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Die Stimme · 1929-02-07 · Heft 58 (7.2.1929) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 58 (7.2.1929)
Date
1929-02-07
Page
– (sequence 11)
Language
German
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e Nr. 58 PIE STIMME jüdischer Sport Hakoah aus dem Cup geworfen Eine 0:2 (0 :1)-Niederlage gegen Admira. Bel 18 Grad Kälte fanden am verflossenen Sonntag einige Spiele um den Wiener Cup statt, von denen die Begegnung H a k o a h—A d m 1 r. a ganz besonders interessierte. Nach dem großen Erfolg der BJmi-Wetßen gegen den B. A. C. war man vielfach der Meinung, daß die jüdische Mannschaft sogar dem Meister Admira gefährlich werden könne. Die erwartete Sensation Mtefo aber aus. Obwohl die Hakoah im Felde eine gute Leistung bot, mußte sie infolge der kraftlosen Arbeit ihrer Stürmer die Waffen strecken. Das Fehlen N e u f e 1 d s bedeutete tfür den Angriff eine arge Schwächung. Am besten hielt sich im Sturm noch Stern, die Hintermannschaft schlug sich sehr brav, Oppenheim im Tor bot sogar eine Glanzleistung. Admira erzielte in Jeder Spielhälfte je einen Treffer. Hakoah «bestritt den Kampf in folgender Aufstellung: Oppenheim; Sohouier, Fektmaiwi; Löwinger, Strohs, Fried; Katz, Heß, Stern, Posaner, Mausner. Durch die Niederlage ist Hakoah ans dem Cup ausgeschieden. — Sonntag, den 10. Februar, beginnt die Frühjahrsmeisterschaft. Hakoah hat auf eigen-om Platze deh Sportklub A11 m a n n sdorf zum Gegner. Zehn Jahre Grazer Hakoah * UL Das Jahr 1927 brachte der Hakoah die größten Aufregungen. Im Laufe der Zeit hatte stich eine drückende ScWdenCast ergeben, die nun liquidiert werden mußte. In welcher Art dies geschehen sollte, war die -große Frage. Es bestand keine Aussicht, irgendwie Geldmittel aufzutreiben, um den finanziellen Schwierigkeiten beiz-ukommen. Die Liquidierung des Vereines schien unvermeidlich, die Auflösung des Klubs eine Frage von Tagen. Da war es der damalige Ausschuß, Dr. S p i e g e 1, Direktor Spiegel, Fischer, Neurath, Latze r, Neu mann, Rosenberg, Well sch, der in dieser schwersten Stunde den Verein nicht im Stiche ließ. Die Herren «Übernahmen es, aus eigener Tasche die Schiv’d za decken. Eine Gefahr schien gebannt, eine zweite erwachs. Der Klub stand ohne Führung dau Mit der Abtragung der finanziellen Verpflichtungen legten die Ausschußmitglieder ihre Mandate nieder. So verlor die Hakoah eine Reihe von tätigen und aufopferungsvollen Ausscbußinitg'Iiedem. Eine Menge aktueller Erledigungen harrte eines neuen Ausschusses, der anscheinend nicht gebildet werden konnte. Endlich fand sich ein alter Freund des Vereines, der immer bereit war, in der Zeit der größten Not helfend eiimts-pringen: Herr Samuel Weiß. Er übernahm es, interimistisch dom Klub zu präsidieren und mit wenigen treuen Helfern die Agenden des Vereines bis zur ordentlichen Generalversammlung zu führen. Daß der Klub diese schwerste Zeit überstanden hat, verdankt der jüdische Verein vor allem diesem treuen Hakoahner. Die Generalversammlung des Jahres 1928 brachte nun den «Ausschuß der jungen Hakoahner», jener, die selbst an der Gründung desselben regsten Anteil genommen haben, und die um nichts in der Welt dieses Bollwerk der Juden in Steiermark erschüttert sehen wollten. Die größten Erfolge seit dem Bestände des Klubs waren Leinen aus Holland« Unter dieser Devise vc. nstaltet das populäre Warenhaus Brüder Schiffmann, Wien, II., Taborstraße 48, ab 1. Februar die diesjährige Verkaufssensation der «Weißen W o c h e». Durch Riesen^bschlüsse, mit den größten Weißwarenfabriken, wie «B. S. S.», «Lilien», «Traunstein», «Drei Tannen», «B. N.», «F. L. Co.» usw., ist die Firma Schiffmann in der angenehmen Lage, ungeachtet der Preiserhöhung der Baumwolle auf dem Weltmarkt die Preise für sämtliche Weißwaren ganz außerordentlich billig und viel niedriger anzusetzen als bei den bisherigen Sonderverkäufen, 36 Schaufenster zeigen die Reichhaltigkeit der Auswahl und eine verblüffende Leistungsfähigkeit Hausfrauen, Wirte. Hoteliers, Pensionen müssen im eigensten Interesse diese nicht so bald wiederkehrende günstige Kaufgelegenheit ausnützen. Provinzkunden und Käufern aus anderen Bezirken werden die Fahrtspesen tour-retour vergütet. Wegen des zu erwartenden starken Andranges wird gebeten, auch den Vormittag für den Einkauf zu benutzen. Nachstehend einige Preisbeispiele: Wäsche- Webe und Chiffone pro Meter S —.58, Riesenwebe, 80 breit, Marke «3 Tannen», S —.78, Wäschebatiste, Marke «Traunstein», 8—.98, Ia Rumburger Weben für Bettwäsche S t.25, Ia Bettücher, 140 breit, S 1.75, Reinleinenbettuch, 150 breit, S 3.90, Atlasgradei, für Bettwäsche, 80 breit, S 1.25, Inlett (Nanking), 80 breit, S 1.25, Bettgarnitur, Marke «R. S.», bestehend aus zwei Polstern und einer Tuchent, S 7.00, Bettgarnitur, Toledo, gestickt, komplett S 15.80, Ia Leintücher, gebleicht S 3.90, Damenhemd a|our, mit Spitzen und Motiven, S—.98, Garnitur (Hemd um. 'ose), guter Strapazchiffon, ajoqr uod gestickt, S 3.90, Rockkombinationen, ajour und gestickt, S 2.90, Büstenhalter mit Spitzen und Schlung, S —.49, Herren-Strapazhemd, weiß, mit Doppelmanschetten, S 2.90, Abendhemd mit Popelinbrust und Doppelmanschetten S 9.80, Unterhosen S 1.98, Wirtschaftshandtücher, ungebleicht, S—.69, Staubtücher S —.39, Bodentücher S —.59, Geschirrtücher S —.39, Tischtücher, Damast mit Ajour, S 3.90, Ia Damasttischtücher, 140X140, S <3.50, Frottierhandtücher, gewürfelt, S —.98, Damen-Batist- und -Stickereitaschentüchcr S —.15, Herren-Taschentücher, weiß mit farbigem Rand, S —.29, Scheiben-Vorhangstoff S —.39, Madras-Vorhangstoff, 70 breit, S —.70, M/idras-Künstlervorhänge, dreiteilig, S 5.90, Doppelhettdecken, feinste Ausführung, S 14.50, Waschseidenbatiste, pro Meter S —.98, weißer Ripsbarchent S 1.25, Wirtschaftsschürzen aus guter Webe S 1.25, Servierschürzen S U5, Herren- und Damemnantel. Ia Gradei, S 7.90, Taffetseide S 3.90, Seidenbrokate S 2.50, Crepe de Chine S 3.90, Sclmfwoll-Rips, dopp nitbreit, S 4.90. Mengenabgabe Vorbehalten I Auch In allen anderen Abteilungen findet wegen Umbau und Vergrößerung der Verkaufslokalitäten ein oonderverkauf zu tiefreduziertenPreisen statt. E Wir geben hiemit aufs tiefste erschüttert Nachricht vom plötzlichen Ableben des Gg. Isaak Tisch Absolvent der Exportakfidmaie, Fachamajor i der A. V* «UbMOBli* der ein mustergültiger Mitarbeiter und Kollege, ein treuer Diener seines Volkes und ausgezeichneter Mensch war. Im Alter von 24 Jahren, im Augenblick der Begründung einer Lebensstellung, ereilte ihn in Ausübung einer zionistischen Aufgabe, unerwartet der Tod. Die Beamtengehaft der Vereinigten Zionistischen Bureaus. Das Präsidium, die Leitung und die Beamtenschaft des Keren «iajemeth. diesem zietbewußten Ausschuß beschleden. Als Präsident fungiert Milan Freiberger. Gründungsmitglied der Hakoah und verdienstvoller Spieler der ersten Fußballmannschaft, 'widmet er sich mit hingebungsvollem Eifer dem Ausbau eres Vereines, und die Erfolge der verschiedensten Sektionen der Hakoah sind vor allem seinem rastlosen Eifer ztozuschreiben. Würdige und treue Helfer findet er in den beiden Vizepräsidenten, den Herren Rosenberger lind M e ß ,n e r.’ Als Kkibkaßsier waltet Herr Beer umsichtsvoll seines Amtes. Eine Kraft ganz besonderen Formats besitzt die Leitung in Herrn Klugmann. Die Sektionen selbst erfreuen sich augenblicklich der regsten Tätigkeit und besitzen durchwegs Leitei, dse sich voll und ganz ihrer Aufgabe widmen. Als SektioneJeiter fungieren: Cand. iur. Erwin L ö w y (Fußball), Dr. Hermann Thaihofer (Fechten;, Arnold Hermann (Schwimmen), Ing. Otto R e n di (Ringen und Schwerathletik), Dr. Fritz Straßmann (Leichtathletik), Bernhardt Berger (Boxen), Dr. Robert Sonnenwald, Präsident der Israelitischen Kulttrsgemeinde Graz (Kultur), Julius Grün huf (Tischtennis), Oswald Weiß (Schach) Die Stellung, die die Grazer Hakoah heute kn steirischen Sport einnimmt,. ist ehe derartige, daß sie allen übrigen Sportvereinen Hochachtung ewiftößt. Mit ihr.en vielen Sektionen ist die Hakoah neben dem G. A K. der größte AHroundsportverein der Steiermafk. Die erfolgreichste Sektion ist vo<* allem die Fußtoaäsektioo, die nicht nur in Steiermark, sondern auch ln den Nachbarländern den besten Namen besitzt. Jüdische Touristik (Touristik- und Ski-Klub «Hakoah».) Tourenprogramm für Sonntag, den 10. Fdbmari. . .. Ski tonten: Redsalpe, Tiroler Kogl-Eibi, Stuhleck- Kanonenrohr. Fußtouren nach Bedarf. Näheres Freitag von 20—32 Uhr hn Ktubheton, L WfppWngerstraße 24 (alb 21 Uhr Durchgang Cafe Altos Rathaus). Jugend gruppe: Fuß- und Skitouren nach Verabredung. Nähere* Donnerstag von 19—31 Uhr 8m Ktehbeta, VIII, Bennoptet« 1 (jüdisches VoWreheJiri). Zur Meisterschaft des ailgemeLitn österreichischen SMverbamtes sandten wir heuer das erste Mal unsere Vertreter. Es gelang uns, ian kombinierten Lauf (Abfadirts* und LangJawf) für Herren bei 42 Teilnehmern durch Herrn Leopold P o 11 a k den 6. Platz und 4m Langiauif durch die Herren Georg Po 11ak mad Klingcr den 7. und 9. Plate und 1m Dätnenlaufcfl durch Frau Trude R ou bi t s chock den 3. und durch Frau Marianne Meid Unser den 6. Platz zu besetzen. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, 1., Kämtnerstraße 28, Telephon R-27-4-85/86. Posfsparkassenkonto 100.208, , Ausweis Nr. 13. Summe der Eingänge vom 18. bis 31 Jänner 1929 S 2.436.90 Summe der Eingänge vom Rosch Haschanah 5689 „ 42.392.50 Spezifikation der Eingänge nach Spendenartcn. Baumspenden 642.—; Versicherung 600.68; Büchsen 545.32; Sammlungen bei Familienfeieriicnkeiten 243.—; Allgemeine Spenden 132.90; Chanukah-Aktion 81.50; Keren- Kajemeth-Abgaben 77,80; lmitaschen 67.—; Sammlungen bei Versammlungen 35.70; Spenden anläßlich Promotionen V«.—; Tempelspenden 5.—. Spezifikation der Eingänge, nach Bezirken und Gruppen geordnet Zentrale 379.66; H. Bezirk 456.—; Prater 47.40; III. Bezirk 36.—; VIH./IX. Bezirk 183.—; X./XI. Bezirk 9.50; XVIII. Bezirk 20.—; XX. Bezirk 9.54; XXI. Bezirk 6.—; J. A. V. Ivria 71.01; Z. M. V. Hasmonea 78.04; Blau-Weiß 120.66; Brith Gordonia 15.17; Brith Hanoar Hamisrachi 3.05; Frauenorganisation 199.54; Gordonia 1.—; Haschomer Hazair 9.73; Herzl-KIub 17.45; Hitachduth 2.40; Makkabi II. 10.—; Makkabi IX. 1.77; Mirjam 50.—; Verband demokratischer Zionisten 31.92; Verband Zion. Mittelschüler 5.48; Zeirenu 11.75; Provinz; Angern 38.39; Groß-Enzersdorf 42.—; Innsbruck 257.90; Krems 600.68; Linz 81.50; St. Pölten 9.80. Chajes-Wald (45. Liste) r anläßlich der 1. Jahrzeit. Rosa Wlach 5.—; E. Wiesel 10.—; Minna Halpern 10.—j Nathan Bernstein. 10.—; Dr. Leon Stolz 5.—; Jakob Grob 10,—; Jakob Siegel 3<-r-; Dr. Siegfr. Reines 3.—; Isak Spitz 5.—; Salomon Zuckertnann 9.—; Dr, Karl Pollak 50.—; Blanka und Walter Federn? 10.—; Ch. Seidler 10.—; Fr. Dr. Anni Beck 100.—; Dr. TuIorNussenblatt, 1 Baum für Kellner-Garten, i 10.—; Menachem, Broslavsky 10.—; David Schönfeld 10.—; i Hennia Spitz leistet Geldbuße für Ehrenbeleidigung, 2 Bäume auf Namen Osias Spitz, 20.—; Friedrich Adler 5.—; Leo Langfelder 10.—; Maximilian Tabak 3.—; Dr. Hugo Knöpfmacher 10.—; Dr. Hermann Engel 5.—; Z. Tupi 40.—; durch Jakob Brandstädter 440.—; Markus Gimpel 50.—; J. Färber 50.—; 0.'Lerhberger 50.—; M. Singer 1Ö.—; M. Großmann 20.—; Nathan Färöer 10.—; Isak Zuckermann 50.—; Samuel Reiner 50.—; Simon Zuckermann 10.—; Arnold Reiner 30.—; Hirsch Uri 10.—; Heinrich Jellinek 50.—; Jul. Wasser 10.—; Clara Ottilie Löwenthal 10.—; Frauengruppe Mariahilf-Neubau: Buchbinder 10—; durch Frl. Gisela Reichsfeld: Franz Nowak 10.—; Fanni Lemberger 30.—; Anitta Müller-Cohen gratuliert Frau Henriette: Irwell zu mGeburtstage und spendet 5 Bäume im Chajes-Walde 50.—. Allgemeine Spenden: S 733.58* Fr. Zuckerber anläßlich der Jahrzeit ihres Sohnes Alexander 3.—; Rosa Markus anläßlich Jahrzeit ihres Bruders Alexander 2.50; I.A. Gerstel für nicht angenommene Orangen 7.40; Rosa Guttmann 5.—; durch Simon Gaspard: Zeisler & Adler 10.—; Direktor Heinrich Glücksthal 20.—; Otto Karniol 10.—; durch Rudolf Weinberg: Dr. Anton Wassing 12.—; Provinz: Angern: Fr. Selma Wichs anläßlich Genesung ihres Sohnes Rudolf 20.—; Groß-Enzersdorf: Jüdischer Verein Makkabi 42.—; Krems: NachtragsnroVision 600.68. Büchsen: S 545.32. «• u tüii IV« miuiu UJCI vM l• II. Bezirk: Bernhard Grünhut 6.—* UI. Bezirk; Fr. Ella Austerlitz 15.70; Ignatz Münz 28.14; Siegfried Wölf 10.—; Alfred Kadisch 16.60; Biel 3.50; Adolf Zweig 6.20; Dr. Emil Krassny 33.31 und 31.44; Franka Rittermann 4.—; Armin Lenz 4.—; Burstyn 5.—; Dr. Hugo Benedikt 3.50: Blanka Burstyn 5.—; Hans Menczel 30.—; Walter Gottfried 5.—; Bella Kutscher 3.50; Dr. Arthur Czeczowiczka 10.—; Johanna Thal-Birsen 3.—. VIII. Bezirk: Dr. Käsz 3.—. IX. Bezirk: Fanni Zoller 3.—, Stella Kerpen 3.70L Lshensversicherungs- Gesellschaft GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Veraloh*rungebaeta»d Garantlemlttel End* 1927 1 Milliarde und 900 M't tonen 8efi?ltfng 192 Millionen Eohllllng Prämien* und Zlnoenelnnahmen Im Jahr* 1927 71 Millionen 8ohUllng Tltfflkelteuebfet der Qaetlliohaf»: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Po’en Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien Türkei, Aegypten Die Geaeilsohaft eohlleBt zu billigen Prämien und gOnetigen _ Bedingungen Kapitals- und Rentenveisioherunoen jeder Art ab HeuelngefOhrt; KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapital« bei Verheiratung, Studienbaitrag, Rückerstattung der eingezthlten Prämien bei Ableben des Kindes) InvalldlWeveraloheruna (4, hlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbeunfählgkelt und Auezahlungi dee vereioherten Kapitale naoh dreijähriger Dauer der Invalidität)

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