Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 59 (14.2.1929)
- Date
- 1929-02-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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vom Verleger versendet u cxpccnc pv rcaiTOir 4 § 4 fji i Polen: Monatl. Zloty 2.30, viertelj. Zloty i «50:/ Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, viertelj. Pengö 420 / Rumänien: Monatl. Lei 45,—, r viertelj. Lei 125.— / Bulgarien:;Monatl. Lewa 30.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl. Belga 2.—, ■ viertelj. Belga 5.— / Uebriges Ausland: Monatl. Schweizer Franken 1.50 . __% .., ,_„___;_„_, ___ ,_ _mrnm/mmmmmmmmmmmamtmm: 2. Jahrgang Wien, 14. Februar* 1929 (4. Ädar 5689) Nummer $9 Äbohhementpreise: Für Oesterreich: Monatl. S 1.50, viertelj. I 4.20, ganzj.' 16.— / Deutschland: Monatl. öokfnterk. 1;—vsertelj. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei: Monatlich Kc 7.—, rierteljährlich Kc 19.— / .Jugoslawien! Mo- »atlich'Dinar .14.—, vierteljährlich Dinar 40.— Seelen Donnerf^iiitf {fiedlü Mion und 4dminiätfaftoit; t^ien, I., iflauAenstfdntfaääe 1 — (Tel. It Der XVI. Zionistenkongreß einberufen . Für den 28. Juli nach Zürich Dqs Zionistische Zentralbureau in, London meldet: Auf Grund dos Beschlusses des Aktionskomitees hat die Exekutive der Zionistischen Organisation im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Aktionskomitees den lÖ. Zionistenkongreß für den 28. Ja 1 i 1929 nach Z ü ric h einhertifen. ’ .■ jyiit der ’ Leitung des Kongreßjbureaüs, Welches im Laufe des] Sommers in Zürich eröffnet werden . wird, wurde Herr Dr. Hugo H e r. r in a n n (Brünn) betraut.: Alp E ndterm 1 n. f ü r d I e S c h e ke 1 s 4 m d» - | a n g e n,-die die Örtimllage der Kongreßwälileu bilden, wurdeder 27, Mai 1929 bestimmt Da nuhbiehr Z Q r i c h, deßgeh \Vahl zum Kongreß* Ott, w}e. Wir . seinerzeit üer1<j:ht«teii, ’ bereits rseit längerer Zelt feststem!,, durch den formellen Beschluß der zionistischen:-Exekutive endgültig' für. die Tagung $es 16. Zionistenkongressjfcs ausersehen; ist,, wind nunmehr das .ztaiftatfeche .Weltparlament 2$urn achten Male in der Schweiz zusamirnentreten* Bisher war die gewissermaßen schön traditionelle Kongrpßstädt Ba sei siebe n M a i (1897,. . 1898. 1Ä^9, 1ÖCÖ, 1905, 1911 und 1927) Ort, des Zionistenkongresses; Zürich ist zum erstejv Ma)e Versammlungsort des Kongresses. Der 16. Zionistenikongreß wird .zunächst die Frage der Er weit er ung der Je wi;s h Ä g-e.nc y. einer definitiven Beschlußfassung zuzuführen haben, so daß. seinen Beratungen, erhöhte Wichtigkeit zirkommt. Wie bekannt,: soll bereits im Au-gußt d., J., kurz nach dem Ziönistenkongreßi der Council der erweiterten Jewisfli Agency zusammen treten. . , . . - wFait? play für die jüdische Kolonisation* Aus jerusäfe'm wird berichtet:, per Gberkommtesäf für Palästina» 'Sir John C h ä h c elf o r, besuchte auf seiner Reise durch den Norden Palästinas die eine halbe Stunde Autofahrt von Haifa entfernt liegende' jüdisabe ’Ärbeiterkolonie N a h a 1 ä 1 im“ Tale Jesreel. ln einer. Ansprache an die jüdischen Arbeiterkolonisten führte, der Oberkommissär aus, die ffaltuhg der Palästina-Regierung gegenüber der jüdischen Kolonisation werde die des fair play sein. . ■*/.. , Der Oberkommissär spradh sieh für die E i nf ü h r u ng) m p d e r n e r K b 1o n I s ä t i,o n s m e- :: Beachten Sie " :: in dieser Nummer; u. a. foigen.de Aufsätzeund Berichte: Keine Reicjisorganisation derjüdischen Gemeinden , Deuto^danda* Marmarpscber Judesn. Von Prof. pr. J. Dermer \ (ßlghet).:;; Streiflichter. Von S p e c t a t o r. . Eine jüdische M|litärkoionie. Von Prof. S. Mossin- 8 o h n (T#-Avlv). «Rückwärts, rückwärts, Don Rodrigoü» Juden in Südamerika. Von Agr, & Ettinger(Jerusalem). Vor sacrurn. Von M i c h a e L Unsere Kipfler im Emek, Von Helene Hanna Thon (Jerusalem). 20 Jahre Petersburger Gesellschaft für jüdische Musik* Von J.,‘R d i o w s k i (Tef-Aviv). Der Blutegel (Erzählung), Von Jttitida Steinberg. Sport, Schach,Rätsel, Humor. th öden aus und schloß mit der Feststellung, die jüdische Kolonisation werde nach dom, was er in den jüdischen Kolonien beobachtet habe, zweifellos E rf b l g haben. ■ ' Die Tote-Meer-Konzession Die R e g i e r.u n g T r a n s j o r d a n i e n s hat Zu der .Verleihung der Konzession zur Ausbeutung der Balze .des Toten Meeres seitens der britischen Regie-': rung ,an.rngenieür N o vomey Ski und MajorlT;ul*: l O'C’h^r/e Zlust immun g ertei] t. Die voii der tranSr; - JoidaiMSCHfeit:|tpgjf£iing:-be^üglicli ^p^^Ve^ejhung Jäer ] Konzession uiiterzeicilirietefi^Doicumente wurden bereits nach;Lopdpn .gesamlb? ...;. . 1 Der „Baron“ kommt nach Erez-Israel ’ Der, 84jä/hri^e Baron Edmond d e R o t bs: c h i 1 d, der «Vater* der. jüdischen Kolonisation irr Palästina, und sein; Sohn J am es de Rothschild haben ihren Be s uc h i n Pal äs t i na zu d e n P e' s s a c h - T ä g e ri angekündigt, : Ferner wird der amerikanisch-jüdische Philantrop Nathan S t r aus Zu den .Pessach-Tagen in Palästina eintreffep, um der in dieser Zeit stattfindenden Ei nw e i h u n g des von ihm geschaffenen Gesundh e i t s z e n t r u m s für Palästina beizuwofhnen. „Tötet die juden und befreit die Ukraine!“ Eine geheime fascistenorganisatioti " Wie der. Kiewer «Molodoj Bolschewiik» mitteilt, würde in der Ukraine eipe geheime Fascisteno r g a n i s a't.i on a u f g e d e c k t, deren Parole lautet: «Tötet die Juden und befreit die Ukraine!*. Dje Organisation verbreitete Zirkulare, in denen die Loslös u n g. d e r Ü k r ä i,p evon der Sowjetunion gefordert und zu Pogromen gegen die Juden aufgerufen wird. Die Leiter der Organisation, M a n fl e n k o und Tagoro jko, wurden v-e r ha f t e L Der Beitrag der Sowjetregierung für die Judenkoipnisation Aus M os k a u wird gemeldet: Die Sowjetregierung hat beschlossen, für das Jahr 1929 eine Summe . von 3, L1 OiO 0 0 R u bei für jüdische Kolonisationsarbeit in den Ländern der Sowjetunion zur Verfügung zu stellen. 2,100:000. Rubel gehen auf Rechnung des Staatsbudgets, l.OIO.OQO Rubel leistet die staatliche Landwirtschaftsbanik. Die Kdnwni^siöni die vor kurzem die Prüfung, Abgrenzung lind - Abteilung der Von der Regierung bewilligten lp9;0p0 H'ektar Bödem auf der Halbinsel Krim beende? Hat, teilt -mit, daß dieses Gebiet am 1. März, für jüdische Kolonisationsarbeit freigegeben werden wird. / v Im Distrikt .Nowo-ZIatopol (Provinz Zapbroschje) \viirde laut Beschluß der AUgemeinen Administrativen Tefritprlal-Kommissfoh; . des Zentralexejcutivkontitees ein a u t d p om e?r j ü d i sehe r R a y o n geschaffen. (Es ist dies der zweite jüdische Rayon in der Sowjetunion; der erste besteht im Cherson-Distrikt mit KaünIndorf zum Hauptort. — Die Red.) . \ . Die im redaktionellen Teil -befindlichen entgehj liehen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet. Australien und Palästina Ein kolonisatorischer Vergleich Von M. Medzini; Die englische Regierung hat eine. Untersuchungs-] kommission nach Australien entsendet, welche dort.das Siediungswerk einer eingehenden Prüfung unterzogen; hat. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung erinnern; sö , stark an die; allgemeinen .Schlußfolgerungen der Experi ten, die Palästina im Aufträge der Ägency-Komimission , besucht . haben, daß . eine nähere Betrachtung von gro- .;ßeffi;Ji)te'j'e|sc:ist. -; _ •' , j4.1-; Die.-‘jfrste .Schl«ßfolgerung..der jbritis^fenvKdfl^iijs, sjourstept^zunäcihsL- .fpst, daß <cg r o ßi e S b m iiv'ö n n.p;tz 1 o s für;Projekte. , zur Enfcwioldüng. Austräliehs ausgegeben worden seien».; Üm . die;BCde,«t|ijg. dieses Satzes zu verstehen; muß man wissen? daß^.die austrä- ,lisch? Kolonisation und ihre Entwicklung ein s t a.a t- Iich es Unternehmen., darsteilen,• an dem Austral ieij und Groß b r 1 tan n i e n in gleicher Welse beteiligt seien. Die Mittel für die Durchführung dieses Siedlungswerkes wurden aus * S t e u e r g e 1d e r n der australischen Bürger und aus A n 1 e i h e n zur Verfügung gestellt, die Australien unter Bürgschaft der englischen Regierung erhalte. Es ist zunächst ein Rätsel, wie angesichts dieser. Mitwirkung höchster staatlicher Instanzen ungeheure Summen nutzlos ausgegeben werden konnten. (So z. B. hat der australische Korrespondent der «Times» im September 1927 seinem Blatte berichtet, daß ein großer Teil der Ansiedler die ihnen anvertrapten W-i r t s c;h a f ten Ve-r 1 ä Ss.e n habe und von 6500 Siedlern nur 1700 an Ört und Stelle geblieben seien. Auch sei kein einziger Sjedier vorhanden, dessen Wirtschaft ihn bereits erhalte und der nicht yon weiteren Subventionen abhängig sei.) Die Frage nach der Ursache für den Miß e r.f-öT g dieses Werke?, dem gegenüber sich das Siedlungswerk in Palästina geradezu glänzend bewährt hat, drängt sich lebhaft auj.bie Leitung der Siedler lag In Australien nicht in den Händen'einer Partei,, man. hat keine «sozialen Experimente» vorgenommen, sondern sich des vielgepriesenen «kolonisatorischen R e g imes» erfreuen können. Einer.der Hauptfehler scheint nach dem Bericht die;schiechte Auswahl der Siedl u ngslän derefen gewesen zu sein. So ist in der Nähe von Perth ein Bodenkomplex, in dem 2H M i 11 i onen; P f u n d investiert wurden r mehr als doppelt soviel. als;die Zionistische Organisation von 191.8 bis Ende1921für landwirtschaftliche Kolonisation überhaupt ausgegeben hat — infolge seiner mangelhaften Tauglichkeit wieder .fast vollständig aufgegeben worden. '; : , Eine zweit? Ursache für den Mißerfolg des australischen Siediungswerkes ..war die M e t h o d c d e r Siedlung selbst. Statt, dem Siedler sofort Boden und Arbeitswerkzeuge zu geben, hat die Regierung ihn als einen Lohns r,beiter angesehen und 4hn für seine Arbeit bezahlt,; sp. daß die meisten Arbeiter sich nicht als Siedler, sqn4ern als Lohnarbeiter betrachteten. In der Frage der Verpflichtung der Siedler wurde gleichfalls von Anfang ap versäumt, klare Abmachungen zu treffen; dadurch .wurde der Siedler verleitet, aus Furcht vor einer Ueherbürdung .mit zu großen Verpflichtungen die Wirtschaft?u verlassen. Nach diesen Ergebnissen des australischen Kolonisätionswerkes beg^t; für uns kein Grund, uns der Ergebnisse unserer Palästinaarbeit zu schämen, wen® arir