Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 2 (1929)
- Issue
- Heft 57 (31.1.1929)
- Date
- 1929-01-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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v. b.1 Preis 39 Groschen Abonnejnentpreise: Für Oesterreich: * Monatl. S 1.50, viertelj. S 4.20, ganzj. 16.~ / Deutschland: Monatl. (iöldmark l.r-, viertelj. Goldmark 3.— / Tschechoslowakei:' Monatlich Kc 7.—-, vierteljährlich Kc 19.— / Jugoslawien: Monatlich Dinar 14.—> vierteljährTioh Dinar 40.— Jüdtsdke Zeitung Ertch^liil festien donnerstfotf (Redaktion und Administration: 'Wien. 1., (ftantkensteinäasse 1 — iTel. R 26-3 Ä* Polen: Monatl. Zloty 2.30, viertelj. z*oi> 6.50 / Ungarn: Monatl. Pengö 1.50, viertelj. Pengö 420 / Rumänien: Monatl. Lei 45.- viertelj. Lei 125.— / Bulgaren: Monatl. Le\v;i 3Q.—, viertelj. Lewa 80.— / Belgien: Monatl Belga 2.—, viertelj. Belga 5.— / Vebtfgc: Ausland: Monatl. Schweizer Franken 150 2. Jahrgang Wien,131. Jänner 1929 (20. Schewat 5689) Nummer 57 Die itii redaktionellen Teil -befindlichen entgeltlichen Notizen sind durch ein beigefügtes E bezeichnet. gaaeoQOoeeQDoeoeeeeoeeoeaqaaoQiiqooeeca SieueinCiklarunä C«a*«t u. - Restfawrchmtf Wien, i., Renniaue 1 Slx.niiOfUdie .nd Wiener K Gebe «owio SpeiU'abt.f unf» für et1eot.if.eho and xainGolftCbe Kttobe mnter LelUn* de. bewahrten . Spe* »lkoehs Grünborg!-: (frOhex Betel National) Spei.» am K.tp.tib., I bjOebeir .tu Beat, Cre.r 1» C.p.k (Lnoniv ..... tfutfliettes) ■ ' ’ ' DaltianHAie , Wieder Lehrerstreik in Palästina Aus Jerusalem wird gemeldet: Die Organisation der hebräischen Lehrer in . Palästina hat die Lehrerschaft aller hebräischen Schulen, aufgefordert, am 25. Jänner in. den S treik zu treten, weil die Gehälter In den Monaten November und Dezember 19 2 8 und die älteren Gehaltsrückstände noch nicht gezahlt.worden sind. Miß Henriette Szold hat der Organisation mitgeteilt, daß die Zionistische Exekutive die sofortige Auszahlung des Gehaltes für November verfügt hat. Die Organisation, beschloß trotzdem, auf dem Streik zu beharren, da über die Auszahlung des Dezember-Gehaltes sowie über die Erstattung der Rückstände in Höhe eines Drel-Monats-Gehaltes nichts Sicheres in Aussicht gestellt worden ist. Arbeitslose in die jüdischen Kolonien Pie Zion-istisiebe Exekutive in London hat in Be- Anttvortiunig eines telegraphischen Erswohens der palästinensischen Organisationen niitgeteilt, daß sie bereits die Summe von 4500 Pfund überwiesen hat, die zur F ö rde r >u n ig der U,e b e r s i e.dl u n g j üdischer Arbeitsloser a-ws Tel -Aviv in d i e K öl on.iem,-. wo sie sich.1 .a n .d w irt s c h a f tjiich betätigen;werden, verwendet werden; soll (ln Palästina gilbt es gegenwärtig ca;; 1200 jüdische Arbeitslose in den Städten; auf dem Lande herrscht keine Arbeitslosigkeit, Pie-Red.) .; Beachten Sie in dieser Nummer u. a. folgende Aufsätze und Berichte: Die «Union» will davonlaufen. Die erste «Habimah»-Premiere in Erez Israel. Von J, Gal-Eser (Jerusalem). 40.000 Juden Itt Hessarabien hungern! Bin weiblicher Zaddik. Meinungsverschiedenheiten im polnischen Zionismus. Juden ms Vertreter der Kultur bi Rußland. Von J. B1 ellnsky. Sport, Schach, Rätsel, Humor. Ein neuer Konflikt um eine Weihestätte in Erez Israel Die Rechte der Juden auf das Grab Rächeis — Wieder der DistriktskommMr von Jerusalem! Aus Jerusalem wird berichtet: Zwischen der Jerusalemer jüdischen Gemeinde und dem Distriktskommissär von Jerusalem Major K e i t h - R o a c h ist im Zusammenhang mit der Reparaturbedürftigkeit des Räch el-Grabmals ein Konflikt entstanden. Die. Kapelle über dem Grabe bedarf dringend, einer- Reparatur, die die Jerusalemer, jüdische Gemeinde; : in Angriff.nehmen wollte. Keith Roacb ab erver-; W eiert e die E r 1 au,bnvs, zur Durchtührung urtd begründete dißs damit, daß raeb&n ^en Juden auchdi e Möslems. Rechte auf das Grab haben. .Die Regierung, erklärte er, wolle selbst.für die .Reparatur des Grabmals Sorge tragen. Nach dieser Richtung wurde aber von den Regierungsbehörden nichts unternommen. Von jüdischer Seite wurde beim Oberkommissär Sir John Robert .Chance I I o r» interveniert. Der Oberkomntissär befaßt sich gegenwärtig mit der Frage des Rechtes der Juden auf das Rachcl-Grab. * Der D-istriktskomanissär von Jerusalem hat ln der. letzten Kliagemauer-Affäre, weiiche in der gesamten jüdischen Welt Empöru-mg liervorgerufen hat, eine nicht allzu rühmliche Roliie gespielt, indem er die Attacke der Polizei auf jüdische Andächtige ain höchsten Feiertage der Juden, dem Jom Kippur, gebilligt hat. Der neue; Konifllikt ist schon .deshalb bedeutsam, weil, wie erst jüngst bekannt wurde, etliche geschäftstüchtige Moslems aus dem Grabe Rachels und anderen historischen Grabstätten,, die.den Juden teuer sind, wie den Gräbern der Erzväter, «-moderne» Anziehuingspumikte für die .Touristen, machen wollen; eis ist damals nichts von einem Einspruch! des Distriktskomimissärs verlautbart worden!. Jetzig da die jüdische Gemeinde' von Jerusalem eine unbedingt notwendige Reparatur am Rachel-Orab auf ihre Kosten vornehmen will, hat es der Distriktsikommi-ssär von Jerusalem eilig, die Rechte der Modems zu . wahren! Die Palästina-Regierung wünscht einen Agency- Bericht Die Palästina-Regieruin-g ersuchte die Zion-iisitische. Exekutive in Palästina um ein deta-iliiertes Me* mora nd <um überdas Pr ob i e m d e r-J e w i s h Aigepo y und den g e g e n w är t-i gen S t a n d d e r A g e n c y - F r a g e. Die Palästina-Regierung .wiiffll dieses Memorandum ihrem Bericht an die Mandatskommission des* Völkerbundes über die Verwaltung Palästinas im Jahre 1928 beifügen. Sport, Schach, Rätsel, Humor. Die zionistische Organisation Amerikas für die Berliner Agency-Beschlüsse Die Exekutive der amerikanischen Zionistischen Organisation hielt im Hotel «Wäldorf Astor-ia» zu New' York eipe Vollsitzung ab, in der der Präsident der Organisation Louis L i p s k y und Chefredakteur Jacob Fish man über die Berliner A'ktionskomiteesitizuug referierten. Auf Vorschlag von Hermann Bernstein wurde einstimmig eine ^Resolution gefaßt, in der die Beschlüsse des Aktionskomitees betreffend die Erweiterung der Jetoish Agency gebilligt und über die seitens gewisser Gruppen ausgehenden Störungsversudiebei der Realisierung dieser Beschlüsse das Bedauern ausgesprochen wird. Es wurde beschlossen, eine Werbe aktion zur. Gewinnung:neiuCr, Mitglieder einzuteiten^ ■ . , Das österreichische . Agency-Komltee ' In der erweiterten Jewish Agency werden die Juden Ö3§ferfeicte* wdcH-e’ nicht der ziönistfecheir Organisk-- tioh ängehöreri, durch. z -w e b R e p räs e n t ä ft t e n vertreten sein, ln Uebereinstiimimiung mit dort Besdhiissen des; Aktionskömitees Wurde zur- Schafiiüftig -.dieser Repräsentanz’ eine ächtgliedrige Komimlsslön .ernannt, welche aus folgenden' Personen besteht: J« Austerlitz, Adolf Böhm, Dr. Desider Friedmann, Dr. Rudolf Glanz, Dr. Gustav Morgenstern (Linz), Dr. Isidor Scha'lit, Dr. J. Steinbeil Oberbaurat Robert Stricker. Nahutn Sokolows Amerikareise Der Präsident der Zionistischen Weltexekutive, Nahum S o k o 1 o w, begibt sich am 20. Februar auf die Reise nach den Vereinigten Staten, um an der Kam pagne des Un i te d Pal e.s ti ne App e a 1 teilzunehmen. Die Amerikareise Sokolows stand schon vor längerer Zeit fest. Trotz seines schweren Verlustes — der älteste Sohn Sokolows, Heinrich Sokolow, ist vor einigen Tagen in Berlin verstorben — hat sich der zionistische Führer n'icli+ entschließen können, die Amerikareise abzusagen. Einstein an die amerikanischen Juden Professor Albert Ein stein, der vor einigen Jahren, anläßlich des ersten United Palestine Appeal, mit dem Presidenten der Zionistischen Weltorganisation, Prof. .Wei:>- manui, in Amerika geweilt und zu den amerikanischen Jüdi n gesprochen hatte, bat in Anbetracht des Umstande daß -bei dem diesjährigen United Palestine Appeal in Amr rika zum ersten Male eure Zusammenarbeit von Z i o n i s t e n und Nichtzionisten auf breiterer Basis dokumentioit, auf Ersuchen der Jüdischen Tetegraptoen-Agentw folgende Botschaft an die amerikanische Juden heit gerichtet: «Die judenbeit gleicht einem vor etwa 2000 Jahren ' geköpften Tier«. Jerusalem.mit sein-em Tempel wur sein Kopf, Gottes Wunder, daß es geköpft lebendig blieb durch die lange Zeit. Weiteres Wunder: Der mit. förmig gewachsene Leib besann sich vor wenigen Jahrzehnten, daß er einten Kopf halben müsse. Und schon -hat er Palästina, ein -ganz ordentliches Köpfchen, „ ausg<v schw-itzt, aber doch' zu klein, dünn und schwach für dea dicken Leib. Sorget, daß es ein ordentbohwr Dickkop/ werde, wie er zu dem Tier paßt.» Keine Versicherungsanleihe für Palästina , Die Zionistische Exekutive veröffentlicht eine Erk& rung, wonach die in verschiedenen Zeitungen verzeichnete (und von uns mit stärkstem Vorbehalt wiedergegebene) Nachricht, daß die vom zionistischen Kongreß eingesetzte Anleihekomimission bereits Arrangements mit bedeutenden Versicherungsgesellschaften wegen «feer Fünf-Milücnen-Dollar-Anteihe getroffen bat, von AnAng Öfe Ende erfunden ist.