben hat. Einer dieser Funde stellt einen goldenen Brustschild eines unbekannten palästinensischen Königs, einesZeitgenossen Moses’, mit einer Figur des ägyptischen Pharao Amen- Em-het III., der ein Rind liebkost, dar. Man nimmt an, KAUFT FISCHE feetft VF1TZMER KfiATZE II. Volkertplatc, Fischhalle (Tel. R 40-2-38) VI. PilgrambrUoke, Fischhalle (Tel. B 24-4-23 X. IJcl Liclitenstelnstraße 112, Fischhalle (Tel. A 11-2-59) X. Columbusplatz, Fischhalle (Te(. U 47-1-30) Den ganzen Tag in feinstem Olivenöl gebackene heiße Fische eoooooaeoeaooQeooooeoaoaoooeaaeoeqeoflüB schreibt Ben-Avi, daß der palästinensische König Aegypten tributpflichtig war und daß das Rind das g o 1 d e n e K alb der Bibel darstellt. Die von der hebräischen Universität in Jerusalem veranstaltete und von Dr. S u k e n i k geleiteten archäologischen Ausgrabungen in Beth-Alpha sind nunr mehr abgeschlossen. Neben der ausgegrabenen Sy,nagoge wurde ein Hof mit gewürfelter Pflasterung-entdeckt. Die Mosaiken der Pflasterung enthalten zwei Iqr Schriften, die eine in griechischer, die andere in aramäisch/er Sprache. Der aramäischen Inschrift ist zu entnehmen,d^g die Pflasterung zu der Synagoge führt und zur Zeit dpr ,Re^ gierung des Kaisers J u s t i n u s hergestellt wurde. Die gfj^ chische Inschrift enthält die Namen der beiden Handwerker, die die Pflasterung herstellten. Unter dem Fußbod^p.Kder Apsis wurde ein Behälter gefunden, der anscheinend ais Sammelbüchse diente; in demselben befanden, sich zwei Dutzend Kupfermünzen. < „ Miszellen Die neuen Einwanderer. Nach einer Mitteilung der Zionitischen Exekutive verteilen sich die bis Anfang,März7j$?j9 eingetroffenen 397 neuen Palästina-»Ein^an,«Jj* r e r auf folgende Herkunftsländer: Polen 147, Galizien 47, mänien 67, Deutschland 21, Lettland 14, Litauen 16, Tschechoslpwakei 6, Oesterreich 1, Aden 71, Tunis 7. Die 71 Einwanderer aus Yemen kamen auf 21 Zertifikate, da es sich bei ihnen meist um Familien handelt. An die bisher eingctroffenen 397 Einwanderer sind 285 Zertifikate verwandt worden, so daß von den 600 Zertifikaten, die die Regierung seinerzeit bestätigte, noch 3 15 an neue Einwanderer verteilt werden. * Ansteigen der Keren-Hajessod-Eingänge. Bei den Eingängen für den Keren Hajessod im Monat Februar ist ein beträchtliches Ansteigen gegenüber den früheren Monaten zu verzeichnen. Im Februar gingen beim Hauptburean des Keren Hajessod an Spenden 3 7.1 5 8 Pfund ein. Im Jänner betrugen die Eingänge 30.990 Pfund. Im Dezember v. J. gingen 34.100 Pfund, im November 27.682 Pfund, im Oktober 21.661 Pfund ein. * Das Oberste Gericht Palästinas befaßte sich mit der Beschwerde eines jüdischen Kaufmannes, dessen mit hebräischen Lettern niedergeschriebenen T elcg ramme durch einen palästinensischen Postbeamten zurückgewiesen wurden. Der Anwalt der Regierung plädierte für die Abweisung der Beschwerde und berief sich auf die Regierungsverordnung von 1920, in der ausdrücklich festgesetzt ist, daß Telegramme in hebräischer Sprache nur dann angenommen werden, wenn sie in lateinischen Buchstaben niedergeschrieben sind. Der Anwalt des jüdischen Beschwerdeführers vertrat den Standpunkt, daß die Verordnung von 1920 durch das Palästina- Mandat, welches eine Gleichberechtigung aller Gemeinschaften in Palästina festsetzt, automatisch außer Kraft gesetzt worden ist. Es sei eine Verletzung der Gleichberechtigung, wenn arabische Telegramme in arabischen Buchstaben angenommen werden, während für hebräische Telegramme die lateinische Schrift vorgeschrieben ist. Das Urteil wird in diesen Tagen bekanntgegeben werden. * Auf Anregung jüdischer Handelsfirmen in Jaffa und Haifa hat die belgische Schiffsgesellschaft «Armement Deppe», die vor dem Kriege die palästinensischen Häfen befahren ließ, wiederum einen direkten vierzehntägigen Dienst zwischen Antwerpen und Palästina eingerichtet. Die Fahrt wird 15 bis 16 Tage dauern und vor allem dem Warenverkehr zwischen Palästina und Nordwesteuropa sehr zustatten kommen. Rätselecke Redigiert von Joto Kreuzworträtsel. 1 2 S 4 1 5 JL , \ 8 n ,0 11 INI"' I i 12 ■ 13 1“ 1 N|15 i 16 r H 18 1 N 19 1 r ■l* 21 l 22 IN 28 “i ■ IN 25 r SJ ■ & 00 29 ■r 1 1 N 31 32 33 ■ 34 r i INI" 87 * i 39 i H «ii N 411 a IN 43 i i “■r 46 r H IN 43 i NI50 51 r IN ,3 INI“ nf i J LL L Wag recht: 1. Dalmatinische Insel. 5. Ausruf. 7. Römischer Kaiser.111 a. Stimmlage. 11. Taibakgift. 12. Umstandswort des Ortes 13. Vertreter. 15. Wut, Zorn. 16. Nahrungsmittel (Mehrzahl). 18. Stadt in Belgien. 19. Weiblicher Vorname. 20. Selfostvetkaufende Maschine. 23. Umstandwort. 25. Kalter Nordost wind, 28. Staatshaushalt. 30. Strom in Sibirien. 32. Erhebung. 34. Gasthof. 36. Planet. 39. Wassergeist. 40. Synonym för «gegen». 4L Moderne Erfindung.' 4& Römische Kalendertage. 43. Schiicksalsgöttin. 45. Znhlirraß. $6r s&femes-: 4&(Mineral 50. Grille, Schrulle.^ 53. Synonym iö4iliFrjibeP, <:Uevor. '^Nordische Tierart. 56. Kiistenfluß. 57. Männlicher Vorname. .■^S.enik re.Q-ht: . 1. Stadt Jn Finnland.-.2, „Vogel. 3. Ausdehnungsbegriff. 4. Unbestimmter Artikel. 5. Furcht. 6. Fran- ^Ößi@^^Schj^^aat;i,.1iat:r.iöil)ete:,wdiWJ^ (Gesetz. 8. Wollenes Gewebe. 9. Stadt ln Lettland. 10. Eins (englisch). 'MsMitowmb*. iq.!5,tadt:dn:lingland. 21. Staat .dftf-vlL S. A.-;22,. Männlicher Bibeligestalt 24> Herr- :i$>-d§ÄngniRst<y:. nWftWwib YjOriWhe.. 29; A.ltrömischer Ueberwurf. 30. Frühling.- 31. Griechischer Dichter B&chk*;Lcrtfciier gewiQH.sk*: 37,. Teil ‘des Mittelmeeres,, - 38. Internationaler gestalt, 47. Orientalischer Herrschertitel. 49. Kohlenprodukt. 5J.,tgjfrß4in rus<"k :'! U'H.!’ ** v ■■■/ ' frr.u, . Auflösung des Kreuzworträtsels in Nr. 61. Wagrecht: 1. 5.. Leid. 7. Elan. IQ. Gelee. 11. Tiger. 13. Isis. 15. Bafli. 16. Ali. 17. Bboli. 20. Nein. 22. Irene. 23. Edi.?4. 26. Asta. 27, Knabe...29. N^mo. 30. P. e. 31. Boa. 38*. ,&7. /l>ai&t1ia9.,Naht. 41. Nadir. 4P: ,^H°-343-;‘Sejrie^.|44.- 4j^vr,45:f£^po.<47.v^as. 4fi.;,Agid. 30. IgfKL* 33: URtför. $4 öfi. Riv*a. 56.7 OyaL 37. Erbst*. ß.( Qde, 3. Met. 4. Alibi- 5. Le^jry». 6. Eli. 8. Aga. 9. Nennen. 10. Gilet. 12. Riese. 14. Soda. 16. Arsenal. 18. Benares. 19. Libanon. 21. Memphis. 22. Japan. 25. Rotte. 27. Kot. 28. Elk. 35. Ideal. 36. Sieger. 38. Agio. 39. Neapel. 40. Arsen. 45. Eleve. 46. Olive. 4ö. iW. 51. Una. 53. Rar. 54. Eos. 35^43104