Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 61 (28.2.1929)
- Date
- 1929-02-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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SWfe TO DTE STIMME Nr. 61 dem Rassischen, Persischen, AsettoSfobaiifecfoa und JM» dbchen aofsefühit. Sämtliche Städte tragen eine ausgesprochen soziale Tendenz-» Kunstchronik Das künftige Hcrzl-Muleum in PtlaiUna. Die Einrichtung det Arbeitszimmers Theodor Herzls, des Schöpfers der modernen zioniftifchen Bewegung, ift foeben in P * 1 äft i n * eingetroffen. Darunter befindet fich die von HerzI hcrgcfteUtc Zeichnung des zukünftigen Judcnftaates. Audi die Hauseinrichtung des zweiten Präfidenten der Zioniftifchen Organifation, David Wolffohn, ift bereits in Paläftma eingetroffen. Dcmnachft wird bereits an die Einrichtung eine* Herzl- und eines Wolffohn-Mufeums gefchritten werden. Ein hebfäilches Heim in Berlin. Ueber Initiative des Vorfitzenden des Berliner jüdifchen Schulvereines Herrn Nathan wurde in der Grolmannftraße zu Charlottenburg ein „Betham Iwri“ errichtet, das vor einigen Tagen unter großer Beteiligung des intellektuellen jüdifchen Berlin eröffnet wurde. Das Heim fofl den Mittelpunkt für die hcbräifchen Kulturbeftrebungen in Berlin bilden. Eine Reihe wohnlich und mit künftlerifchem Gefchmack eingerichteter Räume wird dem Unterricht gewidmet fein; es find Räume für die hebräifchcn Klubs, die Spielabende, die Lcfchallc, die Bücherei ufw. vorhanden. Palästinafilm au! hoher See. Auf den Schnelldampfern des Lloyd Triestino, und zwar auf den Linien Triest—Alexandrien und Triest—Konstantinopel und Triest—Indien werden seit längerer Zeit Teile des vorletzten Palästinafilmes des Ker"" Hajessod aufgeführt. Die Aufführungen des Filmes begegnen bei den Passagieren großem Interesse, so daß die Direktion des Lloyd Triestino auch den neuen Palästinafilm der zionistischen Fonds «Frühling in Palästina» auf ihren Linien, die das Mittelraeer befahren, zeigen will. Sdhalom Afdi hat den zweiten Teil feines jüngften großangelegten Romans ,45ie Sintflut" beendet. Der Dichter ift nach kurzem Aufenthalte in Polen nach Paris gereift, um von dort nach Amerika zurückzukehren. Profeflor S. Weinger geftorben. In M i n f k verftarb kürzlich Prof. S. W e i n g e r, der bekannte jüdifche Philologe und Direktor der jüdifchen Abteilung der Umverfität Minlk. Shakefpeare auf den jüdifchen Bühnen. Während die Wilnaer Truppe in Warfchau noch die Aufführung Von Shakefpeare* „Kaufmann von Venedig", in der Bearbeitung von Dr. Michael W e i ch e r t, vorbereitet, hat das ffidifrhg Kunfttheatcr in New York in diefer Saifon bereits esse Shakefpeare-Aufführung gebracht. An einem Ehrenabend for den Direktor Morris Schwarz wurde Shakefpcares mO t b e 11 o" aufgeführt. Den Othello fpielte B e n - Z wi (Paal Baratoff) in großem tragifchen Stile, als Jago brachte Morris Schwarz eine intereffante Charakterftudic, Desdemona war Ciffi Adler. Serienerfolge haben die Wilnaer Truppen in Warfchau und in New York zu verzeichnen. In Warfchau macht die Komödie *Dic Quadratur des Zirkels“ von W. Katejew volle Häuf er, die Wilnaer Truppe in New York hat kürzlich ■mm jo. Male das Luftfpiel „P a r n o ß e“ von Hanna Gottesfcld (Leipzig) halten. Dr. Ifidor Levi geftorben. Im Alter von 78 Jahren verftarb in Berlin der bekannte Publizift und Journalift Dr. Ifidor Levi, der mehrere Jahre Hauptredaktcur und’ Leitartikler der „Voffifchen Zeitung" gewefen war. Levi war der Repräfentant de* liberalen Journaliftcn, deffen geiftige Wurzeln auf das Jahr 1848 zurückführen. In der wilhelmilchen Aera war er ein radikaler Streiter für die Sache der Demokratie, diefen Kampfesmut bezahlte er mit Gefängnis und Exil. Er behielt feine Kampffreudigkeit und feine Frifdic auch, als ihm allmählich das Alter nur noch feiten erlaubte, zur Feder zu greifen. Levi war auch einer der Pioniere des Kampfes gegen den Antifemitismus in Deutfchland. .. Matinee Jehuda Ehrenkranz im Theater in der Jolefftadt. Jehuda Ehrenkranz, der (Ich in der denkbar kürzeften Zeit trotz feiner großen Jugend einen Namen als Rezitator, vorzüglich als außerordentlicher Vermittler oftjüdifcher Dichtungen, gemacht hat, vcrfammelte Sonntag, den 24. Februar, eine anfehnüche Gemeinde begeifterter Zuhörer im Jofcfftädter Theater um fich. Das überaus gefchickt zufammengeftelltc Programm, das gleichfam einen Querfchnitt durch das dichtcrifche Schaffen in jiddifcher Sprache repräfentierte und Dichtungen von Schneiur, Morris Rofenfeld, Schalom Afch und Perez umfaßte, gab Ehrenkranz reichlich Gelegenheit, feine große deklamatorische Fähigkeit, fein wunderbares Einfühlungsvermögen in die verfchiedenften Sphären fpezififch jüdifchen Wefens und Denkens, jüdifchen Lebens zu bewähren. Scheiurs „Am Dnjeftr“, eine gewaltige Pogromfchilderung, malte Ehrenkranz in grandiofer Weife nach, befonderen Wert auf das Traurig- Graufige legend und fo größte Wirkung erzielend. Schalom Afch’ „Karneval in Rom" gibt Ehrenkranz Gelegenheit, fein Können in den verfchiedenften Farben zu zeigen. Prachtvoll bringt er die Arbeiterlieder Rofenfclds. Den monotonen Grundton in dem Gedicht „Die Mafchine" und, aus diefem (ich heraushebend, Variationen zu dem unerbittlichen Rhythmus der Mafchine, das Leiden, Aufatmen, Anklagen und Refignieren des Arbeiters, der fie bedient, oder in Rofenfelds „Bettler" die ganze kalte, nüchterne, auf den Gewinn und das eitle Vergnügen geftclhc Atmofphärc um diefen blinden, alten Bettler, der an ihr leidet und fie durchichaut. Schließlich da* dithrambifchc Perezfchc Gedicht „Warnung", von Ehrenkranz großartig geftaltet. Der dritte Teil bringt Humoresken, das bunte jüdifche Leben von einer anderen, helleren Seite aufgefangen: Afch’ wundervolle Erzählung „Der üorfzaddik" und Perez’ „Berl, der Schneider". Hier zeigt fich uns Ehrenkranz von einer neuen Seite. Wie er früher mit elementarer Wucht, dem groben Ton der Trauer und der Anklage gewirkt, wird er hier liebevoller Milieufchilderer, voll Intimität und Humor. Ehrenkranz wurde von feinem Publikum ftürmifch gefeiert* Gideon. Die Nationalbibüothek in Jerufalem erbt eine große pSdagogifche Bibliothek. Die Jüdifche National- und Univerfitätsbibliothek hat foeben eine große Sendung von Büchern erhalten, welche die Erbfchaft des im vorigen Jahre verftorbenen Rabbiners Louis Großmann in Long Beach dar ftellt. Die Sammlung ift eine einzigartige, zirka y 0 o o Bände umfaflende Bibliothek au* dem Gebiete der Pädagogik und der Grenzwiftenfdiaften (Soziologie, Pfychologie. Kulturgefdtkhte, Pfychoanalyfe, Vererbungslehre), fie enthält wohl die gefamte pädagogifche Produktion in deutfeher der letzten 30 Jahre. Aber auch die Zahl der englifchen Bücher ift fchr gr«ß. Durch diefe Erbfchaft ift die pädagogifchc Abteilung der Bibliothek in Jerufalem zu einer der beftausgeftatteten Abteilungen geworden. Vortragstournce S. Schwager: Der bekannte Interpret jüdifchcr Literatur Herr Samuel S ch w a g e r, der fich dnreh fein* treffliche Wiedergabe Scholcm Alejchemfchcn Humor* in Wien einen ausgezeichneten Namen gemacht hat, wurde eingeladen, in Antwerpen und anderen Städten Belgiens Vorlefungen zu halten und wird in den nächftcn Tagen diefer Einladung Folge leiften. Efther Pcrclmann als „Gancw": In einer Komödie von Sherman, „Wclwelc Ganew", welche aus dem durch I. Babels SJ^ilderungen bekannt gewordenen jüdifchen Diebsmilicu von OdelTa manche luftigen Situationen fchöpft, ftellt der noch immer viel zu wenig gewürdigte Gaft der Jüdifchen Künftlerfpiele, Frau Efther Perelmann, einen kleinen Diebsjungen dar. In diefer Rolle zeigt die Künftlerin, daß ihr reiches Können weit über den Etikettenbegriff „Soubrette" hinausgeht. Die Mifchung aus natürlicher Lebenskraft der Jugend und gewiflermaßen „gewerblicher“ Verderbtheit, welche diefer Wclwele in der Darftellung durch Frau Perelmann ift, gibt ein entzückendes Genrebildchen. Die Komödie ift in der Infzenicrung von Ifaak D e u t (ch lehr gefchickt mit volkstümlichen Liedchen durchfetzt worden, unter denen ein als Duett eingerichtetes Volkslied, „Ich wel nit mehr ganwenen", ganz reizend ift; Frau Perelmann und Herr I r i-s, der einen Gaunertyp in vorbildlicher Weife darftellt, machen diefes Duett in der Art, wie fie es fingen, unvergeßlich. Jona R e i s m a n n formt einen „Schmate"- Typ meifterhaft, und die Herren D e u t f ch und S i g * 11 fowic ♦» » Und meine Seele empfehle ich selbstverständlich dem Herrn da droben, an den ich stets für alle Fälle geglaubt und dessen ich mich bei jeder Gelegenheit aufopfernd angenommen habe. Was meine irdische Hülle anbelangt, wünsche ich night, daß sie verbrannt werde. Nicht etwa deswegen, weil mir Wärme unangenehm wäre, ein alter Mann kann es nie warm genug haben, und du, mein Sohn, weißt, daß es im Winter meine liebste Beschäftigung war, im Ofen zuzulegen, wiewohl deine gute Mutter — Gott erhalte sie bei Gesundheit — immer sehr lebhaft dagegen protestiert hat. Aber ich wünsche nicht verbrannt zu werden, damit meiner Asche wegen keine Schwierigkeiten entstehen. Ich weiß zwar, daß Ihr die Urne mit meiner Asche auf den ehrenvollsten Platz in der Hauswirtschaft stellen würdet, vielleicht sogar auf die Kredenz neben die blaugeblümten Teetassen, aber — du kennst ja die Mutter. Du weißt, wie eifrig sie jeden Freitag alles in der Wohnung abstaubt und insbesondere die Gegenstände auf der Kredenz. Und wie sehr sie dabei auf den überflüssigen Krempel schimpft, der sich ihr im Laufe der dreißig Jahre auf der Kredenz angehäuft hat und den sie jeden Freitag abstauben muß, obzwar sie am liebsten alles hinausschmeißen würde . . . Und jetzt würde man ihr zu alledem noch ein unnützes Stück auf die Kredenz bringen . . . Nein, ich will nicht verbrannt werden. Bestatte mich lieber nach der alten Mode auf unserem alten, ländlichen Familienfriedhof im böhmisch-mährischen Hügelland, den im Winter der unberührte Schnee in eine einzige strahlende Decke hüllt, und wo es im Sommer so märchenhaft schön ist. Die blühenden Linden duften dort betäubend, das nie gemähte Gras wächst unglaublich hoch und die alten Bäume des grauen Waldes, der eng an den Friedhof grenzt, schauen neugierig auf die gesenkten Gräber über die eingestürzte Friedhofsmauer. Hier ist sogar für den Lebenden gut sein. Und wo du hinblickst, lauter Verwandte: Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, Vettern ... ja, selbst Verwandte, von denen du im Leben nie gehört hast, und die hier in Frieden einhundert, zweihundert Jahre ruhen. Daß deine Mutter jeden Freitag mein Grab abstauben käme, ist nicht gut denkbar; mit dem Schnellzug dauert die Fahrt hierher sechs Stunden und dann sind es noch zwei Stunden zu Fuß. Damit wäre ich zu Ende, was meine Seele und meine irdische Hülle anbelangt. Und nun einige Worte über die Dinge dieser Welt: Mein Vermögen betreffend, weißt du, daß ich dir bei Lebzeiten alles überschreiben ließ, erstens damit du nicht überflüssigerweise Erbschaftssteuer zu zahlen brauchst, und dann, damit unser Steueradministrator zerspringt. Empfange, mein Sohn, (jevor ich in die Ewigkeit eingehe, einige väterliche Ratschläge für Fra» Irl* and Fnu Welntraub-Graf find mit Humor bei der Sache. Einer ernften Frauenrolle gibt Frau Dentfcb rührende Züge. Es gibt viel Beifall, aber noch immer zu wenig Publikum. —**• Schoteen Afejcbem ln den Jädfecben Känstlerspieteo. Freitag, den L Münz (Crstaulfiührung) und die folgenden Tage gelangt in den Jüdischen Künstlerspielen (II., Praterstraße 34) das vieraktige Lebensbild «A Mames Heim» von Kalnianowitsch mit Esther Perelmann, Isaak Deutsch, S. Iris in den Hauptrollen zur Aufführung. Für Mittwoch, den 6. März bereitet die strebsame Bühne eine interessante Premiere vor; es wird Scholem Alejcliems Komödie «Das große Los (2 0 0.0 0 0)» aufgeführt werden, die in Wien durch die Bearbeitung Granowskis bekannt wurde; die Aufführung in den Künstlerspielen, die ausgezeichnet besetzt ist (die Hauptrollen wenden von den Damen Esther Peretmann und Messels und den Herren Breitmann, Deutsch, Iris, Reißmann und Sigall dargestelit), wird die Originalfassung der prachtvollen Komödie bringen. Neues Jüdifche* Theater (Künftlerkabarett, II., Praterftraße 60). Wochenfpielplam Freitag, den 1. März: ,45er Dy buk", dramatische Legend« in drei Akten von S. An-fky, — Samstag: „Schmcndrik in Amerika". — Sonntag: „Der Opernkönig". — Dienstag: „Sdimendrik in Amerika". — Dienstag und Mittwoch: »Mojfche macht fich grois" (Jüdifche Glücken). — Donnerstag: „Der Dybuk**. Die Jazz Sängerin. Was Al Joteon ln Amerika, das Ist die Sophie T u c k e r in London. Bei uns noch kaum bekannt, ist sie in London der viel umworbene Liebling der mondänen Gesellschaft. Das von ihr gewählte Genre ist avoh ganz neuartig. Dem Grammophonfreund ist sie schon seit längerer Zeit durch die Schallplatte« der englischen Colwnbiageseflschaft bekannt. Insbesondere ihre letzten Aufnahmen «Some crf these Days» in englischer und «iMy jyddis he Momme> in jiddischer Sprache sind in ihrer röhrenden Art unerreicht. Das M oi s i k ih a u s «Exzelsior», Wien, Adlergasse Nr. 5 (Tel. R 23-4-90), und II„ Kleine Pfamgasse 28 (Tel. A 41-6-24) hat diese nebengeräuschfreien Colitm.biaplatten schon auf Lager und erzielt mit ihnen große Umsätze, umsomehr als die Firma auch alle anderen jüdischen und hebräischen Gesänge sowie die modernsten Schlager vorrätig hat. E. deinen Lebensweg. Zunächst für den Fall, daß ätt heiraten wolltest. Heirate vorteilhaft, das heißt möglichst reich, denn bedenke, daß du — wer kann es denn wissen — vielleicht bloß einmal im Leben heiratest, und nur ein Dummkopf läßt sich eine so seltene Gelegenheit entgehen, sich ein für allemal auf die Beine zu helfen. Nimm dir nicht die Erste Beste, such’ und wähl’ aus. Du hast auch eine Schwester; für die du einen reichen Mann suchen und finden mußt, denn du weißt, daß ihre Mitgift nicht groß ist. Wenn du anklopfen wirst, wird dir aufgetan, und wenn du suchen wirst, wirst du finden. Unsere Familie erfreut sich des besten Rufes und unser Namen — der Name Rosenthal — hat den besten Klang. Bei deiner Hochzeit und der Verheiratung deiner Schwester muß dieser Umstand in bare Münze umgewechselt werden. Vielleicht würde deine zukünftige Braut einen reicheren Bräutigam finden und der Bräutigam deiner Schwester eine reichere Braut, aber die Kinder wären nun einmal nicht aus dem Geschlechte der Rosenthal. Nie ist ein Rosenthal im Kriminal gesessen, nicht einmal bedingt; vor dem Kriminal hatten alle Rosenthals eine heilige Scheu und diese hielt sie stets auf dem Wege der Ehre und der Wahrheit. Und was unseren Namen anbelangt . . . Der Name Rosenthal ist ein schöner Name. Wenn du deinen Wohnsitz unter Deutschen aufschlägst, behalte den Namen bis in alle Ewigkeit, denn es gibt nichts Schöneres auf der Welt, als wenn ein wohlgeratener Sohn den väterlichen Namen von der Wiege bis zum Grabe in Ehren trägt Wirst du jedoch unter Tschechen siedeln, ändere deinen Namen am besten in Rudzodolsky. Es klingt ebenso schön wie Rosenthal, aber es hat den Vorteil, daß es ein wohllautend tschechischer Name ist. Und das Wichtigste: Unter diesem Namen wird niemand den Enkel jenes Alten vermuten, der noch mit dem Wanderbündel, und als ihm Gott ein bißchen half, mit einem Karren hausieren ging. Aehnlich wie mit dem väterlichen Namen sollst du auch mit dem väterlichen Glauben umgehen. Auch hier gibt es nichts Schöneres, als stolz und in Ehren den von den Vorfahren ererbten Glauben bis zum Tode zu tragen — allerdings wieder unter der Voraussetzung, daß dieser Glaube weder dem Handel noch der Karriere im Wege steht. Ist ein solches Hindernis vorhanden, mußt du den Glauben fahren lassen, mag auch das Herz dabei bluten. Welcher Religion soll man dann beitreten? Das muß ich, Sohn, deiner Erwägung und deiner Klugheit überlassen. Wie könnte man prophezeien, welche Mode und welche Grundsätze in diesem Punkte herrschen werden? Wenn die Klerikalen ans Ruder kommen, lasse dich taufen, wenn die National- Aus dem Testament des Vaters Rosenthal Von Vojtech Rakous.